Hypnoseblog Ute Neehoff

 

Psychotherapeutische Heilpraktikerin

 

Bertolt-Brecht-Allee 24 • 01309 Dresden • Tel. 0351 - 2 15 95 15

Was tun, wenn sich immer wieder derselbe M _ _ t vor Ihnen auftürmt?

Raus aus der Misere der ungewollten Wiederholungen

Was für Wiederholungen?

Beispiele

  • Der Chef ein „Vollidiot“? Leider traf das auf den Chef davor Ihrer Meinung nach auch schon zu. Sie haben es satt… sinnlose Arbeiten… Forderungen seitens Ihres Chefs, die schlicht und ergreifend Ihre Möglichkeiten übersteigen. Sie sind frustriert und wollen nur noch weg, weg, weg. Doch wohin? Darüber haben Sie noch nicht nachgedacht, dafür beschleicht Sie der ungute Gedanke, dass Sie dem nächsten „Vollidioten“ begegnen könnten.
  • Ihr Mann benimmt sich neben den zwei eigenen wie das dritte Kind, will umsorgt und verwöhnt werden? Eine Erfahrung, die Sie in ähnlicher Form Ihr ganzes Leben begleitet. Schon als Kind haben Sie die Mutterrolle übernommen, haben z.B. die eigene Mutter getröstet, sich um Geschwister gekümmert, sich regelmäßig um andere gesorgt? Eigene Bedürfnisse, gut für sich selber sorgen? Hm… was ist das?
  • Freunde, die nur welche sind, wenn Ihre Hilfe gebraucht wird? Wenn Sie selber Hilfe brauchen, hat keiner Zeit? Das war schon mit dem besten Schulfreund so. Der hat von Ihnen abgeschrieben. Zurückkommen konnte nichts, Sie waren nun mal Klassenbeste/r? Ansonsten waren Sie für ihn eher uninteressant? Aber Sie wollten doch auch gern dazugehören statt als Streber zu gelten.

Kommt Ihnen das zumindest in Teilaspekten bekannt vor? Oder sind Sie eventuell bereits einen Schritt weiter? Sie haben das Problem längst erkannt. Leider sind die bisherigen Lösungsversuche ins Leere gelaufen?

Beispiele

  • Da Sie in Ihrem Leben nicht nur mit einem Chef Probleme hatten, waren Sie beim letzten Jobwechsel vermeintlich schlauer. Sie haben einen Job angenommen, bei dem es keinen Chef gibt, sondern eine Chefin - eine kleine zierliche Frau, ganz sicher fair und einfühlsam. Das böse Erwachen ließ nicht lange auf sich warten. Die zarte Person entpuppte sich als Napoleon in Frauengestalt, gibt zackig Anweisungen, erstickt jeglichen Widerspruch im Keim.
  • Mit dem ersten Mann lief es nicht so gut. Sie haben nachgedacht und sich erinnert: auch die erste große Liebe endete im Fiasko. Irgendwie kein Wunder, denken Sie, die beiden waren sich einfach zu ähnlich, auch äußerlich … diese südländischen Typen… nur Laisser-faire im Kopf. Diesmal waren Sie schlauer. Ihr Neuer: Bodenständigkeit pur, ganz das, was Sie suchen. Der will ganz sicher wie Sie Haus und Kinder. Heute hat er Ihnen verkündet: auswandern ist sein Traum. Die Karibik soll es sein. Und jetzt, wo er endlich Sie gefunden hat, kann es losgehen. Sie haben das fehlende Startkapital.
  • Aus der bitteren Erfahrung mit dem besten Freund aus der Schulzeit haben Sie gelernt. Heute haben Sie eine beste Freundin, für die Sie immer das sind, wenn sie Sie braucht. Sie haben sie kürzlich angerufen, weil Sie jemanden zum Reden brauchten. Das Gespräch war kurz, denn die beste Freundin wollte ins Kino. Sie mitzunehmen, kam ihr nicht in den Sinn.

Fälle aus dem realen Leben. Fälle, bei denen die Akteure eins gemeinsam haben:

tiefsitzende Muster, die immer wieder zum selben Ergebnis führen, und

eine untaugliche Taktik.

Die Ursachen für die sich wiederholenden Misserfolge wurden nur außerhalb der eigenen Person gesucht.

Logische Schlussfolgerung: Strategie und Taktik ändern.

Der Haken: Viele Menschen haben die Tendenz, bei Misserfolg immer MEHR vom selben zu tun und sich damit immer tiefer reinzureiten.

Dabei wäre es sinnvoll, spätestens beim dritten Fehlversuch innezuhalten und sich zur Abwechslung auf eine Reise nach innen zu begeben, herauszufinden, wieso, warum, womit Sie ungewollte Ergebnisse anziehen. Mit Sicherheit haben Sie nicht gelernt, gut für sich selber zu sorgen, geschweige denn eigene Bedürfnisse über die anderer zu stellen.

So eine Reise nach innen kann schmerzhaft sein, wenn alte Geschichten und Wunden hochkommen. Auf lange Sicht ist es garantiert erfolgversprechender als die bisherige Taktik. Steigen Sie aus dem Karussell mit den ewig gleichen Enttäuschungen aus. Möglicherweise erleben Sie im Gegenzug eine Berg- und Tal-Fahrt. Das ist allemal abwechslungsreicher und ermöglicht vor allem neue Erfahrungen.

Manchmal macht es Angst, die gewohnte Misere zu verlassen, schließlich weiß man da wenigstens was man hat ;) Dennoch: der Ausstieg lohnt sich. Sie lernen und entwickeln Ihre Persönlichkeit statt sich im Kreis zu drehen.

Ich wünsche Ihnen Mut auf dem Weg zu neuen Erfahrungen und Wachsamkeit, wenn der wohlige Gedanke „Ah, das kenn ich.“ auftaucht und Sie verführen will, das Alt-Bekannte dem Neuen gegenüber zu bevorzugen.

Manch eine/r stellt dabei fest, dass das Glück Angst macht. Auch das hat Ursachen, und auch das muss Sie nicht bis in alle Ewigkeit davon abhalten, mehr Zufriedenheit zu erlangen. Ich habe noch nie erlebt, dass jemand, der die inneren Hürden überwunden hat, zurückwollte in das alte Dilemma.

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