Hypnoseblog Ute Neehoff

 

Psychotherapeutische Heilpraktikerin

 

Bertolt-Brecht-Allee 24 • 01309 Dresden • Tel. 0351 - 2 15 95 15

Angst vor Abhängigkeit und Kontrollverlust?

Hintergründe. Auswege.

Alles, was uns unterschwellig vermittelt, wir seien hilfsbedürftig, fördert Abhängigkeit, Passivität, Unaufmerksamkeit.

Häufige Folge einer Abhängigkeit: man lehnt sich kaum noch auf. Die dazu passende Aussage lautet: „Da kann man nichts machen.“

Wer zu dieser Überzeugung gekommen ist, begnügt sich damit, sich mit unbefriedigenden Zuständen zu arrangieren. Anpassung statt aktive Gestaltung des eigenen Umfelds: sich auf andere verlassen, sich nicht engagieren, mit sich machen lassen. Das ist die Einstellung, die begünstigt, dass man ambitionierten Unfähigen das Ruder überlässt, beruflich wie privat.

Sich aus einer Abhängigkeit zu befreien ist deshalb so schwer, weil die Abhängigkeit bewusst oder unbewusst Vorteile bringt.

Beispiele

Die Ehefrau, die seit zwei Jahrzehnten vor allem für Haushalt und Kinder da ist, nimmt hin, dass sich der Mann alles Mögliche rausnimmt. Sie fühlt sich von ihm, der das Geld nach Hause bringt, abhängig. Sie verzichtet darauf, sich aufzulehnen aus Angst, er könnte sie verlassen. Sie möchte auf keinen Fall Abstriche am gewohnten Lebensstil machen oder sich gar nach einem Job umsehen.

Hohe Arbeitslosenzahlen begünstigen, dass sich manche Arbeitgeber aufführen wie Möchtegern-Diktatoren und sich Arbeitssuchende „versklaven“ lassen, weil sie verinnerlicht haben, vom Arbeitgeber abhängig zu sein. Sie wollen Haus und Hof, Freunde und Bekannte nicht aufgeben, um eventuell woanders zu arbeiten. Sich in einer Gewerkschaft oder im Betriebsrat zu engagieren, kommt auch nicht in Frage. Der Arbeitgeber weiß es und nutzt es aus.

Das Gefühl der Abhängigkeit geht meist einher mit dem Gefühl von Kontrollverlust: zwei negative Gefühle, die sich gegenseitig verstärken.

Die Angst vor Kontrollverlust spielt bei manchen Menschen eine Rolle, bevor Sie die erste Hypnose erlebt haben. Und ich denke, dass gerade das gegenteilige Erlebnis einen Durchbruch bedeuten kann auf dem Weg, sich davon zu befreien. So wie man sich während einer Hypnose jederzeit selber aus einer Trance herausholen kann, ist es möglich, sich aus ungünstigen einseitig abhängig machenden Beziehungen zu befreien.

Das Gute dabei: Man muss keineswegs in jedem Fall den Job, den Partner oder was auch immer sofort aufgeben. Entscheidend ist die Veränderung der Einstellung zu sich selber. Hier erste hochwirksame Maßnahmen, die wie alles im Leben nur Erfolg bringen können, wenn Sie sie ANWENDEN, etwas TUN.

Auswege

Das menschliche Gehirn ist neuroplastisch, bis ins hohe Alter lernfähig. Gehirn und Geist beeinflussen sich gegenseitig. Nutzen Sie Ihren Geist, um Ihr Gehirn so zu verändern, dass es immer öfter die von Ihnen gewünschten Gefühle produziert. Die Grundlage: entsprechender von Ihnen gesteuerter Input. So funktioniert es:

AUFMERKSAMKEIT

  • Aufmerksamkeit ist der simple Prozess des aktiven Erkennens von Unterschieden. Lernen Sie, auch subtile Unterschiede wahrzunehmen.
  • Aktives Registrieren von Neuem wirkt belebend.
  • Aufmerksamkeit gegenüber Veränderlichkeit verstärkt das Gefühl, die Situation unter Kontrolle zu haben.
  • Die häufige Benutzung des Wortes ICH anstelle von MAN verstärkt das Gefühl der Kontrolle und führt zu Aktivität.
  • Gesteigerte Aufmerksamkeit  =  gesteigertes Wohlbefinden + Möglichkeit, Symptome/Dinge/Umstände zu beeinflussen.

Alternative zu abhängigem Verhalten: anfangen, gut für sich selber zu sorgen, subtile Veränderungen wahrnehmen (Aufmerksamkeit) + mehr von dem tun, was gut tut und damit Kraft für Veränderungen tanken.

Beispiel

Morgenmuffel, unter dessen mieser Laune jeden Morgen außer ihm die ganze Familie leidet.

Sie erinnern sich: Alles, was uns unterschwellig vermittelt, wir seien in jeder Hinsicht hilfsbedürftig, fördert Abhängigkeit, Passivität, Unaufmerksamkeit.

Deshalb:

Hören Sie auf, Ihre morgendliche schlechte Laune als von Gott gegeben zu betrachten.

Stattdessen:

Beobachten Sie, wie sich freie Tage, Feiertage, bevorstehende Annehmlichkeiten auf Ihre morgendliche Laune auswirken.

Finden Sie zunächst heraus, welche Umstände welche Variationen der schlechten Laune hervorrufen. Damit verändern Sie den Fokus - weg von der schlechten Laune hin zu den äußeren Faktoren, die diese beeinflussen.

Können Sie diese beeinflussen? Wollen Sie diese beeinflussen bzw. wollen Sie weiterhin davon abhängig sein? Falls es keine äußeren Umstände sind, die Ihre schlechte Laune hervorrufen, erforschen Sie Ihr Innenleben. Gehen Sie schrittweise vor.

Achtung Falle

Nicht gleich enttäuscht sein, wenn Sie nicht auf Anhieb vom Morgenmuffel zum Strahlemann mutieren. Wer sich enttäuschen lässt, macht sich wiederum abhängig. Bleiben Sie AUFMERKSAM und finden heraus, wann, woran und warum Sie scheitern, bleiben Sie aktiv. 

GIB, WAS DU BRAUCHST

Das Gefühl der Abhängigkeit hat seine Wurzel in der Kindheit. Ein kleines Kind erwartet zu Recht, dass die Erwachsenen seine Bedürfnisse befriedigen, ihm Liebe, Verständnis und Anerkennung schenken. Es kann auch nicht allein für seinen Lebensunterhalt sorgen, ist von den Eltern abhängig.

Wer sich weigert, erwachsen zu werden, ist weiterhin davon abhängig, dass die Außenwelt seine Bedürfnisse befriedigt.

Ein möglicher Schritt heraus: Gib, was du brauchst.

„Wenn wir Mohrrüben haben wollen, müssen wir Mohrrüben säen;

Wenn wir Radieschen haben wollen, müssen wir Radieschen sähen;

Wenn wir Liebe haben wollen, müssen wir Liebe säen;

Wenn wir Verständnis haben wollen, müssen wir Verständnis entgegenbringen;

Wenn wir anerkannt werden wollen, müssen wir Anerkennung geben;

Wenn wir uns geliebt fühlen wollen, müssen wir Liebe schenken.“

(aus Dan Millman: Die Goldenen Regeln des friedvollen Kriegers)

Achtung Falle

„Wehe, die Mohrrübe wächst nicht von allein und ohne Pflege. Ich war nett zu dir, also zeige dich jetzt erkenntlich – sofort.“

Auch hier ist Aufmerksamkeit von Vorteil. Das Prinzip ist keine Aufforderung, ein Helfersyndrom zu entwickeln oder zu pflegen. „Gib, was du brauchst.“ heißt auch, sich selber geben. Lernen Sie, sich selber gut zu behandeln. Wie sollen Ihnen z.B. andere Respekt und Anerkennung entgegenbringen, wenn Sie es selber nicht können und sich ständig abwerten?

Das Leben geht manchmal seltsame Wege. Gelegentlich kommt das, was man sät, auf Umwegen zu einem zurück. Wann haben Sie etwas bekommen, scheinbar ohne etwas dafür getan zu haben? Werden Sie aufmerksamer.

Braucht der Mensch einen Coach?

Die Frage tauchte in einem Zeitungs-Interview mit einem Coach auf, das ich kürzlich las. Es ging u.a. um das steigende Angebot. Für sämtliche Lebenslagen findet sich ein Coach.

„Früher ging es doch auch ohne.“ mag mancher denken.

Tja, früher… Mir fällt da immer spontan die Steinzeit ein. Da lebten die Menschen in Höhlen. Da ging es doch auch ohne Häuser, und das, obwohl es den Säbelzahntiger gab ;) Braucht der Mensch Häuser?

Zurück zum Ernst des Lebens. Oder nicht? „Müssen Sie ernst sein, wenn es um 'ernste' Themen“ geht?“ würde mich wahrscheinlich prompt ein Coach fragen. Na ja, mich müsste er das nicht wirklich fragen. Meiner Meinung nach tut eine Prise Humor jedem Thema gut. Obendrein scheinen mir unter dem Deckmäntelchen der Ernsthaftigkeit häufig fehlende Tiefe und mangelndes Wissen versteckt. Das gilt auch für so manche Äußerlichkeit. OK, ich komme vom Thema ab.

Ein Coach hilft Ihnen vor allem, die Perspektive zu wechseln, eingefahrene Spuren zu verlassen, nachdem Sie selber festgestellt haben, dass Sie immer wieder in der Sackgasse landen: nachdem Sie diese verlassen haben, im Kreis fahren - bis Sie wieder in der Sackgasse landen: „Same procedure as every year.“ Silvester können Sie wahrscheinlich darüber lachen, im realen Leben jedoch irgendwann sicher nicht mehr.

Können nicht auch die Tante, die Eltern, Freunde, Partner, etc. helfen, den Weg aus der Sackgasse zu finden und vor allem, dauerhaft zu beschreiten? Prinzipiell ja, jedoch spricht folgendes dagegen:

  • Menschen, die uns kennen, sehen meist nur das Bekannte in uns, trauen uns zu wenig bzw. zu viel zu. Fremde, besonders darin geschulte Personen, sind neutral und realistischer.

Beispiel

Nahestehende Personen haben oft die Tendenz, sich eher um uns zu sorgen als uns zu ermutigen, Herausforderungen zu suchen. Das ist für beide bequem.

  • Auf Menschen, die wir kennen, hören wir nicht gern.

Beispiel

Oft wissen Eltern tatsächlich besser, welcher Partner zu ihren Kindern passt, was diese besonders im jugendlichen Liebesrausch natürlich nicht wahrhaben wollen. Und im Nachhinein zugeben, dass Eltern Recht hatten, nun ja…

  • Viele Dinge wissen Menschen aus unserem Umfeld einfach nicht, vieles wird ungeprüft von Generation zu Generation weitergegeben und nie hinterfragt, so manches Wissen existiert nur in der Einbildung ohne echten Nutzen in der Realität. Das betrifft vor allem das menschliche Miteinander.

Beispiel

Wer Selbstwertprobleme hat, weil auch seine Eltern unter Minderwertigkeitskomplexen gelitten haben, wird von dieser Seite keine Hilfe erwarten können. Wer in einer Familie aufgewachsen ist, in der psychische und emotionale Probleme abwertend kommentiert wurden, hat gelernt, zu verdrängen.

Selbst von Lehrern höre ich immer wieder, dass ihnen ihrer Meinung nach im Alltag psychologisches und pädagogisches Wissen fehlen. Dafür verfügen sie über ein umfangreiches Fachwissen, dass im schulischen Alltag nicht gebraucht wird.

Ein Coach arbeitet vor allem mit gesunden Menschen, die ihre Lebensqualität in bestimmten Bereichen verbessern wollen. Bei der Gelegenheit sei am Rande erwähnt, dass es keine allseits anerkannte Definition gibt, was Gesundheit ist. Demnach würden Sie zum Hypnose-Coaching kommen, wenn Sie gesund sind, und zur Hypnose-Therapie, wenn eine schulmedizinische Diagnose vorliegt.

Coaching kann Ihnen helfen, in deutlich kürzerer Zeit Ihre Ziele zu erreichen, wenn Sie offen dafür sind. Die Realität sieht meist so aus, dass Menschen lange Zeit vor sich „hinwursteln“, quasi damit es sich dann richtig lohnt, einen Coach aufzusuchen – genügend und vor allem hartnäckige Blockaden da sind, die es zu lösen gilt ;)

Aus meiner Sicht ist das OK. Jeder hat ein Recht auf seinen eigenen Weg, nur dauert die Lösung dann etwas länger. Das Gute: Forscher haben längst herausgefunden, dass der Mensch bis ans Lebensende lernfähig ist :) Es ist nie zu spät, etwas für sich zu tun.

Frust auf der ganzen Linie, was tun?

  • Ihr unfähiger Chef treibt Sie regelmäßig zur Weißglut, der Depp, der keine Ahnung hat und auch keinen Blick dafür, wie wertvoll Sie für die Firma sind?
  • Ihr Partner  geht Ihnen mächtig auf die Nerven mit dem permanenten Genörgel, weiß nicht zu schätzen, was er an Ihnen hat?
  • Und überhaupt, niemand zollt Ihnen Anerkennung, versteht Sie, das ganze Leben ist …

Kennen Sie das?

Ihre Gedanken kreisen um diese oder andere negative Situationen. Leider bleibt es nicht dabei. Sie erleben die Situation: Ihr Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller, der Magen krampft sich zusammen, nachts wälzen Sie sich im Bett… Das wiederum verstärk den Frust – ein Kreislauf, aus dem es kein Entrinnen gibt?

Sie können nicht aussteigen. FALSCH: Sie wollen nicht aussteigen.

Woran liegt das? Einzig und allein an IHNEN. „Waaaaas? Noch so eine Besserwisserin, die mir einreden will, dass ich schuld an allem bin" mag der eine oder andere denken. Und der Frustpegel steigt ;)

Die Suche nach Schuldigen ist kontraproduktiv.

Beispiel

Kürzlich habe ich im Fernsehen ein Interview verfolgt mit einem jungen Mann, der infolge eines Unfalls querschnittsgelähmt ist. Während einer Fernsehsendung hatte er ein akrobatisches Kunststück gewagt, um eine selbst eingereichte Wette zu gewinnen.

Der Moderator konfrontierte ihn mit der verbreiteten Ansicht, dass der junge Mann die Verantwortung für den Unfall und dessen Folgen trägt und fragte ihn nach seiner Meinung dazu. Er antwortete, dass er diese Ansicht teilt, er sei schuld.

Der aufmerksame Moderator wies ihn darauf hin, dass er nicht von Schuld, sondern ganz bewusst von Verantwortung gesprochen hatte.

Der Begriff Schuld wird inflationär gebraucht, leider oft, wenn von Schuld keine Rede sein kann. Schuld ist jemand, der bewusst Schaden anrichtet. In Situationen, in denen die Ursachen für einen Schaden so komplex sind wie bei dem Unfall des jungen Mannes aus dem Beispiel ist es unangemessen, von Schuld zu reden.

Angemessen ist das Wort Verantwortung. Wer Verantwortung übernimmt, gibt zu, dass er einen Anteil an einer Angelegenheit hat. Das wiederum eröffnet Handlungsspielraum und befreit aus der Opferrolle.

Zurück zu den eingangs erwähnten Situationen. Was hilft? Hier einige Anregungen zum Umdenken:

Aussen wie innen

Ihr Umfeld verrät Ihnen viel über sich selber.

  • Ihr Chef ist unfähig, hat keine Ahnung, kann nichts? Das bezweifle ich. Zumindest kann er sich besser verkaufen als Sie. Oder warum sind nicht Sie an seiner Stelle? Ach, Sie wollen den Job gar nicht, sind nicht bereit, die erforderliche Qualifikation zu erwerben? Alles, was Sie wollen, ist meckern?
  • Ihre Partnerin nörgelt pausenlos an Ihnen rum? Wie verhalten Sie sich ihr gegenüber – aufmerksam, wertschätzend… Wohl kaum.
  • Niemand zollt Ihnen Anerkennung? Wirklich niemand? Also auch nicht Sie selber, oder? Ich kenne niemanden, der mit sich selber wertschätzend umgeht und dabei ständig von anderen übersehen und übergangen wird.

Darüber wollen Sie nicht nachdenken? Sie bleiben bei Ihren Begründungen (Ausreden) für Ihre ungeliebte Situation. Sie brauchen diesen Stützpfeiler für Ihr mangelndes Selbstwertgefühl. Alles, was hier steht, ist deshalb kalter Kaffee und gehört in den Ausguss. Und tschüss ;)

Sie lassen den Gedanken wenigstens probehalber zu, dass Ihr Leben auf eigenen Entscheidungen basiert. Ich gratuliere Ihnen, denn damit kommen Sie in Ihre Kraft. Wenn sich dennoch nichts ändert, liegt das woran? Sie tun nichts, denn der Preis für die Veränderung ist Ihnen zu hoch.

Beispiel

Der unzufriedene unterforderte Mitarbeiter bleibt in seinem Job. Jeder normale Mensch fragt sich doch, warum wechselt der nicht den Job, oder? Ganz einfach, das wäre UNBEQUEM, mit Anstrengungen verbunden, er müsste Gewohntes verlassen und Neuland erkunden. Das will er nicht, so schlimm ist es nun auch wieder nicht ;)

Ausweg Nr. 1

Bleiben Sie in der Opfer-Rolle, schieben Sie weiter Frust, aber geniessen Sie es. Jammern und schimpfen Sie nach Herzenslust, kultivieren Sie Ihr Dasein als armes Opfer und freuen Sie sich darauf, noch von Ihren Mitmenschen bedauert zu werden, wenn Sie längst im Grab liegen: "Er hatte es wirklich schwer, nun hat er es endlich geschafft. Amen." ;)

Ausweg Nr. 2

Sie ändern das Einzige, was Sie mit Sicherheit ändern können – sich selber. Einzige Bedingung: ein klares, deutliches „ICH WILL“.

Zurück zum Anfang:

Sie wollen sich nicht mehr zur Weißglut treiben lassen? Sie haben erkannt, dass dazu zwei gehören?

Wenn Sie das wirklich wollen, finden Sie garantiert Mittel und Wege. Die Welt ist voller Angebote, die sich erfahrungsgemäß nur dann zeigen, wenn jemand innerlich bereit ist, sie zu nutzen. Hier einige Möglichkeiten für Weißglut-Geplagte:

  • Atemübungen. Funktioniert nicht? Ich erinnere Sie: alles hat seinen Preis, z.B. ÜBEN.
  • Vor jedem Disput innerlich bis 10 zählen. Klappt auch nur, wenn man vorher übt.
  • Vor bekannten brenzligen Situationen Bachblüten nehmen. Rescue gibt es mittlerweile in Drogerien und sogar als Bonbons.
  • Die emotionale und soziale Kompetenz trainieren, denn wie es in den Wald hineinruft…
  • Sich eine Zeit lang intensiv mit sich selbst beschäftigen und sich selber auf die Schliche kommen, erhöht Ihre Selbstwirksamkeit.

Egal, was Sie TUN, Sie müssen etwas TUN. Das ist der Preis. Tun oder lassen. Sie haben die Wahl - immer wieder neu.

Ihr Chef kann Sie nicht mehr zur Weißglut treiben, dennoch bleibt er der Chef. Der Job ist der, der es ist und wird durch Ihr neues Verhalten auch nicht interessanter. Der Partner freut sich über Ihr neues Verhalten, nörgelt jetzt an den Kindern rum, die schlechte Stimmung zu Hause bleibt…

Sie haben immer wieder die Wahl. Und vielleicht sind Sie den Widersachern von heute eines Tages dankbar,  weil sie Ihnen geholfen haben, die Komfortzone samt Stillstand zu verlassen und sich weiterzuentwickeln. Auf zu neuen Ufern :)

Durch Hypnose zum geschäftlichen Erfolg, geht das?

Tja, Versprechungen gibt es viele… auch solche. Wobei sich Hypnose auch durch andere Methoden ersetzen ließe. Hier meine ganz persönliche Einstellung, nebst eigenen Erfahrungen.

Nach Jahren intensiver Ausbildung, inklusive regelmäßiger Selbsterfahrung und Auflösung eigener Blockaden, würde ich Ihnen folgendes antworten, wenn Sie mit diesem Anliegen zu mir kommen:

Die Wirtschaft ankurbeln mittels Hypnose können wir nicht. Das grenzt an Magie und übersteigt meine Fähigkeiten ;)

Was können wir mit Hypnose-Sitzungen für Ihren geschäftlichen Erfolg bewirken?

Besser als jede Theorie sind für mich Beispiele aus der Praxis.

Beispiel

Die Klienten aus den Beispielen sind generell anonymisiert, Rückschlüsse auf reale Personen sind ausgeschlossen.

Die Ausgangssituation

Ein Kleinunternehmer mit 3 Mitarbeitern hat das, wovon viele andere träumen: das Business boomt -Aufträge ohne Ende. „Ja und?“ mögen Sie sich fragen. „Wo ist das Problem?“

Die Probleme eines wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmers

Täglich 10 Stunden Arbeit, Samstags-Einsätze gehören zum Normal-Programm. Das respektlose Verhalten etlicher Auftraggeber ärgert ihn maßlos. Sie pfeifen, und er springt – ungeachtet der unrealistischen Frist zur Auftragserledigung oder der Uhrzeit: „Dann machen Sie eben eine Nachtschicht.“ Macht er.

Mit den Mitarbeitern verhält es sich ähnlich. Sie diktieren ihre Wünsche bezüglich Arbeitszeit und Aufgabenverteilung, er stimmt zu und verzichtet eben auf seinen freien Tag, wenn es „nicht anders geht“.

Ein Privatleben gibt es quasi nicht mehr. Wie auch? Die wenige Freizeit verwendet er, um seine Eltern besuchen und zu helfen, denn „das kann man schließlich von ihm erwarten“. Die Partnerin hat schon vor vielen Jahren die Flucht ergriffen. Einziger Rückhalt sind ein paar gute Freunde, die ihm ihr Ohr leihen, wenn er das Bedürfnis spürt, mal Dampf abzulassen. Für gemeinsame Unternehmungen, vielleicht mal verreisen, reicht schon wieder die Zeit nicht. Gut, dass es wenigstens treue Freunde gibt, die das tolerieren.

Das Anliegen

Als er zu mir kommt, ist er – Mann sein hin oder her - nicht mehr in der Lage, seine Fassade länger aufrecht zu halten. Unter Tränen schildert er mir: „So geht es nicht mehr weiter. Wenn ich so weitermache, bin ich in ein paar Jahren „reif für die Kiste“ und hängt die positive Formulierung seines Anliegens ran:

„Ich will endlich mal wieder Freude am Leben spüren. Ich will aufhören, für alle den Retter in der Not zu spielen. Ich will einen halbwegs geregelten Arbeitstag und die Wochenenden für mich.“ Er hat sich bereits so weit gedanklich mit seinem Problem beschäftigt, dass er formuliert: „Ich will meine kindlichen Prägungen aufarbeiten.“

Die hinter den Problemen steckenden Probleme

Harmoniesucht, „nur kein Streit, lieber mache ich, was andere wollen. Aussprachen? Igitt."

Neigung, für „alles und jeden“ die Verantwortung zu übernehmen, selbst für Dinge, die andere „verbaselt" haben, daraus resultierend eine permanente Überlastung.

Die Führungsrolle ist ihm suspekt, er will gemocht werden und hat Angst vor Ablehnung.

Das Ergebnis

einer intensiven Zusammenarbeit: 9 Sitzungen  á 90 Minuten über 3 Monate

Wir verzichten auf die ursprünglich vereinbarte 10. Sitzung, denn nach der 9. Sitzung weiß er beim besten Willen nicht, was er noch bearbeiten soll. Lachend erzählt er mir, wie gut es ihm geht. Der Hit: seine Freunde haben ihn auf einen Wochenend-Trip eingeladen und er hat spontan zugesagt. Seinen Eltern hat er kurz und knapp per Telefon mitgeteilt, dass er dieses Wochenende selber was vorhat. Man glaubt es kaum: sie hatten volles Verständnis :)

In seiner Firma hat er 2 neue Mitarbeiter eingestellt. Er arbeitet jetzt gemäß seinen Kernkompetenzen. Die lästige Büroarbeit erledigt ein Assistent. Es gibt eine klare Überstundenregelung, die für alle gilt, sowie eine eindeutige Aufgabenverteilung. Jeder ist mal dran, um kurzfristige Aufträge zu erledigen, auf die er nicht verzichten möchte. Er geht konsequent nach Hause, wenn seine Mitarbeiter an der Reihe sind.

Eine der beiden neuen Mitarbeiterinnen fügt sich nicht ins Team. Sie ist zwar noch nicht lange da, aber er hat beschlossen: „Wehret den Anfängen.“ Es gab eine Aussprache, bei der er klar und deutlich seine Erwartungen formuliert hat sowie die Konsequenzen, falls sie nicht bereit ist, sich zu ändern.

Die langjährigen Mitarbeiter haben ihm gesagt, er hätte sich verändert und daraus resultierend herrscht jetzt ein angenehmes Betriebsklima.

Und man mag es kaum glauben, er träumt davon, eine Partnerin zu finden… Nun, was daraus geworden ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Das Erfolgsgeheimnis? Aus meiner Sicht

  • der Wille eines Menschen, etwas zu ändern, vor allem sich selber
  • die Bereitschaft, etwas dafür zu tun und mit den entsprechenden Konsequenzen zu leben bzw. notwendige Änderungen in den Alltag zu integrieren
  • eine Portion Durchhaltevermögen, besonders bei Rückfällen, vor denen niemand zu 100% gefeit ist

Wie steht es bei Ihnen mit diesen Dingen?

Wenn die Last „liebgewonnene“ Gewohnheit ist, was dann?

Für Menschen, die zu Rückfällen neigen und sich nicht damit abfinden wollen

In diesem Zusammenhang hörte ich kürzlich eine Weisheitsgeschichte, die in etwa so ging:

Gott gab einer Gruppe Menschen die Möglichkeit, die Lasten, die sie täglich mit sich rumschleppen, abzulegen. Nachdem alle ihr Päckchen oder gar Paket abgegeben hatten, gab er den „Ring frei“ mit den Worten, jeder möge sich ein neues Päckchen aussuchen oder ohne weitergehen. Ehe er es sich versah, war jeder zu seinem Päckchen gestürzt und konnte es kaum erwarten, es wiederzubekommen.

Fazit: Das bekannte Päckchen lässt sich für viele leichter (er)tragen als die Freiheit.

Warum?

Einerseits liebt der Mensch Gewohnheiten.

Sie erleichtern das Leben, gestatten es, Dinge voll- oder halbautomatisch ablaufen zu lassen. Das spart Kraft und ist sinnvoll, solange der gewohnte Lauf der Dinge zufriedenstellt.

Andererseits ist die Freiheit mit Herausforderungen verbunden.

Man muss sich Gedanken machen, was man mit der gewonnenen Freiheit und daraus resultierenden Energie anfangen will. Vielleicht kennen Sie zumindest aus der Kindheit das Gefühl, nicht zu wissen, wohin mit der überschüssigen Kraft. Damals waren Ihre Möglichkeiten begrenzt – kein schönes Gefühl. Heute sind Ihre Möglichkeiten je nach Weltbild nahezu unbegrenzt. Heute sind vor allem Sie es, der/die sich begrenzt, wenn sich alte Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster-Muster durchsetzen.

Fazit:  Den Wert einer guten Rückfallprophylaxe, nachdem Sie eine Last abgelegt haben, kann man gar nicht oft genug betonen.

In der Hypnose lässt sich ganz gut vorwegnehmen wie der weitere Weg eines Menschen verlaufen wird, nachdem sein Ziel in den Sitzungen erreicht wurde. Ich biete eine „Zukunftsschau“ an -  nach Bedarf in die nahe und ferne Zukunft und mit unterschiedlicher Intensität.

Dabei stelle ich deutliche Unterschiede fest. Es gibt Menschen, die genießen diesen Teil ganz besonders. Und es gibt Menschen, die sind nicht willens, sich eine Zukunft ohne ihr Problem vorzustellen. Die dahinter verborgenen inneren Widerstände wollen sie meist auch nicht bearbeiten oder wenigstens anschauen.

Beispiel

Eine junge Frau ist seit Jahren depressiv. Die Beschäftigung mit der Depression ist für sie mehr oder weniger zum Lebensinhalt geworden. Obendrein hat ihr die Krankheit beträchtliche Vorteile verschafft. Sie geht nicht mehr arbeiten, die Familie behandelt sie wie ein rohes Ei. So viel Rücksichtnahme und Zuwendung hat sie in ihrer Kindheit schmerzlich vermisst. Jetzt bekommt sie das lang Ersehnte - dank Depression.

Ohne Depression würde sie mit ziemlicher Sicherheit folgendes erwarten:

  • Sie müsste wieder arbeiten in einem Beruf, der ihr nicht gefällt, oder sich beruflich neu orientieren.
  • Die Familie wünscht sich gegenseitige Rücksichtnahme und Aufmerksamkeiten.
  • Ihr Mann hat bereits signalisiert, dass er auch mal eine Auszeit brauchen könnte.

Manche entscheiden in einer solchen Situation bewusst, dass sie ein bekanntes Leben mit dem bekannten Problem einem Leben mit neuen Herausforderungen vorziehen. Diese Entscheidung  kann die Lebensqualität steigern, wenn ein Mensch die Verantwortung dafür übernimmt:

„Alles im Leben hat seinen Preis. Und ich bin nicht willens, den Preis zu zahlen. Deshalb lasse ich es lieber wie es ist.“ Auch das kann Erleichterung mit sich bringen, weil die Dinge nicht mehr unbewusst ablaufen und durch das Übernehmen der Verantwortung für die Situation die Opferrolle ein Stück weit aufgegeben wird.

Fazit: Solange ein Leiden mit handfesten Vorteilen verbunden ist, kann Heilung kaum gelingen und lässt sich schon gar nicht von außen erzwingen. Vorteile sind nicht immer offensichtlich, jedoch immer vorhanden, wenn jemand permanent ins alte Muster zurückfällt.

Experiment

Kreieren Sie einen Tagtraum.

Stellen Sie sich eine Zukunft vor ohne das eine oder andere Handikap, das Sie derzeit hindert, einen Wunsch/Plan zu realisieren. Spielen Sie Kind, fantasieren Sie ohne sich einzuschränken. Der Realitäts-Check ist wichtig, kann jetzt aber warten.

Ist diese Zukunft attraktiv für Sie? Malen Sie sich diese Zukunft in großen bunten Farben. Stellen Sie sich vor, wie es Ihnen dann geht, wie Sie fühlen, was Sie fühlen. Welche Gedanken bewegen Sie?

Wenn es gelingt, lassen Sie vor Ihrem inneren Auge einen entsprechenden Film laufen. Sie allein sind der Autor. Springen Sie am Ende gedanklich rein. Wie ist es, in diesem Film die Hauptrolle zu spielen?

Wer sich dabei gut fühlt und diesen Film regelmäßig, z.B. vor dem Schlafengehen, abspult und dabei mit allen Sinnen eintaucht, erzielt eine Sogwirkung. Das Unterbewusstsein sucht und findet Möglichkeiten, diesen Traum realisieren. Sie fangen an, mehr oder weniger automatisch die notwendigen Schritte zu gehen. Plötzlich haben Sie Ideen und Einfälle, Begegnungen, die Ihnen helfen. Sie spüren Tatkraft und nutzen diese. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie feststellen, dass Ihr Ziel näher rückt :)

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