Hypnoseblog Ute Neehoff

 

Psychotherapeutische Heilpraktikerin

 

Bertolt-Brecht-Allee 24 • 01309 Dresden • Tel. 0351 - 2 15 95 15

Wie Sie sich mit einer Therapie aus Eigeninitiative Vorteile auf dem Arbeitsmarkt verschaffen

„Therapie? Womöglich noch Psychotherapie? Ich bin doch nicht krank,“ mag der eine oder andere denken. Ganz kurz: Der Begriff Psychotherapie stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß „die Seele heilen“. Psychotherapie ist ein Oberbegriff für Methoden, die mit seelischen Mitteln, d.h. ohne Medikamente, arbeiten. Ziel sind gesündere Denk- und Verhaltensweisen.

Was hat das nun mit Ihren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu tun?

Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass psychische Probleme zu den größten Fehl-Tage-Verursachern gehören. Psychische Erkrankungen sind trauriger Spitzenreiter bezüglich der Erkrankungsdauer. Hier Zahlen aus dem BARMER GEK MAGAZIN für Unternehmer 3.11: Mit 16,5% sind psychische Erkrankungen am zweithäufigsten die Ursache von Fehltagen und sogar Spitzenreiter, wenn es um die durchschnittliche Dauer der Erkrankung geht (41,8 Tage).

Im Oktober-Newsletter des VFP (Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.) heißt es: "Seelische Störungen sind auf dem Vormarsch, jeder dritte Europäer hat ernste psychische Probleme.“

Die lokale Sächsische Zeitung räumt am 18.10.2011 einem Artikel über die steigende Anzahl von Frührentnern wegen kranker Psyche einen Platz in der Mitte der ersten Seite ein.

Psychische Erkrankungen entstehen in der Regel über einen langen Zeitraum und erfordern einen relativ langen Behandlungszeitraum. Das hat u.a. damit zu tun, dass Menschen zu lange passiv bleiben und sich oft erst helfen lassen, wenn sie Patienten geworden sind und in einem Teufelskreis stecken, aus dem sie allein nicht mehr herausfinden. Dieser Teufelskreis besteht darin, dass Leistungseinbußen am Arbeitsplatz aufgrund psychischer Überforderung die psychischen Probleme verstärken. Dann gilt es zunächst, die Notbremse zu ziehen. Und die Notbremse heißt Krankschreibung. Damit es gar nicht erst so weit kommt, handeln Sie rechtzeitig.

Wer clever ist, denkt  noch weiter. Die psychische Stabilität der Mitarbeiter wird zwangsläufig früher oder später zu einem Einstellung- bzw. Beförderungskriterium in Unternehmen werden. Und psychische Stabilität können Sie am leichtesten erreichen bzw. sichern, wenn Sie etwas dafür tun, bevor Sie im Krankenbett landen und als erstes Mittel der Wahl Medikamente schlucken, die lediglich Symptome unterdrücken.

Besser wäre es, sich mit den Ursachen für die ersten Anzeichen eines Symptome zu beschäftigen, um später eben nicht schlapp danieder zu liegen oder gar den Beruf aufgeben zu müssen.

Wie Sie sich den Wettbewerbsvorteil „psychische Stabilität“ sichern

Vor allem, indem Sie sich selber Aufmerksamkeit schenken.

Aufmerksamkeit sorgt dafür, dass Sie erste Anzeichen bemerken, die signalisieren, dass Sie aus dem Gleichgewicht geraten.

Aufmerksamkeit zeigt Ihnen, welche Situationen und Verhaltensweisen Sie aus dem Gleichgewicht bringen.

Aufmerksamkeit zeigt Ihnen ebenso, womit Sie Ihr Gleichgewicht halten bzw. zurückgewinnen.

Und vor allem bemerken Sie rechtzeitig,  dass Ihnen Ressourcen oder Strategien fehlen, um Ihr Gleichgewicht wiederherzustellen. An dieser Stelle Hilfe anzunehmen, ist die beste Prävention.

Zu spät Hilfe zu holen, gehört aus meiner Sicht zu den sinnlosesten Krankheitsverursachern, auch in Hinsicht auf chronische Erkrankungen. Es ist so viel leichter, sich bei leichter Erschöpfung zu regenerieren als mit einem Burnout fertig zu werden, bei dem dann im wahrsten Sinn nichts mehr geht. Auch ein Burnout begann irgendwann mit kleinen Zeichen, die beflissen übersehen oder absichtlich weggedrückt wurden. Lernen Sie, anders mit den Zeichen umzugehen, die Ihnen Körper und Seele immer rechtzeitig senden.

Eine Therapie kann Ihnen helfen, die Zeichen zu erkennen, zu deuten und so damit umzugehen, dass Sie gar nicht erst krank werden.

Muss es denn eine Therapie sein?

Therapie, Beratung, Coaching… Bücher… Therapeuten… Selbstlernkurse… Ich bin da praktisch veranlagt und denke, dass jeder für sich herausfinden sollte, was passt.

Ich persönlich mache viel mit mir selber aus. Dabei komme ich an Grenzen, nämlich wenn es darum geht, eigene blinde Flecken zu erkennen. In solchen Fällen achte ich auf meine Intuition. Natürlich greife ich auf Bewährtes zurück, wozu vor allem Hypnose gehört. Ergänzend suche ich mir ganz bewusst Angebote, die mein Verstand zunächst ablehnt. Damit gelingt es mir, meinen Horizont zu erweitern. Ich halte nichts davon, im eigenen Saft zu schmoren und die Dinge vorschnell immer wieder auf dieselbe Art und Weise zu interpretieren.

Anbieter von Coaching oder Beratung wenden sich vor allem an Gesunde. Allerdings gibt es keine allgemeingültige Definition dafür, wer gesund und wer krank ist. Und wer Definitionen liebt, kann sicher Romane schreiben über den Unterschied zwischen Therapie, Coaching und Beratung.

Fazit: Seelisches Leiden wird oft versteckt und heruntergespielt. Was in einer Leistungsgesellschaft für viele an erster Stelle steht, ist die Arbeitsfähigkeit. Dementsprechend gilt: wer arbeiten kann, ist gesund… drückt die ersten wertvollen Signale einer gesundheitlichen Schieflage weg und wartet zu lange, wartet bis er nicht mehr arbeiten kann. Was folgt, ist oftmals eine Krankschreibung, verbunden mit dem Stempel einer Diagnose, die als selbsterfüllende Prophezeiung das Problem verschärft.

Entscheiden Sie, was besser für Sie klingt:

Ich bin frustriert, finde allein keinen Ausweg aus der täglichen Mühle, das nagt an mir. Ich suche mir jetzt Unterstützung bevor ich eventuell krank werde.

oder

Ich stehe kurz vor dem Burnout, mein tägliches Pensum ist nur noch Last. Wenn ich morgens aufstehe, bin ich genauso müde wie am Abend zuvor. Ich habe keine Wahl mehr, ich muss zum Arzt und mich krankschreiben lassen.

Es gibt viele prominente Beispiele dafür. Stellvertretend genannt seien Tim Mälzer (bekannt als Fernsehkoch), der 2006 einen Zusammenbruch erlitt, und Miriam Meckel (jüngste Professorin Deutschlands, Regierungssprecherin und Staatssekretärin), die sich 2009 selbst in eine Klinik einweisen ließ und ein Buch über ihre psychischen Probleme geschrieben hat.

Ich hoffe, Sie sind klüger. Hier einige Gedanken, was sich nachteilig auf Ihre seelische Gesundheit auswirkt:

Mangelnde Aufmerksamkeit und Achtsamkeit verhindern, dass Sie auf erste Anzeichen eines Ungleichgewichts sinnvoll reagieren.

Ein schlechtes Selbstwertgefühl sorgt dafür, dass Sie Ihre Bedürfnisse hinten anstellen.

Perfektionismus führt zu ewiger Unzufriedenheit mit sich selber.

Nicht NEIN sagen können, führt zur Überforderung.

Autoritätsprobleme mit Vorgesetzten sorgen dafür, dass Sie sich wie pubertierende Jugendliche verhalten. Rebellion kostet Kraft, raubt wertvolle Energie.

Harmoniesucht verhindert, dass Probleme benannt werden und erzeugt inneren Groll bis hin zur Wut. Sie fühlen sich wie ein Dampfkessel vor der Explosion.

Sich für Dinge verantwortlich fühlen, die Sie nicht beeinflussen können, erzeugt ein Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht.

Ein frustrierender Job, an dem Sie aus Angst festhalten, kostet Sie Lebensfreude.

Beziehungen, in denen es an gegenseitiger Wertschätzung, Achtung und Respekt mangelt, untergraben Ihre Selbstachtung.

Schlechtes Wetter trübt die Stimmung ;)

Mit welcher Verhaltensweise sorgen Sie selber für trübes Wetter?

Hilfreiche Strategien und Fähigkeiten

Lernen, sich selber zu trösten und aufzumuntern.

Lernen, auf Menschen zuzugehen.

Lernen, an der richtigen Stelle Verantwortung zu übernehmen bzw. abzugeben.

Lernen, Ruhepausen auch ohne Anzeichen von Erschöpfung in den Alltag zu integrieren.

Lernen, Schwäche zu zeigen.

Lernen, Gefühle angemessen auszudrücken.

Lernen, Ziele schrittweise zu erreichen.

Lernen, sich und anderen zu vertrauen.

Lernen, die eigene Intuition für all das einzusetzen, indem Sie Signale, die Ihnen Ihr Unterbewusstsein schickt, erkennen und richtig deuten. Je mehr Sie sich seelisch von alten Belastungen (Glaubenssätze, Verstrickungen,  familiäre und sonstige Belastungen aus der Vergangenheit…) befreien, desto besser nehmen Sie eigene Bedürfnisse wahr und gehen achtsam damit um.

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