Ist das Leben für Sie Tragödie oder Komödie? Warum Sie es wissen sollten.
Ob Sie die Welt und Ihr Leben eher als Komödie oder Tragödie sehen, hat entscheidenden Einfluss auf Ihr Wohlbefinden und Ihre Lebenslust.
Ich habe in jungen Jahren in einer Phase, in der die Widrigkeiten in meinem Leben überhand nahmen und für mein Empfinden nicht enden wollten, beschlossen, das Ganze als Komödie statt Tragödie zu behandeln. Dabei kam mir zu Hilfe, dass ich schon immer am besten über mich selber lachen konnte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mit dieser Einstellung wesentlich leichter ist, die notwendigen Schritte in Richtung „raus aus der Misere“ zu planen und vor allem umzusetzen. Obendrein erschließt sich mit einer optimistischen Grundhaltung leichter „die Moral von der Geschicht“.
Menschen mit schlimmen Erlebnissen hilft die Betrachtung des Lebens als Komödie, schneller und leichter damit fertig zu werden. Statt mit ihrem Schicksal zu hadern, denken sie über eine Lösung nach und nehmen eine gefundene Lösungen auch an.
Beispiel
In einer Hypnosesitzung hatte ich mit einer Klientin ein belastendes Ereignis bearbeitet. Die Sitzung war für sie emotional anstrengend, es flossen viele Tränen. Dementsprechend war hinterher der Lidschatten verschmiert, sie sah wirklich zum Fürchten aus. Wissen Sie, was sie mir beim Blick in den Spiegel auf meine Frage, ob sie sich nicht neu schminken wolle, antwortete? „Ach, wissen Sie, ich bin einfach nur glücklich, dass ich das Problem endlich los bin. Ich habe eine Sonnenbrille dabei, die setze ich jetzt auf.“ Sprach es, verabschiedete sich und marschierte glücklich hinaus.
So reagiert nicht jede/r. Es gibt auch Menschen, die die negative Sicht auf die Dinge derart verinnerlicht haben, dass sie sich kaum freuen können, ein Problem gelöst zu haben. Sie brauchen relativ viel Zeit, die Lösung zuzulassen, der eine oder andere entscheidet sich sogar, in der zwar unangenehmen, aber dafür bekannten Misere zu bleiben. Diese Menschen haben sich so an ihre Rolle in der Tragödie ihres Lebens gewöhnt, dass es ihnen Angst bereitet, das ungewohnte Gute anzunehmen. Kennen Sie so etwas?
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Auch das "Loslassen" will eben gelernt sein. So kann die berühmte "Wunderfrage" in enomen Maße darauf hinführen wie sich der Klient denn eben fühlen würde, bestünde das jeweilige Problem nicht mehr.
Mit der „Wunderfrage“ verhält es sich wie mit dem Loslassen.
Einfach in der Anwendung für den, bei dem es „Klick gemacht“ hat und für Helfer, die ihr Handwerk verstehen.
Beim Loslassen reicht es eben nicht, zu sagen: „Lass los.“ Ebensowenig genügt es, die „Wunderfrage“ lediglich zu stellen. In beiden Fällen ist die Vorbereitung die eigentliche Kunst, wenn es darum geht, jemandem zu helfen, ein Problem zu lösen, das er zuvor allein nicht lösen konnte.