Hypnoseblog Ute Neehoff

 

Psychotherapeutische Heilpraktikerin

 

Bertolt-Brecht-Allee 24 • 01309 Dresden • Tel. 0351 - 2 15 95 15

Wie Sie aus einer Negativ-Trance aussteigen

Hypnose ist ein hochwirksames Werkzeug. Dennoch verzichten viele Menschen darauf, z.B. aufgrund von Vorurteilen. Verzichten auch Sie auf Hypnose? Ich denke eher, dass das eine Illusion ist und dass viele Menschen unbewusst Hypnose einsetzen. Worauf sie eventuell verzichten, ist die positive Wirkung, weil sie zu wenig über Hypnose und deren Möglichkeiten wissen.

Beispiel

Ein Bekannter ruft mich an. Am Klang der Stimme erkenne ich sofort, dass er gerade stimmungsmäßig im tiefsten Keller weilt. Ich kenne ihn und weiß, was los ist. Er hat sich wie so oft ganz allein in eine Negativ-Trance befördert. Womit? Indem er seinen Fokus auf das richtet, was ihm fehlt. Und das Gedankenkarussell dreht sich in einer Endlosschleife, weil er nicht aussteigt. Im Gegenteil – verlangsamt sich die Fahrt, wiederholt er seine negativen Einsichten, verankert den Zustand tief in seinem Inneren, kann an nichts anderes mehr denken: „Mir geht es seit Tagen dreckig. Ich bin einsam, habe niemanden, keine Freunde, keine Bekannten. Niemand interessiert sich für mich.“

Äh, bin ich niemand? Aber das ist das Wesen einer Negativ-Trance. Der Fokus erfasst nur noch die negative Seite der Medaille. Indem mein Bekannter diese Seite jetzt auch noch laut schildert, verstärkt er seine selbstgeschaffene Negativ-Trance.

Ich bin sicher, fast jeder Mensch hat so einen Bekannten, Freund oder Verwandten. Ich kenne Menschen, die fürchten sich schon vor deren Anrufen, weil sie sich der negativen Wirkung auf die eigene Stimmung bewusst sind, sich jedoch nicht entziehen können. Auch dafür gibt es Abhilfe. Doch bleiben wir beim Thema.

Mein Bekannter ist in Hypnose, Selbsthypnose:

Er befindet sich in Trance, sein Fokus ist nach innen gerichtet. Zwar ruft er mich an, aber er nimmt kaum wahr, was ich sage.

Es gibt einen Hypnotiseur, dem er vertraut und hingebungsvoll lauscht: sich selber, der eigenen inneren Stimme.

Suggestionen gelangen an seinem kritischen Verstand vorbei ins Unterbewusstsein: Ich bin einsam, niemand mag mich. In meinem Alter haben alle ihren Freundeskreis, mich will und braucht niemand…

Die wenigsten Menschen kennen in dieser Situation einen Hypnose-Profi, der sie rausholt. Die gute Nachricht: den brauchen sie nicht, denn das können Sie selber, schließlich haben Sie sich auch selber in die Situation reingebracht. Sie wissen wie und machen jetzt einfach das Gegenteil: Fokus von innen nach außen richten. Suggestionen stoppen. Wenn das nicht gelingt, die innere Stimme übertönen, z.B. mit lauter Musik. Spätestens, wenn der Nachbar Sturm klingelt, ist Ihr Fokus außen ;)

Und zukünftig? Dank Selbsterkenntnis vorbeugen und dazu üben, üben, üben, am besten beim ersten Anflug negativer Gedanken.

Nachhaltig: die innere Haltung dauerhaft ändern,

auch durch Üben, z.B. Dankbarkeit. Ich beobachte immer wieder, dass Menschen mit negativer Grundhaltung wenig Dankbarkeit empfinden. Dankbarkeit ist eine innere Haltung, eine wertschätzende Haltung. Diese Wertschätzung darf in alle Richtungen gehen – zu sich und zu anderen. Meist schaltet sich bei Negativ-Denkern jetzt der zuvor abgestellte Verstand ein, allerdings nur, um ja nicht die Richtung wechseln zu müssen. Da kommen dann Argumente wie: „Na, das ist doch Verdrängung.“ OK, ich überrede niemanden, dann bleibt es eben wie es ist.

Wenn Sie dankbar sind, diesen Hinweis dankbar berücksichtigen ;) den Fokus auf das richten, was Sie haben, kommt es zu keiner Negativ-Trance.

Nachhaltig: denken Sie über das Gesetz von Ursache und Wirkung nach

und fragen sich: „Wo und wann habe ich die Ursache geschaffen für meine jetzige Situation?“ Mit anderen Worten: Raus aus der Opferrolle, rein in die Selbstverantwortung.

Hinter jeder Negativ-Trance verbirgt sich eine Illusion, die Sie enttarnen können. Oft ist es die Illusion, dass Sie handlungsunfähiges Opfer äußerer Umstände bleiben müssen. Dass Sie an diesem Punkt sind, mag sein. Dass Sie dort allein nicht wegkommen, auch. Wenn Sie dennoch wegkommen wollen, suchen Sie sich am besten Hilfe, die an dieser Stelle ansetzt.

In diesem Zusammenhang ein Tip zu einem der Lieblings-anwendungsgebiete für Hypnose: Abnehmen in Hypnose. Wer tatsächlich zu dick ist, isst zu viel. Protest sinnlos. Ich glaube nicht an den wundertätigen menschlichen Körper, der Luft zu Fett verbrennt ;) Wer zu viel isst, tut das oft in einer Negativ-Trance, ist fokussiert auf negative Gefühle, z.B. das Gefühl innerer Leere, von dem das Essen ablenken soll. Das ist die Illusion: das Gefühl innerer Leere lässt sich mit Essen nicht dauerhaft beseitigen.

Jetzt haben Sie die Wahl. Sie können denken: „Alles „Quatsch“ oder einfach mal testen, was bei Ihnen funktioniert. Der beste Zeitpunkt ist immer JETZT. Wofür sind Sie gerade dankbar?

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