Hypnoseblog Ute Neehoff

Blog zur Hypnosepraxis Neehoff 

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Abnehmen. Worauf es ankommt - mit und ohne Hypnose

Eines Tages meldete sich bei mir eine Frau Ende 60, die seit ihrer Jugend starkes Übergewicht hatte. Nachdem sämtliche Methoden zur Gewichtsreduktion wirkungslos geblieben waren, hatte man ihr operativ den Magen verkleinert. Die Überraschung danach: sie nahm wieder zu, kontinuierlich, bis das Ausgangsgewicht erneut erreicht war.

Sie ließ sich nicht entmutigen, gab nicht auf, wollte unbedingt wissen, wie es ist, schlank zu sein. Und sie war fest davon überzeugt, mit Hypnose das ersehnte Ziel zu erreichen. Ich war anfangs skeptisch, doch nach der ersten Sitzung hatte sie mich überzeugt, dass sie es schaffen könnte:

  • Sie hatte eine lebhafte Vorstellung wie es sein würde, wenn sie nach und nach abnehmen würde.
  • Sie blühte während der Hypnose auf, wenn sie in einem schlankeren Körper verschiedene Situationen durchlebte.

„Die menschliche Rasse wird von ihrer Vorstellungskraft beherrscht.“ Napoleon brachte auf den Kern worauf es ankommt, wenn man anspruchsvolle Ziele erreichen will.

Nicht umsonst visualisieren Spitzensportler ihr Trainingsprogramm.

Diese intensive Vorstellung ermöglichte es ihr dranzubleiben, wenn Hürden auftauchen, Rückfälle drohten, Ehrenrunden zu absolvieren waren.

Wir haben außerdem in der ersten Sitzung „durchgespielt“ was passiert, wenn sie ihr Ziel erreicht – mit allen Konsequenzen, inkl. „Nebenwirkungen“. Dazu zählen Neid und demotivierende Reaktionen von Menschen aus dem Umfeld. Wie reagiert der Partner, der abends vor dem Fernseher Kekse futtert und schon gesagt hat, dass er nicht bereit ist, seine Lebensweise zu ändern? Was sagen Freunde, Kollegen, die sie nur als dicke Frau kennen?

Die Vorstellung schlank zu sein, verlieh ihr auch in diesen Situationen Flügel. Die Arbeit dauerte mehrere Monate. Im Fokus standen innere Konflikte, die das Abnehmen behindern. Nachdem diese aufgelöst waren, begann sie langsam abzunehmen, war jedoch noch nicht zufrieden. Deshalb widmeten wir uns ihrem Essverhalten, das sie Schritt für Schritt veränderte. Ein weiterer Aspekt: Sie schaffte es nicht, mehr Bewegung in ihren Alltag einzubauen. Auch das gelang, passend zu ihren Möglichkeiten und körperlichen Voraussetzungen.

Anfangs trafen wir uns im zweiwöchigen Abstand für 1,5 h; später alle 3 Wochen, dann einmal im Monat. Bei der letzten Sitzung vereinbarten wir einen Termin in 3 Monaten als „Rettungsschirm“ für Unvorhergesehenes. Damit war es für sie leichter, den Weg allein fortzusetzen.

Meine Meinung, warum diese Frau letztendlich doch noch das scheinbar Unmögliche schaffte:

„Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit zu verteilen, sondern lehre sie, sich nach den endlosen Weiten des Meeres zu sehnen.“ Antoine de Sainz-Exupéry

Wonach sehnen Sie sich? Wenn die Motivation stimmt, wird die Methode zweitrangig.

Fazit

Eigene gute Gründe sind das A und O, um anspruchsvolle Ziele zu erreichen.

Forderungen anderer sind keine guten Gründe, auch wenn sie noch so sinnvoll erscheinen. Ihr Arzt, Ihr Partner, etc. will, dass Sie abnehmen und es klappt nicht? Logisch, denn es muss Ihr guter Grund sein. Menschen sind autonome Wesen, die sich nicht gern vorschreiben lassen, was sie tun oder lassen sollten.

Von einem, der beschloss, das Fürchten zu verlernen

Grabesstille. Die Welt weit weg. Er weiß nicht: ist es warm oder kalt, hell oder dunkel, still oder laut, Frühling oder Herbst. Leere im Kopf. Vorübergehend. „Jetzt nichts hören, nichts sehen, nichts wissen“, fleht er lautlos während die vor Angst geweiteten Augen das kleine grüne Etwas fixieren. Das kleine grüne Ding klemmt in einer kräftigen Faust, aus der es kein Entrinnen gibt.

Das Grün aktiviert seine Gehirnzellen. Panik breitet sich aus. Todesangst kriecht seinen Rücken hoch, lässt an seinen Füßen Betonklötze wachsen. Eiseskälte gefriert das Blut in den Adern. In seiner Kehle formt sich ein Röcheln, doch sein Sprechapparat ist blockiert. Schwindel erfasst seinen steifen Körper. Es gibt kein Zurück, kein Ausweichen, keinen Aufschub. Der Weg steht fest, felsenfest. Er ist ihn viel zu oft gegangen, kennt nur diesen Weg. Einen anderen gibt es nicht. Glaubt er.

Die Ereignisse entwickeln sich wie gewohnt. Der Unterschied zu anderen Filmen, die er in- und auswendig kennt: er verpasst grundsätzlich den Einstieg. Plötzlich steckt er mitten drin, intensiv mit allen Sinnen, stumpft nicht ab. Er starrt vor sich hin, ist ganz absorbiert, ganz konzentriert. Er sieht noch etwas anderes, und er sieht es nicht; er hört Geräusche aus einer anderen Welt, und er hört sie nicht; er weiß, der Film ist nicht alles, und er weiß es nicht; er riecht den Angstschweiß, und er riecht ihn nicht; er schmeckt Blut, und er schmeckt es nicht. Er ist Akteur und Zuschauer zugleich, doch Regie führt er nicht.

Sein Kopf bewegt sich langsam nach oben, reagiert auf Anweisungen eines unsichtbaren Regisseurs.  Ein hämisches Grinsen füllt sein Blickfeld und frisst sich genüsslich in seine Eingeweide. Die Panik erreicht ihren Höhepunkt. Er will sterben. Das hämische Grinsen verwandelt sich in ein höhnisches Lachen. Das Lachen schwillt an, tiefe Töne lassen sein Trommelfell vibrieren. Dann: der Ton verändert sich, wird schrill. Irgendetwas passt nicht mehr. Seine Erstarrung lässt nach. Wohltuende Stille. Er kann verschnaufen -  bis das Schrillen erneut einsetzt. In Zeitlupe dämmert ihm, was er hört.

Fortsetzung folgt

Achtung Satire!

Zielgruppe: Generation Y und alle, denen beim Lesen der Kamm schwillt

Gebrauchsanweisung, Teil 1: Wie Sie dafür sorgen, dass eine Hypnotherapie scheitert bevor sie begonnen hat.

Sie betreten den Raum. Widerstehen Sie der Versuchung, auf einen freundlichen Empfang zu reagieren. Schauen Sie sich abschätzig um. Freundlichkeit ist ein Zeichen von Schwäche, Höflichkeit ein Relikt aus alten Zeiten, Sie schlauer Fuchs! Zeigen Sie Ihr Pokerface.

Ignorieren Sie, dass nicht ich Sie, sondern Sie mich engagiert haben. Sagen Sie gleich, was ich besser machen müsste. Nehmen Sie auch Bezug auf meine Website.

Die ersten Minuten entscheiden, wie sich eine Beziehung gestaltet. Sie sind Experte in Beziehungsangelegenheiten. Sie leben allein, die letzte Freundin hat Sie kürzlich verlassen, die blöde Kuh. Dieser Auftakt ist Ihre Interpretation von „Kontakt auf Augenhöhe“.

Nachdem Sie Platz genommen haben, verschränken Sie die Arme. Sagen Sie nichts mehr und beantworten Sie keine Fragen. Reagieren Sie auf meine Aussagen mit heruntergezogenen Mundwinkeln. Bleiben Sie desinteressiert. Wenn Sie zu mir rüber schauen, dann mit gesenktem Kopf von oben herab. Wow, was für ein Effekt!

Nutzen Sie mein einsetzendes Schweigen für Ihren Einsatz. Machen Sie mir unmissverständlich klar, dass Sie ein verkanntes Genie und falsch bei mir sind. Wenn Sie den Eindruck haben, dass ich schwer von Begriff bin, verstärken Sie Ihre Aussagen durch verbale Angriffe.

Erwähnen Sie unbedingt, dass Sie eigentlich kein Geld für die Sitzungen haben. Vergessen Sie, dass Sie eine eigene Wohnung haben, mit dem Auto gekommen sind, im „Edelfummel“ stecken, regelmäßig in den Urlaub fahren. Ich Dämlack bin nicht von dieser Welt, merke nichts, Null Ahnung von Business, surfe auf meiner Welle.

Auf die Frage, ob Sie evtl. noch eine Hypnose erleben wollen, ob das im Liegen oder Sitzen geschehen soll, zucken Sie mit den Schultern. Trotten Sie dann zur Liege. Sollten Sie den geringsten Anlass haben zu glauben, dass ich noch immer nicht begriffen habe, dass Sie der Nabel der Welt sind, legen Sie nach.

Verwenden Sie alles gegen mich. In der Nachbarschaft wird Rasen gemäht? Unverschämtheit! Das Telefon ist an und piepst. Es war ausgestellt als der Anrufbeantworter anfing zu blinken. Ich habe Sie zurückgerufen. Sie haben kurz vor Sitzungsbeginn angerufen, um mir mitzuteilen, dass Sie zu spät kommen - ihr gutes Recht, denken Sie.

Verhindern Sie die Hypnose nach besten Kräften, indem Sie sich kurz an aufklärende Worte erinnern. Im Gegensatz zur Bühnenhypnose funktioniert klinische Hypnose nur, wenn Sie kooperieren. Machen Sie das Gegenteil. Erzeugen Sie anschließend erneut Amnesie für alles, was Ihr bestehendes Weltbild ins Wanken bringen könnte. Sie schaffen das!

Wenn Sie während der angeblichen Hypnose die Augen nicht öffnen können, auch nicht nach Aufforderung, hat das in Ihrem Fall nichts mit Hypnose zu tun. Machen Sie das anschließend sofort klar. Betonen Sie, dass Sie sich unwohl gefühlt haben. Hypnose war das nicht.

Ich will einfach nicht die Fassung verlieren? Meine stoische Gelassenheit geht Ihnen auf die Nerven? Fassen Sie zusammen: Sie wissen, was Hypnose ist. Sie haben im Internet und im Fernsehen Videos gesehen, waren in einer Show. Das ist Hypnose! Verdrängen Sie, dass Sie sich bei mir auf keiner Bühne, in keiner Demonstration und überhaupt in keinem öffentlichen Rahmen befinden, dass das Publikum fehlt. Ignorieren Sie, dass Bühnenhypnose ausschließlich der Unterhaltung dient, dass dabei niemand geheilt wird.

Sie waren beim Hypno-Doktor X, der Sie durch seine Videos beeindruckt hat. Leider waren Sie nicht hypnotisierbar. Bleiben Sie loyal, verschweigen Sie das bis nach der Hypnose. Während der Hypnose tanken Sie Energie. Diese investieren Sie umgehend. Hauen Sie den Hypno-Doktor X in die Pfanne. Ziehen Sie mal so richtig vom Leder. Mir entgleiten die Gesichtszüge? Sie wissen längst: wir passen auch nicht zusammen.

Bezahlen Sie widerwillig mit den Worten, dass Gesundheit das Wichtigste für Sie ist, dass Sie gern Geld dafür ausgeben. Nutzen Sie alle Ihnen zur Verfügung stehenden Abwehrkräfte, sanfte Hinweise auf Widersprüche in Ihren Aussagen und Ihrem Verhalten platt zu machen.

Verwenden Sie alles, um Ihre negativen Vorannahmen zu bestätigen. Sie sind ein Meister des Utilisierens! Sie wissen alles besser. Ihnen muss ich nicht erklären, was "utilisieren" bedeutet.

Ihre Begründung für Ihr negatives Weltbild: Kritiker haben grundsätzlich Recht. Amen.

Gebrauchsanweisung, Teil 2: Wie Sie gegensteuern, falls Sie auf Empfehlung eines begeisterten Bekannten da waren oder die erste Sitzung wider Willen ein Erfolg war

Geht es Ihnen allen Widerständen zum Trotz am Ende besser, ignorieren Sie das tapfer. Meine Nachfragen quittieren Sie mit böser Miene und einem knappen: „Gut.“ Dann lamentieren Sie. Beschweren Sie sich nach besten Kräften, dass Sie alles mitbekommen haben. Greifen Sie zu bewährten Mitteln aus Teil 1: Das war keine Hypnose! Erinnern Sie mich, dass neulich im Fernsehen die Leute umgefallen sind. Darauf kommt es an!

Sagen Sie gleich, dass Sie keine weiteren Termine brauchen. Das passt zu Ihrer Überzeugung, die Sie in einem Nebensatz fallen lassen haben: "Mir kann sowieso keiner helfen."

Werten Sie Erfolge anderer mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln ab. Das war Glück, Zufall. „Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn.“ Lernen Sie im Zweifelsfall neue Abwehrmechanismen kennen. Sie wissen natürlich auch, was das ist.

Gebrauchsanweisung, Teil 3: Ihr Zusatznutzen

Bevor Sie den nächsten Anbieter mit Ihrem Besuch beglücken, lesen und hören Sie, was ein Psychologe, ein Therapeut aus dem Nachbarland und ein Berater Ihnen zu sagen haben. Das lohnt zu Zeiten der Globalisierung.

Sie begreifen, dass Ihr Verhaltung methodenübergreifend, unabhängig von Angebot und Ort seine Wirkung entfaltet. Man kann damit überall sein Leben gestalten. Nehmen Sie die Übereinstimmungen mit meiner Botschaft wahr und zum Anlass, eine neue Verschwörungstheorie zu begründen.

Teilen Sie Ihre negativen Erfahrungen mit Gleichgesinnten. Sorgen Sie auf diese Weise dafür, dass die Welt da draußen in Übereinstimmung kommt und bleibt mit der Welt in Ihrem Inneren. Es lebe die Komfortzone!

E N D E  der  S A T I R E

Quellen

Roland Kopp-Wichmann, ein Psychologe mit jahrzehntelanger Erfahrung: weiterlesen

Insiderwissen eines Therapeuten aus dem Nachbarland, auf den ich durch Roland Kopp-Wichmann aufmerksam geworden bin: weiterlesen

Ein Video liefert der charismatische Berater Tobias Beck.

Nachhaltige Veränderung erreichen Sie außerhalb der Komfortzone. Das ist unbequem, führt zu Irritationen, dem Drang aufzugeben, Ursachen für Misserfolge bei anderen zu suchen. Deshalb brauchen Sie einen unbequemen Begleiter, der Ihnen den Spiegel vorhält, wenn Sie sich im Zuge auftauchender Schwierigkeiten aus dem Staub machen wollen.

Ein Coach, der Ihnen einredet, dass Sie auf dem richtigen Dampfer sind während Sie auf eine Sandbank zusteuern, sitzt früher oder später dort mit Ihnen gemeinsam fest. Bestehen Sie darauf, dass ich mit Ihnen auflaufe, lasse ich Sie ziehen. Für erfolglose Veränderung stehe ich Ihnen nicht zur Verfügung.

Gott gab mir den Mut, diesen Artikel zu veröffentlichen und damit Dinge zu beeinflussen, die ich beeinflussen kann. Gott gibt mir im Kontakt mit "Bewohnern" die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Und Gott lehrt mich fortwährend, diese Dinge besser voneinander zu unterscheiden.

Gelassenheitsgebet

Mein Dank gilt Therapeuten, Beratern, Trainern, Lehrern, die ihr wertvolles Wissen teilen. Sie haben dafür gesorgt, dass mir ein Licht bzgl. beratungsresisten Klienten aufgegangen ist.

Mein besonderer Dank gilt Hans-Peter Zimmermann, an dessen Institut für Klinische Hypnose (heute Lebensschule Schweiz) ich eine erstklassige Ausbildung absolviert habe. Er predigt bis heute, wie wichtig eine „glasklare Positionierung“ ist.

Wie Sie trotz Ambivalenz handeln statt sich zu blockieren

Sie warten auf den richtigen Moment, etwas zu tun, doch der lässt schon ewig auf sich warten?

  • Ja, dieses Seminar wäre schon interessant… doch die lange Anfahrt… die Kosten…
  • Noch mal studieren, eine Zusatzqualifikation erwerben… doch es müsste neben der Arbeit geschehen…
  • Noch ein Coaching… doch man hat ja schon so viel versucht…

Sie entscheiden sich nicht, weil Sie die Konsequenzen überblicken. Sie sehen den Aufwand. Sie wissen, es kostet Sie etwas – Geld, Zeit, Anstrengung, Ausdauer, Durchhaltevermögen. Sie sind klug genug zu verstehen, dass in letzter Konsequenz niemand vorhersagen kann, ob sich das Ganze für Sie lohnt, daher die Ambivalenz.

Wie sich Ambivalenz zeigt? Sie haben widersprüchliche Ansichten zu einem Thema:

Ihr innerer Visionär erkennt das Potential und fragt, worauf Sie denn warten.

Der Kreative träumt von weiteren Möglichkeiten… und lässt es dabei bewenden.

Der Sicherheitschef sieht die Gefahren und rät zur Vorsicht.

Die innere Mutter ist Ihr schlimmster Kritiker

Der Bedenkenträger bestärkt die innere Mutter: „Lass es,“ lautet die übliche Empfehlung.

Der Jammerer ist unzufrieden, doch tun will er nichts.

Der Besserwisser raunt: „Du bist im Netz… schau Filmchen… amüsier dich.“

Der Ungeduldige will endlich anfangen, drängelt, ist genervt, verdreht die Augen und hat kein Verständnis für Ihre zögerliche Haltung: „Leg los!" lautet die Botschaft.

Der Perfektionist schnaubt vor Wut über diesen Leichtsinn, denn selbst das Beste ist für ihn nicht gut genug.

Na, und der innere Kritiker erst...

Persönlichkeitsanteile haben eigene Überzeugungs- und Wertesysteme, woraus widersprüchliche Gefühle resultieren. Und das wirkt sich aus: Sie sind blockiert. Doch was steckt dahinter? Sie sind blockiert, weil die beste Lösung nicht funktioniert - zumindest solange Sie bewusst oder unbewusst glauben, dass es die beste Lösung wäre, allen gerecht zu werden. Kommt Ihnen das bekannt vor? Nein?

Schleicht sich hin und wieder ein ABER in Ihren Redefluss?

  • Ja, dieses Seminar wäre schon interessant, ABER die lange Anfahrt… die Kosten…
  • Noch mal studieren, eine Zusatzqualifikation erwerben, ABER es müsste neben der Arbeit geschehen…
  • Noch ein Coaching… ABER ich habe doch schon so viel versucht…

Es folgt eine Litanei. Eingeweihte wissen, dass ABER den 1. Teil des Satzes aushebelt. Man will eben nicht tun, was man im ersten Teil des Satzes behauptet. Vor diesem Hintergrund lautet eine gängige Empfehlung, das ABER aus dem Sprachgebrauch zu streichen. Doch ändert sich dadurch die innere Einstellung? Verabschiedet sich der Perfektionist, wenn das ABER - kraft bewusster Anstrengung - entfällt? Legen Sie jetzt los und fühlen sich rundum gut?

In manchen psychologischen Konzepten geht man davon aus, dass ein ABER auf inneren Widerstand hindeutet. Es wird mehr oder weniger deutlich unterstellt, dass jemand im Kern nicht wolle, wenn er das ABER gebraucht. Ist es wirklich so einfach, so eindeutig?

Warum beschäftigt sich jemand überhaupt mit einem Thema, wenn er in Wirklichkeit gar nicht will? Weil ihn das Seminar nicht interessiert? Weil die angestrebte Zusatzqualifikation nur ein Spleen ist? Weil ein weiteres Coaching sowieso nicht in Frage kommt? Ja, warum macht sich jemand dann die Mühe, sich damit zu befassen? Weil er kein Interesse hat? Wohl kaum.

Wie Sie das Beste aus widersprüchlichen Ansichten rausholen

Ich gehe davon aus, dass Sie zumindest einige der Teile, die sich in Ihrem Innern streiten, kennen. Wie in der Politik gibt es Vertreter unterschiedlicher Ansichten. Sie wissen, wie es häufig in einer Demokratie endet, wenn viele Seiten unterschiedliche Positionen einnehmen. Jede/r beharrt auf seinem Standpunkt. Es gibt endlose unfruchtbare Diskussionen. Man dreht sich im Kreis. Irgendwann kommt es zu einer Entscheidung, einer Lösung, doch wie?

  • Der Zufall entscheidet.
  • Wer am lautesten schreit, setzt sich durch.
  • Man sitzt die Meinungsverschiedenheit aus. Wer nach 10 Stunden noch wach ist, hat gewonnen. Die anderen wollen nur noch ihre Ruhe - vorerst.

Kurzum: irgendetwas geschieht irgendwann, nur nichts, womit Sie gerechnet haben. Sie fühlen sich überrumpelt. Unzufriedenheit breitet sich aus: „Da kann man ja gleich die Diktatur ausrufen.“ Für manche klingt diese Idee in einer verzwickten Situation verlockend.

Wäre es nicht schön, wenn in schwierigen Situationen jemand käme, der weiß, wo es lang geht, eine klare Ansage macht? Niemand widerspricht. Niemand widersetzt sich. Der Fall ist klar, wozu weiter nachdenken. Eine/r sagt, was zu tun ist. Punkt. Und das Beste: er/sie hat damit die Verantwortung. Herrlich. Erinnert Sie das an eine Zeit in Ihrem Leben? So war es als die Eltern zuständig waren für Sie. Und ist es nicht verständlich, wenn ab und zu die Sehnsucht danach aufkeimt? Schlüpft man nicht hin und wieder ganz gern in die Kinderrolle, z.B. wenn man die Eltern besucht?

Den meisten Menschen wird in der Pubertät bewusst, dass auch dieses Modell seinen Preis hat. Es kostet die Freiheit.

Der erste Schritt in Richtung Lösung

Es gibt viele Wege, der „Ambivalenzfalle" zu enkommen. Ich biete Ihnen einen möglichen an.

Würdigen Sie Ihre Ambivalenz, denn Ambivalenz ist der erste Schritt aus der Starre.

Ein anschauliches Beispiel, wozu es führt, keine Ambivalenz zu spüren, ist die südindische Affenfalle, deren Funktionsprinzip auf Wertstarrheit beruht.

Man bindet eine ausgehöhlte Kokosnuss an einen Pfahl und füllt eine Handvoll Reis hinein. Der Affe kann seine Hand hineinstecken um den Reis zu greifen, doch das Loch ist zu klein, um die Faust mit dem Reis wieder herauszuziehen. Der Affe ist in der Falle gefangen, aber nur wegen seiner Wertstarrheit. Er ist außerstande, den Reis neu zu bewerten. Er ist unfähig zu erkennen, dass die Freiheit ohne Reis mehr wert ist als die Gefangenschaft mit Reis. Die Jäger kommen näher… immer näher…  

Welchen allgemeinen Rat – keinen spezifischen, sondern welchen allgemeinen Rat könnte man dem bedauernswerten Gefangenen in seiner Zwangslage geben?„Es gibt eine Tatsache, die der Affe kennen sollte: Wenn er die Faust aufmacht, ist er frei. Aber wie soll er hinter diese Tatsache kommen? Indem er die Wertstarrheit aufgibt, die den Reis höher einschätzt als die Freiheit.

Wie soll er das anstellen?Nun er müsste irgendwie versuchen, bewusst langsamer zu treten und noch einmal durchgehen, was er schon für erledigt hielt, um festzustellen, ob die Dinge, die er für wichtig hielt, wirklich so wichtig sind und… na eben aufhören, an der Kokosnuss zu zerren, und sie einfach nur eine Zeitlang anstarren.

Und über kurz oder lang müsste er ein Rucken spüren von einer kleinen Tatsache, die wissen will, ob er sich für sie interessiert. Er sollte versuchen, diese Tatsache weniger im Hinblick auf sein großes Problem zu verstehen als um ihrer selbst willen. Dieses Problem ist vielleicht gar nicht so groß, wie er denkt. Und auch die Tatsache ist vielleicht gar nicht so klein, wie er denkt.“ (aus „Zen oder die Kunst ein Motorrad zu warten“ von Robert M. Pirsig in „Das Tarot-Handbuch“ von Hajo Banzhaf)

Der nächste Schritt

Wertschätzen Sie sich dafür, dass Sie den Zustand der Starre überwunden haben. Das war der erste Schritt. Erkennen Sie das an, dass Sie den ersten Schritt getan haben. Ohne den ersten Schritt wäre der zweite unmöglich. Erkennen Sie das an. Das ist der zweite Schritt.

Es gibt immer noch die Teile in Ihnen, die ganz unterschiedliche Ansichten und Absichten haben. Dennoch haben Sie sich bewegt. Und das verdient Wertschätzung und Anerkennung. Sie konnten sich nur bewegen, weil Sie bereit sind, auf etwas zu verzichten. Und Sie verzichten auf etwas, worin Sie schon viel Energie investiert haben: in den Versuch, die perfekte Lösung zu finden, indem Sie es allen Teilen recht machen. Ihnen dämmert, dass Sie damit nicht weiterkommen, sonst würden Sie nicht mehr lesen.

Damit dieses neue Verhalten eine Chance hat, etwas zu bewirken, ist es wichtig, das Alte zu würdigen. Wenn Sie diesen Schritt auslassen, krallt sich das Alte fest und Sie sind ruck zuck wieder in der Starre. Es ist völlig normal, dass sich das „Alte“ immer mal meldet. Das lässt sich nicht ändern, Muster sind hartnäckig.

Wenn Sie aus alter Gewohnheit wieder mal das Bedürfnis haben, es allen Recht machen zu wollen, könnten Sie sich an die folgende Geschichte erinnern.

Ein Vater reitet auf einem Esel und neben ihm läuft sein kleiner Sohn. Da sagt ein Passant empört: "Schaut euch den an. Der lässt seinen kleinen Jungen neben dem Esel herlaufen".

Der Vater steigt ab und setzt seinen Sohn auf den Esel. Kaum sind sie ein paar Schritte gegangen ruft ein anderer: "Nun schaut euch die beiden an. Der Sohn sitzt wie ein Pascha auf dem Esel und der alte Mann muss laufen".

Nun setzt sich der Vater zu seinem Sohn auf den Esel. Doch nach ein paar Schritten ruft ein anderer empört: "Jetzt schaut euch die Beiden an. So eine Tierquälerei".

Also steigen beide herab und laufen neben dem Esel her. Und sogleich sagt ein anderer belustigt: "Wie kann man nur so blöd sein. Wozu habt ihr einen Esel, wenn ihr ihn nicht nutzt."

Wenn sich wieder das ABER meldet

empfehle ich, gleich noch 10 ABER hinterherzuschicken, denn schließlich signalisiert es einem, dass man mehr als eine Seite in sich hat und keine eindimensionale Persönlichkeit ist, sondern mehr zu bieten hat. Als nächstes könnte man sich erinnern, dass man sich in der Pubertät gegen die Diktatur für parlamentarische Demokratie entschieden hat, auch wenn ein Teil in einem möglicherweise nach wie vor für "DDR-Verhältnisse" plädiert.

Wenn verschiedene Seiten in einem anspringen, gibt es eine Demokratie. Zur Demokratie gehört immer eine Opposition. Die meldet sich nun mal, legt einem Steine in den Weg. Die Opposition hält die Demokratie am Leben. Mit Demokratie umgehen zu können, will gelernt werden. Erwachsene Menschen sind in einer Demokratie handlungsfähig. Man weiß: mit 50,1% der Stimmen ist man handlungsfähig.

Es ist kein Geheimnis, dass es mühsam ist, in einer Demokratie zu leben, dass man es auch mal satt hat, sich mit der Opposition plagen zu müssen. Die gibt niemals Ruhe, erinnert daran, dass es auch andere Wege gibt, auf die man verzichtet hat… Man könnte auch ruhiger leben… ohne dieses Seminar… ohne die Zusatzqualifikation… ohne ein weiteres Coaching…

Würdigen Sie die Opposition als Begleitmusik des Zurückgebliebenen, wertschätzen Sie den  Beitrag der Opposition. Wenn sich diese gesehen und geachtet fühlt, wirkt sich das auf deren Verhalten aus. Probieren Sie es einfach aus.

Zum praktischen Umgang mit der inneren Opposition:

  • Identifizieren Sie die Teile, die sich gerade in Ihnen melden.
  • Führen Sie einen inneren Dialog. Erfragen Sie die Absichten.
  • Gehen Sie in Kontakt mit Ihrem höheren Selbst (der Instanz, die das Ganze aus übergeordneter Perspektive wahrnehmen kann): nehmen Sie dazu eine andere Sitzhaltung ein, laufen Sie herum, atmen Sie tiefer.
  • Erkennen Sie die Absichten der Teile an.
  • Auf der Basis des Gehörten treffen Sie Ihre eigene Entscheidung. Das kann auch bedeuten, der Opposition ab und zu entgegen zu kommen. Die hat nicht zwangsläufig immer unrecht. Doch Sie entscheiden.

Und wenn sich die Opposition zu sehr ins Rampenlicht drängelt? Wenn Sie dabei sind, die innere Distanz zu verlieren? Manchmal bedeutet Vorwärtsschreiten, einen Schritt zurück zu gehen, z.B. zurück zur Geschichte mit dem Esel, denn Veränderungen verlaufen selten geradlinig.

Fazit: Wie Veränderung gelingt

Veränderungen verlaufen nicht linear. Die Gehirnforschung hat herausgefunden: das menschliche Gehirn bleibt lebenslang lernfähig. Wenn Sie sich bewusst machen, welche innere Landkarte von der Welt Sie benutzen, können Sie diese aktualisieren. Manche Modelle von der Welt haben Sie mit Sicherheit als kleiner Junge oder kleines Mädchen gebildet. Mit einem Stadtplan, der zwanzig, vierzig Jahre oder noch älter ist, würden Sie heute niemals eine Reise antreten. Wird es nicht höchste Zeit, sich die innere Landkarte näher anzuschauen und fällige updates zu installieren?

Das menschliche Gehirn bleibt lebenslang lernfähig, doch wie in der Ausbildung oder beim Studium braucht es für den erfolgreichen Abschluss eines Projekts auch noch einen stabilen verbindlichen Rahmen. Schaffen und nutzen Sie diesen. Setzen Sie Priorität, denn Sie wissen, dass Ambivalenz in der Anfangsphase eines Projekts Ihr Begleiter ist. Muster sind hartnäckig. Denken Sie an die zwei Schritte, wenn sich das alte Muster meldet.

Die Denkanstöße zu diesem Beitrag geliefert haben mir Bücher, Videos und Tonaufnahmen von Gunther Schmidt. Dass diese allgemein zugängliche sind, ist das Verdienst von Bernd Ulrich. Aus seinem Newsletter weiß ich, dass er mehr als einmal mit Ambivalenz zu tun hatte als es um den Fortbestand seiner Firma ging. Und er ist ein tolles Vorbild, wenn es darum geht, mit Ambivalenz ein Projekt nicht nur zu beginnen, sondern erfolgreich weiterzuführen.

Sie haben schon viel probiert?

Sie wollen ein Problem loswerden? Jetzt hoffen Sie auf Hypnose?

Sie haben einiges ausprobiert und sind enttäuscht worden. Sie lesen, weil Sie denken, dass es hier die Lösung gibt. Gönnen Sie sich einen kurzen Moment, in sich reinzuhören, bis es so weit ist.

Wenn jemand anders Ihr Problem löst

  • Macht Sie das schwächer oder stärker?
  • Macht es Sie freier und unabhängiger?
  • Stärkt es oder schwächt es Ihr Selbstbewusstsein?
  • Reifen, wachsen Sie dabei als Persönlichkeit?
  • Fühlen Sie sich dabei als Gestalter Ihres Lebens oder als „Befehlsempfänger“, dem andere sagen, wo es lang geht?
  • Sie geben bereitwillig Ihre Autonomie auf? Dann klicken Sie besser weg und verzichten auf die Lösung. Wenn Sie es satt haben, sich von Ihrem "inneren Kind" durchs Leben schubsen zu lassen, dann erlauben Sie sich einen kurzen Ausflug in die Transaktionsanalyse, denn

 

„… irgendwie und irgendwann müssen wir den unaufhaltsamen Marsch der Generationen in den Irrsinn oder in andere Formen der Selbstzerstörung, die ihren Ursprung in der Kindheit haben, doch zum Stillstand bringen.“ (Thomas A. Harris in seinem Buch „Ich bin OK, du bist OK“)

Wenn wir uns unser Gehirn als Festplatte vorstellen, befinden sich darauf Aufzeichnungen, die gemäß Transaktionsanalyse zu 3 unterschiedlichen Kategorien gehören. Diese Aufzeichnungen werden abgespielt, wenn die äußere Situation der Situation entspricht, die zum Zeitpunkt der Aufzeichnung bestand. Etwas wird "getriggert".

Kategorie 1: Das Eltern-Ich spiegelt Ihr anerzogenes Lebenskonzept wieder.

Ihr Eltern-Ich hat frühe Aufzeichnungen Ihrer tatsächlichen kindlichen Umwelt gespeichert. Es sagt Ihnen, was Sie MÜSSEN. Dieses Konzept ist nicht unbedingt identisch mit dem, was Ihre Eltern tatsächlich taten und meinten, sondern mit dem, was Ihrer ANNAHME darüber entsprach.

Diese Aufzeichnungen sind veraltet und häufig selbstgerecht. Sie sind besonders stark vertreten während des „inneren Dialogs“.

Das Eltern-Ich stellt die Realität verzerrt da, denn die Aufzeichnungen stammen aus einer Zeit kindlicher Abhängigkeit, einer Abhängigkeit, die es so nicht mehr gibt.

Indizien

Beobachten Sie automatische Reaktionen, zu erkennen an:

  • Wörtern/Formulierungen wie „immer, nie, sollte, müsste, die verhindern, dass neue Informationen aufgenommen werden
  • Wertungen über andere Menschen, eingefleischte Vorurteile wie „dumm, böse“, etc.
  • einer strengen, starren Mimik
  • bestimmten Gesten wie dem erhobenen Zeigefinger

Kategorie 2: Das Kindheits-Ich spiegelt Ihr gefühltes Lebenskonzept wieder.

Ihr Kindheits-Ich hat vor allem frühe Aufzeichnungen innerer Zustände und Gefühle gespeichert, die Reaktionen darstellten auf das, was Ihre Eltern sagten und taten.

Unterschieden werden 2 Teile:

Das natürliche Kindheits-Ich ist kreativ, spontan, neugierig, bewusst, furchtlos. Es ist wertvoll, wenn es genügend Freiraum erhält.

Das anpassungsfähige Kindheits-Ichhat sich angepasst an die ursprünglichen Forderungen des Eltern-Ichs. Es ist problematisch, wenn es ängstlich, gehemmt, egozentrisch ist.

Indizien

  • Wörter/Formulierungen wie: „Ich will (aber)…Mir doch egal.“
  • Superlative: größer, besser
  • Gemütsbewegungen: Tränen, zitternde Lippen, betteln, schmollen, Wutanfälle, lachen…
  • Gestik: Nägelkauen, Hand heben, wenn man etwas sagen möchte

Kategorie 3: Das Erwachsenen-Ich spiegelt Ihr gedachtes Lebenskonzept mit eigenen Erklärungen wieder.

Die Aufzeichnungen beginnen mit der Phase der eigenen Fortbewegung mit etwa 10 Monaten. Hierzu gehören Entscheidungen, Wahrscheinlichkeitsabschätzungen wie der REALITÄTSCHECK und die ÜBERPRÜFUNG DES ELTERN-ICHS. Vorhandene Aufzeichnungen werden aktualisiert. Das Erwachsenen-Ich fördert die Sicherheit des Kindheits-Ichs, wenn sich die Informationen des Eltern-Ichs als zuverlässig erweisen.

Das Erwachsenen-Ich ermöglicht eigene Handlungen unter Berücksichtigung von Konsequenzen. Es hat Durchhaltevermögen, ist verantwortungsbewusst und frei im Sinn von „Ich weiß, was ich tue und übernehme die Verantwortung für mein Tun.“ Es lebt in der Gegenwart. Es ist in der Lage, gut für die „inneren Kinder“ zu sorgen und ihnen einen angemessenen und sicheren Platz zuzuweisen. Wie das geht, erlebt man während der systemischen Hypnose.

Indizien

  • „W“-Fragen: warum, wo, wann, wie, was, wer
  • Formulierungen wie: „Ich denke, ich glaube, ich finde, ich meine, meiner Meinung nach…“
  • Mimik/Gestik: offene, dem Gesprächspartner zugewandte Art
  • Man gestattet dem eigenen neugierigen Kindheits-Ich, sein Gesicht zu zeigen.
  • Unterschied zum Eltern-Ich: Es werden keine unumstößlichen Wahrheiten deklariert, sondern eigene Meinungen.

 

In der Transaktionsanalyse wird die Balance zwischen allen drei Bereichen angestrebt.

Beispiel

frühe Aufzeichnung: Ein dreijähriges Kind fällt, ruiniert seine neuen Sachen. Das Kind verspürt Schmerz. Das Kind wird ausgeschimpft.

Reaktivierung: Der erwachsene Mensch rennt, um den abfahrenden Bus zu schaffen und denkt noch: „Pass auf, dort ist eine Kante, stolpere nicht.“ Er fällt, der Bus ist weg, er fühlt sich unzulänglich, tölpelhaft.

mögliche Ursache und innerer Dialog:

Eltern-Ich:  „Ungeschick lässt grüßen. Habe ich Dich nicht gewarnt? Kannst Du nicht besser aufpassen.“

Kindheits-Ich: „Ja, aber, ich wollte doch…“ mit weinerlicher Stimmung.

Im Idealfall greift jetzt das Erwachsenen-Ich ein und nimmt den Realitäts-Check vor: „OK, ich bin gestolpert, das kann passieren, ist aber noch lange kein Grund, mich zu beschimpfen und mies zu fühlen. Der Bus ist abgefahren, das lässt sich nicht ändern. In 10 Minuten kommt der nächste. Demnächst gehe ich eher los.“ Und der Zwischenfall ist kurz darauf vergessen.

Es gilt, Überkreuz-Transaktionen zu vermeiden, da diese unweigerlich zum Konflikt führen. Die Transaktionen zwischen verschiedenen Ich-Anteilen erfolgen meist unter völliger Abwesenheit des Erwachsenen-Ichs.

Beispiel

Patient, den Tränen nahe (Kindheits-Ich): „Nichts hilft. Machen Sie doch endlich was.“

Arzt, mit unbewegter Miene (Eltern-Ich): „Ich weiß gar nicht, was Sie wollen. Sie bekommen Physiotherapie, haben Tabletten für den Notfall. Woanders wäre das gar kein Fall für einen Arztbesuch.“

Ich bin sicher, Ihnen fallen jede Menge Beispiele ein, besonders wenn Sie an Ihre Partnerschaft denken. Kaum jemand versteht es besser, „Knöpfe zu drücken“, die uns gefühlsmäßig in alte Zeiten versetzen.

Der Ausweg: Aufbau eines starken Erwachsenen-Ichs, denn

Sie erinnern sich: „… irgendwie und irgendwann müssen wir den unaufhaltsamen Marsch der Generationen in den Irrsinn oder in andere Formen der Selbstzerstörung, die ihren Ursprung in der Kindheit haben, doch zum Stillstand bringen.“ (Thomas A. Harris)

Hier die eingangs versprochene Lösung

Sie stärken und emanzipieren Ihr Erwachsenen-Ich durch Erkenntnis.

  • Sie erhöhen Ihre Wachsamkeit gegenüber Signalen aus Eltern- und Kindheits-Ich und schränken dadurch automatische mittlerweile ungültige und nicht überprüfte Reaktionen ein.
  • Sie hören den inneren Dialogs, z.B. bei inneren Anklagen: „Warum schlägt mein Eltern-Ich auf mein Kindheits-Ich ein?“ Damit erreichen Sie eine deutliche Stress-Reduktion in kritischen Situationen.
  • Sie sind aufgeschlossen gegenüber dem Kindheits-Ich anderer Menschen, erkennen deren Wunsch nach Schutz, Anerkennung, kreativem Ausdruck statt es durch hartherzige Aussagen Ihres Eltern-Ichs zu demütigen.
  • Sie bauen ein eigenes Werte-Systems auf.
  • Sie passen Ihre Wahrnehmung an die äußeren Gegebenheiten an. Eine Wahrnehmung, die hinter den Ereignissen zurückbleibt, ist archaisch, d.h. stammt entweder aus dem Eltern-Ich, z.B. wenn wir uns weigern, etwas zu glauben, weil es uns missfällt, oder dem Kindheits-Ich, z.B. wenn wir irrationale Angst empfinden.
  • Sie treffen immer wieder die bewusste Entscheidung: „Ich bin ok, du bist ok.“

 

Das Gefühl „Ich bin NICHT ok" bedeutet, dass Menschen in der Gegenwart eine Situation abrufen, die sie in der Kindheit abgespeichert haben. In der abgerufenen Situation waren sie hilflos und abhängig. Das Kind formt seine eigene Wahrheit aufgrund seiner Abhängigkeit von den Eltern. Wenn das Kind denkt: „Ich bin nicht ok, du bist ok.“ will es diesem „nicht ok sein“ entrinnen, sucht nach Hinweisen, dass es ok ist und kommt zur Schlussfolgerung:

Ich bin ok, wenn… "Wenn“ schafft Orientierung, legt dabei jedoch den Grundstock für mangelndes Selbstvertrauen und Minderwertigkeit.

Als Erwachsene brauchen wir unsere Eltern nicht mehr zum Überleben. Erwachsen sein bedeutet, mit den eigenen Eltern während einer Begegnung auf Augenhöhe zu sein statt innerlich zu schrumpfen und wieder klein zu werden. Das klingt leicht, ist es jedoch oft ganz und gar nicht. Und über so Manche/n bestimmen die Eltern selbst aus dem Grab heraus, wenn sich die erwachsenen Kinder nach deren Vorstellungen richten.

Solange wir für nichts verantwortlich waren, konnten wir nichts tun. Als Erwachsene haben wir die Wahl. Als Erwachsene können wir unsere Zukunft selber bestimmen, unabhängig von dem, was unsere Eltern getan oder vorgelebt haben.

"Ich bin ok, du bist ok" bedeutet eine schöpferische Herausforderung:

  • OK-Menschen treffen die Entscheidung, ok zu sein und tun alles Erforderliche, um sich ok zu fühlen, begeben sich auf Spurensuche zu sich selbst.
  • OK-Menschen kennen nützliche Eltern-Ich-Botschaften und ermuntern sich selber, falls sie diese nicht erhalten haben: „Du kannst Probleme lösen. Du kannst denken. Du kannst etwas tun.“
  • OK-Menschen sehen ihre Eltern-Ich-Maßstäbe im Licht neuer Daten und können sie verändern, erkennen die eigene Verletzlichkeit, sehen schmerzliche Situationen vorher und meiden sie. Sie können neue Gefühle etablieren durch neues Tun, denn Gefühle sind stets die Folge – nicht die Voraussetzung – einer Handlung.
  • OK-Menschen leben in der Gegenwart, wissen, dass sie diese gestalten können. Sie wissen, dass sie die Vergangenheit nicht verändern können, doch sie können den Umgang damit verändern und verändern damit die Wirkung der Vergangenheit auf die Gegenwart.
  • OK-Menschen denken, bevor sie reagieren – immer öfter.
  • OK-Menschen lassen sich helfen, holen Informationen und Expertenwissen ein.

 

Sie wollen sich noch nicht ganz von der Hoffnung verabschieden, dass jemand Ihre Probleme weghypnotisiert?

Und ist das nicht verständlich? Man sucht immer wieder nach Lösungen ohne Preis, die möglichst allen gerecht werden. Dahinter steckt das Sehnsuchtsziel, dass sich immer wieder meldet. Und das kennt jeder, besonders in Momenten, wo es schwer wird, eine Krise naht, der Rückfall droht und kurz vor dem Durchbruch. Viele geben kurz vor dem Ziel auf.

Damit alles, was Sie schon getan haben, erlebt haben, nicht umsonst gewesen ist:

Würdigen Sie das Sehnsuchtsziel, wenn es auftaucht: „Ach ja, wäre es nicht schön, wenn es ginge.“ Und dann lassen Sie sich wieder führen von der Instanz, die weiß: „Doch das ist nicht zu erreichen. Es geht nicht. Und ja, das ist blöd.“ Und dann fragen Sie: „Und was geht?“ Sie prüfen, was unter den aktuellen Umständen geht, holen sich Unterstützung, legen eine Verschnaufpause ein, rekapitulieren, was Sie erreicht haben und gehen in „Mikro-Mäuse-Schritten“ weiter statt aufzugeben. Sie wissen, Ambivalenz gehört dazu, es gibt kein Hop oder Top.

Wie würde sich das auswirken? Wohl möglich kommt doch noch das ersehnte Wunder, doch anders als gedacht, in Form eines „Kooperations-flows“. Das ist das Gegenteil von der Opferrolle, in der man feststeckt, wenn man hofft, dass jemand, eine Methode, etc. das Problem löst. Und wenn Sie zwischendurch abdriften in die Opferrolle, dann erinnern Sie sich: "Aha, das Sehnsuchtsziel..." und pflanzen Zieldienlicheres in Ihr Unterbewusstsein, aktualisieren die Festplatte. Darum geht es bei einer Hypnose-Sitzung - um ein "update."

Was immer funktioniert, weil Sie das erforderliche Hilfsmittel immer dabei haben :)

Werbewirksamer hieße es: Abnehmen leicht gemacht

Das „Hilfsmittel“, das ich meine, ist Ihr Körper. Ohne Ihren Körper hätten Sie keine Symptome, die Sie als Problem definieren könnten. Anders betrachtet ist Ihr Körper ein wertvolles Instrument, das Ihnen permanent Feedback liefert. Ihr Körper informiert Sie (z.B. über unbeachtete Bedürfnisse).

Um körperliche Probleme zu beheben, brauchen Sie nichts weiter ;) tun als adäquat zu reagieren. Wer gelernt hat, die Botschaft zu beachten, zu entschlüsseln, zu reagieren, löst nach meiner Erfahrung seine Probleme. Hat man das nicht gelernt, wird meist versucht, das Feedback des Körpers mittels Symptombekämpfung zu unterbinden.

Die Möglichkeiten in unserer Welt sind enorm. Es gibt viele Mittel und Wege, auch für die Menschen, die keine Lust haben, sich mit Krankheiten und Symptomen auseinanderzusetzen. Wenn das gerade für Sie zutrifft, hier bekommen Sie einen Einblick ins Meer der Möglichkeiten.

Es gibt unzählige einfache Hilfsmittel, derer wir uns im Alltag bedienen können. Viele davon kennen wir oder haben schon mal davon gehört. Die Pointe: nur wenige Menschen machen davon Gebrauch. Anders sind die Flut von Ratgeberbüchern und deren stetig steigender Umsatz nicht zu erklären.

Eine von vielen Möglichkeiten, wie Sie Ihren Körper nutzen können, um Ihr Verhalten zu beeinflussen

Das Handflächenparadigma

Indem Sie Ihre Handflächen wie zum Wasserschöpfen nach oben halten, wobei sie ein Stück voneinander entfernt sein können, aktivieren Sie Zuwendungstendenzen.

Auf unbewusster Ebene wissen Sie das längst. Beobachten Sie Menschen, die mit Kindern spielen. Wenn ein kleines Kind auf einen Erwachsenen zuläuft, strecken die meisten Menschen die Arme nach vorn aus – mit den Handflächen nach oben.

Das können Sie testen. Legen Sie während eines Gesprächs die nach oben geöffneten Handflächen in den Schoß, auf den Tisch, wie es gerade passt, eventuell unbemerkt für Ihren Gesprächspartner. Es vereinfacht die Kommunikation (auch und besonders in schwierigen Situationen). Wenn Sie jemand sind, der reflexartig „dicht macht“, kennen Sie sicher die ungünstigen Auswirkungen dieses Verhaltens. Aktivieren Sie stattdessen Zuwendungstendenzen.

Indem Sie die Handflächen nach vorn und nach außen oder nach unten richten, aktivieren Sie Abwehrtendenzen. Beobachten Sie Menschen im destruktiven Streitgespräch oder Menschen, die etwas schildern, was Sie ablehnen. Mit ziemlicher Sicherheit werden Sie entsprechende Gesten beobachten können.

Sie können unbewusste Gesten bewusst nutzbringend für sich einsetzen und damit Ihr Unterbewusstsein als Verbündeten gewinnen, z.B. wenn Sie abnehmen wollen. Aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass das Unterbewusstsein schneller reagiert als das Bewusstsein. Deshalb macht es Sinn, dem Unterbewusstsein rechtzeitig zu signalisieren, was man will.

So geht es:

Wie Sie weniger essen

Legen Sie die Handflächen auf den Tisch und drücken nach unten. Wenn jemand etwas anbietet und man möchte eigentlich nicht mehr, reagieren viele Menschen automatisch mit der entsprechenden Geste. Sie richten die Handflächen nach vorn mit den Worten: „Ich habe genug.“ Diesen Menschen gelingt es besser, bei Ihrer Meinung zu bleiben. Und das funktioniert auch, wenn die Einladung, weiter zu essen, von Innen kommt. Wenn Sie allein essen, legen Sie zwischendurch die Handflächen auf den Tisch und drücken als wollten Sie die Tischplatte nach unten drücken.

Dass das funktioniert wurde experimentell nachgewiesen. Es wurden 2 Gruppen verglichen. Eine Gruppe sollte über einen gewissen Zeitraum, in der sie anderweitig beschäftigt war, immer wieder mal wieder mit der Hand auf den Tisch drücken ohne zu wissen, wozu das gut sein soll. Eine andere Gruppe beschäftigte sich ganz normal. Anschließend wurde beiden Gruppen Kekse angeboten. Beide Gruppen waren gleich satt. Mitglieder der Gruppe, die zwischendurch mittels Handbewegung innere Abwehrtendenzen aktiviert hatten, griffen eindeutig seltener zu bei den Keksen. Ist doch toll, oder?

Man kann den Körper auf vielerlei Art und Weise einbinden, um seine Ziele zu erreichen. Das Handflächenparadigma ist ein Beispiel von vielen.

Ich will nicht verschweigen, dass es auch Negativbeispiele gibt. Zu diesem Beitrag angeregt hat mich jemand, der mir von einer negativen Erfahrung berichtet hat. Er hatte einen Gesprächspartner, der ihn während eines längeren Gesprächs die ganze Zeit intensiv anstarrte und damit für Verunsicherung sorgte. So etwas muss man trainieren. Normalerweise sind Menschen nicht in der Lage, jemandem über einen langen Zeitraum in die Augen zu schauen bzw. wollen es auch nicht wegen der genannten Wirkung. Anstarren lässt sich trainieren, wenn man weiß, worauf es ankommt. Doch wozu? Ganz bestimmt nicht, um jemandem auf Augenhöhe zu begegnen.

FAZIT

Manches ist einfacher als man denkt.

Bevor Sie sich zu einer ungeprüften Meinung hinreißen lassen, probieren Sie aus, was Sie gerade gelesen haben. Werden Sie das Handflächenparadigma zu Ihrem Vorteil anwenden? Wenn ja, wie lange?

Wie stellen Sie sicher, dass Sie sich an das Handflächenparadigma erinnern bis Sie es gewohnheitsmäßig anwenden, z.B. um weniger zu essen?

Was hätte es für Auswirkungen auf Ihr Befinden, wenn Sie die in diesem Beitrag gewonnenen Erkenntnisse konsequent nutzen?

Die Alternative: den nächsten Ratgeber kaufen, lesen, weglegen.

 

Woran könnte es liegen, dass Sie darauf verzichten, gewonnene Erkenntnisse nutzbringend einzusetzen? Stehen Sie sich öfter selber im Weg? Würden Sie das gern ändern? Hypnose wäre ein Weg zu tieferer Selbsterkenntnis ;) Wer sein Unterbewusstsein kennt, ist ihm nicht mehr ausgeliefert.

Wenn Sie schon viel unternommen haben, dennoch nicht am Ziel sind...

sind Sie garantiert in guter Gesellschaft, nur findet selten ein offener und ehrlicher Austausch darüber statt. Und Patentrezepte gibt es nach meiner Erfahrung auch nicht. Dennoch bin ich überzeugt, dass es Lösungsmöglichkeiten gibt.

Ausführliche Gedanken zum Thema finden Sie hier.

Selbstcoaching

Was nachhaltig funktioniert

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte.

Je öfter du sie denkst und je mehr sie dich emotional berühren oder treffen, desto besser rutschen sie an dem Pförtner, der dein Unterbewusstsein bewacht, vorbei.  Jetzt frage dich: „Was denke ich über mich? Welche Urteile fließen dabei ein? In welchem Ton rede ich mit mir? Welcher Film läuft dabei in meinem Inneren ab? Wie fühle ich mich dadurch?“


Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Handlungen.

Viele Worte richtest du unbemerkt an dich selber. Und dabei wählst du öfter als du denkst Worte, die du einem fremden Menschen gegenüber kaum verwenden würdest. Ein Beispiel:  Jemand, der abnehmen will, beim Anblick von Süßem schwach wird, beschimpft sich: „Weichei.“ Stell dir vor, du würdest die Szene beobachten. Wird das „Weichei“ auf dem Weg zur Traumfigur motiviert und ermutigt?

Wenn Abnehmen nicht dein Thema ist, finde Beispiele, die zu dir passen.


Achte auf deine Handlungen, denn sie werden deine Gewohnheiten.

Um bei meinem Beispiel zu bleiben: Das  frustrierte, in die Ecke getriebene „Weichei“ bekämpft den Frust mit bewährten Methoden: weitere Süßigkeiten lindern die Pein, anfangs ab und zu, irgendwann gewohnheitsmäßig.


Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.

Wer sich gewohnheitsmäßig mit „Weichei“ tituliert, installiert auf diese Weise einen gut funktionierenden Erfolgs-Killer, der zuverlässig und folgerichtig für weitere Misserfolgs-Erlebnisse sorgt. Anschließend wird ebenso folgerichtig wieder das Etikett „Weichei“ geklebt.

Übrigens, dem Erfolgs-Killer gebühren Lob und Anerkennung. Schließlich erledigt er seinen Job wie es sich gehört. Er sorgt dafür, dass der als „Weichei“ betitelte seinen Titel verdient.

„Ein willensschwacher Mensch“, lautet irgendwann die Einschätzung eines auf diese Weise geformten Charakters.


Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“

Wer sich so einschätzt und von anderen wahrgenommen wird, hat garantiert ein anderes Schicksal als ein Mensch, der sich Ziele setzt und erreicht.

Wie steht es um Ihren Charakter und Ihr Schicksal?

Falls Sie jetzt das Bedürfnis spüren etwas zu unternehmen, denke ich, dass das fett gedruckte Zitat (wird dem Talmud zugeschrieben) eine brauchbare Anleitung liefert.

Was Religion, Depression und Hypnotherapie miteinander zu tun haben

Religion, womöglich Christentum? Igitt?! Wenn Sie die christliche Kirche der Gegenwart inakzeptabel finden, setze ich gleich noch ein wenig Geschichte oben drauf. Der christliche Bekehrer in unserem Raum war Karl der Große, etwa im Jahr 800. Er hatte Germanen in seinem Heer. Die waren wohl wiederholt unfolgsam, was Karl der Große durch Verordnung des Christentums abstellen wollte. Und so hat er 4000 Sachsen (in Niedersachsen), die sich nicht taufen lassen wollten, töten lassen.  (Quelle: Ernst H. Gombrich: Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser, Kapitel 21 „Ein Eroberer, der auch herrschen kann“).

Karl der Große erließ Gesetze, die das Verehren der alten Götter verboten. Die Nichtbeachtung wurde zuweilen mit dem Tod bestraft, jedoch auch mit Geldstrafen. Wie praktisch. Und so ist das Christentum mit weltlich-pragmatischem Kalkül die Religion der Herrscher in unseren Breiten geworden.

Im mittelalterlichen Italien war der Papst christliches Oberhaupt und gleichzeitig weltlicher Regierungschef. Das christliche Ideal der Bescheidenheit blieb schon damals auf der Strecke. Der Papst hat den pompösen Petersdom in Auftrag gegeben und auch das Bild „Sixtinische Madonna“ (1513, Original hängt in Dresden). Diese und andere Missstände haben Luther im 16. Jh. zur Weißglut getrieben. Und auch heute wird der geistliche Teil von der weltlichen Anmaßung überschattet.

Skandale wie der aktuelle um einen prunkliebenden Bischof stützen dieses Argument. Mehr zu denken gibt mir, dass sich so viele Nicht-Christen darauf stürzen. Denen geht es in der Tiefe weder um die Kirche noch um die moralischen Verfehlungen des Vertreters einer Kirche, der sie gar nicht angehören. Sie nutzen die sich bietende Gelegenheit, um eigene verdrängte Schattenanteile zu projizieren, nach außen zu verlagern. Verdrängung kostet viel Kraft und bedarf ständiger Anstrengung. Und so wird jede sich bietende Gelegenheit genutzt. Um Religion geht es dabei nur am Rand.

Was war vor dem Christentum in unserer Region gebräuchlich? Die untergegangenen alten Religionen waren naturverbunden: Bäume anstelle von Kirchen? Der Kreislauf der Jahreszeiten, der Gestirne… der Kreislauf der Generationen.. das ewige Rad…

Kein Wunder, dass der Gedanke an Wiedergeburt aufkommt. Gelegentlich tauchen Menschen während einer Hypnose-Sitzung in frühere Leben ein. Und manche/r sieht darin die Bestätigung dafür, dass das Christentum ausgedient hat. Dabei kannte auch das Christentum den Reinkarnationsgedanken. Erst 553 nach Christus wurden am Konzil von Konstantinopel der Glaube an Reinkarnation und die Präexistenz der Seele unter Strafe gestellt.

Heute ist es Mode, sich aus verschiedenen Systemen und Religionen rauszusuchen, was (einem) ins Weltbild passt. Sich eine eigene Religion zu bauen mit Distanz zum herrschenden Christentum, ist gängige Praxis, gab es jedoch auch früher. Erinnert sei an Nietzsche: „Also sprach Zarathustra“.

Bei all diesen Überlegungen, Ver- und Beurteilungen, individuellen Interpretationen, etc. bleibt das Wesentliche auf der Strecke. Damit meine ich die Erkenntnis, dass in der Tiefe womöglich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede darauf warten, entdeckt zu werden – bei den Menschen wie den Religionen. Sich intensiver mit sich und den Dingen in der Welt zu befassen, ist mühsam und erst einmal nicht gefragt in einer schnelllebigen Zeit, in der immer noch beschleunigt wird. Dabei stehen die Zeichen der Zeit längst auf Entschleunigung. Und wer nicht (auf seine innere Stimme) hören will, muss fühlen - spätestens, wenn ihn Depression und Burnout zur Rückbesinnung zwingen.

Dabei könnte dann die Religion helfen, auch zur Vorbeugung, denn bei „religio“ geht es im Kern um „Rückbesinnung“. Das Gegenteil davon wäre, sich blind einem Dogma zu unterwerfen, egal ob religiöser oder anderer Natur. Es gibt viele Möglichkeiten, seine Depressionen zu transformieren oder zu kompensieren, je nach Fokus. Hier zwei berühmte Beispiele. Dem erwähnten Nietzsche gelang die Transformation nicht. Seelisches Leiden fesselte ihn in mittleren Jahren ans Bett und machte ihn für den Rest seines Lebens von Mutter und Schwester abhängig. Der Schriftsteller Hermann Hesse wurde mit seinen Depressionen sehr alt, setzte sich zeitlebens damit auseinander. Dabei interessiert auch er sich für fremde Religionen, studierte die Lebensgeschichte des Buddha und schrieb den Roman „Siddharta“. Und vor allem: er hat auch gelebt, hatte z.B. 3 Ehefrauen ;)

Wenn Sie weder Philosoph noch Dichter sind oder werden wollen, gibt es jede Menge weitere Möglichkeiten, seinen Weg zu finden und zu gehen. Wer den Weg der Transformation verweigert, landet mit und ohne Religion in der Hölle – in der modernen Hölle der Depression. Der Ausweg: den nächsten für die persönliche Entwicklung erforderlichen Schritt machen. Entweder man kennt ihn und geht ihn mit oder ohne Hilfe oder man findet heraus, worum es sich handelt, mit oder ohne Hilfe.

Transformation, was ist damit gemeint? Worum es sehr häufig geht, ist das Erwachsenwerden – ein lebenslanger Prozess, dessen Stagnation von Frust und Depressionen überschattet wird. Was konkret Erwachsenwerden bedeutet, muss jeder für sich herausfinden.

Bei mir in der Praxis geht es dabei ganz oft um die Lösung vom Elternhaus. Vielfach sind es Menschen um die 30, die diesen Schritt noch nicht bewältigt haben und deren Weltbild sie daran hindert. Solange irgendwelche Umstände vorgeschoben werden, die anstehende (schwierige) Entwicklung verweigert wird, bleiben Betroffene passiv und damit in der klassischen Opferrolle stecken. Je länger ein Mensch die Verweigerungshaltung einnimmt, desto schwieriger wird es, den ersten Schritt zu machen. Doch ohne seelisches Wachstum gibt es kein vollwertiges Leben. Wer sich über einen langen Zeitraum nicht entwickelt, vegetiert mehr als dass er lebt.

Ich hatte schon Klienten Ende 50, auf die das zutraf. Gewiss lassen sich manche Dinge aussitzen – die persönliche Entwicklung gehört wohl nicht dazu. Abwarten ist keine sinnvolle Alternative für notwendiges Handeln zur Persönlichkeitsentwicklung. Umso beeindruckender ist die heilsame Wirkung, wenn das Abwarten und Aussitzen beendet wird. Das durfte ich kürzlich erleben bei einem Menschen, der sich nach 30 Jahren dazu entschieden hat und den ich mit Hypnotherapie begleitet habe. Mir geht immer wieder das Herz auf, wenn so ein Prozess ins Rollen kommt und Eigendynamik entwickelt.

Blogparade „Menschen helfen wollen“

Mit vielen anderen Helfern wurde ich von Monika Löttgen eingeladen, mich an ihrer Blogparade „Menschen helfen wollen“ zu beteiligen. Hier mein Beitrag.

Helfen vs. lassen, gesunder Egoismus vs. Altruismus, Helfersyndrom vs. knallhartes Business im „Helfergeschäft“, Helfersyndrom oder eher Angst, dessen bezichtigt zu werden? Das und vieles mehr ist mir begegnet in Zusammenhang mit dem Thema Helfen. Und ich könnte Romane schreiben -  meist ein sicheres Zeichen, dass das niemand braucht ;) Sie wollen dennoch weiterlesen? Hier geht es weiter: ein Fall

Den eigenen Weg finden

Und wenn Eltern und Familie eine/n nicht lassen?

Vielleicht kommt Ihnen bekannt vor, was mir jemand erzählte. Ein Mann, Mitte 50, hasst Familiengeburtstage, besonders die seiner Mutter. Dennoch wagt er es nicht, sich zu entziehen. Sein Verhältnis zu seiner Mutter ist seit jeher angespannt. Nach einem Besuch bei ihr ist er regelmäßig fix und fertig. Warum fährt er hin? Warum kann er sich nicht entziehen? Schließlich ist er alt genug, oder? Für ihn ist es wie ein Fluch. Er findet Vorwände, um den Aufenthalt bei seiner Mutter zu verkürzen. Gänzlich fernzubleiben, wagt er nicht.

Warum es manchmal so schwer ist, sich dem Bann der Familie zu entziehen

Dahinter steckt auf der einen Seite die banale Tatsache, dass es uns ohne unsere Familie, inklusive sämtliche Vorfahren, gar nicht geben würde.

Erweitern Sie die Reihen gedanklich. Unzählige Generationen vor Ihnen haben dafür gesorgt, dass es Sie gibt. Stellen Sie sich vor, es hätte nur einen Ihrer Vorfahren nicht gegeben – Sie würden nicht existieren. Sie wären nicht die Person, die Sie heute sind.

Sie können diese Tatsache verdrängen nach dem Motto „Mit meinen Eltern will ich nichts zu tun haben." Nur, das funktioniert nicht wirklich, denn auf einer gewissen Ebene SIND Sie Ihre Eltern. Sie bestehen zu 50% aus Vater und zu 50% aus Mutter. Wer seine Eltern ablehnt, lehnt in letzter Konsequenz einen Teil von sich selber ab. Das führt zu seelischen Konflikten, die im Unterbewusstsein gären. Die Wirkung ist auf bewusster Ebene zu spüren, lässt sich kraft des Verstandes jedoch kaum beeinflussen. So kommt es zu scheinbar nicht nachvollziehbare Verhaltensweisen. Das ist ein möglicher Grund, wenn sich erwachsene Menschen irrational verhalten und reagieren wie kleine Kinder.

Selbst der Tod der Eltern, Auswandern ans andere Ende der Welt oder Kontaktabbrüche lösen das Problem selten, da das eigene Unterbewusstsein mit auswandert ;-) Räumliche Trennung allein bringt nicht die ersehnte innere Freiheit, weil Menschen über Generationen durch ihre Herkunft geprägt werden. Generationen haben Weltbilder in Form von Überzeugungen, Loyalitäten, Denk- und Verhaltensmustern weitergegeben und vielfach als unumstößliche Wahrheit akzeptiert. Das wirkt.

Beispiel

Stichwort Erbe. Es ist keine Ewigkeit her als es undenkbar war, dass eine Tochter die Firma des Vaters übernahm. Für manche Familien immer noch unvorstellbar, wie ich kürzlich von einer Klientin erfahren musste. Selbst wenn wir mit solchen Überlieferungen aus rationalen Erwägungen nicht einverstanden sind, zwingt uns scheinbar irgendetwas, der Familie samt ihren Ansichten auf die eine oder andere Weise treu zu bleiben. Der Verstand ist machtlos.

So geht es offensichtlich auch dem Vater der Klientin, der keineswegs frauenfeindlich ist und die Tochter in Bezug auf Beruf, Studium, etc. stets gefördert hat, ihr leitende Positionen zutraut. Doch die Firma in ihre Hände zu geben, kommt für ihn nicht in Frage. Etwas in ihm sträubt sich mit aller Macht. Generell ist der Vater eher ein kühler Denker. Bei diesem Thema prallen logische Argumente und rationalen Erwägungen an ihm ab wie Pfeile der Liliputaner an Gulliver. Es piekt, mehr nicht.

Ein möglicher Ausweg: der Weg ins Unterbewusstsein

Dabei wird die emotionale Komponente beleuchtet. Familiäre Erwartungen, Aufträge, Botschaften, Werte, Überzeugungen etc. werden bewusst gemacht, Zusammenhänge mit dem scheinbar irrationalen Verhalten werden enttarnt. So manches wird ungeachtet leidvoller Erfahrungen seit Generationen weitergegeben – bis jemand den Mut aufbringt, Dinge zu hinterfragen und etwas zu ändern.

Beispiel

Von der Theorie zur Praxis. Auch in diesem Beispiel geht es um einen Familienbetrieb. Eine Frau fühlt sich entgegen den eigenen Interessen verpflichtet, die vom Vater aufgebaute Firma weiterzuführen. Der Vater will sich zurückziehen. Die Klientin spürt, dass alle Erwartungen auf sie gerichtet sind. Schweren Herzens hat sie bereits ihren Job aufgegeben - und ist unglücklich mit der eigenen Entscheidung. Sie sitzt innerlich in der Falle. Sie hat etwas getan, was sie irgendwie gar nicht will. Nun will sie wissen, was sie dazu getrieben hat.

Die Ursache ist schnell gefunden. Der Vater hatte sich einen Sohn als Nachfolger gewünscht. Auf unbewusster Ebene hat sie schon als Kind gespürt, dass ihm ein Sohn lieber gewesen wäre obwohl das nie so ausgesprochen wurde. Im weiteren Verlauf der Arbeit mit dem Unterbewusstsein stellt sich raus, dass sie in die Firma eingestiegen ist, um endlich Liebe und Anerkennung von ihrem Vater zu bekommen. Danach hat sie sich seit ihrer Kindheit vergeblich gesehnt.

Und nun? Wer frei sein will, sein eigenes Leben zu leben, nimmt Abschied von den kindlichen Wünschen. Was damals gefehlt hat, kann nicht nachgeholt werden. Darum geht es im Kern. Es klingt banal, ist es jedoch nicht. Abschied nehmen von dem, wonach sich die Kinderseele im tiefsten Innern immer noch sehnt, ist nicht einfach. Es gelingt am ehesten, wenn die dazugehörigen meist heftigen Emotionen zugelassen werden. Sich diesen Emotionen zu stellen, erfordert Mut. Es ist zu schaffen. Der Eine braucht dafür mehr Zeit, die Andere weniger. Menschen sind unterschiedlich. Wer dran bleibt, wird belohnt und ist frei, seinen eigenen Weg zu gehen.

Ein weiterer Lichtblick: dass ein Kind zu jeweils 50 % aus Mutter und Vater besteht, ist nur die halbe Wahrheit. Aus der Kombination entsteht etwas völlig Neues. Denken Sie nur mal daran, wie unterschiedlich Geschwister sein können. Nutzen Sie diese Tatsache für sich. Erkennen Sie, wer SIE sind, was SIE wollen, was Sie ungeprüft übernommen haben.

FAZIT

Kein Mensch wird vorbehaltlos von Eltern und Familie dabei unterstützt, seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Mit seiner Herkunft ins Reine zu kommen, ist ein wesentlicher Schritt, wenn man ein selbstbestimmtes Leben führen will. Freiheit, Unabhängigkeit, ein zufriedenes und erfülltes Leben -  erstrebenswerte Ziele für die meisten Menschen. Die Basis dafür schaffen Sie vor allem in Ihrem Inneren. Ungünstige familiäre Voraussetzungen sind ein Hindernis. Wer darin die alleinige Ursache für Misserfolge sieht, macht es sich zu leicht.

Sich von Ansprüchen und Erwartungen der Eltern und Vorfahren zu befreien, die nicht zu einem passen, kann sich so anfühlen: „Ich fühle mich glatt 100 Kilo leichter.“ hörte ich mal von einer Klientin, die nur ca. 60 kg wog ;-)

 

Spiritualität und Sinnsuche - ein Thema für Sie?

Die Suche nach dem Sinn treibt die Menschheit seit jeher an. Immer mehr „Normalbürger“ kennen Retreats, waren schon mal im Kloster oder reisen in der Hoffnung auf Antworten in die Wüste. Praktisch, dass man nicht zwangsläufig nach Indien oder in ferne Länder reisen muss. Klöster laden in Sachsen ein, menschenleere Landstriche gibt es um die Ecke - in Brandenburg und Meck-Pomm ;-) Für mich ist das nichts. Wenn es Ihnen ähnlich geht und Sie dennoch Antworten auf alle möglichen Sinnfragen suchen, die mit „Warum“ beginnen, ist Hypnose eine Option. Alles, was Sie brauchen, um auf diesem Weg nach und nach Antworten zu erlangen, sind Phantasie und Vorstellungskraft. Lesen Sie auch diesen früheren Blog-Artikel zum Thema: Sind Sie auf der Suche nach einer spirituellen Erfahrung?

Wenn Sie sich dem Thema Spiritualität zunächst aus der Distanz nähern wollen, empfehle ich  Ihnen  diesen beeindruckenden Wälzer.

Das Buch liest sich wie ein Krimi obwohl kaum äußere Ereignisse geschildert werden. Selbst, wenn Sie in die Geschichte dieser beeindruckenden Frau nur reinschnuppern, wird Ihnen schnell klar werden – das ist ein Weg, der nur einigen Wenigen vorbehalten ist. Doch was ist mit all den anderen Menschen bzw. ist Spiritualität nur losgelöst vom gewöhnlichen Beruf und Alltag denkbar? Ermutigend in diesem Zusammenhang finde ich die folgende Geschichte.

Übrigens, Sufi-Geschichten enthalten mehrere Ebenen. Die tieferen Ebenen zu erforschen, kann auch die eine oder Antwort zutage fördern. Hinweise darauf, finden Sie in diesem Buch.

Wenn Sie am Elend der Welt leiden und am Sinn des Lebens zweifeln

Wen das betrifft, der weiß, was gemeint ist. Für alle anderen eine kurze Erklärung.

Betroffene haben ein Gespür für Ungerechtigkeiten bzw. das, was sie dafür halten und leiden darunter. Was gerecht ist, unterscheidet sich – von Land zu Land, von Kultur zu Kultur und auch von Zeit zu Zeit. Was Menschen mit Weltschmerz zu schaffen macht:

  • Kriege
  • Hungersnöte
  • Verfolgung von Minderheiten, z.B. aufgrund von Religion, Rasse, sexueller Orientierung, politischen Ansichten
  • Abholzung des Regenwalds
  • Ausrottung von Pflanzen und Tieren
  • Verschmutzung der Weltmeere
  • Klimaerwärmung
  • Armut

 

Kurzum: Es geht um die Dinge, in denen für sie die Schlechtigkeit des Menschen ihren Ausdruck findet und die es ohne menschliches Wirken nicht geben würde - was allerdings kaum zu beweisen ist.

Das Leiden ist real, auch wenn Betroffene selten unmittelbar mit den Auslösern zu tun haben. Sie lassen diese Dinge jedoch zu dicht an sich ran. Das Fatale: dadurch ändert sich nichts. Das Leiden ist sinnlos, denn es gelingt meist nicht, den Leidensdruck zu nutzen, um ins Handeln zu kommen und etwas zu bewirken. Das wiederum hat zur Folge, dass am Sinn des Lebens und an der Menschheit an sich gezweifelt wird.

In diesem Zusammenhang ist mir kürzlich eine wunderbare Geschichte zu Ohren gekommen. Ich gebe sie hier mit eigenen Worten wieder, natürlich um etwas zu bewirken :-)

Die Geschichte vom Mann und den Seesternen ;-)

Ein Mann läuft am Strand. In der Mitte des Lebens angekommen, hat ihn die Krise erwischt. Alles, was er je getan hat, scheint ihm sinnlos. Er hat weder einen Baum gepflanzt, noch ein Kind gezeugt, noch ein Haus gebaut…

Gefangen in seinen düsteren Gedanken, schreckt ihn ein Geräusch auf. Es knirscht unter seinen Füßen. Unter seinen Füßen bersten Seesterne, die an den Strand gespült werden. Er hebt den Blick. Es sind Massen, und es werden immer mehr. Ein sinnloses Sterben nimmt seinen Lauf.

Kurze Zeit später begegnet er einer Frau. Unermüdlich wirft sie Seesterne zurück ins Meer. Irritiert spricht er sie an: „Was tun Sie? Auf jeden Seestern, den Sie zurückwerfen, kommen unendlich viele, die an Land gespült werden und sterben. Was soll die sinnlose Aktion?

Sie lächelt ihn freundlich an. Während sie den nächsten Seestern aufhebt und ins Meer wirft antwortet sie: „Für diesen einen ist es keine sinnlose Aktion.“

Und wenn Sie jetzt Lust haben, mit wenig Aufwand das „Elend der Welt“ ein klein wenig zu verringern, indem Sie für einen Menschen einen Unterschied schaffen, schauen Sie das Video an.

Übrigens, mein Patenkind heißt Danielle. Danielle ist 6 Jahre alt, lebt in Brasilien weitab von Touristenstränden mit ihrer Mutter in einer einfachen Hütte. Ihre Mutter hat Danielle für eine Patenschaft bei Plan International angemeldet.

Psychische Blockaden

Mich quält was, doch ich weiß nicht was...

„Ich will Blockaden auflösen.“ lautet in solchen Fällen oft das Anliegen. Nur, was verbirgt sich dahinter? Viele Blockaden kommen lediglich als diffuses Gefühl daher oder machen durch ihre Wirkung auf sich aufmerksam.

Hier zu Ihrer Orientierung eine Übersicht als praktische PDF-Datei zum Thema: <media 116 - - "TEXT, Blockaden, Blockaden.pdf, 77 KB">Psychische Blockaden</media>

Sie haben ein Hypnose-Seminar besucht und wollen jetzt loslegen. Allerdings gäbe es da noch ein Problem?

Teil 2

Seminarthema Blitzhypnose

Blitzhypnose lautete ein spannendes Stichwort am Ende meines ersten Beitrags zum Thema Hypnose-Seminare. Blitzhypnose gehört in den Bereich der Showhypnose, und Showhypnose soll unterhalten und beeindrucken. Sie ist für Laien teils spektakulär und wird deshalb überdurchschnittlich oft gezeigt, auch um Seminarteilnehmer anzuwerben. Blitzhypnose besticht durch medienwirksame Effekte und verblüffte Teilnehmer. Die Probanden werden zielgerichtet ausgesucht, durch offene oder verdeckte Suggestibilitätstests. Das Umfeld muss ebenfalls stimmen. Während eines Seminars dürfte das zu 100% zutreffen. Damit sind solche Seminare für alle Beteiligten eine dankbare Angelegenheit.

Wenn Sie sich näher dafür interessieren, schauen Sie sich die Videos von Dirk Treusch auf Youtube an. Seine DVD zum Thema kann ich ebenfalls empfehlen. Ich kenne ihn nur durch seine Videos. Dirk Treusch ist ein prima Lehrer. Mir gefällt, dass er immer wieder darauf hinweist, wie wichtig es ist, sich vom Probanden die Erlaubnis einzuholen. Ebenso wichtig, er macht niemanden lächerlich. Deshalb denke ich: wenn schon Showhypnose, dann auf diese Art und Weise.

Gravierende Unterschiede zwischen Showhypnose und Hypnosetherapie

Zur Einführung meine erste persönliche Begegnung mit Blitzhypnose. Ich hatte mich mit einem Hypnotiseur, der mich telefonisch darum bat, zum Erfahrungsaustausch getroffen. Wir kannten uns nicht, er war im Internet auf mich aufmerksam geworden. Während unseres Gesprächs sprang er ohne Vorankündigung auf mich zu, griff mir an die Stirn und schrie mir ins Gesicht: „Schlaf.“ Ich tat nichts dergleichen. Allerdings empfand ich dieses Verhalten als Übergriff. Die Erklärung: mit solchen Techniken versetzt er Klienten in Trance. Das würde bei den meisten funktionieren. Ich sei eine Ausnahme. Sie erfahren noch, was hier passiert ist.

Auf diese Art und Weise Hypnose einzuleiten, war mir damals neu und wirkte auf mich befremdlich. Während meiner Ausbildung in klinischer Hypnose wurde das Thema Showhypnose lediglich der Vollständigkeit halber gestreift. Im Gegensatz zu manchen Therapeuten habe ich keine Aversion, was Showhypnose betrifft. Mit Therapie hat es auch für mich nichts zu tun. Im Gegenteil, die Erfahrung eines Klienten mit Showhypnose kann eine Therapie behindern.

Dass ein Mensch schnell und gut auf Showhypnose anspricht, lässt keine Schlussfolgerungen bezüglich einer erfolgreichen Hypnosetherapie zu. Um auch unter Ärzten und Therapeuten Seminarteilnehmer zu gewinnen, wird argumentiert, dass Klienten mittels Blitzhypnose schnell in Trance versetzt werden können. Das wiederum würde während der Therapie Zeit zu sparen.

Warum ich dennoch nichts von Blitzhypnose im Rahmen einer Therapie halte

So kann man Rapport einbüßen. Genau das war bei meiner ersten Begegnung mit Blitzhypnose passiert. Rapport ist das für eine Hypnose erforderliche Vertrauensverhältnis zwischen Hypnotiseuren und Probanden oder eben Therapeuten und Klienten. Wie wichtig das ist, wird oft erst im Verlauf einer Therapie sichtbar, nämlich wenn es in tiefere Schichten des Unterbewusstseins geht, verbunden mit Themen rund um Schuld, Schmerz, Scham. Dahinter liegen die größten Blockaden verborgen. Mit einer Überrumpelungsstrategie kommt man da nach meiner Erfahrung nicht ran. Und ich lasse mich auch nicht gern überrumpeln, schon gar nicht ohne vorherige Absprache.

Das Kommando „Schlaf“ ist ebenfalls ungünstig, weil Hypnose eben kein Schlaf ist. Der Begriff Hypnose ist zurückzuführen auf James Braid. Er dachte dabei an Hypnos, den Gott des Schlafes. Später hat Braid bedauert, dass sich das Wort durchgesetzt hat. Schlaf wird nahezu automatisch mit Passivität gleichgesetzt. Eine erfolgreiche Hypnosetherapie erfordert die aktive Teilnahme des Klienten während der Hypnose. Wer mit falschen Erwartungen antritt, wird zunächst Enttäuschungen bewältigen müssen. So manche/r gibt dann gleich nach der ersten Sitzung auf.

Wie schnell und tief ein Mensch in Trance geht, ist unterschiedlich und trainierbar. Es ist ein Trugschluss, dass ein Mensch, bei dem Blitzhypnose gut funktioniert, blitzartig therapeutische Effekte erwarten darf. Viele, besonders junge Menschen, denken ernsthaft, dass Hypnosedemonstrationen Schlussfolgerungen bezüglich Ablauf einer Therapie gestatten. Zwischen Therapie und Show liegen Welten.

Für eine Showhypnose, besonders wenn sich das Publikum auf Kosten der Probanden  amüsieren soll, werden die passenden Probanden geschickt gesucht und gefunden. Leute, bei denen Widerstand zu erwarten ist, werden schnell aussortiert. Auch das kann man lernen. Es gibt keinen Kontrollverlust in Hypnose. Jemand, der sich scheinbar unfreiwillig zum Affen machen lässt, profitiert in Wirklichkeit davon, weil er die Aufmerksamkeit genießt oder irgendeinen anderen inneren Vorteil empfindet. Manche spielen einfach nur mit, sind gar nicht wirklich in Hypnose. Für Erklärungen muss der Einzelfall betrachtet werden.

Wie Sie nach einem Seminar seriös mit anderen Menschen arbeiten

Der Weg zum seriösen Hypnosetherapeuten beginnt meiner Erfahrung nach mit der Arbeit an sich selber. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie mehr projizieren als therapieren. Falls Sie mehr dazu lesen wollen, finden Sie hier einen entsprechenden Blogartikel: weiterlesen…

Seminarteilnahme vs. Eigentherapie

Viele Seminarteilnehmer haben unbewusst das Ziel, selber therapiert zu werden. Dieses Phänomen betrifft nicht nur Hypnose-Seminare. Mir begegnen regelmäßig Teilnehmer von Seminaren zum Familienstellen, die sich beklagen, dass Ihr Problem noch existieren würde. Sicher lassen sich kleinere Probleme auch im Rahmen eines Seminars lösen. Komplexe Themen werden eher ans Licht befördert. Ist im Rahmen des Seminars keine Einzeltherapie vorgesehen, wird sich ein Teilnehmer später einen Therapeuten suchen (müssen). Wer andere therapieren will ohne an sich selber zu arbeiten, erfährt hier etwas zu Hintergründen: Helfersyndrom.

Wer hypnotisieren kann, kann noch lange nicht therapieren. Dazu bedarf es einer Ausbildung in klinischer Hypnose. Komplexe Probleme wie Depressionen, Süchte, eingefahrene Verhaltensmuster, Selbstwertprobleme, etc. lassen sich nicht mal eben im Schnelldurchlauf und schon gar nicht während eines Seminars loswerden. Das gelingt auch nicht während eines einzigen Seminars zum Thema klinische Hypnose. Wer etwas nur loswerden möchte, ist ohnehin besser mit einer Pille bedient und verzichtet auf das Besondere einer Hypnosetherapie: tiefgehende Selbsterkenntnis und Problemlösung durch inneres Wachstum.

Fazit

Hypnose-Seminare sind eine tolle Sache, und sicher können Sie danach loslegen. Oberstes Gebot sollte sein, dabei niemandem zu schaden. Das gelingt, wenn

  • Sie die Möglichkeiten und Grenzen eines Seminare kennen und akzeptieren: Hypnose lernen, und zwar das, was der Seminaranbieter zum Thema weiß und favorisiert
  • Ihnen bewusst ist, dass Sie anschließend nicht automatisch Experte sind. Nach einem Seminar haben Sie gewisse Kenntnisse. Der Weg zum Experten führt über tiefgehende Kenntnisse und üben, üben, üben und lernen, lernen, lernen. Sie können in jedem Stadium mit Menschen arbeiten. Wenn Sie seriös arbeiten wollen, tun Sie das entsprechend Ihren aktuellen Möglichkeiten und Grenzen.
  • Sie die Realität im Auge behalten. Nach meiner Erfahrung rennen Ihnen die Klienten nicht hinterher, nur weil Sie ein Seminar absolviert haben. Dazu brauchen Sie einen langen Atem, den Willen, an sich zu arbeiten und - vor allem Marketing.

Sie haben ein Hypnose-Seminar besucht und wollen jetzt loslegen. Allerdings gäbe es da noch ein Problem?

Ich hatte heute einen solchen Anrufer am Ohr. Er wollte nach einem Hypnose-Kurs eine Hypnosepraxis gründen, vorher jedoch noch schnell ein Problem loswerden. Welches, wollte er mir zunächst nicht verraten. Nach einer kurzen Diskussion über Sinn und Unsinn dieser Art von Geheimhaltung kamen wir zu des Pudels Kern: Er leidet unter Angst-Attacken und Selbstzweifeln bei dem Gedanken, in Kürze eine Praxis zu eröffnen, die von Anfang an funktionieren muss. Womit die Praxis kometenartig durchstarten soll? Natürlich mit Angeboten für Gewichtsreduktion und möglicherweise noch Raucherentwöhnung. Die Angst vor der Praxiseröffnung soll ich ihm umgehend nehmen, und zwar nach einem festgelegten Schema, das sich am Telefon erläutern lässt.

Ein ebenso häufig auftretendes Problem:

Jemand ist während eines Seminars in einen traumatisch empfundenen Zustand gelangt. Die Lernenden waren überfordert, der Zustand konnte weder bearbeitet noch erklärt werden. Das soll ich mal eben nachholen – möglichst in einer Sitzung.

Mein Kommentar dazu:

 

Mit seriösen Vorstellungen von den Möglichkeiten und Grenzen von Hypnose und Hypnosetherapie hat das nichts zu tun. Besonders die Grenzen werden von Seminaranbietern aus marketingtechnisch verständlichen Gründen gern verschleiert? Und Möglichkeiten werden so dargestellt, dass Teilnehmer gelinde ausgedrückt seltsame Schlüsse ziehen?

Beispiel

Wer ein Seminar zum Thema Gewichtsreduktion zum Festpreis mit festgelegter Sitzungszahl besucht, verallgemeinert:

Nennung des Problems + festgelegte Anzahl X von (wenigen) Hypnosesitzungen +  feststehender Preis Y = Problem los.

Ich appelliere an Ihren Verstand: Mittlerweile dürften unzählige Teilnehmer ein solches Seminar besucht haben. Warum gründen so wenige eine Praxis nach diesem Konzept? Warum haben manche Anbieter selber Übergewicht? Gutes spricht sich rum, oder? So billig zur Traumfigur zu kommen, sollte doch den reinsten Hype auslösen. Warum bleibt das aus? Und nicht zuletzt frage ich Sie: Denken Sie allen Ernstes, dass Ärzte, Kliniken, Ernährungsberater, andere Therapeuten, etc., die über einen längeren Zeitraum mit übergewichtigen Patienten arbeiten, allesamt blöd sind und nur keine Ahnung von Hypnose nach diesem Konzept haben?

Noch verrückter wird es, wenn dieses Angebot  auf andere Problembereiche ausgeweitet wird, nach dem Motto „Depression weg nach 5 Sitzungen“?

Bei aller Offenheit für neue Konzepte, Affinität zur Hypnose:

Menschen sind keine Maschinen.

Mit menschlichem Erleben und Verhalten befasst sich die Psychologie. Wer sich ansatzweise damit beschäftigt hat, weiß, dass es unzählige Therapieansätze, Methoden, Konzepte, etc. gibt. Wer nicht gerade vom Größenwahn befallen ist, weiß weiterhin, dass es keine Methode gibt, die nach „Schema F“ bei jedem Menschen zum (vorhersehbaren) Erfolg führt. Und das ist gut so. Nicht umsonst sind Heilversprechen verboten. Es sei denn, Sie wünschen sich, der Mensch wäre ein willenloses Instrument, das sich per Knopfdruck steuern lässt und zur Problemlösung kein inneres Wachstum braucht.

Hypnose und Hypnosetherapie sind zweierlei. Das gilt auch für Hypnosetherapie und Showhypnose.

Wenn Sie jemanden vor sich haben, der hypnotisiert werden möchte, wenn Sie dann ohne Vorkenntnisse eine Hypnose-Induktion vom Blatt ablesen, wird das in vielen Fällen funktionieren.

Wenn Sie Ahnung von Hypnose haben, können Sie weitere Techniken durch Lesen oder Anschauen von Videos erlernen. Blitzhypnose habe ich in einer halben Stunde gelernt, indem ich mir ein gutes Video angeschaut habe. Der therapeutische Nutzen sei dahingestellt.

Und damit bin ich bei einem polarisierenden Begriff gelandet: Showhypnose.

Wenn Sie das Thema interessiert – nächste Woche geht es weiter.

Fazit für heute

Hypnotisieren lernen kann meiner Meinung nach fast Jede/r. Dazu genügt ein Wochenendkurs. Die Vielzahl über Jahre laufender gut gebuchter Seminare sei hier Beweis genug. Ein therapeutischer Nutzen lässt sich damit nicht automatisch erzielen.

Ihre Augen – das Tor zur Seele?

Nicht nur das. Wie Sie mit Hilfe der Augen auch Körper und Geist effektiv beeinflussen

Die Augen als Spiegel der Seele zu bezeichnen, ist verbreitet. Doch gewähren die Augen tatsächlich Zugang zur Seele? Falls Sie an einer EMDR-Sitzung teilgenommen haben, wissen Sie, dass es funktioniert.

EMDR „Augenbewegungs-Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung“ ist eine in der Traumatherapie eingesetzte Behandlungsmethode. Patienten werden mit langsamen Fingerbewegungen zu rhythmischen Augenbewegungen angehalten.  Dabei wird eine Verbindung geschaffen zwischen dem Bewusstsein, bewusstem Erinnern und  dem Unterbewusstsein.

Augenbewegungen sind auch in Hypnose-Sitzungen ein nützliches Therapieinstrument. Aus unterschiedlichen Gründe haben manche Menschen Schwierigkeiten, innere Bilder zu bekommen. Die Tür zum Unterbewusstsein ist geschlossen oder gar verbarrikadiert. Indem ich Klienten zu gezielten  Augenbewegungen anleite und Farbbrillen nutze, gelingt es mir meist in kürzester Zeit, diesen Zustand zu beheben. Die Augen und die Art des Sehens haben enormen Einfluss auf die Psyche. Mit dieser tollen Erkenntnis können Sie so manche Hürde im Alltag leichter überwinden.

Wie Sie mit Ihren Augen das Tor zum Unterbewusstsein öffnen

Wenn Sie keinen Zugang zum Unterbewusstsein haben, hat das oft damit zu tun, dass Sie die rationale linke Gehirnhälfte überstrapazieren. Kennen Sie das?

  • Sie spüren, dass Sie mit Logik und rationalen Argumenten nicht weiterkommen.
  • Sie sehen ungeachtet vernünftiger Argumente keinen Ausweg.
  • Sie können Ihre Entscheidungen rational begründen, doch die Ergebnisse sind nicht in Ihrem Sinne?

 

Falls Sie nicht nachvollziehen können, was ich meine, denken Sie an Statistiken. Zur Zeit kursiert die Nachricht, dass jede/r pro Jahr eine Badewanne voll Alkohol trinkt, und zwar vom Säugling bis zum Greis – im Schnitt 137 Liter! Also, ich schaffe nicht mal ein Waschbecken voll, und mein Verstand streikt bei der Vorstellung mit der Badewanne. Was nützt die Zahl 137 also? Wahrscheinlich nichts, solange es bei dieser Zahl bleibt. Das Ziel, Menschen aufzurütteln und zu bewegen, Ihr Trinkverhalten zu überdenken und zu ändern, wird erst erreicht, wenn Emotionen ins Spiel kommen.

Um das Tor zum Unterbewusstsein zu öffnen, synchronisieren Sie folgendermaßen Ihre beiden Gehirnhälften:

Schreiben Sie mit den Augen eine gedachte liegende Acht in die Luft. Wenn Ihnen das anfangs schwerfällt, nehmen Sie ein Lineal, zeichnen die Acht in die Luft und verfolgen die Bewegung mit den Augen. Den Kopf bewegen Sie dabei nicht.

So kommen Sie nach und nach ins ganzheitliche Denken. Beobachten Sie ebenso den folgenden Effekt.

Wie Sie mit Augenbewegungen Stress reduzieren

Kennen Sie das? Sie sitzen seit Stunden vorm Bildschirm. Irgendwann sind Sie in einer Position mit Tunnelblick erstarrt. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Die Schultern sind verspannt. Es geht nicht mehr voran. Sie hätten noch so viel zu tun, doch im Kopf herrscht Leere.

In dieser Situation können Sie folgendes tun:

Sie bewegen Ihre Augen in verschiedene Richtungen ohne den Kopf mitzubewegen, und zwar:

10 x von oben nach unten

10 x von links nach rechts

10 x schräg - von links oben nach rechts unten

10 x schräg - von rechts oben nach links unten

10 x links herum im Kreis

10 x rechts herum im Kreis

10 x in Form einer liegenden Acht - nach links beginnend

10 x in Form einer liegenden Acht - nach rechts beginnend

 

Zusätzlich sehr effektiv, um Schultern und Nacken zu lockern:

Sie strecken die rechte Hand nach vorn aus und heben den Daumen so, dass er sich auf Augenhöhe befindet. Jetzt bewegen Sie den Arm langsam in Richtung Nasenspitze, die Augen sind auf den Daumen gerichtet. Nehmen Sie erst den rechten Arm, dann den linken. Sie werden sehr schnell Ihre Schultern spüren.

Abschließend reiben Sie die Hände, damit sie warm sind und bedecken damit 1-2 Minuten die Augen.

Sie öffnen die Augen und fühlen sich wie neu geboren :-)

Manche kennen die Übungen als Augenjoga. Bei täglicher Anwendung dürfen Sie viele weitere nützliche Effekte erwarten.

Probleme bereden versus lösen

Wenn Sie denken, dass es notwendig ist, Probleme detailliert zu erläutern bevor Sie die ersten Schritte in Richtung Lösung gehen, lautet meine Antwort:

  • Pure Zeitverschwendung, wenn das Ziel Heilung lautet.
  • Sinnvoll, wenn sie es genießen, dass Ihnen (endlich?) jemand zuhört und sie dabei Erleichterung spüren.
  • Pure Zeitverschwendung, wenn sie bereits die Erfahrung gemacht haben, dass die besprochenen Probleme ungeachtet einer gründlichen Analyse im Alltag ruck zuck wieder da sind, meist zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.

Anmerkung: Gar nicht reden und womöglich soziale Isolation und Probleme in sich rein fressen, sind keine Alternative. Eskimos in Grönland, die traditionell nicht über ihre Probleme reden, haben die höchste Selbstmord-Rate weltweit und leiden überdurchschnittlich unter Depressionen, was sich nicht allein auf zu wenig Sonnenlicht zurückführen lässt. Als moderne Eskimofrauen anfingen,  die alten Traditionen des Nichtredens über Bord zu schmeißen, ging es vielen deutlich besser, und die Selbstmordrate sank. Darüber berichtet Rüdiger Dahlke in seinem Buch über Depressionen.

  • Sinnvoll, wenn sie diese Erfahrung brauchen, um den Mut aufzubringen, sich dem Kern der Problematik zu stellen und die dazu erforderliche Energie zu mobilisieren.
  • Pure Zeitverschwendung, wenn die negativen Konsequenzen des Problems längst das erträgliche Maß überschritten haben.
  • Sinnvoll, wenn die Vorteile, die das Problem mit sich bringt, überwiegen.

Beispiel: Vor lauter Redeangst verzichten Sie darauf, sich zu Wort zu melden? Wer erst gar nichts sagt, kann auch nicht kritisiert werden.  Praktisch. Obendrein kann man diejenigen kritisieren, die sich trauen und womöglich Stuss reden.

Man kann sich drücken, ein Problem zu lösen. Wovor man sich nicht drücken kann, sind die Konsequenzen.

Wozu es gut sein kann, Probleme zu bereden

Der Andere, z.B. der Therapeut, erfährt, worin die Ursache des Problems garantiert nicht liegt. Denn wenn jemand tatsächlich wüsste, was hinter seinem Problem steckt, hätte er es längst selbst gelöst.

Gemessen am zeitlichen Aufwand ist diese Information eine geringe Ausbeute. Obendrein kostet es Energie, zu dieser Einsicht zu gelangen. Man dreht sich beim Besprechen eines Problems schnell im Kreise und kommt am Ende zu der deprimierenden Erkenntnis, dass man so schlau ist wie zuvor und keinen Schritt näher dran an der Lösung.

Dennoch ist es Mode, immer und überall über alles Mögliche zu reden: „Wir müssen reden“, fordert die Ehefrau. Und der Partner verdreht die Augen, weil längst weiß, dass das nichts bringt. Andererseits will er seiner Frau entgegenkommen und fängt im Gegenzug an, das Problem zu analysieren.  Am Ende sind beide frustriert.

Reden  erfüllt seinen Zweck

  • als soziale Komponente
  • um sich kennenzulernen
  • um sich gegenseitig seine Sympathie zu bekunden
  • um sich zu informieren…

Auch Analyse erfüllt in vieler Hinsicht ihren Zweck. Tiefliegende Probleme lassen sich damit nicht lösen. Unsere Politiker beweisen es täglich aufs Neue.

Und auch meine Klienten, die anfangs darauf beharren, mir ihre Probleme detailliert zu erläutern, schließen sich meist spätestens nach einer zweistündigen „Rede-Sitzung“ meinem Standpunkt an.

Hypnose ist das Mittel der Wahl, um auf eine Ebene zu gelangen, die tatsächlich neue Erkenntnisse bringt.  Hypnose ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf die Dinge, weil die üblichen Filter in Form von Glaubenssätzen, Gewohnheiten, Weltbildern nicht nur hinterfragt, sondern aktualisiert werden. Die heilsame Wirkung der auf dieser Ebene gefundenen Lösung kann der Verstand noch während der Hypnose überprüfen, der Körper in Form von Entspannung wahrnehmen  und der Mensch im Alltag durch sein Tun festigen.

Sie wollen etwas wirklich gut können, unbedingt? Wie es klappt – garantiert.

Kürzlich hörte ich ein Interview mit dem Geiger David Garrett. In Zusammenhang mit seinen frühen Erfolgen fiel die Bezeichnung Wunderkind. Er selber sieht sich keineswegs als Wunderkind. Seine Begründung? Er hat mit vier Jahren angefangen, täglich zu üben. In seinem Leben hat er bis heute ca. 20000 Stunden geübt und übt weiterhin. Sein Können ist weniger Ausdruck eines Wunders als logische Konsequenz seines ausdauernden Tuns. Das hat mich an einen meiner Lieblingswitze erinnert:

Einer läuft aufgeregt durch New York und ruft lauthals: „Wie komme ich in die Carnegie Hall?“ Ein Passant: „Üben, üben, üben.“

Und hier noch eine Story zum Thema, falls es Ihnen mit Ihrem Thema ernst ist:

Ein Weltklasse-Golfer trifft im Hotel vor dem Frühstück einen Fan, der behauptet: „Ich würde auch gern so gut spielen können wie Sie.“ Der Weltklasse-Golfer: „Nein, würden Sie nicht.“ Der Fan: „Doch, würde ich gern.“ Der Weltklasse-Golfer: „Nein, würden Sie nicht.“ Der Fan beharrt: „Doch...“ Der Weltklasse-Golfer: „Nein würden Sie nicht, denn wenn Sie das wirklich wollten, würden Sie wie ich jeden Tag vor dem Frühstück erst mal 100 Bälle abschlagen.“

Wenn etwas nicht so recht gelingen will, dann wissen Sie spätestens jetzt, woran es liegt ;) Und das bedeutet auch, das alles, was über schnelle mühelose Erfolge über Nacht verbreitet wird, einfach nur Schrott ist. Auch dazu noch eine Aussage eines Prominenten, dessen Name mir nicht einfällt und den ich unbekannterweise ebenso gern zitiere: „Mein Erfolg kam über Nacht – nachdem ich 10 Jahre daran gearbeitet hatte.“

Und wenn Sie sich nicht zum Übern durchringen können, Ihnen Arbeit „stinkt“, dann gibt es auch dafür eine sinnvolle Lösung: Stehen Sie dazu. Es befreit ungemein und erspart jede Menge Druck, die Verantwortung für´s eigene Tun zu übernehmen. Verzichten Sie dabei auf Schuldzuweisungen und Resignation. Entscheiden Sie sich für eine klare wertungsfreie Ansprache:

Der Preis ist mir zu hoch. Lieber wende ich mich anderen Dingen zu.

Und wenn das schmerzliche Gefühle weckt… vielleicht während Sie meine Anleitung zu dieser hypnotischen Trance hören, dann wissen Sie: Sie können sich jederzeit anders entscheiden und

üben, üben, üben. Nur erreichen Sie Ihr Ziel später. Wie alt sind Sie? Dieser Preis ist zu zahlen. Erfolg gibt es nicht beim Discounter. Oder haben Sie andere Erfahrungen?

Einfach und sicher ans Ziel – ein leeres Versprechen?

Erfolgsrezepte, Erfolgsbücher, Erfolgscoaching, Erfolgs… gibt es für jeden Geschmack und für sämtliche Probleme und Lebenslagen. Dennoch dümpeln je nach Quelle ca. 90% der Menschen ihr Leben lang vor sich hin und lösen weder ihre Probleme noch verwirklichen sie ihre Träume. Woran liegt das? Eine Ursache spüre ich regelmäßig im Kundenkontakt.

Ich habe eine umfangreiche Website nebst Blog mit vielen Tipps und Übungen, die man jederzeit bequem von zu Hause aus anwenden kann. Und Hypnose-Sitzungen sind eine erstklassige und bewährte Möglichkeit, Probleme an der Wurzel zu packen und nachhaltigen Lösungen den Weg zu ebnen. Dennoch bekomme ich Anfragen nach dem Motto „Reicht das schon? Nur das? Oder gibt es noch weitere wichtige Schritte, die ich gehen kann?“

Mich überrascht dann regelmäßig das NUR. Beim Nachfragen stellt sich nämlich heraus, dass nicht einmal einfache Übungen und Tipps umgesetzt und auf ihre Wirksamkeit hin getestet wurden. Man sollte meinen, dies wäre selbstverständlich, wenn jemand nach dem nächsten Schritt fragt. Weit gefehlt. Und Sitzungen buchen, um diese Blockade zu lösen? Auch dazu fehlt der Elan. Dennoch wird nach weiteren Schritten gefragt.

Selbstverständlich gibt es immer noch mehr Übungen, Tipps, weitere Schritte. Allerdings bedeutet die Suche danach häufig den direkten Weg in die „Misserfolgsfalle“ – solange die ersten Schritte noch gar nicht gegangen wurden. Ich erlebe immer wieder, dass genau deshalb der Erfolg ausbleibt, weil die Aufmerksamkeit auf den nächsten Schritt gerichtet wird ohne den vorherigen gemacht zu haben.

Hoffen auch Sie, Schritte überspringen zu können? Ich kenne keinen einzigen Fall, in dem das zum Erfolg geführt hat, lasse mich jedoch gern vom Gegenteil überzeugen.

Wenn Sie sich wiedererkennen, hilft Ihnen vielleicht eine poetische Umschreibung des Dilemmas beim Umdenken:

Stellen Sie sich vor, Sie wollen einen hohen Berg besteigen. Sie wissen, dass Sie die letzten Meter zum Gipfel nur mit einer Klettertechnik bewältigen können. Also üben Sie klettern. Und los geht`s. Nach drei Stunden Aufstieg sind Sie so erschöpft, dass Sie umkehren müssen. Sie können zwar klettern, haben jedoch nie Ausdauer und Durchhaltevermögen trainiert. So kommen Sie dem Gipfel nicht näher. Und die Klettertechnik kommt gar nicht erst zum Einsatz.

Die Erkenntnis ist Gold wert, wenn Sie jetzt die fehlenden Fähigkeiten trainieren. Das wird Zeit in Anspruch nehmen, Zeit, die Ihnen zwischendurch sauer wird, in der Sie fluchen und jammern, weil sich scheinbar nichts tut. Aber Sie bleiben dran, gönnen sich eben zwischendurch eine Pause, üben anschließend weiter. Irgendwann werden Sie überrascht feststellen, dass Ihnen ein Zwei-Stunden-Marsch nichts mehr ausmacht. Ab da wird es leichter. Das ist die Stelle, an der der Autopilot ins Spiel kommt. Den Weg dahin wird Ihnen niemand abnehmen können.

Fazit

Überholen ohne Einzuholen ist eine Illusion. Nutzen Sie vorhandene Möglichkeiten, machen Sie den ERSTEN Schritt und bleiben Sie dran. Steigern Sie schrittweise den Schwierigkeitsgrad. Das ist einfach und funktioniert. Warum dieses simple Erfolgsrezept so selten angewandt wird? Weil die menschliche Psyche glaubt, dass nur die komplizierten Dinge gut sind und funktionieren. Ein Irrtum, den erfolgreiche Menschen hinter sich gelassen haben.

Die beliebtesten Ziele und warum sie selten erreicht werden

Vor der Antwort seien zwei der beliebtesten Ziele genannt, die wohl jeder irgendwann mal ins Auge gefasst hat:

Abnehmen und mehr Sport treiben stehen unverändert ganz oben auf der Liste. Warum das Vorhaben regelmäßig scheitert?

Weil bereits mit der Zielsetzung der Grundstein für den Misserfolg gelegt wird und weil die Menschen, die scheitern, genau darin Experten sind. Was ich hier schreibe, wissen diese Menschen längst, zumindest unbewusst. Interessieren Sie sich für die Mechanismen, die sich oft im Unterbewusstsein verbergen? Holen wir sie ans Licht.

Wie Sie sicherstellen, dass Ihre guten Vorsätze fürs neue Jahr auch diesmal im Winde verwehen

  • Indem Sie denken, dass Silvester und Neujahr der beste Zeitpunkt für Zielsetzungen sind

Und wenn ich Sie frage, warum es der beste Zeitpunkt sein soll, kommt: „Weil alle so denken.“

In Ihnen selber macht zwar gar nichts Klick, wenn Sie an dieses Datum denken, aber was soll`s. „Was alle tun…“ dachte das Schaf - und folgte seiner Herde in den Abgrund ;)

  • Indem Sie Ihre hinreichenden Erfahrungen nutzen, wie man sich Ziele setzt, die man nicht erreichen kann

Ein emotionsloses, kraftloses „Ich muss abnehmen.“ ist perfekt, um zu scheitern, denn es sagt nichts aus und lässt unendlich Spielraum für Selbstbetrug. Ab wann wollen Sie abnehmen? Wie viel? Wodurch?

  • Indem Sie entsprechend handeln, nämlich mit Ihren Handlungen die Zielerreichung sabotieren.

Sie müssen zwar abnehmen, jedoch nicht heute. Gut, dass jegliche Zeitangaben fehlen. Deshalb wird erst mal gegessen wie immer... der Fahrstuhl benutzt wie immer… Essen als emotionale Krücke genutzt wie immer... Das Jahr hat 365 Tage. Wozu gibt es ein Morgen?

  • Indem Sie ein Ziel wählen, das gar nicht Ihr eigenes ist

Sie wollen abnehmen? Nein, Sie müssen. Ihr Arzt will, dass Sie abnehmen. Ihre Mutter meint, dass Sie zu dick sind, um einen Mann abzubekommen. Ihre beste Freundin denkt, dass Sie mit der Figur bei der Jobsuche nie über das Vorstellungsgespräch hinauskommen. Ihr …

  • Indem Sie eine Einstellung pflegen, die das untermauert

Wie steht es um Ihre Beziehung zu Ihrem (Über-)Gewicht?

Im tiefsten Innern sind Sie der festen Überzeugung, Ihr Wohlfühlgewicht zu haben. Wer kennt nicht die tollen Filme und Bücher, in denen die (Über-)Gewichtigen zu Helden avancieren. In Sachsen sehr beliebt: Dicke sind gemütlich. Doch das beste Argument kommt am Schluss: Auf die inneren Werte kommt es an.

  • Indem Sie Ihre kontraproduktive Einstellung mit einem Hoch auf die Komfortzone zementieren

Wir Menschen lieben, was wir kennen. Bekanntes und Gewohntes sorgen für Sicherheit, selbst wenn diese trügerisch und das Gewohnte unangenehm ist wie eine pfeifende Lunge auf dem dritten Treppenabsatz. Dennoch, Sie wissen, was Sie haben. Das Unbekannte sorgt für Unbehagen. Und damit haben wir einen weiteren entscheidenden Knackpunkt:

  • Indem Sie es vermeiden, so oft wie möglich kraft Ihres Geistes ein positives inneres bild zu erschaffen, wie es wohl wäre…

Besser gar nicht an die Hochgefühle denken, die aufkommen könnten… an die anerkennenden Worte und Blicke… an das tolle Gefühl, sich endlich im eigenen Körper wohl zu fühlen… und wozu man erst das automatisch erhöhte Leistungsvermögen nutzen könnte… neue Ziele… neue Ufer… besser nicht!

Ok, ich habe Sie gehört. Ich soll damit aufhören. Weiter zum nächsten Punkt.

  • Indem Sie alles, was nicht auf Anhieb klappt, als Misserfolg bewerten

Sie haben aus alter Gewohnheit gleich morgens 3 Stück Zucker in den Kaffee getan? Tja, das wäre eigentlich ein Erfolg. Sie haben es bemerkt! Das wäre ein anerkennendes Wort wert. Sie trinken diesmal vielleicht die Tasse aus, morgen nur noch zur Hälfte. Und ab übermorgen beginnen Sie, den Zucker zu reduzieren… Nein? Das kommt für Sie nicht in Frage? Für Sie gibt es nur „Alles oder Nichts“. OK. Im Klub derjenigen, deren Vorsätze auch 2013 scheitern, wird 2014 wie immer noch Platz sein.

  • Indem Sie bei Ihrer Strategie und Taktik bleiben, die keinen Erfolg brachte

Dahinter steckt das Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Sie können genauso gut Lotto spielen.

Es ist in Ordnung, Fehler zu machen. Es ist jedoch pure Verschwendung von Lebenszeit, nicht daraus zu lernen.

All das ließe sich in einem Satz zusammenfassen:

Indem Sie sich weigern, den Preis zu zahlen, den die Realisierung Ihres Vorhabens kostet

Alles im Leben hat irgendeinen Preis. Und damit meine ich nicht nur Geld, sondern auch Zeit, Mühe, Anstrengung und Durchhaltevermögen.

Falls Sie sich bei der einen oder anderen Aussage wiedererkannt haben, gehen Sie jetzt im schlechtesten Fall zur Tagesordnung über. Im besseren Fall kommt vielleicht Wut hoch. Die könnten Sie als eine Form von Energie als Impuls nutzen, diesmal andere Wege zu gehen.

Im besten Fall hören Sie auf, Alibi-Vorsätzen nachzujagen, die nicht taugen, in Ihrem tiefsten Innern ein Feuer der Begeisterung zu entfachen. Vorprogrammierte Misserfolge untergraben Ihr Selbstbewusstsein. Hören Sie auf damit und stehen Sie zu dieser Entscheidung. Auch damit werden Sie sich besser fühlen als die Jahre zuvor.

Und im allerbesten Fall drehen Sie jetzt an den Stellschrauben, bei denen Sie sich ertappt gefühlt haben. Selbst wenn alles für Sie zutrifft und Sie lediglich an einigen Stellschrauben drehen, verspreche ich Ihnen, Sie werden Ihrem Ziel diesmal deutlich näher kommen als in den Vorjahren.

Egal wie Sie sich entscheiden, es ist Ihr Leben, das Sie damit beeinflussen. Und Sie haben die höchste Macht, die Macht der Wahl:)

Was Geschenke alles verraten und welche Fallstricke lauern

Wussten Sie, dass Schenken eine hochkomplexe Angelegenheit ist? Zumindest so komplex, dass es aufgrund dieser Tatsachen kaum wissenschaftliche Studien zum Thema gibt. Dazu wäre nämlich eine Vereinfachung erforderlich. Spannend, oder? Falls Sie das nicht spannend finden, interessieren Sie sich vielleicht für einige Hintergründe dieser ach so komplexen Angelegenheit.

Was sich hinter Geschenken verbergen kann

  • jede Menge Frust

Betroffen sein können sowohl der Beschenkte als auch derjenige, der schenken will/soll/muss/sich genötigt sieht … Sie sehen, es geht schon los mit der Komplexität.

  • überschwängliche Freude auf der einen oder anderen Seite, womöglich auf beiden, wenn…

Lesen Sie zunächst weiter.

  • die Absicht, jemanden in den Ruin zu treiben

Das soll in früheren Zeiten super funktioniert haben zwischen manchen Staaten und Herrscherhäusern. Es handelte sich um eine Art psychologische Kriegsführung zu Zeiten als niemand wagte, nicht mit einem adäquaten Gegen-Geschenk zu reagieren.

  • der Wunsch nach Festigung sozialer Beziehungen

Im Umkehrschluss ist natürlich auch deren Beeinträchtigung möglich. Übrigens, es ist immer noch Usus, dass ein Geschenk verpflichtet. Wozu es verpflichtet? Zum Ausgleich. Dazu gleich mehr.

Was Geschenke über Menschen verraten

Geschenke, die völlig daneben sind

Ein Freund schenkt Ihnen zum Geburtstag grundsätzlich pflegeleichte Kakteen. Sie hassen Kakteen. Wie ist das Geschenk zu erklären? Der Freund schenkt aus seiner Perspektive. Blumen wären die bessere Wahl? Findet er sinnlos, denn nach einer Woche sind sie verwelkt. Dass Frauen anders ticken, ist nicht bei ihm angekommen. Es interessiert ihn nicht. Er ist eben pragmatisch, und zwar derart, dass er einen äußerst unpraktischen Fehler begeht und Ihnen Raum für Interpretationen bietet, z.B.:

Das Geschenk ist für ihn Pflichtübung, leidige Pflicht.

Sie sind ihm nicht wichtig.

Er kennt sie nicht sonderlich und will daran wohl auch nichts ändern…

Bei diesen Gedankengängen, die mit Sicherheit sowohl Ihre Stimmung als auch das Verhältnis zu Ihrem Freund trüben, übersehen Sie die viel wahrscheinlichere Ursache für die schlechte Wahl:

Ihrem Freund mangelt es in erster Linie an Einfühlungsvermögen. Dieser Mangel ist weiter verbreitet als angenommen. Oft täuscht nämlich eine einfache Tatsache darüber hinweg. Diese Menschen kennen zwar anderer Leute Wünsche nicht, dafür aber eigene Bedürfnisse und Interessen. Solange sich diese mit denen ihrer Kommunikations- und Beziehungspartner decken, gibt es nichts zu beanstanden.

So könnte die Fete, bei der Sie den Kaktus bekommen, ablaufen. Ihr Freund ist Informatiker. Kaum angekommen entdeckt er den neuen Laptop auf Ihrem Gabentisch und hält mal eben einen Fachvortrag zu besagtem Modell. Das versetzt einen weiteren anwesenden Informatiker in Begeisterung. Die beiden führen eine angeregte Diskussion. Sie als Geburtstagskind stehen dumm daneben. Den beiden fehlt es schlicht und ergreifend an Einfühlungsvermögen. Sie sind unfähig zu bemerken, dass Sie fast sterben vor Langeweile während sie immer mehr in Fahrt kommen. Die Krönung ist der Moment, in dem Ihnen der Kaktus überreicht wird. Dabei werden weder Ihr gequältes Lächeln noch das Fehlen der Kakteen aus den Vorjahren registriert.

Geschenke entgegen einer Abmachung, z.B. nichts zu schenken oder nur eine Kleinigkeit

Purer Eigennutz. Stellen Sie sich vor, keiner außer Ihnen hält sich dran. Wie geht es Ihnen damit? Beim Schenkenden unterstelle ich Eigennutz. Schließlich bringt man Sie in eine sehr unangenehme Situation, wenn Sie als Einzige/r mit leeren Händen dastehen. Der Schenkende wirkt, zumindest auf den ersten Blick, großzügig. Ist er das tatsächlich? Er sorgt dafür, dass er sich in einer überlegenen Position befindet. Sind Sie selbstbewusst genug, um souverän zu bleiben? Oder rennen Sie so bald wie möglich ins nächste Geschäft, womöglich um den böswilligen Schenker ;) zu übertrumpfen?

Brillanten für die neue Freundin – eine tolle Sache? Kommt darauf an. Oft dienen solche Geschenke schlicht und ergreifend als Statussymbole und werden sogar zurückgefordert, wenn die Beziehung in die Brüche geht. Igitt ;) Und es geht noch kleinlicher. Kennen Sie solche Fälle?

Geschenke, die Bauchschmerzen bereiten

Getarnt als Werbegeschenke bekommen Sie solche Geschenke eventuell in Zusammenhang mit Ihrem Beruf. Das Einfordern der Gegenleistung lässt oft nicht lange auf sich warten und geschieht auf subtile Art und Weise. Man weiß, dass Sie sich innerlich verpflichtet fühlen. Wie reagieren Sie?

Haben Sie die Gegenleistung bereits erbracht, ist alles in Ordnung, selbst wenn Sie gar nicht darauf spekuliert haben. Ich habe mal einen älteren Herrn gratis ausführlich beraten. Am nächsten Tag fand ich eine Kleinigkeit mit einem Dankesbrief im Briefkasten. Das war eine nette Geste, die ich mit gutem Gefühl annehmen konnte.Übrigens, viele Menschen vergessen den Wert netter Worte, die oft nicht nur angemessener, sondern auf wohltuender sind als materielle Dinge.

Dahinter steckt das Prinzip vom Ausgleich im Geben und Nehmen. Beziehungen, egal ob geschäftlich oder privat, in denen einer grundsätzlich mehr gibt oder nimmt, funktionieren auf lange Sicht nicht. Meist trennt sich sogar derjenige, der zu viel bekommt, weil er das Ungleichgewicht im tiefsten Innern nicht aushält. Nach außen wirkt so jemand oft undankbar.

Beispiel: Eine junge mittellose Frau ist mit einem älteren Herrn liiert. Sie möchte studieren. Er sponsert ;) das Studium. Sie besteht die Abschlussprüfung. Kurze Zeit später verlässt sie ihn. Ist sie undankbar? Ich denke eher, sie ist unbedarft einen Deal eingegangen, dessen Folgen für ihren Seelenfrieden sie aus Mangel an (Lebens-) Erfahrung nicht abschätzen konnte.

Die Beziehung war keine Beziehung auf Augenhöhe. Deshalb gilt im Volksmund: „Gleich und gleich gesellt sich gern.“ Oder haben Sie gegenteilige Erfahrungen? Es sollte mich wundern, denn das Prinzip des Ausgleichs gehört zu den wesentlichen systemischen Prinzipien, die in Beziehungen wirken. Fehlt ein angemessener Ausgleich, welcher Art auch immer, fühlt sich der übermäßig Nehmende unwohl. Er hält das Ungleichgewicht nicht aus.

Fazit

Damit sich alle Beteiligten wohl fühlen:

  • Schenken Sie nur, was der Beschenkte auch gut annehmen kann.
  • Wenn Sie unbedingt den Wohltäter spielen wollen, tun Sie es anonym. Dabei kommt die Wohltat an ohne den Beschenkten zu beschämen. Viele arme Menschen schämen sich wegen ihrer Armut. Scham erzeugt psychische Blockaden. Übrigens, für einen selber wertlose Dinge zu verschenken und Dankbarkeit zu erwarten, ist keine Großtat ;)
  • Vermeiden Sie, eigene Bedürfnisse zu projizieren.
  • Schenken Sie, was dem anderen gefällt, nicht was Sie gern hätten. Das tut auch Ihnen gut. Entwickeln Sie Sportsgeist. Ich freue mich riesig, wenn es mir gelingt, das passende Geschenk für jemanden zu finden, dessen Geschmack gehörig von meinem abweicht.
  • Schenken Sie nur, wenn es von Herzen kommt.
  • Bleiben Sie authentisch. Ein ehrliches „Ich habe keine Lust auf den Einkaufsstress, fühle mich damit überfordert.“ kommt sicher immer noch besser an als ein sinnloses Geschenk, das am nächsten Tag entsorgt wird.

Sie merken, Schenken ist und bleibt eine komplexe Angelegenheit ;)

Wozu in die eigene Vergangenheit reisen, wenn das Leben heute stattfindet

Es gibt Menschen, die die Vergangenheit meiden wie der Teufel das Weihwasser. So manch Berater ist der Meinung, dass es unnötig ist, in der Vergangenheit nach Ursachen zu forschen, um Heilung, Ziele etc. zu erreichen. Es gibt therapeutische Ansätze, die gebetsmühlenartig wiederholen, dass nur das Hier und Jetzt zählt. Es gibt Coaching-Ansätze, bei denen das Augenmerk ausschließlich auf die Zukunft gerichtet ist. Und es gibt Menschen, denen all das nicht weiterhelfen konnte. Was dann? Zunächst kurz meine Erfahrung mit den erwähnten Ansätzen.

Alle Ansätze haben eine Berechtigung. Meine Gedanken dazu:

  • Es ist sinnvoll, eine belastende Vergangenheit ruhen zu lassen, wenn man nicht weiß, wie sich daraus Kräfte für die Gegenwart und Zukunft mobilisieren lassen. Und erst recht sollte man es lassen, wenn jemand retraumatisiert werden könnte.
  • Sie leben im Hier und Jetzt und lesen im Hier und Jetzt diesen Artikel. Wenn Sie im Hier und Jetzt ein Leben nach Ihren Vorstellungen leben, Ihr Potential entfalten und erfolgreich sind, genießen Sie es und belassen es dabei.
  • Wer mit der Vergangenheitsbewältigung keine oder schlechte Erfahrungen gemacht hat, wird Ihnen Argumente liefern, dass es nichts bringt: „Die Vergangenheit lässt sich eh nicht ändern.“ Stimmt, die Vergangenheit lässt sich nicht ändern.

Was sich jedoch ändern lässt, ist der Einfluss, den die Vergangenheit auf Gegenwart und Zukunft hat. Dieser Einfluss ist oft stärker als uns lieb ist. Oder kennen Sie jemanden, der frei ist von prägenden Erfahrungen und Überzeugungen durch sein Herkunftssystem? Das ist niemand. Allerdings müssen diese Erfahrungen nicht zwangsläufig im Gegensatz zu Ihrem Lebensplan stehen.

Probleme tauchen auf, wenn die Vergangenheit Selbstsabotage-Programme nährt, die  ein kräftezehrendes Eigenleben in Ihrem Unterbewusstsein führen. Sie spüren, dass Sie irgendetwas hindert, sich voll und ganz auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Und das hat Einfluss auf die Zukunft, die morgen bereits Vergangenheit ist.

Es ist sinnvoll, die Vergangenheit zu beleuchten, nach Ursachen zu forschen, wenn sich Unerwünschtes wiederholt, der Vorsatz „Diesmal wird alles anders.“ nicht fruchtet.

Woran Sie erkennen, dass prägende Erfahrungen Ihr Leben negativ beeinflussen

  • Sind Sie notorisch misstrauisch? Sind Sie ein „Schwarzmaler“? Erwarten Sie von den Menschen, dem Leben, der Zukunft nichts Gutes?
  • Wie steht es um Ihre Beziehungen? Überwiegen destruktive Verhaltensweisen und entsprechende negative Emotionen?
  • Haben Sie ein Nähe-Distanz-Problem? Haben Sie Angst, verlassen zu werden? Haben Sie Angst verletzt zu werden, wenn Sie jemandem zu nahe kommen?
  • Besonders bei Frauen anzutreffen: Leiden Sie unter dem „Scharlatan-Syndrom“? Glauben Sie, dass Sie Ihre Erfolge dem Zufall oder anderen zu verdanken haben?
  • Verstecken Sie sich hinter einer Fassade? Denken Sie, dass Sie niemand leiden könnte, wenn Sie sich zeigen, wie Sie wirklich sind?
  • Sind Sie Perfektionist?
  • Fehlt Ihnen häufig der Zugang zu Ihren Gefühlen und Bedürfnissen? Werden Sie andererseits scheinbar grundlos von Gefühlen überflutet, besonders von Wut oder Traurigkeit?
  • Haben Sie Probleme, sich zu entspannen oder sich nach Erfolgen zu freuen?
  • Verhalten Sie sich oft wie Ihre Eltern, obwohl Sie „nie so werden wollten“? Oder spielen Sie ungeachtet Ihres fortgeschrittenen Alters immer noch die Rolle des jugendlichen Rebellen, sind jedoch gar nicht glücklich damit?

(Fragen gemäß Susan Forward in „Vergiftete Kindheit“)

Wenn Sie drei Fragen mit Ja beantworten, lohnt es sich für Sie, sich mit Ihrer Vergangenheit zu beschäftigen.

Was Sie beachten sollten, damit Affirmationen wirken

In erster Linie sollte die Affirmation (Bejahung, Zustimmung) zu Ihnen passen.

Selbstverständlich!? Dann verzichten Sie sicher auf einschlägige Tabellen, in denen Symptome anwendungsbereiten Affirmationen gegenübergestellt werden, oder? Ich schätze solche Informationen als Denkanstoß. Wählen Sie dennoch eine eigene Formulierung statt ungeprüft fremden Vorgaben zu folgen. Damit senden Sie schon mal ein positives Signal an Ihr Unterbewusstsein, nämlich dass es Ihnen ernst ist.

Ich arbeite seit längerem daran, meine Kurzsichtigkeit mit Affirmationen zu beeinflussen. Lange Zeit tendierte der Erfolg gen Null – bis sich erste Veränderungen einstellten. Heute kann ich binnen Sekunden von schlechter Sicht auf volle Sicht umswitchen – wenn ich die passende Affirmation wähle. Das war ein Weg über mehrere Etappen.

Was zu beachten lohnt:

  • Räumen Sie Ihrer Affirmation Priorität ein.

Dinge, die funktionieren sollen, lassen sich nicht einfach an die letzte Stelle auf der Prioritätenliste abkommandieren. Ich gönne Ihnen gegenteilige Erfahrungen, jedoch erlebe ich wesentlich öfter: „Das Glück ist mit den Tüchtigen.“ Damit meine ich, dass Sie etwas tun sollten für das, was Ihnen wichtig ist. Wie und was?

  • Koppeln Sie Ihre Affirmation an positive Emotionen.

Es bringt wenig bis nichts, wenn Sie Affirmationen mit innerer Computerstimme abspulen und dabei mit den Gedanken ganz woanders sind. Das krasseste Beispiel, das ich erlebt habe, war eine Frau, die etliche Affirmationen hatte, die sie täglich gebetsmühlenartig mehrere hundert Mal abspulte – und am Ende das Gegenteil des Gewünschten bewirkte :( Dazu später.

  • Verwenden Sie eine Affirmation, mit der Sie diese Gefühle aktivieren.

Selbst, wenn das Ziel so etwas scheinbar Eindeutiges wie Entspannung sein sollte, dürfte der Weg dahin für jeden ein anderer sein. Manch einer entspannt sich im Job bei seiner Lieblingstätigkeit, für andere sorgt schon das Wort Job für Verkrampfung. In diesem Fall würde die Affirmation „Ich bin im Job locker und gelöst“ wenig fruchten und würde vom Unterbewusstsein postwendend aufs Abstellgleis befördert. Deshalb achten Sie auf Körpersignale, wenn Sie die Affirmation aussprechen. Laut oder leise? Finden Sie es heraus ;) Wie reagiert Ihr Körper? Krampft sich der Magen zusammen oder kommt Freude auf?

Wenn nötig, tricksen Sie. Wie, schreibe ich im vorletzten Beitrag unter der Überschrift „Experiment: Glücksgefühle auslösen, und zwar sofort“.

  • Bevorzugen Sie positive Formulierungen.

Dass negative Formulierungen bzw. ein Nein in der Formulierung tabu sind, weil das Unterbewusstsein angeblich kein Nein versteht, ist ein verbreiteter Irrglaube. Bevor Sie sich irre komplizierte und aberwitzige Formulierungen ausdenken, um sich daran zu halten, sollten Sie wissen: Ich habe noch nie erlebt, dass ein Klient ein Nein während einer Hypnose falsch interpretiert bzw. ignoriert hätte. Warum diese Annahme dennoch ungeprüft verbreitet wird, liegt eventuell an folgendem klassischen Beispiel, das gern angeführt wird:

"Denken Sie nicht an einen rosa Elefanten", bewirkt, dass Sie sich einen rosa Elefanten vorstellen. Nur so wissen Sie, woran Sie nicht denken sollten. Allerdings wird diesen Satz wohl niemand als Affirmation verwenden, oder? Was soll das bewirken? Bei mir bewirkt der Satz am ehesten, dass ich albern werde und mir außer dem rosa Elefanten auch noch eine lila Kuh vorstelle. Und beide grasen auf der Alm :)

Beispiel

Die passende Affirmation finden, um sich zu entspannen.

„Ich verkrampfe nicht.“ wäre im Notfall unklug gewählt, selbst wenn Sie das „nicht“ auf allen Ebenen registrieren. Wenn es dumm läuft, bleiben Sie in der Vorstellung stecken, wie Sie gerade verkrampfen. Es fehlt der Hinweis, wie Sie den Wechsel vollziehen könnten. Und Sie haben keine Übung darin. Deshalb wäre es besser, sich zu sagen: „Ich bleibe/bin/werde locker und gelöst.“ Und je nach Veranlagung wäre es wohl noch besser, eine entsprechende Situation  als Vergleich hinzuzufügen: „Ich bleibe/werde/bin locker und gelöst wie ...“ Und lassen Sie bewusst ein großes farbiges Bild vor Ihrem inneren Auge entstehen.

Jetzt sollten Sie etwas spüren. Wenn Sie keine Bewegung in Richtung des gewünschten Zustands erkennen, würde ich den Satz verwerfen.

Manche behaupten, dass bereits das Wort Entspannung ungünstig wäre, weil „Spannung“ darin steckt. Auch für diese Hypothese habe ich in der Praxis keine Bestätigung gefunden. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Klient unruhig(er) wird, wenn ich ihm vorschlage, sich zu entspannen.

  • Bleiben Sie dran.

Heilung von in Mark und Blut eingeflossenen Haltungen etc. gelingt nicht über Nacht. Allerdings würde ich auch nicht gefühlte Ewigkeiten weiterüben, wenn sich rein gar kein Erfolg zeigt.

Sie haben diese und manch andere Empfehlungen beachtet, die Wirkung bleibt aus?

Mögliche Ursachen für Misserfolge

  • Eine unrealistische Erwartungshaltung, dass in kurzer Zeit alles anders wird.

Da diese Einstellung oft mitspielt, wenn sich jemand für Hypnose entscheidet, möchte ich am Beispiel von Hypnose-Sitzungen erläutern, was ich mit unrealistisch meine: „Ein bis zwei Sitzungen sollten reichen, um das zu schaffen, was bisher in zig Stunden Therapie nicht gelungen ist.“

Ich kenne faszinierende Erfolgsgeschichten und habe in meinen Sitzungen auch schon das eine oder andere Wunder erlebt. Mit dem Wissen um die Hintergründe handelt es sich weniger um Wunder als um nachvollziehbare Ergebnisse. Die Hauptakteure haben über einen gewissen Zeitraum aktiv an der Umsetzung ihrer Ziele gearbeitet, mit und ohne Begleitung.

Beispiel

Eine junge Frau hatte eine regelrechte „Therapiekarriere“ hinter sich. Nichts hatte geholfen. Sie kannte sich echt aus, inklusive Rolle, die von ihr erwartet wurde, Fachbegriffen samt Diagnose. Wir kamen in wenigen Sitzungen ans Ziel. Warum? Sie hatte in Kindheit und Jugend gezwungenermaßen an den verordneten Therapien teilgenommen und diese lediglich über sich ergehen lassen. Sie hatte durchschaut, dass ihre Eltern mit kostenintensiven Therapien ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollten und mit einer Verweigerungshaltung dagegen rebelliert. Als sie zu mir kam, sah die Lage ganz anders aus. Aufgrund Ihrer aktuellen Lebenssituation war sie hochmotiviert, ihr Problem zu lösen.

Manche, die von solchen und ähnlichen Fällen gehört haben, verallgemeinern auf unzulässige Weise. Und so kommt es zu unrealistischen Forderungen und Erwartungshaltungen.

  • Ihr Bewusstsein und Ihr Unterbewusstsein ziehen nicht an einem Strang.

Oder anders ausgedrückt:

Sie haben einen Persönlichkeitsanteil, der etwas ganz anderes will und sich durchsetzt.

Sie geraten durch die Affirmation in einen inneren Konflikt, den Sie nicht lösen können.

Sie haben gegenteilige Kernüberzeugungen, Glaubenssätze etc. verinnerlicht.

Manche sprechen auch von „psychologischer Umkehr“ und Selbst-Sabotage.

Beispiele

  • Haben Sie über meinen Glaubenssatz „Das Glück ist mit den Tüchtigen…“, den ich in erweiterter Form für mich als Affirmation nutze, einfach so hinweggelesen, zugestimmt oder sind Sie auf „Anti“ gegangen.

Bei jemandem, der in seiner Kindheit das Gegenteil erlebt hat, wird dieser Satz nicht gut ankommen. Möglicherweise haben Sie erlebt, wie sich jemand halb zu Tode geschuftet hat und dennoch nur das Nötigste hatte, z.B. in den Jahren nach dem Krieg. Wenn Sie dafür zu jung sind, kennen Sie die Situation vielleicht aus Schilderungen der geliebten Großeltern.

Sie haben deshalb das Gegenteil verinnerlicht: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Damit schützen Sie sich vor „sinnlosen“ Aktivitäten. Und mit 40 stellen Sie fest, dass Sie statt die erträumte Karriere zu machen, unzufrieden auf dem beruflichen Abstellgleis vor sich hindümpeln ;) Leider ist Ihnen der Zusammenhang nicht bewusst.

  • Jemand, der auf tatsächliche oder vermeintliche Kritik etc. mit Aggressionen reagiert und ohne Notwendigkeit zum Frontalangriff startet, hat eventuell verinnerlicht: „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.“ Er braucht sich nicht wundern, wenn die Affirmation „Ich bleibe ruhig und gelassen, wenn mich jemand kritisiert“ keine Wirkung zeigt. Wahrscheinlich wird es ihm auch nicht gelingen, bis 10 zu zählen, wie oft empfohlen wird.

Übrigens, der Glaube kann zwar angeblich Berge versetzen, der Glaube allein reicht nicht aus, um Ziele zu erreichen. Mein Tipp: Glauben Sie mir nichts, probieren Sie es aus. Welche Erfahrungen haben Sie mit Affirmationen?

Was Sie tun können, wenn Sie sich in stressigen Beziehungen unterlegen fühlen

Ich möchte in diesem Beitrag Menschen ansprechen, die im Alltag Stress mit Ihren Mitmenschen haben und sich dabei unterlegen fühlen, als Opfer, z.B. weil Sie sich ausnutzen lassen, sich nicht wehren...

Schritt 1

Nehmen Sie einen Zettel zur Hand und notieren Sie folgende Überschrift: Menschen, die mich verletzt haben (ausnutzen, nerven, nicht respektieren, nicht ausreden lassen…).Schreiben Sie alle Personen auf, die Ihnen spontan einfallen.

Schritt 2

Nehmen Sie ein weiteres Blatt zur Hand und schreiben: Menschen, die ich verletzt habe.

Ehrlich sein, nicht schummeln. Wenn Sie ehrlich sind, dürfte unter beiden Überschriften annähernd die gleiche Anzahl Personen stehen, denn „nobody is perfect“, und Jede/r ist im Laufe seines Lebens mal Täter, mal Opfer im Spiel des menschlichen Miteinander. Und vielleicht fühlen Sie sich mit dieser Erkenntnis schon ein wenig besser.

Schritt 3

Denken Sie über Ihren Beitrag an der unbefriedigenden Situation nach.

Achtung Falle: Es geht NICHT um Vorwürfe und Schuldzuweisungen, auch nicht in Bezug auf sich selber. Vorwürfe haben etwas Aggressives und bewirken, dass Sie automatisch eine blockierende Verteidigungshaltung einnehmen. Schuld wird oft mit Schuldgefühlen verwechselt. Solange Sie niemandem absichtlich schaden, ist das Wort Schuld unangemessen. Machen Sie sich bewusst: hier geht es um Selbsterkenntnis und Lösungen, die Sie unabhängig vom Verhalten und guten Willen anderer machen. Niemand klagt Sie an.

Warum Sie in dieser Richtung denken sollten? Die Hoffnung, dass andere den ersten Schritt machen – selbst wenn Sie 10 Mal im Recht sind - führt selten bis nie zum gewünschten Ergebnis. Solange Sie Ihren Fokus bei den anderen lassen, bleiben Sie abhängig vom Willen und Wollen anderer. Ändern Sie hingegen das, was Sie mit Sicherheit ändern können, nämlich sich und Ihre Einstellung zu sich selber, sitzen Sie am längeren Hebel.

Beispiel

Stress-Auslöser: Sie fühlen sich von Ihren Kollegen nicht respektiert.

Liste 1: Kollegen, von denen Sie sich nicht respektiert fühlen (Wirklich von allen?)

Liste 2: Kollegen, die Sie nicht respektieren

Der nächste Schritt könnte die ehrliche Antwort auf die Frage sein: Respektieren Sie sich selber? Lauschen Sie dem inneren Dialog, den Sie mit sich selber führen. Bei manchen klingt der so: „ Ich taube Nuss könnte mich ohrfeigen. Ich hab wieder gekuscht als die blöde Kuh über mich hergezogen ist.“

Sinnvolle Schlussfolgerung: Sie arbeiten an Ihrem Selbstwertgefühl. Das lässt sich ebenso trainieren wie das dazu passende Verhalten und funktioniert besonders gut und realitätsnah in Hypnose.

Ich garantiere Ihnen, die Kollegen, von denen Sie sich nicht respektiert fühlen, werden sich sehr schnell ändern, wenn Sie spüren, dass Sie mit sich selber im Reinen sind.

Beobachten Sie eine Zeit lang Ihr Verhalten im Umgang mit Menschen, die Sie nicht respektieren. Achten Sie auf Ihre Worte, Ihren Tonfall, Ihre Körperhaltung, Ihre Mimik und Gestik und Ihre Gefühle. Und dann fangen Sie an, an einzelnen Schräubchen zu drehen, Ihr Verhalten zu variieren. Ich verspreche Ihnen, auch das wird Konsequenzen haben. Wenn es nicht die gewünschten sind, machen Sie genau das Gegenteil. Experimentieren Sie und lernen Sie dabei jede Menge über sich und Ihre Mitmenschen.

Ich kenne jemanden, der lässt keine Gelegenheit aus, anderen gegenüber abfällige Bemerkungen zu machen. Dabei gibt er ihnen zu verstehen, dass er sich für etwas „Besseres“ hält. Die Lösung? Solche Menschen haben kein Interesse an Selbsterkenntnis und brauchen keine Lösung ;) Im Alter sind sie meist sehr einsam. Wenn Sie unausweichlich mit solchen Menschen zu tun haben, können Sie diese stoppen. Ich habe oft erlebt, dass sich unbelehrbare Fieslinge sehr schnell besinnen, wenn man sie mit ihren eigenen Waffen schlägt.

Experiment

Im Umgang mit miesen Zeitgenossen stellen sich mit folgender Taktik sehr schnell Erfolge ein:

Schlägt jemand einen unangemessenen Ton an, schreit rum, kurzum lässt seinen Frust an Ihnen ab, blaffen Sie sofort im selben Tonfall zurück. Unterbreiten Sie mit dem letzten Satz das Angebot, sich vernünftig über das Thema zu unterhalten, falls es überhaupt etwas mit Ihnen und Ihrer Tätigkeit zu tun hat. Die wundersame Wirkung ist verblüffend. In den meisten Fällen besinnt sich Ihr Gegenüber, besonders wenn diese Reaktion ungewohnt für ihn ist, weil die Meisten automatisch in eine Schockstarre fallen.

Wenn nicht, verlassen Sie den Raum.

Natürlich favorisiere ich diese Art Kommunikation nicht. Allerdings halte ich noch weniger davon, sich von rücksichtslosen Mitmenschen als Müllcontainer für deren Frust missbrauchen zu lassen.

Unser Beziehungsverhalten hat sehr viel mit Beziehungserfahrungen in der Kindheit zu tun. Zum Umlernen ist es nie zu spät. Da wir Menschen soziale Wesen sind, hat die Qualität unserer Beziehungen sehr viel mit unserer Lebensqualität zu tun. Wie steht es in dieser Hinsicht um Ihre Beziehungen?

Geld macht glücklich. Was tun, wenn es daran mangelt?

Mit dem Thema Geld kriegt man jede/n, fast. Allein das sagt meiner Meinung nach viel aus. Ansonsten gibt es sich gegenseitig widersprechende Ansichten, Studien, Umfragen etc., ob Geld denn nun glücklich macht oder nicht. "Geld macht glücklich. Geld macht glücklich, nur nicht jeden." sind Annahmen, die zu überprüfen sind.

Geld macht allen Unkenrufen zum Trotz glücklich. Lange genug wurde das Gegenteil propagiert. Die wissenschaftliche Bezeichnung dafür lautet: "Easterlin Paradox" und besagt, „solange die Menschen nur mit Not ihre dringendsten Bedürfnisse befriedigen können, macht Geld glücklicher. Ist die Not gelindert, ist es damit vorbei“, schreibt Catherine Hoffmann in der Süddeutschen Zeitung. Sie weiß von zwei jungen Ökonomen zu berichten, die diese Ansicht entkräften.

Aufschlussreich: der oft zitierten „Neidfaktor“ wird ein Stück weit entkräftet. Unter „Neidfaktor“ ist die viel zitierte Behauptung gemeint, dass der Mensch dadurch unzufrieden wird, dass er sich mit anderen vergleicht. Schneidet er dabei schlechter ab, sinkt die Stimmung, schneidet er besser ab, potenziert sich angeblich der Glückszustand. Irrtum, meinen die beiden Ökonomen: Das Einkommen spielt keineswegs nur im Vergleich, sondern durchaus in seiner absoluten Höhe eine Rolle. Einen Amerikaner beglücken 75.000 Dollar Jahreseinkommen, ist in dem Artikel zu lesen.

Wenn Sie jetzt feststellen, dass Sie in Euro nicht annähernd diese Summe verdienen und dennoch glücklich sind, kommen Sie eventuell ins Grübeln – grundlos. Bei Rüdiger Dahlke fand ich in „Psychologie des Geldes“ eine hübsche Geschichte dazu. In einem Indianerstamm galten Stammesmitglieder, die mehr anhäuften als sie brauchten, als krank und wurden zum Medizinmann gebracht, damit er sie von ihrem Leiden erlöst. Fazit: Sie sind gesund und deshalb glücklich? Nein, auch das ist ein Irrtum.

Woran liegt es dann, dass Sie mit einem geringeren Einkommen glücklich sind? Auch darauf haben Wissenschaftler eine Antwort. Worauf es generell ankommt beim Glücklichsein, sind Spaß am Beruf und eine funktionierende Beziehung. Leuchtet ein, oder? Mit Beruf und Partner verbringen Sie naturgemäß den größten Teil Ihres Lebens.

Sie haben kein Geld, einen frustrierenden Beruf, und die Partnerin ist gerade geflüchtet? Tiefer können Sie gar nicht mehr sinken, was Ihre Chance aufs Glücklichsein betrifft. Sie brauchen Soforthilfe. Emotionspsychologen beanspruchen die Erkenntnis, die hier weiterhilft, für sich. Ich habe davon bei verschiedenen spirituellen Lehrern gelesen:

Experiment: Glücksgefühle auslösen, und zwar sofort

LÄCHELN Sie  – einfach so, grundlos. LÄCHELN Sie sich glücklich. Das FUNKTIONIERT, denn die Mimik kann Gefühle auslösen.

Wenn es sein muss, stellen Sie sich vor, dass es sich lediglich um ein Training der entsprechenden Wangen-Muskulatur handelt, das können Sie auf jeden Fall. Noch besser ist natürlich ein echtes Lächeln, bei dem die Augen beteiligt sind. Beides wirkt, das echte Lächeln wirkt stärker. Eine Wirkung erzielen Sie ebenso, wenn Sie lächelnde Menschen beobachten. Sie bekommen ein Gefühl dafür, wie sich der Gesichtsausdruck dieser Menschen anfühlt. Auch das kann die Stimmung heben.

Falls Sie der Hinweis auf spirituelle Lehrer irritiert hat – hier die Erklärung der Neuropsychologen: Die Mimik löst Gefühle aus. Die Art der Mimik muss Ihnen dazu gar nicht bewusst sein, weil sie von unbewussten Prozessen gesteuert wird. Grund sind starke Verbindungen im Gehirn zwischen Bereichen, die Empfindungen aus der Gesichtsmuskulatur abbilden und Bereichen, die für die Gefühle zuständig sind.

Natürlich funktioniert diese Taktik auch in der Gegenrichtung. Übrigens, bei Depressiven ist der Muskel zwischen den Augenbrauen oft chronisch angespannt. Beobachten Sie mal die Mundwinkel chronisch unzufriedener und mürrischer Menschen.

Warum sich so viel Aufhebens um Glück und Zufriedenheit lohnen? Die Psychoneuroimmunologie ist sich sicher, dass positive Gefühle gut sind für Ihr Immunsystem. Das wiederum fördert Ihre Gesundheit. Wäre es nicht schön, gesund und glücklich alt zu werden?

Übrigens, wenn Sie doch eher am Thema Geld interessiert sind, in Hypnose lassen sich wunderbar innere Blockaden zum Thema Geld aufspüren und bearbeiten.

Wie Sie sich am besten auf eine Hypnose-Sitzung vorbereiten

In einer PDF-Datei habe ich nützliche Erkenntnisse für Sie kurz und knapp zusammengefasst.

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Kunst, die ein Lächeln ins Gesicht zaubert

... habe ich beim Stöbern gefunden. Mir gefallen die wohlmeinende Art und die optimistische Grundhaltung, die ich in den Bildern zu erkennen glaube. Was entdecken Sie in diesen Bildern von Ulrike Hirsch?

Hier habe ich meine Freude beim Durchblättern gehabt: Galerie Ulrike Hirsch

„Massen-Diagnose“ Burnout – wie gefährdet sind Sie?

Was Mediziner zum Burnout sagen

Sie können sich nicht einigen. Es gibt keine klare Definition. Stattdessen werden bis zu 130 Symptome benannt. Es gibt jede Menge Überschneidungen mit der Depression, jedoch ist Burnout nicht im Handbuch der psychischen Störungen zu finden, sondern gehört zu den „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen“.

Will man die Unmenge möglicher Symptome auf einen Nenner bringen, handelt es sich um einen „Zustand des Ausgebranntseins und der Resignation als anhaltende Stressreaktion“.

Drei wichtige Symptome:

  • emotionale Erschöpfung
  • Depersonalisierung: sich selbst und die Umwelt als fremd und unwirklich erleben in dem Bewusstsein, dass diese Veränderung der Wahrnehmungs-Perspektive keinem äußeren Impuls folgt
  • verminderte Leistungsfähigkeit

Daraus ergeben sich Konsequenzen für verschiedene Lebensbereiche:

  • Verhalten: z.B. übersteigerte Aktivität, Unruhe, Alkoholkonsum
  • Sozialen Beziehungen: z.B. Rückzug, unbeherrschtes Verhalten gegenüber Kollegen oder Patienten (das Syndrom wird häufig bei Personen in helfenden Berufen diagnostiziert)
  • Einstellungen und Haltungen: z.B. Zynismus, Gleichgültigkeit, Pessimismus

Nützliche Fakten zur Herkunft der Diagnose

Der Begriff stammt von einem New Yorker Psychoanalytiker (Herbert Freudenberger), der ihn in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts einführte. Im Gegensatz zu heute gab es eine eindeutige Beschreibung des Leidens, das vor allem Menschen in Heil- und Helferberufen betraf. Diese Menschen litten überdurchschnittlich oft an einem Erschöpfungssyndrom. Damit einhergehend beobachtet wurden Leistungseinbußen, Reizbarkeit, Sarkasmus und zunehmende Schwierigkeiten, den beruflichen Alltag zu bewältigen.

Der Psychoanalytiker begnügte sich nicht mit der bloßen Beschreibung. Er interessierte sich für die Ursachen. Er beobachtete, dass viele Betroffene ungünstige frühkindliche Erfahrungen gemacht hatten, mit Bindungsdefiziten klar kommen und viel zu früh in unangemessener FormVerantwortung übernehmen mussten. Eine Folge davon war ein instabiles bzw. labiles Selbstwertgefühl.

Der Psychoanalytiker vermutete, dass die Betroffenen die sehr frühen Mangelerfahrungen mit übermäßigem sozialen Engagement kompensieren wollten. Dieser schwierige Balanceakt kommt leicht aus dem Gleichgewicht. In solchen Momenten schlägt die Begeisterung - das Brennen für eine Sache – um und führt schrittweise in die Lustlosigkeit und Resignation. Die Flamme erlischt.

Ausbrennen kann man nur, wenn die Flamme der Begeisterung zuvor „gelodert“ hat. Erfahrungsgemäß erlischt die Flamme nicht schlagartig, sondern über mehrere Etappen.

Gehören Sie zu den Menschen, die sich so begeistern und engagieren, dass Sie sich permanent überfordern? Denken Sie an mögliche Konsequenzen. Ständige Überforderung bewirkt andauernden Stress, begleitet von entsprechenden Reaktionen des Körpers. Am Ende steht möglicherweise ein Zustand der Resignation und Energielosigkeit, bei dem die Energieversorgung so weit im Keller ist, dass Betroffene nichts mehr unternehmen können.

Betroffen sind auch viele jüngere Menschen, die nicht gelernt haben, Warnsignale ihres Körpers wahrzunehmen, richtig zu deuten und rechtzeitig Konsequenzen zu ziehen.

Wenn „nichts mehr geht“, dauert es meist sehr lange, wieder auf die Beine zu kommen. In solchen Phasen kann auch nicht mehr an schmerzlichen Ursachen gearbeitet werden. Als vorbeugende Maßnahme ist die Arbeit an der Wurzel des Problems nach meiner Erfahrung der Königsweg, um sich vor dem Ausbrennen zu schützen. Es ist leichter, eine brennende Flamme am Leben zu halten als eine erloschene neu anzufachen.

Beispiel

Eine 40jährige Frau kümmert sich seit sie denken kann um ihre Eltern, verzichtet dafür sogar auf eine eigene Familie. Sie kann den Eltern keine Wünsche abschlagen, verbringt bei ihnen die Wochenenden und die meiste Freizeit. Sie hat zwar eine eigene Wohnung, jedoch kein eigenes Leben. Ungeachtet Ihrer Aufopferungsbereitschaft sind die Eltern nie zufrieden, das Verhältnis ist angespannt.

Im Job sieht es ähnlich aus. Sie kann nicht nein sagen und bekommt Sonderaufgaben automatisch zugeteilt. An den letzten pünktlichen Feierabend kann sie sich nicht erinnern.

Sie ist stolz auf ihre Leistungsfähigkeit, freut sich, gebraucht zu werden und gibt zu, dass es ihr Spaß macht, ständig „unter Strom zu stehen“.

Das Problem: seit einiger Zeit lassen die Kräfte stark nach, sie ist öfter krank. Sie quält der Gedanke, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, wenn sie eigene Kinder haben will. Derzeit ist jedoch nicht einmal Platz und Zeit für einen Mann in ihrem Terminkalender.

Mein Angebot zur Lösung des Problems

In meiner Praxis nutze ich die analytische Hypnose. Wer sich ständig übermäßig Verantwortung auflädt, erkennt, woher dieses Bedürfnis stammt. Darauf aufbauend wird geübt, mit sich selber in Kontakt zu kommen, sich von Forderungen anderer abzugrenzen, einen gesunden Egoismus zu entwickeln, das (in vielen Fällen) damit verbundene irrationale schlechte Gewissen auszuhalten und schrittweise abzubauen.

Das ist ein Weg, der viele kleine Schritte erfordert, begleitet von tiefgehender Selbsterkenntnis. In allem „Schlechten“ steckt auch etwas Gutes. Ein seelischer und körperlicher „Absturz“ birgt die Chance, sein Leben zu überdenken und zukünftig anders zu gestalten. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel: Was Menschen auf dem Totenbett bereuen.

Das finde ich krass

Wie Sie als Workaholic noch mehr leisten

Erschöpft, müde, Leistungsdruck, Grenzen der Leidensfähigkeit überschritten? Zeit zur Umkehr, oder?

Ganzheitlich orientierte Menschen wie ich empfehlen in solchen Fällen, sich auf die Sinnsuche zu begeben, darüber nachzudenken, ob das nicht wichtige Hinweise sein könnten, dass es Zeit ist, etwas im Leben zu ändern. Das setzt natürlich voraus, dass Sie gewohnte Bahnen verlassen, Muster unterbrechen - eine Herausforderung.

Erschwerend hinzu kommt, dass Veränderung zunächst Angst macht, weil scheinbar Sicherheit verloren geht. Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Gewohntes samt damit verbundener Struktur schätzt der Mensch, denn Gewohntes gaukelt Sicherheit vor.

Das gilt besonders für Menschen, die Ihr/e Heil(ung) im Außen suchen. Damit wird verständlich, warum Menschen lieber verharren statt etwas zu ändern nach dem Motto:

Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach…

Sei froh, dass du überhaupt Arbeit hast…

Was ich habe, weiß ich, was ich bekomme...

Und wenn dazu ein Leben gehört, dass Sie an den Rand Ihrer Leistungsfähigkeit geführt hat, können Sie jetzt weitermachen wie bisher. Sie können auch noch mehr leisten, noch mehr arbeiten, die Selbst- und Fremdausbeutung quasi bis zum Exzess treiben, der menschlichen Natur ein Schnippchen schlagen. Wie?

Indem Sie nur noch 2-3 Stunden schlafen und dennoch leistungsfähig bleiben. Überstunden? Kein Problem. Familie auch noch? Kein Problem. Die eine oder andere Sonderaufgabe obendrauf? Auch das kein Problem.

Die Wissenschaft macht`s möglich: der Mensch (fast) als Maschine – rundum im Einsatz, (fast) wartungsfrei und (fast) ohne Optimierungsbedarf. Verkürzen Sie radikal die Schlafenszeit. So geht`s: http://www.sleepless-institut.de/

Ich nehme an, Sie gehören dann irgendwann zu denjenigen, die über heute unbekannte Spätfolgen berichten können. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht, ob es die gibt und ob die untersucht wurden. Es würde mich jedoch nicht wundern, wenn es Parallelen zur Ausbeutung der Natur gibt.

Vielleicht ist es das Modell der Zukunft und berücksichtigt die Tatsache, dass nicht der Stärkste, sondern der Anpassungsfähigste am besten (über)lebt. Anpassung um jeden Preis? Und wer bestimmt den Trend, dass alles schneller, höher, weiter… gehen und effektiver sein muss? Wem nützt es? Wenn Ihre Herde auf den Abgrund zurast, rasen Sie hinterher?

Für mich ist es ein Modell, das mich in vieler Hinsicht nachdenklich stimmt.

Übrigens, mit so wenig Schlaf auszukommen, ist ein Merkmal für Menschen, die sich in einer manischen Phase befinden. Ein Schelm, wer jetzt Böses denkt ;)

Warum es sich lohnt, die innere Stimme zu kennen, Teil 2

Dieser Artikel ist interessant für Sie, wenn bei Ihnen in einem oder mehreren Lebensbereichen Optimierungsbedarf besteht. Sollte das der Fall sein, frage ich Sie:

„Kennen Sie die bewussten und unbewussten Glaubenssätze, die zu Ihrem Weltbild gehören und die Sie deshalb nicht mehr hinterfragen?“

Oft kommen sie maskiert daher, stecken hinter einem unguten Gefühl oder scheinbar rationalen Begründungen. Hier zum Nachdenken einige hinderliche Überzeugungen mit dem dazugehörigen Thema aus dem Buch „Glaubenssätze Überzeugungen & Co.“ von Pamela Preisendörfer:

Thema Erfolg: Ich bin nicht gut genug (kompetent).

Thema Liebe/Beziehung : Ich bin nicht liebenswert (genug).

Thema Zugehörigkeit: Ich bin nicht gewollt (willkommen).

Thema Selbstwert: Ich bin nicht richtig (normal,  schlecht…).

Thema Kontrolle: Ich bin machtlos.

Thema Sicherheit: Ich muss mich schützen (wehren).

Die Selbstsabotage nimmt Ihren Lauf, nachdem solche Gedanken zur inneren Überzeugung geworden sind, das heißt, wenn Sie daran glauben – ungeachtet dessen, dass die Fakten das Gegenteil beweisen. Für die Fakten interessieren Sie sich einfach nicht mehr.

Beispiel

Eine junge erfolgreiche Frau kommt zu mir in die Praxis und schildert mir am Rande der Verzweiflung, dass sie „nichts mehr auf die Reihe bekommt.“ Sie tritt seit Jahren erfolgreich in der Öffentlichkeit auf. Vor einigen Wochen hatte ihr eine ältere angesehene Person nach so einem Auftritt eine Gemeinheit ins Ohr geflüstert, die darauf abzielte, die Kompetenz der jungen Dame in Frage zu stellen. Seitdem „geht nichts mehr.“ Warum? Weil sie die Worte geglaubt hat und weil sie sich mit einer tief in Ihrem Unterbewusstsein schlummernden Überzeugung decken, die lautet: "Ich bin nicht gut genug." Anderenfalls hätte sie sich wahrscheinlich darüber geärgert, derartige Folgen wären höchst unwahrscheinlich.

Wie in dem Beispiel zu sehen, kann ein unerwarteter Auslöser sabotierende Überzeugungen aktivieren. Was steckt dahinter? Glaubenssätze, die zur inneren Überzeugung mutiert sind, haben meist mit prägenden Erfahrungen aus der Kindheit zu tun. Bestätigen sich diese Erfahrungen, ist die Basis geschaffen für ein Weltbild, das nicht mehr hinterfragt wird und dafür sorgt, dass Sie unter Ihren Möglichkeiten bleiben, Ihr Potential nicht nutzen.

Als Erwachsener können und sollten Sie Ihr Weltbild gelegentlich hinterfragen, spätestens, wenn Sie in der Sackgasse gelandet sind. Ich denke Ihnen ist klar, dass es klüger wäre zu handeln, bevor Sie feststecken. Aufdeckende Hypnose, auch analytische Hypnose genannt, ist eine von vielen Möglichkeiten. Ich bevorzuge diese Variante, weil sie den Ursachen des Problems auf den Grund geht. Mittels aufdeckender Hypnose kann das Problem gelöst werden. Das merken Sie daran, dass Auslöser, die das Problem früher aktiviert oder verstärkt haben, keine Wirkung mehr zeigen.

Was Sie sofort tun können

  • Achten Sie auf Ihre Sprache, besonders auf häufig verwendete Sprüche, Aussagen etc. Wann haben Sie diese zuletzt bzgl. Tauglichkeit und Wahrheitsgehalt hinterfragt?
  • Achten Sie darauf wie Lob, Komplimente etc. auf Sie wirken. Freuen Sie sich ungehindert? Wenn Ihnen dabei unwohl wird, ist das ein Hinweis auf sabotierende innere Überzeugungen bzgl. Ihres Selbstwertgefühls.
  • Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit. Wie viel haben Sie hiervon bekommen:
  • Tadel, Ablehnung, mangelnden Respekt, Kritik, abwertende Bemerkungen, Neid…und hiervon: Wohlwollen, Verständnis, Ermutigung, Lob, Aufrichtigkeit, Großherzigkeit, Freundlichkeit, Anerkennung, Liebe, Wärme, Geborgenheit…und: Was hat Ihnen am meisten gefehlt?
  • Machen Sie sich bewusst: destruktive Überzeugungen sind fast immer irrational und lassen sich deshalb mit dem Verstand allein nicht ausschalten. Bei der Prägung spielen Emotionen eine große Rolle. Mit Ihrem Verstand ist alles in Ordnung, auch wenn Sie irrationale Überzeugungen haben.
  • Achten Sie auf automatisch ablaufende Reaktionen/Muster, die Sie behindern, z.B.
  • wie es Sie runterzieht, wenn jemand etwas Bestimmtes zu Ihnen sagt, was Sie in bestimmten Situationen denken ohne die Fakten zu kennen, wie oft sie wider besseren Wissens handeln.

Und nicht zuletzt:

Geben Sie die Hoffnung auf, dass andere, Ihr Umfeld etc. sich zuerst ändern. Auch das ist Selbstsabotage! Übernehmen Sie die Verantwortung für sich, Ihr Leben, Ihre Entscheidungen, indem Sie sich mit sich selber, Ihren Bedürfnissen, Ihren Beziehungen, Ihrem Umfeld beschäftigen.

Machen Sie sich bewusst: Sie können etwas tun. Sie können sich ändern, und zwar zeitlebens. Sicher werden Sie länger an Ihrer Transformation arbeiten müssen, wenn Sie seit 30, 40 Jahren mit negativen Überzeugungen leben. Dafür haben Sie Lebenserfahrung und möglicherweise mehr Ausdauer als junge Menschen.

Es gibt unzählige Wege, etwas zu unternehmen. Es gibt sogar Ansätze, bei denen Sie sich nicht einmal mit den Ursachen Ihrer Probleme befassen müssen, z.B. die Energetische Psychologie nach Fred P. Gallo. Lesen Sie dazu das Buch von Pamela Preisendörfer, das ich erwähnt habe. Die Übungen müssen Sie schon absolvieren.

Und wenn Ihnen das nicht zusagt - es gibt viele Möglichkeiten.

Das riecht nach Arbeit? Ja, es ist Arbeit. Interessant wäre jetzt zu wissen, wie Sie darauf reagieren, welche innere Überzeugung Sie mit dem Thema Arbeit verbinden. Überzeugen Sie sich: Diese Arbeit lohnt sich, denn Sie schenkt Ihnen zusätzliche Lebensfreude.

Warum es sich lohnt, die innere Stimme zu kennen, Teil 1

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

(Als Quelle wird u.a. der Talmud angegeben.)

Mir gefällt dieser Text, weil er eine wunderbare Anleitung ist, in die eigene Kraft zu kommen – vorausgesetzt, Sie beschäftigen sich mit Ihren bewussten und unbewussten Glaubenssätzen und Kernüberzeugungen, die Ihr Denken beeinflussen, und sorgen bei Bedarf für ein update ;)

Sie leiden an „Aufschieberitis“ aus Energiemangel?

Sie haben erkannt, dass Sie etwas in Ihrem Leben ändern müssen? Vielleicht spricht Sie sogar mein Angebot an, jedoch fehlt Ihnen momentan die Power oder Sie sind aus anderen Gründen unfähig, sich einzulassen?

Dann empfehle ich Ihnen, sich zunächst Ihren vorhandenen Stärken zuzuwenden, sich diese bewusst zu machen und auszubauen. Die Universität Zürich beschäftigt sich mit Positiver Psychologie und bietet den Einstieg in ein kostenloses Online-Programm an. Ich habe vor einigen Jahren daran teilgenommen,  nützliche Erkenntnisse gewonnen und profitiere bis heute davon.

Mein Tipp:

Falls Sie relativ mühelos etwas über sich herausbekommen und für sich tun wollen - hier geht es zur Anmeldung:

http://www.staerkentraining.ch/

Übrigens, die besten Tipps sind die, die Sie anwenden ;)

Mut zur Veränderung oder weitermachen wie bisher?

Veränderung ist oft mit Angst verbunden:

Angst vor dem Ungewohnten

Angst vor der Ungewissheit

Angst vor Schmerz (Trauer, Abschied)

Die wenigsten Menschen schreien: „Hurra, endlich wird alles anders“ während sie mitten drin stecken in einer Umbruchphase, wenn der Verlust greifbar nah ist, das Gewonnene fern am Horizont noch kaum sichtbar.

Sicher kennen Sie die Aufforderung, Krisen etc. als Chance zu sehen. Ich stimme dem zu. Wenn die Krise gerade auf Ihren Höhepunkt zusteuert, nützt das meist wenig, weil Gefühle das rationale Denken außer Kraft setzen.

Beispiele

Der Job war stets eine Quelle der Unzufriedenheit. Jetzt, wo Sie arbeitslos sind, erscheint alles in anderem Licht, wären Sie gern wieder dabei.

Sie haben sich getrennt vom ungeliebten Partner. Jetzt hocken Sie abends allein in der Wohnung, fühlen sich einsam und kommen ins Grübeln, ob die Entscheidung wohl richtig war.

Sie absolvieren gerade ein Coaching/eineTherapie und merken, dass das keine Wellness-Geschichte ist. Geht das nicht einfacher?

Meine Überzeugung: gerade das Ringen um etwas Neues birgt das Potential für die Transformation. Kennen Sie

„Die Lektion eines Schmetterlings“?

Ich weiß leider nicht, von wem sie stammt. Die Geschichte:

Ein Mann beobachtete einen Kokon, aus dem ein zukünftiger Schmetterling schlüpfen sollte. Er hatte ein kleines Loch in dem Kokon entdeckt und bemerkt, dass der Schmetterling nicht recht vorwärts kam. Und so beschloss er, einzugreifen und zu helfen. Er öffnete den Kokon.

Der Schmetterling kam leicht heraus, war jedoch winzig und bewegte sich nicht. Der Mann wartete darauf, dass er jeden Augenblick die Flügel entfalten und wegfliegen würde.

Doch das geschah nicht. Hin und wieder bewegte sich der Schmetterling mit anliegenden Flügeln. Er blieb unfähig, zu fliegen.

Der Mann hatte ignoriert, dass das Ringen auf dem Weg aus dem Kokon notwendig ist, um Flüssigkeit vom Körper des Schmetterlings in seine Flügel zu pumpen.

Manchmal ist das Ringen genau das, was wir in unserem Leben benötigen. Ein Leben ohne Hindernisse würde uns lahm legen. Wir würden uns nicht entwickeln und wären niemals fähig, zu fliegen.

Das einzig Dauerhafte ist die Veränderung. Ich wünsche Ihnen Mut dazu und Erfahrungen, die Ihnen helfen, Ihr Potential zu entfalten.

Es ist menschlich und verständlich, zwischendurch zu jammern, wenn eine Hürde auftaucht und Sie am liebsten alles lassen würden wie es ist. Auch ich tappe ab und zu in diese Falle. Wie ich da rauskomme? Ein Teil in mir antwortet: „Gott sei Dank waren unsere Vorfahren mutiger, sonst würden wir immer noch in Höhlen wohnen.“

Und so würden wir aussehen :)

Video

Humor hilft auf dem Weg zur persönlichen Entfaltung und Entwicklung nach meiner Überzeugung über so manche Hürde hinweg.

Weshalb es nicht lohnt, sich hinter ausdrucksloser Miene zu verstecken

Nun, u.a. weil soziale Kompetenz nicht nur im Privat- sondern zunehmend im Berufsleben unverzichtbar ist.

Gehören Sie zu den Menschen, die ungern etwas über sich preisgeben und deshalb mit Pokerface rumlaufen und im Gespräch auf Äußerungen anderer bewusst emotional gleichförmig reagieren? Kommen Sie sich dabei schlau vor? Oder sind Sie einfach ängstlich und unsicher im Umgang mit anderen Menschen und verstecken Ihre Unsicherheit hinter dieser Fassade? Haben Sie einmal darüber nachgedacht, welche Wirkung Sie mit aufgesetzter Ausdruckslosigkeit erzielen?

Häufige Reaktionen des Umfeldes:

Sie bekommen den Stempel „arrogant“ aufgedrückt. Ein Psychiater würde Ihnen unter Umständen „verminderte emotionale Schwingungsfähigkeit“ bescheinigen.  Das könnte stimmen, falls Sie unter einer Depression leiden. Depressive sind unabhängig vom Gesprächsthema und äußerer Situation überwiegend traurig und bedrückt. Der Unterschied zum Pokerface: inneres Erleben, Mimik, Gestik und Reaktionen passen zueinander entsprechend dem Gesetz „wie innen so außen“.

Egal, was sich hinter undurchsichtiger Miene verbirgt, der Nachteil überwiegt den Nutzen. Warum? Menschen sind von ein paar hartgesottenen Einzelgängern abgesehen soziale Wesen. Und eine normale soziale Interaktion ist ohne äußere emotionale Reaktionen schwierig bis unmöglich. Sichtbare Emotionen erzeugen bei Ihrem Gesprächspartner Empathie bzw. geben ihm die Gelegenheit, seine eigene Empathiefähigkeit auszudrücken. Das erleichtert den zwischenmenschlichen Kontakt erheblich.

Beispiel

Ich selber hatte mal ein Coaching bei jemandem, der den Begriff Neutralität bezüglich Bewertungen übergenau auslegte. Egal, was und wie ich etwas sagte oder fragte, es wurde von ihm mit steinernem Gesichtsausdruck und in den Bart genuscheltem „Hm“ quittiert- für mich eine recht einprägsame unangenehme Erfahrung.

Übrigens, liebevolle Zuwendung in den ersten Lebenstagen ist wichtig, damit ein Erwachsener selber fähig ist, empathisch zu reagieren. Empathie und soziale Kompetenz gehören zusammen.

Was ist Empathie?

Die Fähigkeit zum Erkennen und Nachempfinden der Gefühle anderer, sich in die Psyche anderer hineinversetzen können:

  • mitempfinden können
  • Einfühlungsvermögen
  • Fähigkeit, Gefühle oder Einstellungen anderer Menschen nachzuvollziehen
  • Fähigkeit, sich vorübergehend mit einem anderen zu identifizieren

Fehlende Empathie ist mit Intoleranz und Vorurteilen verbunden.

In der aufdeckenden und systemischen Hypnose ist beim Klienten ein Mindestmaß an Empathie erforderlich, um überhaupt auf diese Weise arbeiten zu können. Der Klient schlüpft in der Hypnose in verschiedene Rollen und eigene Persönlichkeitsanteile. Das fördert sowohl die eigene Empathiefähigkeit als auch den seelischen Heilungsprozess ungemein. Fehlende Erfahrungen können nachgeholt werden. Das Ergebnis sind bessere Beziehungen, die Basis eines guten Miteinander.

Fazit

Es ist nie zu spät an sich zu arbeiten und fehlende Charakterzüge, Fähigkeiten und Eigenschaften zu entwickeln – zum eigenen Wohl und zum Besten des Ganzen.

Das Gehirn ist neuroplastisch, das heißt, es verändert sich ständig. Gehirn und Geist beeinflussen sich gegenseitig – wie, das entscheidenden Sie. Wenn sich der Geist ändert, ändert sich auch das Gehirn – vorübergehend wie dauerhaft. MRT-Aufnahmen zeigen, dass geistige Aktivitäten Gehirnwellenmuster verändern. Dadurch, dass sich das Gehirn ändert, ändert sich wiederum der Geist.

Menschen können bewusst den Geist einsetzen, um ihr Gehirn zu verändern, um wiederum den Geist zu verändern…

Wem das zu kompliziert ist - wir leben allen „Simplify-Strategien“ zum Trotz in einer komplexen Welt. Und das Gehirn ist das komplexeste bekannte System. Statt darüber zu fluchen können wir diese Tatsache nutzen.

Wir haben bis an unser Lebensende die Chance, uns zu entwickeln, Transformationsprozesse in Gang zu bringen, indem wir es begrüßen, neue Erfahrungen zu machen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Erfahrungen auf der Alltagsebene handelt oder um Erfahrungen, zu denen wir kraft unseres Geistes fähig sind, z.B. während einer Hypnose oder anderen den Geist fordernden und fördernden Techniken.

Noch mehr Selbsterkenntnis – im Liegen, Stehen, Sitzen, beim Faulenzen oder gar als Ansporn, Ungeliebtes durchzuziehen

Ab und zu bekomme ich ungläubiges Staunen als Reaktion auf mein eifriges Schreiben: „Das schreiben Sie alles selber?“ Ganz ehrlich: Ich habe keinen Ghostwriter und staune selber über andere, die weit mehr veröffentlichen, z.B. Bücher, wöchentliche Blogbeiträge und zu all dem Newsletter.

Für Leser meines Blogs ist eine meiner vielen Quellen der Inspiration bestimmt interessant. Ich liebe aktives Faulenzen. Wie das geht?

Ich nutze begeistert das tolle Angebot von Auditorium-Netzwerk. Sie finden in diesem Online-Shop jede Menge spannende Vorträge und Workshops mitreißender Autoren. Dank CD oder DVD können Sie von deren Wissen gemütlich zu Hause auf der Couch profitieren.

Ich selber nutze das Audio-Angebot zusätzlich, um mich anzuspornen, ungeliebte Hausarbeit wie Staubwischen zu erledigen. Mir ist bewusst, dass Multitasking ins Reich der Märchen und Träume gehört, jedoch funktioniert bei mir „automatisches Staubwischen“ gekoppelt mit leichter Bewegung und Hören eines fesselnden Vortrags mittels Stöpsel im Ohr. OK, manchmal bleibt mein Arm in der Luft hängen, wenn ein spannendes Thema erläutert wird. Was für ein Effekt: ich nehme hin, dass das lästige Staubwischen auf diese Weise länger dauert ;)

Übrigens, eine Sache hat mich am Online-Shop von Auditorium-Netzwerk irritiert. Herausgeber Bernd Ulrich schreibt: „…mir ist klar, dass ich in einem sehr begrenzten Feld arbeite, das zu meinen Lebzeiten 99% der Menschen nicht interessieren wird“. „Kann das sein?“, frage ich mich. Nutzen Sie das Angebot?

Wege zum Glück

Alle wollen Glück, nur wie?

Es gibt zwei Wege, die sich bezüglich Aufwand, Wirkungsgrad und sogar Nachhaltigkeit unterscheiden.

Der „äußere“ Weg - die äußere Welt so verändern, dass sie glücklich macht

Beispiele

„Mein Haus, mein Auto, meine Frau.“

Ausgangssituation: das Haus eine Gartenlaube, das Auto eine Rostlaube, keine Frau in Sicht

Ziel: Nobelvilla, Porsche, Traumfrau

Hu, das wird echt anstrengend, in diesem Fall von A nach B zu kommen. Oft wird in solchen Fällen ins Lottospiel investiert statt in realistische Träume bzw. eine realistische Zeitspanne nebst Plan zwecks Überwindung des klaffenden Abgrunds zwischen Ist- und Wunschsituation.

Der Vollständigkeit halber noch eine sozialverträgliche Variante für diesen Weg. Das Ziel: der Weltfrieden.

Auch angesichts dieses Wunsches muss ich stöhnen, da die Geschichte der Menschheit ständig Kriege aufweist.

Diese auf die Spitze getriebenen Beispiele verdeutlichen anschaulich die Tücken, die die Suche nach dem Glück in der Außenwelt mit sich bringt.

Dieses Glück hat Grenzen, so wie die Macht Einzelner begrenzt ist. Hier die Gründe:

Andere Menschen wollen einfach nicht wie wir.

Den Meisten wird das spätestens dann bewusst, wenn der vermeintliche Traumpartner beweist, dass er nicht alltagstauglich ist oder wenn die Suche nach ihm nach 20 Jahren immer noch ins Leere läuft.

Sie wünschen sich nichts sehnlicher als Frieden - die Kollegen sind beschäftigt mit Intrigen, zu Hause gibt es Zoff mit den Kindern, das Fernsehprogramm bietet hautnahe Bilder von den aktuellen Kriegsschauplätzen der Welt. Der Pazifismus scheint auf vielen Ebenen out.

Ich denke in diesem Zusammenhang an Gandhis Aufforderung, dass jeder Mensch selber die Veränderung sein soll, die er sich im Außen wünscht. Wie viel verdrängte, unterdrückte Aggression schlummert in Ihnen?

Dieser Weg zum Glück ist echt mühsam.

Sie machen Überstunden ohne Ende, rufen stets „Hier“, wenn es darum geht, Zusatzaufgaben zu übernehmen. Nur Ihr Chef will einfach nicht erkennen, dass Sie der beste Mitarbeiter und überfällig für eine Gehaltserhöhung sind. Nicht mal ein anerkennendes Wort kommt über seine Lippen.

Ihr Glück ist geleast – Haus, Auto, Urlaub. Mit den Schulden steigt der Druck. Das kostet Kraft und oft auch die Gesundheit.

Das Äußere spiegelt nur einen kleinen Teil unseres Lebens.

Im Schlaf, der einen Großteil Ihrer Lebenszeit ausmacht, sind alle Menschen gleich, oder nicht?

Die äußeren Gegebenheiten wandeln sich so oder so im Lauf der Zeit.

Denken Sie an Ihre Kindheit. Was ist noch wie damals? Selbst, wenn Sie Ihre Wurzeln in der tiefsten Provinz haben und mit verklärtem Blick auf der Suche nach der heilen Welt in die Vergangenheit reisen, wird Sie die Realität eines Besseren belehren. Im ungünstigen Fall haben sich die Verhältnisse zum Schlechten gewandelt, aber wie damals ist es auf keinen Fall.

Der kleine Ort in Brandenburg, in dem ich geboren wurde, hat sich äußerlich zu einem kleinen Schmuckstück gewandelt. Die früher vor Leben pulsierende Hauptstraße, an der meine Großeltern wohnten, ist heute selbst zur besten Einkaufszeit wie ausgestorben, der Park – menschenleer. Wer Menschen sehen möchte, muss in den Supermarkt am Ortseingang oder auf den Friedhof gehen.

Das Glück im Außen unterliegt der Gewöhnung und Übersättigung.

Wie war das mit dem neuen Auto? Mit Argusaugen haben Sie den Inbegriff des großen Glücks bewacht. Außer Ihnen durfte niemand ans Steuer. Jede kleine Schramme bewirkte einen deutlich spürbaren Schmerz. Und heute? Ach, sie haben den großen Kratzer hinten links noch gar nicht bemerkt? Sie denken längst über einen neuen Wagen nach. Der sollte schon eine Nummer größer sein. Dass dieser 3 Jahre alte "Kasten" jemals solche Glücksgefühle in Ihnen auslösen konnte, wundert Sie.

Und die Krönung des Ganzen: jeder neue größere Wagen (Haus, Schmuck, Urlaub …) bringt keinen adäquaten Zuwachs an Glücksgefühlen. Die Glücksforschung hat längst herausgefunden, dass auch mehr Geld und Macht keineswegs automatisch zum Glück führen.

So langsam schwant Ihnen:

Dieses Glück hat durchaus seine schönen Seiten, dieses Glück allein…

Schlimmstenfalls führt dieser Weg zum Glück statt zum Glück geradewegs in die Klinik. Die Diagnose? Burnout.

Wie überzeugend finden Sie diese Argumente? Schauen wir doch mal, was das Leben noch zu bieten hat.

Der „innere“ Weg zum Glück – die innere Welt verbessern

Was spricht dafür, auf diesem Weg das Glück zu suchen und zu finden?

Wir haben uns selber immer dabei.

Da entfällt schon mal ein Großteil der Suche. Im Zweifelsfall zwischendurch in den Spiegel schauen ;) Ein offensichtlicher Vorteil, nicht wahr?

Dieser Weg ist obendrein verblüffend einfach.

Der General-Schlüssel: wirklich wollen und in kleinen Schritten kontinuierlich fortfahren. Sie brauchen lediglich Übung – kleine, regelmäßige Schritte, gepaart mit Durchhaltevermögen und Geduld. Das genügt, und der Erfolg ist unausweichlich :)

Glauben Sie  nicht? Wie haben Sie laufen gelernt? Der erste Schritt war der Wunsch, auf eigenen Beinen zu stehen, um die Welt zu erkunden. Dann sind Sie wie jeder Mensch zunächst viele Male auf die Nase gefallen. Hat Sie das bewogen aufzugeben und die Veränderung im Außen abzuwarten, z.B. ewig getragen oder im Kinderwagen chauffiert zu werden? Wohl kaum. Die Vorstellung, auf eigenen Beinen zu stehen, hat Sie beflügelt. Und Sie haben geübt. Beobachten Sie mal, wie unwirsch kleine Kinder werden können, wenn man sie nicht üben lässt. Wie oft spüren Sie heute diesen Drang zum Erfolg?

Das innere Glück nutzt sich nicht ab.

Sie können vergangene und gegenwärtige positive Erfahrungen in sich einsickern lassen und bei Bedarf immer wieder hervorholen, positive Gefühle reaktivieren. Sie haben kein Verfallsdatum, im Gegensatz zum neuen Auto.

Wer jetzt spitzfindig ist, argumentiert eventuell, dass ja das neue Auto der Anlass für das innere Glücksgefühl war. Zur Erinnerung: wie euphorisch sind Sie, wenn Sie in den 5 Jahre alten Wagen steigen? Das an den Neuwagen gekoppelte Glücksgefühl hingegen können Sie wieder vorholen, auch ohne Neuwagen, was so mancher noch nicht erkannt hat. Der Weg zu dieser Erkenntnis kann ein teures Vergnügen sein. Wie oft brauchen Sie ein neues Auto? Brauchen Sie es tatsächlich oder sehnen Sie sich vielmehr nach dem damit verbundenen Gefühl?

Experiment

Registrieren Sie Ihre gegenwärtige Stimmung. Überlegen Sie, welche Veränderung im Außen Sie jetzt bräuchten, um diese zu heben und welcher Aufwand damit verbunden wäre. Welchen Einfluss hat das auf Ihre Stimmung?

Dann schließen Sie an Ort und Stelle Ihre Augen und tauchen in der Erinnerung in einen Ihrer glücklichsten Momente ein.

Jetzt registrieren Sie wieder Ihre Stimmung. Wenn Sie mit möglichst vielen Sinnen in einer schönen Erinnerung geschwelgt haben, hat sich Ihr Glückspegel erhöht, obwohl äußerlich alles unverändert ist.

Inneres Lernen ist beständig, innere Fähigkeiten gehen nicht verloren.

Möglichkeiten sind rund um die Uhr vorhanden. Selbst, wenn die äußeren Umstände denkbar ungünstig sind, können Sie innerlich etwas unternehmen. Sie können im Stau Vokabeln rekapitulieren...

Kinder beamen sich dank Ihrer Vorstellungskraft raus aus dem Klassenzimmer mit dem megalangweiligen Unterricht.

Dieser Weg funktioniert definitiv und immer.

Es gibt immer etwas, was Sie tun können – unabhängig davon, was außen geschieht. Egal, was die Umstände mit Ihnen tun, sind Sie Herr Ihrer inneren Existenz – ob es der Stau im Berufsverkehr oder eins der kleineren und größeren Dramen des menschlichen Lebens ist.

Das Gegenteil dazu ist die sogenannte erlernte Hilflosigkeit - ein Begriff, der durch den Psychologen Seligman populär wurde. Bei Betroffenen ist das grundlegende Gefühl, etwas ausrichten zu können, besiegt oder außer Kraft gesetzt. Da der Mensch bis zum Tod lernfähig bleibt, ist das kein Grund, aufzugeben.

Dieser Weg hat schlicht und ergreifend keine Nachteile.

Alles, was Sie brauchen, sind ein funktionierendes Gehirn und Nervensystem. Und wie diese funktionieren, entscheiden Sie letztendlich mit, z.B. indem Sie Hypnose nutzen. Mit Hypnose können Sie nicht nur Ihre Gedanken und Gefühle, sondern sogar Ihren Puls und den Blutdruck beeinflussen.

Wie wäre es, jetzt ein Stück weit den inneren Weg zum Glück zu gehen? Ich schenke Ihnen eine Entspannungshypnose – ohne Ortswechsel, nur 2 Klicks entfernt.

Fortsetzung zum Thema Projektionen:

Was Sie mit diesem Wissen anfangen können – Stufen zu mehr Erfolg im Leben

Angeregt zu diesem Beitrag hat mich ein Vortrag von Ute Lauterbach.

Aus meinem ersten Beitrag zum Thema wissen Sie, dass das Unbewusste häufig projiziert erfahren wird. Im Unterbewusstsein schlummern Dinge, die Sie nicht wissen und die Ihnen nicht ohne weiteres zugänglich sind, vor allem nicht mit Ihrem Bewusstsein. Unbewusst heißt: nicht wissen. Unwissenheit über das, was tief im Inneren abläuft, schafft scheinbar unlösbare Probleme.

Beispiel

Sie nehmen sich fest vor, irgendetwas beim nächsten Mal anders zu machen, z.B. wenn der Impuls zum Rauchen wieder auftaucht und Sie automatisch zur Zigarette greifen ohne recht zu wissen, was Ihnen das Hirn derart vernebelt, dass sich alle guten Vorsätze erneut in Rauch auflösen.

Der Ausweg: Projektionen beleuchten, sich seinen Schattenanteilen zuwenden. Dazu müssen Sie natürlich erst mal erkennen, dass Sie projizieren.

Wie Sie Projektionen erkennen

Alles, was Sie verbissen tun, was extrem wichtig für Sie ist,

könnte mit Projektion zu tun haben. Dabei kann alles als Projektionsfläche dienen, sowohl Menschen als auch Dinge.

Beispiel

Jemand projiziert auf den Beruf den Sinn des Lebens, die Daseinsberechtigung etc. und stirbt „plötzlich und unerwartet“, nachdem er infolge eines unerwarteten Stellenabbaus ungewollt vorzeitig im Ruhestand gelandet ist.

Dieses Beispiel verdeutlicht: Je umfangreicher die Projektionen, desto gravierender die Folgen.

Wenn etwas nur informiert, projizieren Sie wahrscheinlich nicht.

Wenn uns etwas emotional in Aufwallung bringt, projizieren wir mit ziemlicher Sicherheit. (Definition nach Ken Wilber)

Beispiel

Jemand teilt Ihnen mit, dass er Ihnen etwas nicht zutraut. Erklären Sie ihm sachlich, dass Sie es können und führen Argumente an oder reagieren Sie mit Empörung und schnappen nach Luft?

Die Wirklichkeit zeigt einen inneren Film,

wobei erfahrungsgemäß Kassetten mit Episoden aus der Kindheit eingelegt werden.

Beispiel

Sie reagieren generell allergisch auf männliche Autoritätspersonen mit einer tiefen Stimme. Unbewusst  erinnern Sie sich an die Stimme Ihres Onkels, der Sie in der Kindheit gedemütigt und abgekanzelt hat. Wann immer Sie ähnliche Stimmen hören, starten Sie die „Onkel-Kassette“.

Und nun?

Wie Sie Projektionen zurücknehmen

Indem Sie sich eingestehen:

Projektionen haben viel mit nicht gelebten Persönlichkeitsanteilen zu tun.

Beispiel

Kind-Rollen-Spieler

Der Kind-Rollen-Spieler ist gehemmt in seinem Eigenwert und spürt Sicherheitsdefizite. Also sucht er sich einen Partner, der über das verfügt, was ihm fehlt. Das steckt hinter manchen scheinbar ungleichen Paaren – junge Frau, 20 Jahre älterer „gestandener Mann“.

Eltern-Rollen-Spieler

Der „gestandene Mann“ ist der Eltern-Rollen-Spieler, hat alles im Griff und braucht die Schwache, um sich an ihr zu stabilisieren.

In dieses Muster passen viele Menschen mit Helfer-Syndrom, die keine Gelegenheit auslassen, anderen Ihre Hilfe anzubieten oder gar aufzudrängen.

Solange beide Ihre Projektionen aufrechterhalten, bleibt alles wie es ist. Der Ausweg besteht darin, das Gewünschte/Projizierte selberzu entwickeln. Voraussetzung dafür ist, zunächst zu konkretisieren, worum es geht. Wenn äußere Gegebenheiten auf innere Befindlichkeiten verweisen, fragen Sie sich:

„Was genau bringt mich emotional in Wallung?“ Das ist bei jedem etwas anderes. „Was hätte ich gern? Was fehlt mir? Wozu fehlt mir der Mut? Was nervt mich? Was löst starke Gefühle aus? Was stört mich?“

Und dann nehmen Sie die Projektion zurück, indem Sie das Ganze umkehren. Entweder Sie entdecken das Erforderliche bei sich selbst oder Sie entwickeln es :)

Geschieht das in einer Beziehung einseitig, ist die Beziehung möglicherweise zu Ende.

Beispiel

Die junge Frau mit dem 20 Jahre älteren Partner verfolgt ihre eigene Karriere, wird beruflich erfolgreich und finanziell unabhängig. Der Partner verkraftet nicht, dass sie nicht mehr auf ihn angewiesen ist. Er sucht sich ein anderes Frauchen.

Der „starke Mann“ gesteht sich seine Schwächen ein und hat keine Lust mehr auf die Rolle als Idol und Beschützer. Er wünscht sich eine ausgewogene Beziehung, in der beide gleichberechtigt und gleichermaßen die Verantwortung tragen. Damit wird er für eine schwache Partnerin uninteressant, und sie schaut sich nach einem neuen Beschützer um.

Was lehrt uns das? Man projiziert, um sich nicht entwickeln zu müssen, denn findet Entwicklung statt, funktioniert die Beziehung nicht mehr :( Die stabilste Beziehung ist die ohne Entwicklung. Vielleicht ist das der Grund, warum sich manche standhaft gegen jede Entwicklung sträuben.

Man kann sich jedoch auch gemeinsam entwickeln bzw. „nachziehen“, wenn man merkt, dass der Partner von dannen eilt. Übrigens, dem Partner eine Paartherapie aufzudrängen, ist keine Lösung. Wer mit positivem Beispiel vorangeht, sich selber ändert, motiviert den Partner eher, seinen Beitrag für die Entwicklung der Beziehung zu leisten. Wem das nicht einleuchtet, der beweist, dass er weiterprojiziert, lediglich die Ebene gewechselt hat.

Sie kehren das Ganze um.

Beispiel

Sie schimpfen: „Dieser Geizhals.“ Wer auf den Geizhals projiziert, ist selber geizig oder sollte vielleicht sparsamer werden. Finden Sie es heraus, falls es auf Sie zutrifft.

Sie tun genau das, was Sie in Aufruhr bringt.

Das funktioniert entweder nach dem Motto „Auge um Auge“ oder gesünder, subtiler, indem Sie bislang abgelehnte Persönlichkeitsanteile zunächst kennenlernen und akzeptieren, um nach und nach eine passende Lösung zu finden, diese Anteile auszuleben.

Beispiel

Autofahren: Sie fluchen, was das Zeug hält, wenn wieder so ein Idiot an Ihnen hupend vorbeirauscht. Sie kochen vor Wut, Ihnen fallen die unflätigsten Schimpfwörter ein, die Sie Ihrer Frontscheibe entgegenschleudern. Den Frust nehmen Sie mit nach Hause.

Danken Sie den Idioten, dass sie Ihnen die Gelegenheit geben, sich mit Ihren aufgestauten Aggressionen auseinanderzusetzen. Wären Sie auch gern als Raser unterwegs, nur trauen sich nicht? Welche Alternative gäbe es ohne sich und andere zu gefährden?

Oder wären Sie gern mal in aller Öffentlichkeit ungehobelt und rücksichtslos, aber Ihre gute Erziehung verbietet es Ihnen? Die Gelegenheit ist gerade günstig: Schreien Sie sich beim Fußball die Seele aus dem Leib, fluchen und schimpfen Sie, was das Zeug hält, beim public viewing geht das unter. Sie müssen niemanden persönlich beleidigen und können dennoch „die Sau rauslassen“.

Sie befassen sich mit dem Thema Selbstverwirklichung.

Das lohnt sich zum Beispiel, wenn Sie immer wieder neidisch auf erfolgreiche Menschen sind. Wie wäre es, den Neid als Ansporn zu betrachten, diesen Menschen nachzueifern und den eigenen Erfolg anzukurbeln?

Egal, wie Sie sich entscheiden: Voraussetzung, damit sich etwas ändern kann ist, dass Sie sich der Tatsache stellen, dass es so etwas wie Projektionen gibt und in die eigene Verantwortung kommen.

Woran Sie erkennen, dass Sie erfolgreich an sich gearbeitet haben

Sie bleiben ruhig in Situation, die Sie vorher aufgeregt haben. Was früher nervte, nervt nicht mehr.  Nach einer Sitzung mittels aufdeckender Hypnose, die mit einer Problem-Trance begann, sind Sie nach erfolgreicher Arbeit ruhig und entspannt, können die für die Projektion aufgewendete Energie sinnvoller nutzen.

Welche Vor- und Nachteile Ihnen Projektionen bieten

„Projektion, was genau ist damit gemeint?“ mögen Sie sich fragen.  Und wenn Sie dabei an einen Film denken, liegen Sie gar nicht so falsch. Dazu später.

Vielleicht kennen Sie Projektion als Abwehrmechanismus, ein Begriff der durch Freud bzw. dessen Tochter Anna populär wurde.

Abwehrmechanismen nach Freud sind unbewusst ablaufende Reaktionen. Sie verhelfen dem Ich zu einer konfliktfreieren seelischen Verfassung. Verdrängung ist ein weiterer bekannter Abwehrmechanismus.

Abwehrmechanismen sind immer dann sinnvoll, wenn die jeweilige Person keine andere Möglichkeit hat, einen inneren Konflikt zu bewältigen.

Beispiel

Ein Angestellter, der seit Jahren vergeblich auf seine Beförderung wartet, verpasst keine Gelegenheit, auf seinen unfähigen Chef zu schimpfen/projizieren.

Die Nachteile bzw. warum es nützlich ist, sich mit seinen Projektionen zu befassen

Eigene verdrängte Seelenanteile werden in anderen gesehen – einerseits eine „hohe Kunst“, wenn es gelingt, am Balken im eigenen Auge vorbei das Sandkorn im Auge des Gegenüber zu sehen. Nur, Ihren Beziehungen tut das gar nicht gut.

Beispiel

Stress in der Familie: Sie nörgeln über Ihre penible Ehefrau, die erwartet, dass Sie Ihre Stinkesocken in den Wäschekorb legen. Sie selber toben, wenn Ihre Kinder im Auto Bonbonpapier verteilen.

Projizieren ist ein Versteckspiel mit sich selber.

Beispiel

Bei mir rufen immer wieder Menschen an, die überzeugt sind, dass Ihr/e Partner/in dringend meine Unterstützung bräuchte. Sie wollen meist umgehend einen Termin vereinbaren – natürlich nie für sich. Dabei sind sie es, die meine Website gefunden haben und das Angebot ganz toll finden wie sie mir versichern – natürlich toll für andere.

Projektion bedeutet unbewusstes Hinausverlagern eigener Persönlichkeitsanteile (Gefühle, Fähigkeiten), die man bei sich nicht wahrnimmt, kennt oder zur Verfügung hat und deshalb einer anderen Person verleiht.

Beispiel

Die erstklassige Assistentin liebäugelt mit der frei gewordene Stelle als Abteilungsleiterin. Theoretisch kommt sie in die engere Wahl, praktisch verzichtet sie auf eine Bewerbung, denn „schließlich gibt es einen anderen besonders fähigen Kandidaten“.

Sie projizieren nicht gelebte, verdrängte Persönlichkeitsanteile.

Beispiel

Der Dozent, dessen Kleidung ihn wie einen „ewigen Studenten“ wirken lässt, erzählt mir, dass seine Kollegen Maßanzüge tragen. Er kennt sogar die Marken und kann mir die Outfits detailliert beschreiben. Warum er bei seinen ausgebeulten Jeans und Freizeithemd bleibt? „Das sind doch alles Lackaffen.“

Projektion bindet Energie, die Sie nicht zur Verfügung haben. Das trifft besonders dann zu, wenn der Abwehrmechanismus eingesetzt wird, weil traumatische Erfahrungen nicht adäquat verarbeitet werden konnten und deshalb ins Unterbewusstsein verdrängt wurden.

Beispiel

Für die meisten Menschen ist es traumatisch, wenn sie ein Talent nicht leben dürfen und dadurch an ihrer persönlichen Entfaltung gehindert werden, z.B. weil sie sich von den Eltern in einen Beruf drängen lassen, der nicht zu ihnen passt. Es gibt unglückliche Künstlernaturen als Buchhalter und Zahlenkünstler als Handwerker, die sich abwertend bzgl. des eigenen verdrängten Talents äußern: brotlose Kunst, phantasieloser Zahlenfuzzi etc.

Fähigkeiten, die Sie sich verbieten, durch Projektion unbewusst nach außen verlagern, stehen Ihnen selber nicht zur Verfügung. Sie erleben sie stattdessen an anderen und verlieren sich selber beim mühsamen Aufrechterhalten Ihrer Lebenslüge. Sie leben nicht ihr Leben, sondern spielen die Rolle, die von Ihnen erwartet wird. Die Folge: eine langwierige und erfolglose Suche nach sich selber, solange die Projektionen aufrechterhalten bleiben.

Beispiel

Die erfolglose Suche endet in einer Sucht.

Endlose Selbsterfahrung, wobei die äußeren Lebensumstände unangetastet bleiben: ungeliebter Job, unbefriedigende Beziehungen etc.

Die menschliche Wahrnehmung ist mehr als das objektive Abbild der Realität. Eine durch Projektionen verzerrte Wirklichkeit spiegelt vor allem Ihr Innenleben. Dahinter verblassen Chancen und Möglichkeiten der realen Welt.

Beispiel

Diverse unbestätigte Glaubenssätze: Die Welt ist schlecht. Niemand mag mich.

Sie vergessen: manche Menschen mögen Äpfel und manche Apfelsinen. Sie sind ein Apfel, und es hat nichts mit Ihnen zu tun, wenn manche Menschen Apfelsinen bevorzugen.

Was Sie mit diesem Wissen anfangen können – Stufen zu mehr Erfolg im Leben

Wer ernsthaft interessiert ist, freut sich auf die Fortsetzung dieses Beitrags :)

„Wenn einer auf seinem Totenbett zurückblickt, wird er selten bedauern, zu wenige Stunden im Büro verbracht zu haben.“

las ich kürzlich irgendwo.

Diese Erkenntnis nützt jedoch nur, wenn Sie etwas daraus machen, nur was? Viele Menschen haben keine klaren Ziele, schon gar nicht mit Terminangabe, wann denn das Ziel erreicht sein soll.

Das Wochenende steht bevor. Wie wäre es, wenn Sie sich Zeit nehmen, zu erforschen, worauf SIE am Ende Ihres Lebens zurückblicken möchten. Ich biete Ihnen dazu eine gesprochene Anleitung. Hier der Link

Wenn sich ein Problem hartnäckig an Ihnen festkrallt

„Liebe Krankheit/liebes Problem…

ich weiß nicht, warum du so stark bist in meinem Leben, doch ich möchte es wissen, um etwas daran zu ändern…“

So könnten Sie einen Brief beginnen, den Sie an Ihre Krankheit/Ihr Problem/Ihr Symptom schreiben. Die Methode ermöglicht Ihnen, in Kontakt damit zu kommen und ist hilfreich für diejenigen, die verstehen wollen, worum es geht.

Hinter jedem Problem steckt eine Botschaft, auch wenn das nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Solange Sie diese Botschaft nicht erkennen, ähnelt die Suche nach einer Lösung der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Werden Sie sich zunächst über folgendes klar:

Nicht der „Inhalt“ schafft das Problem, sondern Ihre Beziehung dazu, Ihre Assoziation.

Beispiel

Kürzlich regte sich ein Bekannter von mir mächtig über die knappe Bekleidung mancher Mädchen und jungen Frauen auf. Ich konnte die Aufregung nicht nachvollziehen und fragte unüberlegt: „Wo ist das Problem? Wenn die sich damit wohlfühlen...“ Na, damit brachte ich ihn erst richtig in Wallung: „So geht das nicht, diese Schamlosigkeit…“

Wer hat hier ein Problem? Die jungen Mädchen sicher nicht ;) – dafür alternde Herren, die…. Sie haben bestimmt genug Phantasie, den Faden allein weiterzuspinnen.

Ähnlich verhält es sich oft mit Krankheiten. Der Eine betrachtet sie als willkommene Möglichkeit, sich eine Ruhepause zu gönnen, den anderen macht sie fertig. Ich bin ziemlich sicher, das Erstgenannte schneller genesen – es sei denn, im Fall der Genesung erwartet sie eine ungeliebte Tätigkeit und sie glauben, sich nur mit Hilfe der Krankheit entziehen zu können.

Für Außenstehende sind solche Dinge oft leichter zu durchschauen, für einen selber nicht, weil man sich mit dem Problem identifiziert:

Ich bin nun mal Choleriker.

Ich bin anfällig für bestimmte Krankheiten.

Finden Sie heraus, warum und stellen die Weichen für die Lösung.

Experiment

Schreiben Sie einen Brief an Ihre Krankheit/Ihr Problem. Schreiben Sie ungefiltert auf, was Ihnen dazu einfällt. Beantworten Sie dabei folgende Fragen:

  • Wie ging es mir davor?
  • Wie geht es mir jetzt?
  • Was will mir meine Krankheit/mein Problem möglicherweise sagen?

Kreative Anregungen, um leichter in Kontakt mit dem Problem zu kommen

  • Geben Sie dem Problem einen Namen, ordnen Sie ihm ein Geschlecht zu.

Beispiel

„Druck“, „Faulpelz“ etc. sind keine wertschätzenden Namen und animieren das Problem erfahrungsgemäß nicht, zur Lösung beizutragen ;)

Statt: „Ich fauler Hund, immer dieser innere Schweinehund…“

Besser: „Hallo Fritz, kommst du wieder mal vorbei und machst mich darauf aufmerksam, dass ich mir Ruhe gönnen sollte…“

Auf dieser Basis lässt sich leichter verhandel, oder?

  • Stellen Sie sich vor Ihr Problem käme zu Besuch. Stellen Sie sich das Problem räumlich vor. Wo würden Sie es platzieren? Wieviel Platz würde es einnehmen? Falls es Ihnen auf die Pelle rückt, experimentieren Sie:
  • Finden Sie einen Platz außerhalb Ihres Körpers, an dem es Ihnen nichts anhaben kann. Wieviel Abstand brauchen Sie? Testen Sie, an welchem Platz es Beschwerden macht, wo es auszuhalten ist. Werden Sie zum Platzanweiser für Ihr Problem. Finden Sie einen Platz, an dem es Sie herausfordert ohne Sie handlungsunfähig zu machen.

Beispiel

Eine Allergie geht buchstäblich unter die Haut, es gibt keine Grenze nach außen. Die Grenze hat sich nach innen verlagert, somit ist kein Schutz möglich. Deshalb gilt es, eine schützende Hülle aufzubauen, durch die die Dinge durchmüssen und dabei gefiltert werden.

  • Die meisten Probleme sind kontextbezogen und wollen Sie auf Bedürfnisse und Mängel aufmerksam machen, die Ihnen nicht bewusst sind. Um herauszubekommen, worum es geht, fragen Sie sich, wann das Problem auftaucht und für welches gewünschte Erleben es stehen mag. Was tun Sie gewöhnlich, wenn es auftritt? Ist das motivierend? Gleichen Sie Ihre Absicht mit der eintretenden Wirkung ab.

Beispiel

Folgende Bedürfnisse verstecken sich oft hinter folgenden abgelehnten Eigenschaften:

Gier: sich selber liebevoll verwöhnen (Da wird das Verhalten mancher Vorstandsvorsitzender und Staatsbediensteten doch gleich verständlicher.)

Sturheit: mit eigenen Interessen ernst genommen werden

Faulheit: Wunsch nach Ruhe und Entspannung

  • Kooperieren Sie mit den bislang abgelehnten Persönlichkeitsanteilen. Sie gehören auch zu Ihnen. Dagegen anzukämpfen, kostet Kraft und macht das Abgelehnte meist noch stärker. Sie haben sich selber zum Feind und damit einen Feind, der ständig anwesend ist.
  • Achten Sie auf Reaktionen Ihres Körpers.

Beispiel

Sie haben selten Kopfschmerzen, aber wenn eine Familienfeier ansteht, bekommen Sie Migräne.

Kennen Sie das „Montagsphänomen“, das viele ereilt, wenn sie an die kommende Arbeitswoche denken? Im Urlaub geht es diesen Menschen montags genauso gut wie an anderen Tagen.

Vor Prüfungen verspüren Sie plötzlich gähnende Leere im Kopf, ansonsten sind Sie nie um eine Antwort verlegen.

  • Unterbrechen Sie vorhandene Muster, indem Sie anfangen, Unterschiede in Ihrem inneren Erleben wahrzunehmen. Schreiben Sie jetzt den Brief an Ihre Krankheit/Ihr Problem. Übrigens, es gibt für alles einen besten Zeitpunkt. Der ist immer JETZT :)

Ach, Ihr innerer Schweinehund meldet sich. Na, dann erinnere ich Sie:

Ihr bisheriges Muster:

„So ein Scheiß, wieder dieser innere Schweinehund, immer dann, wenn ich mein Problem lösen will, ist er zur Stelle. Andererseits, der Brief läuft mir nicht davon. Vielleicht gibt es bessere Tipps, bestimmt gibt es die. Da gibt es noch diese andere interessante Website, und bei Youtube finde ich vielleicht Videos zum Thema, und dann… Hauptsache, ich befasse mich mit meinem Problem.“

Genau, Sie befassen sich mit Ihrem Problem – nicht mit der Lösung. Ich höre schon das „klick“, weil Sie weitersurfen… Tschüüüüß.

Der kleine feine Unterschied:

„Hallo Fritz! Na, wieder pünktlich zur Stelle. OK, ich weiß, dass du da bist und du darfst da sein, allerdings nicht jetzt. Ich schreibe jetzt erst mal diesen Brief. Anschließend bist du dran, versprochen.“ :)

Angst vor Abhängigkeit und Kontrollverlust?

Hintergründe. Auswege.

Alles, was uns unterschwellig vermittelt, wir seien hilfsbedürftig, fördert Abhängigkeit, Passivität, Unaufmerksamkeit.

Häufige Folge einer Abhängigkeit: man lehnt sich kaum noch auf. Die dazu passende Aussage lautet: „Da kann man nichts machen.“

Wer zu dieser Überzeugung gekommen ist, begnügt sich damit, sich mit unbefriedigenden Zuständen zu arrangieren. Anpassung statt aktive Gestaltung des eigenen Umfelds: sich auf andere verlassen, sich nicht engagieren, mit sich machen lassen. Das ist die Einstellung, die begünstigt, dass man ambitionierten Unfähigen das Ruder überlässt, beruflich wie privat.

Sich aus einer Abhängigkeit zu befreien ist deshalb so schwer, weil die Abhängigkeit bewusst oder unbewusst Vorteile bringt.

Beispiele

Die Ehefrau, die seit zwei Jahrzehnten vor allem für Haushalt und Kinder da ist, nimmt hin, dass sich der Mann alles Mögliche rausnimmt. Sie fühlt sich von ihm, der das Geld nach Hause bringt, abhängig. Sie verzichtet darauf, sich aufzulehnen aus Angst, er könnte sie verlassen. Sie möchte auf keinen Fall Abstriche am gewohnten Lebensstil machen oder sich gar nach einem Job umsehen.

Hohe Arbeitslosenzahlen begünstigen, dass sich manche Arbeitgeber aufführen wie Möchtegern-Diktatoren und sich Arbeitssuchende „versklaven“ lassen, weil sie verinnerlicht haben, vom Arbeitgeber abhängig zu sein. Sie wollen Haus und Hof, Freunde und Bekannte nicht aufgeben, um eventuell woanders zu arbeiten. Sich in einer Gewerkschaft oder im Betriebsrat zu engagieren, kommt auch nicht in Frage. Der Arbeitgeber weiß es und nutzt es aus.

Das Gefühl der Abhängigkeit geht meist einher mit dem Gefühl von Kontrollverlust: zwei negative Gefühle, die sich gegenseitig verstärken.

Die Angst vor Kontrollverlust spielt bei manchen Menschen eine Rolle, bevor Sie die erste Hypnose erlebt haben. Und ich denke, dass gerade das gegenteilige Erlebnis einen Durchbruch bedeuten kann auf dem Weg, sich davon zu befreien. So wie man sich während einer Hypnose jederzeit selber aus einer Trance herausholen kann, ist es möglich, sich aus ungünstigen einseitig abhängig machenden Beziehungen zu befreien.

Das Gute dabei: Man muss keineswegs in jedem Fall den Job, den Partner oder was auch immer sofort aufgeben. Entscheidend ist die Veränderung der Einstellung zu sich selber. Hier erste hochwirksame Maßnahmen, die wie alles im Leben nur Erfolg bringen können, wenn Sie sie ANWENDEN, etwas TUN.

Auswege

Das menschliche Gehirn ist neuroplastisch, bis ins hohe Alter lernfähig. Gehirn und Geist beeinflussen sich gegenseitig. Nutzen Sie Ihren Geist, um Ihr Gehirn so zu verändern, dass es immer öfter die von Ihnen gewünschten Gefühle produziert. Die Grundlage: entsprechender von Ihnen gesteuerter Input. So funktioniert es:

AUFMERKSAMKEIT

  • Aufmerksamkeit ist der simple Prozess des aktiven Erkennens von Unterschieden. Lernen Sie, auch subtile Unterschiede wahrzunehmen.
  • Aktives Registrieren von Neuem wirkt belebend.
  • Aufmerksamkeit gegenüber Veränderlichkeit verstärkt das Gefühl, die Situation unter Kontrolle zu haben.
  • Die häufige Benutzung des Wortes ICH anstelle von MAN verstärkt das Gefühl der Kontrolle und führt zu Aktivität.
  • Gesteigerte Aufmerksamkeit  =  gesteigertes Wohlbefinden + Möglichkeit, Symptome/Dinge/Umstände zu beeinflussen.

Alternative zu abhängigem Verhalten: anfangen, gut für sich selber zu sorgen, subtile Veränderungen wahrnehmen (Aufmerksamkeit) + mehr von dem tun, was gut tut und damit Kraft für Veränderungen tanken.

Beispiel

Morgenmuffel, unter dessen mieser Laune jeden Morgen außer ihm die ganze Familie leidet.

Sie erinnern sich: Alles, was uns unterschwellig vermittelt, wir seien in jeder Hinsicht hilfsbedürftig, fördert Abhängigkeit, Passivität, Unaufmerksamkeit.

Deshalb:

Hören Sie auf, Ihre morgendliche schlechte Laune als von Gott gegeben zu betrachten.

Stattdessen:

Beobachten Sie, wie sich freie Tage, Feiertage, bevorstehende Annehmlichkeiten auf Ihre morgendliche Laune auswirken.

Finden Sie zunächst heraus, welche Umstände welche Variationen der schlechten Laune hervorrufen. Damit verändern Sie den Fokus - weg von der schlechten Laune hin zu den äußeren Faktoren, die diese beeinflussen.

Können Sie diese beeinflussen? Wollen Sie diese beeinflussen bzw. wollen Sie weiterhin davon abhängig sein? Falls es keine äußeren Umstände sind, die Ihre schlechte Laune hervorrufen, erforschen Sie Ihr Innenleben. Gehen Sie schrittweise vor.

Achtung Falle

Nicht gleich enttäuscht sein, wenn Sie nicht auf Anhieb vom Morgenmuffel zum Strahlemann mutieren. Wer sich enttäuschen lässt, macht sich wiederum abhängig. Bleiben Sie AUFMERKSAM und finden heraus, wann, woran und warum Sie scheitern, bleiben Sie aktiv. 

GIB, WAS DU BRAUCHST

Das Gefühl der Abhängigkeit hat seine Wurzel in der Kindheit. Ein kleines Kind erwartet zu Recht, dass die Erwachsenen seine Bedürfnisse befriedigen, ihm Liebe, Verständnis und Anerkennung schenken. Es kann auch nicht allein für seinen Lebensunterhalt sorgen, ist von den Eltern abhängig.

Wer sich weigert, erwachsen zu werden, ist weiterhin davon abhängig, dass die Außenwelt seine Bedürfnisse befriedigt.

Ein möglicher Schritt heraus: Gib, was du brauchst.

„Wenn wir Mohrrüben haben wollen, müssen wir Mohrrüben säen;

Wenn wir Radieschen haben wollen, müssen wir Radieschen sähen;

Wenn wir Liebe haben wollen, müssen wir Liebe säen;

Wenn wir Verständnis haben wollen, müssen wir Verständnis entgegenbringen;

Wenn wir anerkannt werden wollen, müssen wir Anerkennung geben;

Wenn wir uns geliebt fühlen wollen, müssen wir Liebe schenken.“

(aus Dan Millman: Die Goldenen Regeln des friedvollen Kriegers)

Achtung Falle

„Wehe, die Mohrrübe wächst nicht von allein und ohne Pflege. Ich war nett zu dir, also zeige dich jetzt erkenntlich – sofort.“

Auch hier ist Aufmerksamkeit von Vorteil. Das Prinzip ist keine Aufforderung, ein Helfersyndrom zu entwickeln oder zu pflegen. „Gib, was du brauchst.“ heißt auch, sich selber geben. Lernen Sie, sich selber gut zu behandeln. Wie sollen Ihnen z.B. andere Respekt und Anerkennung entgegenbringen, wenn Sie es selber nicht können und sich ständig abwerten?

Das Leben geht manchmal seltsame Wege. Gelegentlich kommt das, was man sät, auf Umwegen zu einem zurück. Wann haben Sie etwas bekommen, scheinbar ohne etwas dafür getan zu haben? Werden Sie aufmerksamer.

Braucht der Mensch einen Coach?

Frust auf der ganzen Linie, was tun?

  • Ihr unfähiger Chef treibt Sie regelmäßig zur Weißglut, der Depp, der keine Ahnung hat und auch keinen Blick dafür, wie wertvoll Sie für die Firma sind?
  • Ihr Partner  geht Ihnen mächtig auf die Nerven mit dem permanenten Genörgel, weiß nicht zu schätzen, was er an Ihnen hat?
  • Und überhaupt, niemand zollt Ihnen Anerkennung, versteht Sie, das ganze Leben ist …

Kennen Sie das?

Ihre Gedanken kreisen um diese oder andere negative Situationen. Leider bleibt es nicht dabei. Sie erleben die Situation: Ihr Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller, der Magen krampft sich zusammen, nachts wälzen Sie sich im Bett… Das wiederum verstärk den Frust – ein Kreislauf, aus dem es kein Entrinnen gibt?

Sie können nicht aussteigen. FALSCH: Sie wollen nicht aussteigen.

Woran liegt das? Einzig und allein an IHNEN. „Waaaaas? Noch so eine Besserwisserin, die mir einreden will, dass ich schuld an allem bin" mag der eine oder andere denken. Und der Frustpegel steigt ;)

Die Suche nach Schuldigen ist kontraproduktiv.

Beispiel

Kürzlich habe ich im Fernsehen ein Interview verfolgt mit einem jungen Mann, der infolge eines Unfalls querschnittsgelähmt ist. Während einer Fernsehsendung hatte er ein akrobatisches Kunststück gewagt, um eine selbst eingereichte Wette zu gewinnen.

Der Moderator konfrontierte ihn mit der verbreiteten Ansicht, dass der junge Mann die Verantwortung für den Unfall und dessen Folgen trägt und fragte ihn nach seiner Meinung dazu. Er antwortete, dass er diese Ansicht teilt, er sei schuld.

Der aufmerksame Moderator wies ihn darauf hin, dass er nicht von Schuld, sondern ganz bewusst von Verantwortung gesprochen hatte.

Der Begriff Schuld wird inflationär gebraucht, leider oft, wenn von Schuld keine Rede sein kann. Schuld ist jemand, der bewusst Schaden anrichtet. In Situationen, in denen die Ursachen für einen Schaden so komplex sind wie bei dem Unfall des jungen Mannes aus dem Beispiel ist es unangemessen, von Schuld zu reden.

Angemessen ist das Wort Verantwortung. Wer Verantwortung übernimmt, gibt zu, dass er einen Anteil an einer Angelegenheit hat. Das wiederum eröffnet Handlungsspielraum und befreit aus der Opferrolle.

Zurück zu den eingangs erwähnten Situationen. Was hilft? Hier einige Anregungen zum Umdenken:

Aussen wie innen

Ihr Umfeld verrät Ihnen viel über sich selber.

  • Ihr Chef ist unfähig, hat keine Ahnung, kann nichts? Das bezweifle ich. Zumindest kann er sich besser verkaufen als Sie. Oder warum sind nicht Sie an seiner Stelle? Ach, Sie wollen den Job gar nicht, sind nicht bereit, die erforderliche Qualifikation zu erwerben? Alles, was Sie wollen, ist meckern?
  • Ihre Partnerin nörgelt pausenlos an Ihnen rum? Wie verhalten Sie sich ihr gegenüber – aufmerksam, wertschätzend… Wohl kaum.
  • Niemand zollt Ihnen Anerkennung? Wirklich niemand? Also auch nicht Sie selber, oder? Ich kenne niemanden, der mit sich selber wertschätzend umgeht und dabei ständig von anderen übersehen und übergangen wird.

Darüber wollen Sie nicht nachdenken? Sie bleiben bei Ihren Begründungen (Ausreden) für Ihre ungeliebte Situation. Sie brauchen diesen Stützpfeiler für Ihr mangelndes Selbstwertgefühl. Alles, was hier steht, ist deshalb kalter Kaffee und gehört in den Ausguss. Und tschüss ;)

Sie lassen den Gedanken wenigstens probehalber zu, dass Ihr Leben auf eigenen Entscheidungen basiert. Ich gratuliere Ihnen, denn damit kommen Sie in Ihre Kraft. Wenn sich dennoch nichts ändert, liegt das woran? Sie tun nichts, denn der Preis für die Veränderung ist Ihnen zu hoch.

Beispiel

Der unzufriedene unterforderte Mitarbeiter bleibt in seinem Job. Jeder normale Mensch fragt sich doch, warum wechselt der nicht den Job, oder? Ganz einfach, das wäre UNBEQUEM, mit Anstrengungen verbunden, er müsste Gewohntes verlassen und Neuland erkunden. Das will er nicht, so schlimm ist es nun auch wieder nicht ;)

Ausweg Nr. 1

Bleiben Sie in der Opfer-Rolle, schieben Sie weiter Frust, aber geniessen Sie es. Jammern und schimpfen Sie nach Herzenslust, kultivieren Sie Ihr Dasein als armes Opfer und freuen Sie sich darauf, noch von Ihren Mitmenschen bedauert zu werden, wenn Sie längst im Grab liegen: "Er hatte es wirklich schwer, nun hat er es endlich geschafft. Amen." ;)

Ausweg Nr. 2

Sie ändern das Einzige, was Sie mit Sicherheit ändern können – sich selber. Einzige Bedingung: ein klares, deutliches „ICH WILL“.

Zurück zum Anfang:

Sie wollen sich nicht mehr zur Weißglut treiben lassen? Sie haben erkannt, dass dazu zwei gehören?

Wenn Sie das wirklich wollen, finden Sie garantiert Mittel und Wege. Die Welt ist voller Angebote, die sich erfahrungsgemäß nur dann zeigen, wenn jemand innerlich bereit ist, sie zu nutzen. Hier einige Möglichkeiten für Weißglut-Geplagte:

  • Atemübungen. Funktioniert nicht? Ich erinnere Sie: alles hat seinen Preis, z.B. ÜBEN.
  • Vor jedem Disput innerlich bis 10 zählen. Klappt auch nur, wenn man vorher übt.
  • Vor bekannten brenzligen Situationen Bachblüten nehmen. Rescue gibt es mittlerweile in Drogerien und sogar als Bonbons.
  • Die emotionale und soziale Kompetenz trainieren, denn wie es in den Wald hineinruft…
  • Sich eine Zeit lang intensiv mit sich selbst beschäftigen und sich selber auf die Schliche kommen, erhöht Ihre Selbstwirksamkeit.

Egal, was Sie TUN, Sie müssen etwas TUN. Das ist der Preis. Tun oder lassen. Sie haben die Wahl - immer wieder neu.

Ihr Chef kann Sie nicht mehr zur Weißglut treiben, dennoch bleibt er der Chef. Der Job ist der, der es ist und wird durch Ihr neues Verhalten auch nicht interessanter. Der Partner freut sich über Ihr neues Verhalten, nörgelt jetzt an den Kindern rum, die schlechte Stimmung zu Hause bleibt…

Sie haben immer wieder die Wahl. Und vielleicht sind Sie den Widersachern von heute eines Tages dankbar,  weil sie Ihnen geholfen haben, die Komfortzone samt Stillstand zu verlassen und sich weiterzuentwickeln. Auf zu neuen Ufern :)

Durch Hypnose zum geschäftlichen Erfolg, geht das?

Tja, Versprechungen gibt es viele… auch solche. Wobei sich Hypnose auch durch andere Methoden ersetzen ließe. Hier meine ganz persönliche Einstellung, nebst eigenen Erfahrungen.

Nach Jahren intensiver Ausbildung, inklusive regelmäßiger Selbsterfahrung und Auflösung eigener Blockaden, würde ich Ihnen folgendes antworten, wenn Sie mit diesem Anliegen zu mir kommen:

Die Wirtschaft ankurbeln mittels Hypnose können wir nicht. Das grenzt an Magie und übersteigt meine Fähigkeiten ;)

Was können wir mit Hypnose-Sitzungen für Ihren geschäftlichen Erfolg bewirken?

Besser als jede Theorie sind für mich Beispiele aus der Praxis.

Beispiel

Die Klienten aus den Beispielen sind generell anonymisiert, Rückschlüsse auf reale Personen sind ausgeschlossen.

Die Ausgangssituation

Ein Kleinunternehmer mit 3 Mitarbeitern hat das, wovon viele andere träumen: das Business boomt -Aufträge ohne Ende. „Ja und?“ mögen Sie sich fragen. „Wo ist das Problem?“

Die Probleme eines wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmers

Täglich 10 Stunden Arbeit, Samstags-Einsätze gehören zum Normal-Programm. Das respektlose Verhalten etlicher Auftraggeber ärgert ihn maßlos. Sie pfeifen, und er springt – ungeachtet der unrealistischen Frist zur Auftragserledigung oder der Uhrzeit: „Dann machen Sie eben eine Nachtschicht.“ Macht er.

Mit den Mitarbeitern verhält es sich ähnlich. Sie diktieren ihre Wünsche bezüglich Arbeitszeit und Aufgabenverteilung, er stimmt zu und verzichtet eben auf seinen freien Tag, wenn es „nicht anders geht“.

Ein Privatleben gibt es quasi nicht mehr. Wie auch? Die wenige Freizeit verwendet er, um seine Eltern besuchen und zu helfen, denn „das kann man schließlich von ihm erwarten“. Die Partnerin hat schon vor vielen Jahren die Flucht ergriffen. Einziger Rückhalt sind ein paar gute Freunde, die ihm ihr Ohr leihen, wenn er das Bedürfnis spürt, mal Dampf abzulassen. Für gemeinsame Unternehmungen, vielleicht mal verreisen, reicht schon wieder die Zeit nicht. Gut, dass es wenigstens treue Freunde gibt, die das tolerieren.

Das Anliegen

Als er zu mir kommt, ist er – Mann sein hin oder her - nicht mehr in der Lage, seine Fassade länger aufrecht zu halten. Unter Tränen schildert er mir: „So geht es nicht mehr weiter. Wenn ich so weitermache, bin ich in ein paar Jahren „reif für die Kiste“ und hängt die positive Formulierung seines Anliegens ran:

„Ich will endlich mal wieder Freude am Leben spüren. Ich will aufhören, für alle den Retter in der Not zu spielen. Ich will einen halbwegs geregelten Arbeitstag und die Wochenenden für mich.“ Er hat sich bereits so weit gedanklich mit seinem Problem beschäftigt, dass er formuliert: „Ich will meine kindlichen Prägungen aufarbeiten.“

Die hinter den Problemen steckenden Probleme

Harmoniesucht, „nur kein Streit, lieber mache ich, was andere wollen. Aussprachen? Igitt."

Neigung, für „alles und jeden“ die Verantwortung zu übernehmen, selbst für Dinge, die andere „verbaselt" haben, daraus resultierend eine permanente Überlastung.

Die Führungsrolle ist ihm suspekt, er will gemocht werden und hat Angst vor Ablehnung.

Das Ergebnis

einer intensiven Zusammenarbeit: 9 Sitzungen  á 90 Minuten über 3 Monate

Wir verzichten auf die ursprünglich vereinbarte 10. Sitzung, denn nach der 9. Sitzung weiß er beim besten Willen nicht, was er noch bearbeiten soll. Lachend erzählt er mir, wie gut es ihm geht. Der Hit: seine Freunde haben ihn auf einen Wochenend-Trip eingeladen und er hat spontan zugesagt. Seinen Eltern hat er kurz und knapp per Telefon mitgeteilt, dass er dieses Wochenende selber was vorhat. Man glaubt es kaum: sie hatten volles Verständnis :)

In seiner Firma hat er 2 neue Mitarbeiter eingestellt. Er arbeitet jetzt gemäß seinen Kernkompetenzen. Die lästige Büroarbeit erledigt ein Assistent. Es gibt eine klare Überstundenregelung, die für alle gilt, sowie eine eindeutige Aufgabenverteilung. Jeder ist mal dran, um kurzfristige Aufträge zu erledigen, auf die er nicht verzichten möchte. Er geht konsequent nach Hause, wenn seine Mitarbeiter an der Reihe sind.

Eine der beiden neuen Mitarbeiterinnen fügt sich nicht ins Team. Sie ist zwar noch nicht lange da, aber er hat beschlossen: „Wehret den Anfängen.“ Es gab eine Aussprache, bei der er klar und deutlich seine Erwartungen formuliert hat sowie die Konsequenzen, falls sie nicht bereit ist, sich zu ändern.

Die langjährigen Mitarbeiter haben ihm gesagt, er hätte sich verändert und daraus resultierend herrscht jetzt ein angenehmes Betriebsklima.

Und man mag es kaum glauben, er träumt davon, eine Partnerin zu finden… Nun, was daraus geworden ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Das Erfolgsgeheimnis? Aus meiner Sicht

  • der Wille eines Menschen, etwas zu ändern, vor allem sich selber
  • die Bereitschaft, etwas dafür zu tun und mit den entsprechenden Konsequenzen zu leben bzw. notwendige Änderungen in den Alltag zu integrieren
  • eine Portion Durchhaltevermögen, besonders bei Rückfällen, vor denen niemand zu 100% gefeit ist

Wie steht es bei Ihnen mit diesen Dingen?

Wenn die Last „liebgewonnene“ Gewohnheit ist, was dann?

Für Menschen, die zu Rückfällen neigen und sich nicht damit abfinden wollen

In diesem Zusammenhang hörte ich kürzlich eine Weisheitsgeschichte, die in etwa so ging:

Gott gab einer Gruppe Menschen die Möglichkeit, die Lasten, die sie täglich mit sich rumschleppen, abzulegen. Nachdem alle ihr Päckchen oder gar Paket abgegeben hatten, gab er den „Ring frei“ mit den Worten, jeder möge sich ein neues Päckchen aussuchen oder ohne weitergehen. Ehe er es sich versah, war jeder zu seinem Päckchen gestürzt und konnte es kaum erwarten, es wiederzubekommen.

Fazit:Das bekannte Päckchen lässt sich für viele leichter (er)tragen als die Freiheit.

Warum?

Einerseits liebt der Mensch Gewohnheiten.

Sie erleichtern das Leben, gestatten es, Dinge voll- oder halbautomatisch ablaufen zu lassen. Das spart Kraft und ist sinnvoll, solange der gewohnte Lauf der Dinge zufriedenstellt.

Andererseits ist die Freiheit mit Herausforderungen verbunden.

Man muss sich Gedanken machen, was man mit der gewonnenen Freiheit und daraus resultierenden Energie anfangen will. Vielleicht kennen Sie zumindest aus der Kindheit das Gefühl, nicht zu wissen, wohin mit der überschüssigen Kraft. Damals waren Ihre Möglichkeiten begrenzt – kein schönes Gefühl. Heute sind Ihre Möglichkeiten je nach Weltbild nahezu unbegrenzt. Heute sind vor allem Sie es, der/die sich begrenzt, wenn sich alte Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster-Muster durchsetzen.

Fazit:  Den Wert einer guten Rückfallprophylaxe, nachdem Sie eine Last abgelegt haben, kann man gar nicht oft genug betonen.

In der Hypnose lässt sich ganz gut vorwegnehmen wie der weitere Weg eines Menschen verlaufen wird, nachdem sein Ziel in den Sitzungen erreicht wurde. Ich biete eine „Zukunftsschau“ an -  nach Bedarf in die nahe und ferne Zukunft und mit unterschiedlicher Intensität.

Dabei stelle ich deutliche Unterschiede fest. Es gibt Menschen, die genießen diesen Teil ganz besonders. Und es gibt Menschen, die sind nicht willens, sich eine Zukunft ohne ihr Problem vorzustellen. Die dahinter verborgenen inneren Widerstände wollen sie meist auch nicht bearbeiten oder wenigstens anschauen.

Beispiel

Eine junge Frau ist seit Jahren depressiv. Die Beschäftigung mit der Depression ist für sie mehr oder weniger zum Lebensinhalt geworden. Obendrein hat ihr die Krankheit beträchtliche Vorteile verschafft. Sie geht nicht mehr arbeiten, die Familie behandelt sie wie ein rohes Ei. So viel Rücksichtnahme und Zuwendung hat sie in ihrer Kindheit schmerzlich vermisst. Jetzt bekommt sie das lang Ersehnte - dank Depression.

Ohne Depression würde sie mit ziemlicher Sicherheit folgendes erwarten:

  • Sie müsste wieder arbeiten in einem Beruf, der ihr nicht gefällt, oder sich beruflich neu orientieren.
  • Die Familie wünscht sich gegenseitige Rücksichtnahme und Aufmerksamkeiten.
  • Ihr Mann hat bereits signalisiert, dass er auch mal eine Auszeit brauchen könnte.

Manche entscheiden in einer solchen Situation bewusst, dass sie ein bekanntes Leben mit dem bekannten Problem einem Leben mit neuen Herausforderungen vorziehen. Diese Entscheidung  kann die Lebensqualität steigern, wenn ein Mensch die Verantwortung dafür übernimmt:

„Alles im Leben hat seinen Preis. Und ich bin nicht willens, den Preis zu zahlen. Deshalb lasse ich es lieber wie es ist.“ Auch das kann Erleichterung mit sich bringen, weil die Dinge nicht mehr unbewusst ablaufen und durch das Übernehmen der Verantwortung für die Situation die Opferrolle ein Stück weit aufgegeben wird.

Fazit:Solange ein Leiden mit handfesten Vorteilen verbunden ist, kann Heilung kaum gelingen und lässt sich schon gar nicht von außen erzwingen. Vorteile sind nicht immer offensichtlich, jedoch immer vorhanden, wenn jemand permanent ins alte Muster zurückfällt.

Experiment

Kreieren Sie einen Tagtraum.

Stellen Sie sich eine Zukunft vor ohne das eine oder andere Handikap, das Sie derzeit hindert, einen Wunsch/Plan zu realisieren. Spielen Sie Kind, fantasieren Sie ohne sich einzuschränken. Der Realitäts-Check ist wichtig, kann jetzt aber warten.

Ist diese Zukunft attraktiv für Sie? Malen Sie sich diese Zukunft in großen bunten Farben. Stellen Sie sich vor, wie es Ihnen dann geht, wie Sie fühlen, was Sie fühlen. Welche Gedanken bewegen Sie?

Wenn es gelingt, lassen Sie vor Ihrem inneren Auge einen entsprechenden Film laufen. Sie allein sind der Autor. Springen Sie am Ende gedanklich rein. Wie ist es, in diesem Film die Hauptrolle zu spielen?

Wer sich dabei gut fühlt und diesen Film regelmäßig, z.B. vor dem Schlafengehen, abspult und dabei mit allen Sinnen eintaucht, erzielt eine Sogwirkung. Das Unterbewusstsein sucht und findet Möglichkeiten, diesen Traum realisieren. Sie fangen an, mehr oder weniger automatisch die notwendigen Schritte zu gehen. Plötzlich haben Sie Ideen und Einfälle, Begegnungen, die Ihnen helfen. Sie spüren Tatkraft und nutzen diese. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie feststellen, dass Ihr Ziel näher rückt :)

„An der Wurzel packen?“

fragt Petra Schuseil in ihrem Lebenstempo-Blog.

Die technische Hürde, dort einen Kommentar zu hinterlassen, war mir zu hoch. Die Frage hat mich zum Nachdenken angeregt, weshalb ich sie hier aufgreife.

Ich war lange Zeit in meinem Leben stolz darauf, in meiner inneren Wahrnehmung keine Wurzeln zu haben, jederzeit die Koffer packen zu können und loszuziehen. Das hat es mir leicht gemacht, mich äußeren Umständen anzupassen und mich zu verändern, wenn es auf der gewohnten Spur scheinbar nicht mehr weiterging.

Hinter mir liegen etliche radikale Wechsel. So manches Mal habe ich mein Umfeld damit geschockt, bereut habe ich keins meiner „Experimente“. Die damit verbundenen Lernerfahrungen möchte ich nicht missen. Nachdem ich die 40 überschritten hatte, wurde mir allerdings bewusst, dass ich die eine oder andere Wurzel nicht nur gepackt, sondern auch gekappt hatte, um mich auf die Flucht zu begeben. Das Wissen, jederzeit flüchten zu können, schenkte mir das Gefühl von Unabhängigkeit, das mir viel bedeutet.

Seit etlichen Jahren muss ich weder flüchten, noch Wurzeln radikal entfernen. Ich habe begriffen, dass mir die äußeren Umstände, die mich früher zur Wurzelschere greifen ließen, vielfach meine innere Einstellung zu den Dingen gespiegelt haben. Deshalb habe ich die Taktik geändert.

Übrigens, Flucht hatte oft den unangenehmen Nebeneffekt, dass ich an anderen Orten, in anderen Berufen, mit anderen Menschen ähnliche Erlebnisse hatte wie zuvor ;) Heute verstehe ich die Hintergründe und entscheide bewusst, ob ich meine Wurzeln umpflanze. Ausreißen und abschneiden behalte ich mir für „Extremfälle“ vor, die es mit dieser Einstellung seit längerem nicht mehr gibt. Die Wurzeln, auf die es wirklich ankommt, sucht und findet ein Mensch sowieso besser in sich als außerhalb.

Zum gedanklichen Durchbruch in dieser Richtung verholfen hat mir das Buch „Ohne Wurzeln keine Flügel“ von Berthold Ulsamer, das ich vor Jahren in Zusammenhang mit meiner systemischen Ausbildung gelesen habe. Heute kann ich bestätigen, dass der Titel dieses Buches eine tiefergehende Wahrheit wiederspiegelt. Ich habe es nämlich nicht beim Lesen belassen und nutze die Erkenntnisse nicht nur zum Wohl meiner Klienten, sondern auch für mich.

Seine Wurzeln zu kennen, die von dort kommende Kraft für sich nutzbar  machen - ohne belastendes Beiwerk – verleiht tatsächlich Flügel :) Ich höre in regelmäßigen Abständen von Altersgenossen: „Wie machst du das alles?“ Gemeint ist, woher ich die Energie nehme, Projekte zu realisieren während andere auf der Couch ächzen während ich frisch und munter das nächste Ziel anvisiere statt mich auf die Rente vorzubereiten ;)

Fazit: Die Wurzeln können – richtig genutzt - eine unerschöpfliche Energiequelle sein.

Wenn Sie den Zugang zu dieser Energiequelle finden wollen, biete ich Ihnen vor allem systemische Hypnose an. Um dauerhaft genug Energie zu haben, brauchen Sie nach meiner Erfahrung zusätzlich etwas im Leben, wofür Sie sich von Herzen begeistern können. Dass es sinnvoll ist, sich regelmäßig Ruhe zu gönnen, ist für mich so selbstverständlich, dass ich darauf verzichte, ausführlich darauf einzugehen.

Kennen Sie Ihre Energiequellen? Sprudeln diese mit oder ohne Ihre Wurzeln? Ihre Erfahrungen interessieren mich.

Wie Sie Ihren Erfolg garantiert sabotieren

weiß Mirsakarim Norbekov. Dabei genügt es, 1-2 der folgenden Punkte einzuhalten:

Indem Sie sich entscheiden, auf keinen Fall an sich und Ihrem Charakter zu arbeiten.

Meine Schlussfolgerung: „Ich bin wie ich bin, und das ist gut so,“  wäre die passende innere Einstellung.

Die will ich Ihnen auf keinen Fall ausreden. In jungen Jahren hatte ich auch mal eine Phase, in der ich hoffte, mich nicht verändern zu brauchen und dennoch die gewünschten Ziele erreichen zu können. Gott sei dank wußte es mein Vater besser und ich griff seine Anregung, an mir zu arbeiten, beizeiten auf.

Sie wollen sich nicht ändern, sondern erreichen, dass ich Ihren Charakter runderneuere, nämlich durch Suggestionen während Sie in Hypnose vor sich hindämmern? Dieses Anliegen wurde tatsächlich an mich herangetragen. Auf solche Experimente habe ich so gar keine Lust, obendrein wird es nicht funktionieren.

Der Charakter lässt sich nach meiner Erfahrung am ehesten formen, wenn Sie an sich arbeiten. Und das kann sogar Spaß machen. Jedenfalls mir macht es Spaß, mich weiterzuentwickeln, zumal das Wort Arbeit bei mir positiv belegt ist. Wann haben Sie zuletzt an sich gearbeitet und mit welchem Ziel?

Natürlich können Sie auch während einer interaktiven Hypnose-Sitzung an sich arbeiten.  

Indem Sie auf Hilfe von außen WARTEN.

Sich helfen lassen, ist OK. Darauf warten, macht das Eintreffen von Hilfe eher unwahrscheinlich, denn Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Besser wäre es, Sie nehmen sich vor, Hilfe zu finden. Damit ist Ihr Fokus ein anderer. Sie werden aktiv und sind offen für bereits vorhandene Möglichkeiten.

Indem Sie Ihre Bequemlichkeit und Ihr „Scheiß-drauf-Verhältnis“ zu sich selber kultivieren.

Harte Worte, könnten von mir stammen, denn manchmal möchte ich glatt vom Stuhl fallen, wenn ich im Vorgespräch höre, wie Menschen mit sich umgehen. Beispiele gefällig? Sie schießen sich ab, zwingen sich, zu funktionieren, kriegen nichts auf die Reihe, sind Weicheier… Den Rest überlasse ich Ihrer Phantasie.

Die Seele von Menschen, deren innerer Dialog regelmäßig negative Wertungen enthält, reagiert, und zwar mit depressiver Stimmung. Eine adäquate Reaktion, finde ich.

So wundere ich mich auch nicht, wenn jemand, der sich permanent zwingt, zu funktionieren, in einem Burnout landet. Da tritt der Körper auf die Notbremse, weil der „Eigentümer“ sich weigert, innezuhalten.

Indem Sie alles tun, um sich nicht von der Masse - den Normalen - abzuheben, sich dem Gesetz der Herde beugen, ein Leben als Konsument führen, auf keinen Fall aktiv werden oder sonst wie hervorstechen, denn Erfolg macht einsam.

Kennen Sie den Satz: „Neid muss man sich verdienen, Mitleid gibt es umsonst?“

Ich habe durchaus Verständnis, dass jemand normal sein will. Nur wer entscheidet, wer normal ist und wer nicht? Wen lassen Sie darüber entscheiden, ob Sie normal sind? Wie wäre es damit, den Spielraum, den dieses Wort gewährt, zu nutzen und zu denken: „Alles, was mir gut tut und womit ich niemandem vorsätzlich schade, ist normal und damit erlaubt?“

Ich treffe regelmäßig Menschen, die sich nicht mit einem „normalen“ Tagesablauf wohlfühlen. Sie arbeiten lieber abends oder nur einen Teil des Jahres. Was spricht dagegen? Meistens die Vorwürfe von Eltern und Verwandten. Ich erlaube mir dann die Frage: „Wäre es nicht besser, zu sich zu stehen und für diesen Zweck Selbstbewusstsein zu entwickeln statt sich zu einem frustrierenden geregelten Arbeitstag zu zwingen?“ Meist gibt es Alternativen, oder man findet sie eben.

Wenn jemand mit dem Anliegen zu mir kommt, dass er/sie endlich normal sein will, frage ich erst mal, was denn normal ist und woher jemand weiß, was normal ist. Dabei stellt sich meist sehr schnell heraus, dass es eher darum geht, zur Zufriedenheit anderer zu funktionieren, sich an Maßstäben anderer zu orientieren – aus Angst, die Zugehörigkeit einzubüßen und einsam zu sterben ;) Also, dagegen ist ein Kraut gewachsen, z.B. systemische Hypnose.

Indem Sie ein für allemal darauf verzichten, sich selbst zu verwirklichen.

Ihre Rechtfertigung könnte sein: „Das ist was für Spinner und Idealisten. Ich lebe in der Realität.“

Ach ja? Ist nicht auch die Realität für jeden eine andere? Also, meine Realität war vor 10 Jahren noch eine andere als heute, und ich habe selber dafür gesorgt. Meine Erfahrung dabei: Nicht jedes Detail lässt sich planen und trifft haargenau ein, aber die Richtung, in der sich Ihre Realität entwickelt, entscheiden Sie allein.

Manche Dinge dauern eventuell etwas länger. Bei mir ist das so. Dafür genieße ich heute den Weg mehr als früher und kann gut damit leben, dass es so ist. Geduld gehört zwar immer noch nicht zu meinen größten Tugenden, aber ich habe dazugelernt.

Indem Sie, wenn Angst hochkommt, sofort die Flucht ergreifen, besonders dann, wenn Ablehnung durch andere zu befürchten ist.

Tja, da erinnere ich sie an das Thema „Zugehörigkeit“, ein menschliches Grundbedürfnis. Wollen Sie wirklich zu einer Gruppe gehören, die Sie ausstößt, wenn Sie mal gegen den Strom schwimmen? Falls ja, habe ich eine Empfehlung: Militärisch und dogmatisch organisierte Gruppen geben Ihnen sicher Halt ;)

Indem Sie positive Erfahrungen schnellstmöglich vergessen und Wiederholungen vermeiden, damit sich ja keine neuen Gewohnheiten etablieren.

Im menschlichen Gehirn hinterlassen Denkgewohnheiten Spuren. Stellen Sie sich vor, Sie fahren 10 Jahre lang auf demselben Weg zur Arbeit. Morgen haben Sie einen neuen Job und müssen in die Gegenrichtung. Nach 5 Minuten Fahrzeit stellen Sie fest, Sie haben automatisch die gewohnte Richtung eingeschlagen.

Fazit: Sie können sich selber „umprogrammieren“ und Rückfälle reduzieren oder gar vermeiden, indem Sie in der Anfangsphase bewusst Warnleuchten wie verrückt blinken lassen, wenn das Alte auftaucht.

Indem Sie fleißig hoffen statt handeln, denn „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ - nämlich, wenn Sie längst nicht mehr da sind.

Das Prinzip Hoffnung ist in vielen Situationen gut, als alleinige Lösung wohl eher für Kriegs- und andere Katastrophenszenarien geeignet, wenn Sie auf nichts anderes zurückgreifen können.

Sind Sie kurz davor, vor Empörung tot umzufallen? Oder habe ich Sie ein klein wenig motiviert, die eine oder andere Einstellung zu überdenken? Zwei Punkte habe ich noch.

Indem Sie permanent undankbar sind, auch sich selbst gegenüber.

Indem Sie in erster Linie an allem zweifeln: „Hilft es oder hilft es nicht?“ – garantiert nicht ;)

Ähnlich verhält es sich mit der Einstellung, es versuchen zu wollen. Mein Tipp: TUN sie es statt zu versuchen. Mit dem Versuch ist der Misserfolg meist vorprogrammiert. Mit der Entscheidung, etwas zu tun, senden Sie Ihrem Unterbewusstsein ein ganz anderes Signal. Spüren sie das?

Weitere Kommentare zu den genannten „Misserfolgs-Strategien“ überlasse ich Ihnen und freue mich über Ihre Meinung, auch wenn Sie mir Paroli bieten.

Quelle: Mirsakarim Norbekov „Eselsweisheiten"

Was Sie in Ihrem Leben unbedingt erreichen sollten oder

Was Sie am Ende Ihres Lebens bereuen würden

Der Tod bringt ans Licht, „Was Sterbende am meisten bereuen“. (Online-Artikel von tagesanzeiger.ch: 2017 nicht mehr online)

1. «Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.»

2. «Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.»

3. «Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.»

4. «Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben.»

5. «Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein.»

Fehlt Ihnen der Mut dazu? Gibt es ein inneres Verbot, Wünsche zu realisieren? Vielleicht wissen Sie gar nicht, was Sie wollen.

Hypnose eignet sich hervorragend, Blockaden aufzuspüren und aktiv aufzulösen. Auf meiner Website gibt es eine Übung, die Ihnen hilft herauszufinden, was Sie wirklich wollen und tun sollten – bevor es zu spät ist.

Machen Sie es sich ungestört bequem, dann klicken Sie hier und lassen sich führen:

Audio-Datei

Sie erhöhen die Wirkung, wenn Sie sich anschließend Ruhe gönnen und Ihre Erkenntnisse 2-3 Tage sacken lassen.

Wie Sie sich aus einer Problem-Trance befreien

Möglichkeiten gibt es viele. Der Hauptgrund, zu scheitern: ungenutztes Wissen, denn

es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

In einer Problem-Trance befinden Sie sich, wenn Ihre Wahrnehmung eingeengt ist auf ein Problem. Das Ergebnis: trübe Stimmung, aber keine Lösung des Problems.

Versuchen Sie es in solchem Fall doch mal mit der Wunderfrage.

Experiment

Stellen Sie sich vor, es wäre der Fall … Sie sind am Morgen aufgestanden, Sie haben Ihren Tag in gewohnter Weise verbracht, sind den üblichen Tätigkeiten nachgegangen, haben zwischendurch etwas gegessen und sich eventuell die eine oder andere Pause gegönnt, vielleicht beim Fernsehen oder beim Zeitunglesen, um schließlich wie gewohnt ins Bett zu gehen.

Sie gehen ins Bett, und während Sie schlafen geschieht ein Wunder, dass dafür sorgt, dass Ihr Problem verschwunden ist, wenn Sie aufwachen. Sie wachen auf. Wie stellen Sie fest, dass Ihr Problem gelöst ist?  Erzählen Sie etwas darüber.

Denken Sie dabei an verschiedene Bereiche Ihres Lebens. Beschreiben Sie, woran Sie merken, dass Ihr Problem gelöst ist:

Wie würde sich das auf Ihren Tagesablauf auswirken?

Was würden Sie denken?

Wie würden Sie sich fühlen?

Wie würde sich das auf Ihre Beziehung zu anderen Menschen auswirken?

Wie wäre Ihre Einstellung zu sich selber?

Was würden Sie noch anders machen? Es gibt immer etwas. Hinterfragen Sie Ihre Antworten. Gehen Sie ins Detail.

Tipp

Falls zwischendurch die gewohnten Negativ-Gedanken auftauchen:

Das ist in Ordnung, betrachten Sie sie einfach als Begleitmusik. Registrieren Sie diese Gedanken und fahren Sie fort. Schließlich lassen Sie sich von winterlichen Kälterekorden auch nicht davon abhalten, wichtige Dinge, z.B. Lebensmittel einkaufen, zu erledigen, oder?

Hintergrund

Statt Verantwortung für das Problem zu übernehmen und sich dadurch zusätzlich mies zu fühlen, weil Schuldgefühle auftauchen, übernehmen Sie die Verantwortung für die Lösung. Sie wechseln von einer Problem-Trance zu einer Lösungs-Trance.

Der Hit wäre natürlich, wenn Sie gleich die eine oder andere gewonnene Erkenntnis in die Tat umsetzen :)

Erste Hilfe in emotional schwierigen Momenten

Wie innen, so außen. Sicher wissen Sie, dass Körperhaltung, Mimik, Gestik, Stimme Ihre Gefühle wiederspiegeln. Wenn nicht, fangen Sie an, sich zu beobachten.

Wie sitzen Sie während Sie diesen Artikel lesen? Gerade, mit aufrechtem Kopf? Oder eher zusammengekauert, schief, von unten herauf zum Bildschirm linsend?

Was spüren Sie? Neugier, Interesse? Fatalismus: „Schon wieder so ein Psycho-Sch…“

Ist die Stimmung im Keller, verändern Sie für ca. 10 Minuten Ihre Körperhaltung… und staunen Sie :)

Noch wirksamer

Test 1

Gehen Sie einige Minuten forschen Schrittes im Raum hin und her: erhobenen Hauptes, Brust raus, verwegener Blick – wenigstens ansatzweise ;)

Spüren Sie die Veränderung? Das funktioniert immer und bei jedem :) Es ist unmöglich, sich mit einer selbstbewussten Körperhaltung weiterhin unsicher, voller Angst etc. zu fühlen.

Das Beste: Sie spüren die Veränderung nicht nur, sondern strahlen sie aus. Nur Mut: testen Sie das in Ihrem Umfeld und beobachten Sie die Reaktionen.

Eine tolle Möglichkeit, sich auf schwierige Gespräche und Situationen vorzubereiten.

Für Denker, Logiker, Skeptiker, Mathematiker, Informatiker, Theoretiker, Autoren wissenschaftlicher Abhandlungen und andere Zweifler, die noch glauben, das Denken wäre die höchste Instanz:

Versuchen Sie, bei gebückter Körperhaltung mit gebeugten Schultern und hängendem Kopf eine gehobene Stimmung herbeizudenken - rein kognitiv, analytisch, strukturiert und prozessorientiert. Das wiederum funktioniert nicht. Es sei denn, Sie bekommen infolge der damit verbundenen Erkenntnis einen Lachanfall und richten sich automatisch auf :) Womit bewiesen wäre:

Mit dem Verstand lassen sich die Folgen unbewusst ablaufender Prozesse, die sich in der einen oder anderen Stimmung manifestieren, nicht beeinflussen.

Sie glauben mir nicht? Dann versuchen Sie mal, einen panischen Menschen mit logischen Argumenten von seiner Angst zu befreien oder einen depressiven von seiner Depression. Oft wird es dadurch sogar schlimmer.

Für die ganz Bequemen

Test 2

Wenn Sie ein unerklärlicher Anflug von Trübsinn überfällt:

Schauen Sie in den Spiegel und ziehen Sie künstlich die Mundwinkel hoch. Zwingen Sie sich, wenn nötig, dazu. Betrachten Sie es als muskuläre Anspannung, denn nichts anderes ist es. Stellen Sie eventuell eine Uhr in Sichtweite. Halten Sie einige Minuten durch und lassen Sie sich wieder von der unausweichlichen Wirkung überraschen :)

Wem das alles nicht schmeckt, für den habe ich noch einen letzten 1.-Hilfe-Tip für emotional schwierige Momente: die Sedona-Methode.

Fazit

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Wir müssen nur ;) erkennen, was sich für uns eignet und diese Methoden konsequent anwenden.

Wann und warum Sie Ihrer Intuition auf keinen Fall trauen sollten

Woran erkennen Sie intuitive Reaktionen, Entscheidungen, intuitives Handeln?

Am Zeitfaktor. Sie erfolgen in den Bruchteilen einer Sekunde bevor das rationale Denken einsetzt.

Eine interessante Frage lautet: Sollten Sie darauf hören bzw. können Sie sich darauf verlassen, um optimale Ergebnisse zu erzielen?

Darauf gibt es eine eindeutige Antwort. Ja, wenn Sie auf dem Gebiet, auf dem Sie Ihre Intuition nutzen wollen, Experte sind.

Beispiel

Nach jahrzehntelanger Ehe sind die meisten zusammenlebenden Paare Experten für ihren Partner ;) Das äußert sich z.B. darin, dass Sie intuitiv wissen, was der andere will oder denkt, bevor er/sie es ausspricht. Die Trefferquote liegt deutlich über dem Zufall.

Kürzlich wurde im Fernsehen eine Sendung ausgestrahlt, in der Experimente  zum Thema Intuition vorgestellt wurden.

Experiment 1

Ein Profi-Basketballspieler schaut sich aufgezeichnete Spiele an. Diese werden willkürlich angehalten. Er muss in dem Sekundenbruchteil, in dem die Intuition zum Einsatz kommt, die bestmögliche Entscheidung für die erfolgreiche Fortsetzung des Spiels treffen.

Anschließend hat er für diese Aufgabe so viel Zeit, dass das rationale Denken einsetzen kann und die Entscheidung beeinflusst.

Seine intuitiven Entscheidungen waren eindeutig besser.

Experiment 2

Eine erfahrene amerikanische Topmanagerin befindet sich während einer Besprechung in der ca. 37. Etage eines Bürohauses. Es gibt einen Knall, Rauch steigt auf. Lautsprecherdurchsagen mit Erklärungen bleiben aus.

In Sekundenbruchteilen entscheidet sie, ihr Team zu evakuieren und führt ihre Mitarbeiter durch ein rauchvernebeltes Treppenhaus sicher nach unten – die richtige Entscheidung. Unten war eine Bombe explodiert.

Solche Berichte veranlassen Menschen, die Intuition generell über den Verstand zu stellen. Dabei übersehen oder verdrängen sie einen entscheidende Faktor des Erfolgs: das Expertenwissen.

Nur Experten auf einem Gebiet treffen intuitiv bessere Entscheidungen.

Warum spielt der Experten-Status für die Intuition so eine große Rolle?

Intuitive Entscheidungen werden aus dem Unterbewusstsein gespeist. Das Unterbewusstsein speichert sämtliche Erfahrungen. Wenn es zu einem Thema nichts oder zu wenig gibt, kann kaum Brauchbares dazu rauskommen. So einfach.

Beispiel

Zur Erklärung zurück zum Leben eines Paares. Ein Paar ist erst kurze Zeit zusammen. Je nach Intensität der Kommunikation hat jeder erst relativ wenig Erfahrung mit dem Partner. Dennoch bilden sich beide ein, sich gut zu kennen. Eine voreilige Schlussfolgerung, weil unterbewusst eine unpassende Datenbank angezapft wird.

Beide haben durchaus langjährige Erfahrungen mit Beziehungen, vor allem mit den eigenen Eltern und eventuell mit früheren Partnern. Und da beginnt oft das Übel. Diese Erfahrungen werden ungeprüft auf den neuen Partner übertragen. Dem Partner werden unterbewusst und automatisch Dinge zugeschrieben, die auf Erfahrungen mit anderen Personen basieren – wegen der Stimme, Mimik, Gestik… die an andere erinnern.

Wie gesagt, das geschieht unterbewusst, also intuitiv. Ebenso intuitiv fällt die Reaktion aus, meist unangemessen. Die unterbewusst gespeicherten Informationen und angehäuften Erfahrungen haben nämlich nichts mit dem aktuellen Partner zu tun. Über den Partner gibt es schlicht und ergreifend zu wenig Informationen, vor allem zu wenig Informationen, die einem Realitätstest unterzogen wurden.

Was wäre die Lösung?

Sie erinnern sich: Experte werden und bis dahin öfter den Verstand einschalten  - oder in Hypnose herausfinden, was da so zu einzelnen Themen im Unterbewusstsein schlummert ;)

Echtes Kennenlernen zwischen zwei Menschen ist nur möglich, wenn die Vorannahmen geprüft werden - eventuell aus Feigheit und Bequemlichkeit eine unüberwindbare Hürde. An das Projizieren und Interpretieren hat man sich gewöhnt. Und Gewohnheiten, ach ja, auch ein unerschöpfliches Thema, sind hartnäckig.

Für diejenigen, deren Unterbewusstsein jetzt Betroffenheit signalisiert, weil es ahnt, dass dem Partner Unrecht getan wird, hier eine kleine Übung:

Test

Schließen Sie die Augen. Stellen Sie sich vor, vor Ihnen steht Ihr/e Partner/in und hinter Ihnen Ihr gleichgeschlechtliches Elternteil. Wählen Sie einen Abstand, der Ihnen erlaubt, beide gut zu sehen, wenn Sie in die jeweilige Richtung schauen.

Schauen Sie erst Ihren Partner eine Weile an. Drehen Sie sich gedanklich um und schauen dann Ihren Elternteil eine Weile an. Wechseln Sie anschließend eine Weile hin und her.

Können Sie beide gut unterscheiden? Spüren Sie die Grenzen und Unterschiede? Denken Sie, wenn Sie einen von beiden betrachten, an den anderen? Gibt es Muster, die in der Beziehung zu beiden auftauchen?

Den Partner auf unterbewusster Ebene mit einem Elternteil zu verwechseln und z.B. bei seinem Anblick intuitiv in die Kinderrolle zu schlüpfen, gefolgt von kindlichen Emotionen und dazu passenden Reaktionen, birgt reichlich Sprengstoff für eine Beziehung.

Experte werden Sie, wenn Sie Vorurteile, Interpretationen und Annahmen hinterfragen und einem Realitätscheck  unterziehen.

Spannende Frage:

Welche Beziehung haben Sie zu sich selber?

Leben Sie Ihr Leben oder richten Sie sich nach Vorstellungen, Forderungen, Ansprüchen anderer? Mit anderen Worten: wissen Sie, was Sie in Ihrem Unterbewusstsein über sich gespeichert haben? Solange Sie es nicht wissen, empfehle ich auch in diesem Fall: ergänzen Sie Ihr Bauchgefühl, nutzen Sie auch Ihren Verstand und das logische Denken.

Beispiel

Jemand fühlt sich als Versager, weil er nicht studiert hat. Die Realität ignoriert er: Er hat eine Lehre erfolgreich abgeschlossen, eine Familie gegründet, ist erfolgreich im Beruf. Kein Grund, sich als Versager zu fühlen, wäre da nicht die innere Stimme.

Kürzlich wurde ihm eine anspruchsvollere Tätigkeit angeboten. Er zögert, fühlt sich der Aufgabe nicht gewachsen, weil sein Unterbewusstsein ihm einflüstert: „Du kriegst eh nichts auf die Reihe, Versager.“

Daran hat er sich so gewöhnt, dass er es ungefiltert glaubt und seine Erfolge kaum wahrnehmen kann, nur weil er nicht studiert hat.

Das Gefühl, ein Versager zu sein, stammt aus seiner Kindheit. In seiner Familie war es über Generationen Brauch, zu studieren, denn: „Wer nicht studiert, ist ein Versager.“ Das prägt.

Fazit

Wenn Sie Experte auf einem Gebiet sind, können Sie mit intuitiven Entscheidungen viel Zeit und Aufwand sparen.

Solange Ihnen die Basis dafür fehlt, bauen Sie besser zusätzlich auf Ihren Verstand – vorausgesetzt, Sie können beides voneinander unterscheiden :)

Wenn Vergebung krank macht

Vergebung. Was ist das? Wunderwaffe im Ringen um seelische Balance? Oder gar notwendige Voraussetzung, um alte Wunden zu heilen?

Vielleicht sind Sie in Berührung gekommen mit Colin Tippings Methode zur „radikalen Vergebung“. Wenn Sie damit Erfolg hatte, freue ich mich für Sie. Ansonsten gilt wohl auch hier: die universelle „Wunderwaffe“, das Allheilmittel schlechthin gibt es leider nicht (:

Es wäre auch schlimm, wenn ohne Vergebung nichts ginge. Was täten diejenigen, die damit nicht weiterkommen? Mir scheint, mit der Vergebung verhält es sich wie mit der Liebe. Beides ist nicht machbar im Sinn von lässt sich nicht erzwingen, und stellt sich schon gar nicht auf Kommando ein.

Jemanden zu lieben, kann ein Mensch  eventuell im Lauf einer sich entwickelnden Beziehung lernen, Vergebung eher nicht. Vergebung stellt sich mehr oder weniger von allein ein – infolge eines inneren Prozesses, bei dem alte Wunden verarbeitet werden konnten. Dann ist Vergebung meiner Erfahrung nach ein Geschenk, dass tiefen inneren Frieden zur Folge haben kann, aber keineswegs notwendige Voraussetzung für inneren Frieden oder seelische Gesundheit.

Für die Heilung alter Wunden, die in meiner Praxis meist die Ursache für Depressionen, Unzufriedenheit mit sich und alle möglichen Symptome sein können, ist Vergebung keineswegs erforderlich. Ich nehme an, dass solche ungeprüften Behauptungen auf dem Boden einer Religiosität oder Spiritualität gedeihen, bei denen Behauptungen und Annahmen gleichgesetzt werden mit Wahrheiten – mit fatalen Folgen.

Übrigens, das ist bei Colin Tipping und seiner "radikalen Vergebung" nicht der Fall. Zumindest hat er bei einem Vortrag, den ich gehört habe, gesagt, dass seine Methode auf einer „verrückten Idee“ basiert.  Das ist für mich OK, Mut zu Neuem, der nützlich ist, solange eine Idee geprüft und hinterfragt werden darf.

Ein berührendes Beispiel aus meiner Praxis, bei der eine Idee weder geprüft noch hinterfragt wurde

Eine Frau ist wegen einer stets wiederkehrenden aggressiven Erkrankung in medizinischer Behandlung. Ungeachtet der Schwere der Krankheit ist es den Ärzten dreimal mit Hilfe von Medikamenten und konventionellen Therapien gelungen, die Krankheit vollständig zurückzudrängen – ohne dauerhaften Erfolg. Daraufhin rät man der Frau, sich um eine Psychotherapie zu bemühen, weil psychische Auslöser vermutet werden.

Die Frau kam zu mir mit der Vorstellung, dass Vergebung das Allheilmittel schlechthin wäre. In ihrer Lebensgeschichte gab es tatsächlich eine Menge Menschen, die ihr schwere Verletzungen zugefügt hatten. Diesen Menschen wollte sie um jeden Preis vergeben. Der Gedanke war zur fixen Idee geworden.

Die Frau war unter widrigen Umständen aufgewachsen. Dass sie überleben konnte, war wohl der unglaublichen kindlichen Fähigkeit zur Resilienz zu verdanken.

Ganz kurz: Die Resilienzforschung beschäftigt sich damit, dass einige Kinder ungeachtet schwieriger Umstände gedeihen oder zumindest ohne schwerwiegende Folgen überleben können.

Zurück zum Thema.
Die erwähnte Frau hatte überlebt, allerdings mit an Schwere zunehmenden Symptomen und Erkrankungen. Vergebung sollte nun Abhilfe schaffen. Wann immer wir im Vorgespräch auf alte Verletzungen zu sprechen kamen, sagte sie unaufgefordert: „Ich vergebe, ich vergebe, ich vergebe.“ und behauptete, Familienmitglieder, die ihr nachhaltig geschadet hatten, jetzt zu lieben.

In der Hypnose stellte sich dann heraus, dass sie keineswegs vergeben konnte. Und das war in Anbetracht des erlittenen Leids, das sie erstmals zum Ausdruck bringen durfte, nachvollziehbar. An diesem Punkt über Vergebung nachzudenken, ist Verdrängung bzw. Missachtung des natürlichen Bedürfnisses, die eigene Not mitzuteilen und sich damit verstanden und angenommen zu fühlen.

Die Veröffentlichungen und Bücher von Alice Miller befassen sich mit dem entscheidenden Faktor zur Aufarbeitung alter krankmachender Verletzungen: die Anwesenheit eines „wissenden Zeugen“, eines verstehenden und mitfühlenden Helfers. Die Resilienzforschung bestätigt diese Erkenntnis.

So ein Helfer ist eine Person, die einem Menschen glaubt. Die meisten Verletzungen erleiden Kinder von Bezugspersonen, die nie dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Niemand empört sich, niemand bestätigt die richtige Wahrnehmung des Kindes, dass etwas nicht in Ordnung ist. Auf dem Nährboden destruktiver Bindungen entstehen tiefgehende Verunsicherungen. Das auf Erwachsene angewiesene Kind bekommt keine Orientierung, was gut und böse ist und zieht Schlussfolgerungen wie

Ich habe es nicht besser verdient.
Ich bin schuld, dass…
Ich bin es nicht wert…
Ich muss für meine Familie da sein…
Ich muss helfen, eigene Bedürfnisse denen anderer unterordnen…

Gibt es in dieser Situation einen Helfer, der das Kind in seiner Wahrnehmung, dass Unrecht geschieht, bestätigt und tröstet, kann es oft dennoch gedeihen, zumindest ohne schwerwiegende Störungen. Die Rolle kann jeder Mensch übernehmen, der das Kind über einen längeren Zeitraum begleitet, z.B. eine Oma, andere Verwandte, aber auch Lehrer und Erzieher.

Diese Personen neutralisieren dann teilweise die ungünstigen Bedingungen, indem sie das Kind stärken und ermutigen. Entscheidend: das Unrecht wird eben nicht als „in Ordnung“ abgetan. Dem Kind wird vor allem geglaubt, es wird getröstet und ermutigt, seine Fähigkeiten zu entwickeln.

So funktioniert auch eine aufdeckende Therapie. Der Therapeut ist in einem geschützten Rahmen zunächst „wissender Zeuge“.  Viele Menschen trauen sich unter diesen Bedingungen erstmals, bislang im Nebel der Verdrängung ruhende Erinnerungen hochzuholen und den damit verbundenen Schmerz zuzulassen.

Das ist auch der erste Schritt bei Colin Tippings Methode zur „radikalen Vergebung“.  Aber wir Menschen neigen wohl dazu, unangenehme Schritte auf dem Weg zum Ziel weglassen zu wollen.

Wenn Sie in der DDR aufgewachsen sind, erinnern Sie sich eventuell noch an die politisch motivierte Parole „Überholen ohne einzuholen“. Wen man auf diese Art und Weise überholen wollte? Den "Westen“. Dieser Schwachsinn wollte mir schon als Kind nicht einleuchten. Wohin es geführt hat, wissen wir. Daraus ergibt sich folgende Frage:

Heißt das, man muss seine Kindheit aufarbeiten?

Nein, denn kein erwachsener Mensch muss etwas, auch Sie nicht. Wer etwas muss, richtet sich nach der Meinung anderer. Wenn Sie statt „ich muss“ denken „ich will“, ist es Ihr eigener Wunsch. Die Kindheit ist eine Prägungsphase, in der erfahrungsgemäß die Weichen für das spätere Leben gestellt werden. Deshalb empfehle ich:

Hören Sie in sich rein. Finden Sie Ihre eigene Wahrheit. Die Kindheit aufzuarbeiten ist sinnvoll,

wenn andere Methoden versagt haben
wenn Sie sich ganz bewusst dazu entscheiden
wenn Ihr Körper sich „meldet“, wenn Sie an die Vergangenheit denken
wenn Sie sich als Erwachsene/r  zu oft nach anderen richten
wenn Sie sich für die Ursachen Ihrer Probleme interessieren und diese bearbeiten wollen und
wenn Sie dadurch mehr Selbstwirksamkeit und Selbsterkenntnis anstreben,

um Ihr wahres Selbst zu erforschen, das Sie unterdrücken mussten aus Angst vor Gewalt, emotionaler Zurückweisung, Ablehnung, aus Angst, Erwartungen nicht zu erfüllen… weil Sie nie der/die sein durften, der/die Sie wirklich waren oder von sich aus sein wollten und dadurch bis heute vergeblich nach Ihrer Berufung suchen.

Fazit

Vergebung im Sinn von Verdrängung macht erst recht krank. Zuverlässige Indizien: Symptome und Probleme nehmen eher zu als ab, denn Verdrängung Kraft kostet. Diese Kraft fehlt, um sich, das eigene Denken, Fühlen und Verhalten zu ändern und damit Probleme aus eigener Kraft zu lösen und Selbstheilungskräfte anzukurbeln.

Aufarbeiten heißt nicht, uneinsichtigen oder bereits senilen früheren „Peinigern“ gegenüber zu treten und sich mit deren Reaktionen zu überfordern.

Aufarbeiten bedeutet vor allem, dem eigenen inneren Kind und sich selber eine Stimme zu geben. Aufarbeiten bedeutet, dem inneren Kind endlich Gehör zu schenken und zu lernen, für dieses innere Kind zu sorgen, wenn es Bedürfnisse signalisiert.

Vergebung steht am Ende eines inneren Prozesses. Heilung kann und darf lange davor einsetzen.

Wie haben Sie Weihnachten erlebt? Ein Fest des Familien-Friedens?

Bei Familienfeiern können Sie herausfinden wie erwachsen Sie wirklich sind – egal, ob Sie 20, 40 oder gar 60 Jahre und älter sind. Ein bedeutsamer Gradmesser dafür ist das Verhältnis und das Verhalten den eigenen Eltern gegenüber.

Wie sieht es da bei Ihnen aus? Bleiben Sie aus Frust vor dem, was Sie in Ihrem früheren Zuhause erwartet, gleich ganz zu Hause? Beißen Sie in den sauren Apfel und machen gute Miene zum „bösen Spiel“, doch die Stimmung ist gereizt?

oder

Tun Sie Ihren Eltern den Gefallen und spielen Kind, lassen sich bemuttern, essen um des lieben Friedens willen mehr als Sie wollen? Der Lohn: Sie fahren mit gutem Gewissen nach Hause – den Eltern gegenüber. Im Gegenzug haben Sie jetzt Stress mit dem/der Partner/in?

oder

Sowohl Sie als auch Ihr/e Partner/in pflegen ein entspanntes Verhältnis zu Eltern und Schwiegereltern. Familien-Feste: Sie nehmen als erwachsenes Kind die Liebe zu den Eltern bewusst wahr und lassen sie zu – ohne den Partner damit zu brüskieren.

Ein entspanntes Verhältnis zu den Eltern zu finden, ist für viele Menschen eine Lebensaufgabe. Und so manch 50jähriger ist diesbezüglich nicht über die Pubertät hinausgekommen.

Woran erkennen Sie ein erwachsenes, gutes und geklärtes Verhältnis zu Ihren Eltern? Bertold Ulsamer, der einige Bücher übers Familienstellen geschrieben hat, unterscheidet bezugnehmend auf den Systemiker Klaus Mücke 4 Phasen, die die meisten Menschen bezüglich ihres Verhaltens den Eltern gegenüber durchlaufen:

  • Ein Kind tut alles, was die Eltern wollen oder wollten. Beim Kleinkind ist das normal.

Beispiel

Wer über dieses Stadium nicht hinauskommt, steigt gegen die eigenen Neigungen in Papas Firma ein, übernimmt diese später, um Papa nicht zu enttäuschen und nötigt eventuell auch noch die eigenen Kinder, es ihm gleichzutun.

  • Ein Kind tut genau das Gegenteil von dem, was die Eltern wünschen oder erwarten.

Beispiel

Wer kennt sie nicht, diese Phase, die in der Pubertät ihre Berechtigung hat, um sich von den Eltern zu lösen und abzugrenzen, um eigene Wege zu finden. Spätestens, wenn der ergraute Sohn immer noch wie ein Hippie rumrennt, um Mama zu ärgern, wird es lächerlich, oder?

Diese Sünden finde ich teilweise amüsant, wenn sie zur rechten Zeit gelebt und auch wieder beendet wurden. Und ich gebe zu, auch ich war als Jugendliche der Meinung, meine Eltern schocken zu müssen.

  • Ein Kind bricht den Kontakt ab.

Auch dieses beschämende Kapitel hatte Platz in meinem Leben. Dank Familienaufstellung, Hypnose und systemischer Ausbildung bin ich sowohl über diese als auch die nächste Phase hinweggekommen.

  • Ein Kind erwartet oder hofft, dass seine Eltern sich noch ändern.

Spätestens an diesem letzten Punkt bleiben viele hängen, was bedeutet, dass ganz tief in ihrem Innern unverändert die kindliche Sehnsucht nach dem idealen Papa, der idealen Mama schwingt.

Natürlich gibt es oft „Mischformen“ dieser Verhaltensweisen, und vielleicht pendeln Sie je nach Ereignis zwischen diesen Verhaltensweisen hin und her. Manchmal geht es zwischen Ihnen und Ihren Eltern eine Weile gut – bis Ihr Vater Sie vorwurfsvoll anschaut und sich Ihre Mutter in die Kindererziehung einmischt. Vielleicht gehört gerade so ein Auf und Ab für Sie dazu. Dennoch:

All das kostet eine Menge Energie. Wer entspannt sich schon in einem gereizten Klima? Wieviel Kraft kostet die Hab-Acht-Stellung aus Angst vor Grenzüberschreitungen und Einmischung ins eigene Leben? Und wer fühlt sich in seiner Mitte, wenn er dauernd bemüht ist, den Eltern alles recht zu machen?

Egal wie belastet die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ist, tief in der Seele liebt jeder Mensch seine Eltern. Jedenfalls finde ich diese Bücherweisheit von Autoren wie Bertold Ulsamer während der systemischen Arbeit mit meinen Klienten immer wieder bestätigt. Für mich sind das berührende Momente, wenn ein erwachsenes Kind, dessen Verhältnis zu Vater und Mutter auf der Alltagsebene zerrüttet ist, diese Liebe wiederentdeckt.

Mit dieser Liebe können nach und nach alte Wunden heilen. Das funktioniert auch noch, wenn die Eltern gestorben sind. Es ist eine Illusion, dass automatisch innerer Frieden einkehrt, wenn ungeliebte Eltern sterben. Im Gegenteil: alte Konflikte gären weiter, Vorwürfe bleiben bestehen. Und auch das Gefühl, nicht genug bekommen zu haben, bleibt allgegenwärtig. Im Extremfall bricht sich die Liebe Bahn, indem Krankheiten und schwere Schicksale der Eltern übernommen werden.

Quelle einer stärkenden und kraftspendenden Beziehung zu den eigenen Eltern sind innere Bilder und Einstellungen, die durch einen veränderten Blickwinkel des erwachsenen Kindes entstehen, wenn das erwachsene Kind mit seinem inneren Kind arbeitet.

Es ist ein Riesen-Irrtum, dass die Eltern noch etwas für ihr Kind tun müssen oder sollen, damit ein Kind endlich zufrieden ist. Wenn diese Einsicht zumindest ansatzweise vorhanden ist, kann die notwendige innere Arbeit gelingen. So einfach wie es hier klingen mag, ist es oft nicht. Das Ergebnis wird von jedem, der sie leistet, als wohltuend empfunden.

Ich habe schon so manchen inneren Kampf miterleben dürfen, wenn ein Erwachsener kaum in der Lage war „Hallo Papa.“ zu sagen, wenn er sich vor seinem inneren Auge die Begegnung mit seinem Vater vorstellen sollte – so groß war die Verletzung. Und um jahrzehntelange Belastungen aufzuarbeiten, heißt es, auf einer bestimmten Ebene bei Null anzufangen. Es geht dabei um einen Neubeginn ohne die reale Vergangenheit auszublenden. Es geht darum zu akzeptieren, dass das Leben, besonders die Kindheit und vor allem Mutter und Vater nun mal die waren/sind, die sie waren/sind. Warum? Es gibt keine Alternative. Dabei hat jede/r die Wahl:

Entweder
Sie nehmen dankbar an, was Sie bekommen haben, wohl wissend, dass Sie wie alle Menschen auf dieses und jenes verzichten mussten. Ich persönlich denke z.B., dass ich gerade durch die Hürden stark geworden bin und gelernt habe, das Leben zu meistern.

oder
Sie bleiben im Anspruch – ein kindliches Verhalten, das zeigt, dass ein Mensch nicht bereit ist, die volle Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen. Solche Menschen denken z.B., dass „Papa Staat“ für sie sorgen muss oder dass ihnen ein Erbe zustünde.

Kindliches Verhalten aufzugeben bedeutet, innerlich zu reifen und zu wachsen. Das braucht eine gewisse Zeit. Systemische Hypnose bietet die Möglichkeit, einen Riesen-Schritt in diese Richtung zu gehen. Dieser Schritt lohnt sich für alle, die sich

ein selbstbestimmtes zufriedenes Leben,
befriedigende Beziehungen im sozialen Umfeld
und vor allem auch eine befriedigende Partnerschaft wünschen.

Ich habe mir nach so manchen Irrungen und Wirrungen meinerseits  ein entspanntes Verhältnis zu meinen Eltern erarbeitet. Begrenzungen gehören dazu, tun dem Guten keinen Abbruch, solange ich mir dessen bewusst bin. Ich arbeite daran und kann es jedem empfehlen damit zu beginnen, solange die Eltern noch leben.

Der Lohn ist nicht nur der eigene Seelenfrieden. Der innere Frieden schafft ungeahnte Möglichkeiten, jedenfalls habe ich es so erlebt. Ich behaupte, es ist ein entscheidender Schritt zu ausreichend Energie und Kreativität, um zufrieden und guten Gewissens den eigenen Weg zu gehen. Ich wünsche jedem Menschen, das von sich sagen zu können und vor allem, entsprechend handeln zu können.

Quelle: Bertold Ulsamer "Wie Sie alte Wunden allein heilen und neue Kraft schöpfen. Familienaufstellung ohne Stellvertreter"

„Die Uhr zurückdrehen?“

lautet der Titel eines Buchs von Ellen J. Langer und weiter:

Gesund alt werden durch die heilsame Wirkung der Aufmerksamkeit

Über die Chancen der Veränderlichkeit aller Lebensprozesse

Ellen Langer ist Querdenkerin, sie hinterfragt Dinge, die für die meisten Menschen Tatsachen sind, z.B.  dass das Alter automatisch mit Krankheiten einhergeht. Statt solche angebliche Erfahrungen kritiklos hinzunehmen, erforscht sie seit Jahrzehnten Möglichkeiten, gesund alt zu werden.

Mir gefällt ihre Art, Dinge zu hinterfragen. Statt anzugreifen stellt sie selber Untersuchungen an. Und sie präsentiert ihre Ergebnisse ohne den Anspruch, allwissend zu sein. Sie motiviert den Leser, Verantwortung für sich und seine Gesundheit zu übernehmen, sich von einer einschränkenden Geisteshaltung zu befreien. Und sie weist darauf hin, dass es immer möglich ist, Verbesserungen zu erzielen, wenn wir uns darum bemühen und herausfinden, was für uns persönlich das Beste ist und nicht, was für andere oder die meisten Menschen das Beste ist.

Ellen Langer schreibt über die Psychologie des Möglichen: „Für das unkritische Übernehmen von Informationen zahlen wir einen hohen Preis. Wir gehen dann durch ein Leben, ohne zu merken, dass das, was wir als unmöglich anzusehen gelernt haben, in Wahrheit durchaus möglich ist.“

Und dazu ist es keineswegs erforderlich, sich gleich um 180 Grad zu drehen, denn auch geringfügige Veränderungen können Großes bewirken.

Beispiel

Ich hatte als Kind gelernt: „Wenn Du krank bist, geh zum Arzt. Nimm auf jeden Fall die verordneten Medikamente und halte dich dabei an die Vorgaben des Arztes.“ Nachdem mir am Ende meines zweiten Lebensjahrzehnts verkündet wurde, ich müßte ab sofort bis zum Ende meines Lebens wegen meines viel zu hohen Blutdrucks Medikamente nehmen, begann ich, mich innerlich für alternative Heilmethoden zu öffnen. Für mich war das damals unbekanntes Terrain, das ich erst erkunden mußte. Das Ergebnis: Mein Blutdruck ist seit 20 Jahren ohne Medikamente tadellos.

Es geht darum, sich dem Unmöglichen zu öffnen, den Willen zu entwickeln, seinen Zustand aktiv zu verbessern, statt sich möglichst komfortabel einzurichten. Das gilt nicht nur für körperliche Probleme, sondern besonders für verkrustete geistige Überzeugungen, die oft der Auslöser für körperliche Probleme sind. So war es auch mit meinem hohen Blutdruck.

Beispiel

Klient: „Helfen Sie mir, mich mit meinem Symptom zu arrangieren.“

Wer sich mit seinem Symptom arrangieren will, glaubt nicht mehr daran, dass es je verschwinden könnte und äußert meist auch: „Damit muss ich leben.“ -  eine wirksame Autosuggestion. Und je öfter Sie Ihr Unterbewusstsein mit solchen Sätzen füttern, desto zuverlässiger wird es dafür sorgen, dass Sie Ihr Symptom behalten, denn die Alternative wäre? Ja, Ihr Tod. Symptom = leben, kein Symptom = Tod.

Wenn Sie an einem solchen Punkt angekommen sind, wird es höchste Zeit, Neues auszuprobieren, am besten ohne zu beurteilen und zu bewerten. Was kostet es Sie, „Realitäten“ in Frage zu stellen?

Wie wäre es zur Abwechslung mit einer positiven Einstellung? Eine positive Einstellung ist wirksamer als irgendein anderer Effekt. Beginnen Sie, indem Sie auf Ihre Worte achten. Mit Worten senden Sie Signale an Ihr Unterbewusstsein. Sprechen Sie zur Abwechslung von Herausforderungen statt Behinderungen und Problemen. Denken Sie nach über Empfindungen statt Symptome. Versuchen Sie zu erkennen oder zu erahnen, was es damit auf sich hat.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Verbesserungen erreichen, ist wesentlich größer, wenn Sie danach suchen, als wenn Sie diese für unauffindbar halten. Dabei hilft die Annahme, dass Menschen ihr Leben beeinflussen können.

Die Annahme, schlechtes Befinden nicht beeinflussen zu können, hat viel mit dem Konzept der erlernten Hilflosigkeit zu tun. Dabei benehmen sich Menschen, die sich einst als hilf- und machtlos erlebt haben, immer noch so als seien sie den äußeren Umständen ausgeliefert, obwohl das keineswegs ihrer aktuellen Situation entspricht.

Stabilität ist eine Illusion. Das Stabilste an einer Krankheit ist die geistige Einstellung, schreibt Ellen Langer. Unterschiede im täglichen Befinden und Faktoren, die diese Unterschiede fördern, werden oft nicht bemerkt. Es herrscht Blindheit gegenüber Veränderungen. Eine sinnvolle Alternative?  Umstände erkennen, die Symptome verstärken bzw. schwächen und entsprechend handeln.

Beispiel

Wenn ein depressiver Mensch anfängt, Unterschiede bei depressiven Anfällen zu untersuchen, wächst seine Chance, besser damit fertig zu werden.

Die Lösung beginnt damit, Probleme genauer erfassen, Unterschiede zu erkennen, einfach AUFMERKSAMER ZU SEIN.

Aufmerksamkeit wirkt anregend, nicht erschöpfend, gibt Ihnen das Gefühl, Einfluss zu haben, macht Sie handlungsfähig.

Die meisten Menschen, die den Stempel einer Diagnose aufgedrückt bekommen, fangen an, Informationen darüber zu sammeln. Dabei stoßen sie auf sogenannte „zwingende“ Fakten. Ellen Langer – selber Wissenschaftlerin – erinnert uns daran, dass ein Großteil diagnostischer Informationen am Mangel der Einfachheit krankt. Das Leben und auch eine Krankheit sind komplex. Diese Komplexität kann nicht so ohne weiteres erfasst werden. Deshalb sind Resultate wissenschaftlicher Untersuchungen Wahrscheinlichkeiten und keine absoluten Werte.

Je glaubhafter, autoritärer etc. ein Mensch ist, der Wahrscheinlichkeiten vermittelt, z.B. Forscher, Lehrer, Eltern, Freunde, desto eher sind viele geneigt, Wahrscheinlichkeiten mit absoluten Wahrheiten gleichzusetzen. Die gesündere Alternative: Generalisierungen vermeiden und etwas in einem bestimmten Kontext als wahrscheinlich zu betrachten. Ich habe in diesem Zusammenhang gelernt:

„Immer stimmt nie.“ Meditieren Sie doch mal über diesen Satz ;)

Eine bestimmte Krankheit, ein Symptom hat bei jedem Menschen eine spezielle Qualität, Intensität, Dauer der Empfindungen, die niemand vorhersehen kann.

Eine weitere begrenzte Beziehung: Korrelation.

Die Korrelation zweier Informationen besagt nichts weiter als dass es eine Beziehung zueinander gibt.  Die fehlende Unterscheidung zwischen Korrelation und Ursache kann schwerwiegende Folgen haben.

Korrelation: Krebs ist tödlich.

Diese Aussage unkritisch zu übernehmen und als wahr zu akzeptieren, könnte bedeuten, dass jemand Opfer einer selbsterfüllenden Prophezeiung wird.

Ich denke gern an den Satz einer meiner Lehrer: „Glaubt mir nichts.“  Ich habe diesen Satz so verstanden: denk selber nach, hinterfrage die Dinge, probiere etwas aus, kapituliere nicht, wenn sich der Erfolg nicht sofort einstellen will, lerne weiter, gib nie die Verantwortung für dich und dein Leben ab. In dem Sinn bin ich gern bereit, auch Ihr Weltbild zu erschüttern und als Glaubenssätze getarnte Wahrheiten zu hinterfragen.

Wollen Sie wissen, wie anfällig Sie sind, Informationen unkritisch zu übernehmen? Dann beobachten Sie doch mal, wie oft Sie das Wort MAN gebrauchen, z.B. „Das tut man nicht, etc.“ Wie oft berufen Sie sich auf andere, z.B. „Mein Arzt/Lehrer, etc. sagt…“ Die Krönung für mich ist, wenn jemand verkündet: „Das war schon immer so, das geht nicht anders.“ Bei dieser Art Anstiftung zur Resignation und zum Nichtstun könnte ich platzen ;) Gott sei Dank waren unsere Vorfahren flexibler, sonst würden wir immer noch in Höhlen hausen, oder?

Zurück zum Buch von Ellen Langer. Die Bevölkerung unseres Landes wird immer älter. Gleichzeitig kümmern sich immer mehr ältere Menschen um ihre noch älteren Eltern. Sie nehmen diese bei sich auf und schaden mit dieser Überlastung  oft nicht nur sich, sondern auch ihren Eltern, wenn sie diese wie kleine Kinder behandeln, deren Handlungsspielraum und Verantwortung für sich einschränken. In einer solchen Situation ist eine Demenz nichts weiter als eine adäquate Reaktion auf ein reizarmes unterforderndes Umfeld, meint die Forscherin. Lesen Sie selbst, wenn Sie mehr darüber erfahren wollen:

Quelle: Ellen Langer "Die Uhr zurückdrehen?"

Ich liebe Wunder, und Sie?

„Was erwarten Sie von mir bzw. meinen Hypnose-Sitzungen?“ frage ich jede/n, die/der sich bei mir meldet. Und ich bin überzeugt, auch die sich nicht trauen, es auszusprechen, erwarten es:

EIN WUNDER, möglichst in zwei Schritten: erst Hypnose, dann glücklich und geheilt nach Hause gehen :)

Das funktioniert :) Wie? Wie im Märchen. Erinnern Sie sich an die Weisheiten und tiefgründigen Einsichten, die in allen Märchen stecken? Oder waren Sie einzig und allein an der spannenden Story und dem Happyend interessiert? Dann wird es Zeit für eine Auffrischung zum Thema

„Wunder werden wahr.“

Das Wunder geschieht,

NACHDEM der Prinz den Drachen besiegt hat.

NACHDEM Aschenbrödel gewagt hat, ans Licht der Öffentlichkeit zu treten.

NACHDEM die Hexe überlistet wurde…

Bevor das Wunder geschah, gab es im Leben des Prinzen, von Aschenbrödel, Hänsel und Gretel reichlich dunkle Momente. Es würde mich nicht wundern, wenn auch Märchenhelden sich in solchen Momenten nach der Wunderpille gesehnt haben, die alles heilt, und zwar ohne ihr Zutun.

So wünschen sich viele Hypnose: in Trance berieseln lassen, Problem weg, weitermachen bzw. weiterleben wie bisher.

Wünsche sind legitim. Märchenfiguren belassen es nicht dabei. Sie sind realistisch ;) und packen die Dinge an. Sie wissen, dass sie das Wunder nur selber vollbringen können und handeln entsprechend.

Aschenbrödel hat ungeachtet der ungünstigen äußeren Umstände nicht gedacht, es wäre ihr Schicksal, ewig Dienstmagd zu bleiben. Sie kam nicht auf die Idee zu kapitulieren, selbst nachdem die Methoden der Stiefmutter immer fieser wurden. Und sie hat mehr als einen Versuch gestartet, dem Prinzen den Kopf zu verdrehen. Und das Allerbeste: sie beherrschte Selbst-Marketing. Statt sich dem Prinzen aufzudrängen hat sie dafür gesorgt, dass er sie sucht und keine Mühe scheut, sie zu finden.

Und wie verhält sie sich als er um ihre Hand bittet?

Sagt sie: „Nimm mich bloß nicht, ich bin es nicht wert, deine Frau zu sein. Viel lieber bleibe ich hier in der dunklen Küche.“

oder

„Mein Schicksal ist es, Dienstmagd zu sein. Einmal Dienstmagd, immer Dienstmagd. Such dir eine echte Prinzessin.“

oder

Versteckt sie sich gleich wieder, aber diesmal so, dass er sie auf keinen Fall finden kann.

oder

Wartet sie mit ihrer Zusage bis nicht nur das Angebot, sondern auch die Rahmenbedingungen märchenhaft sind: keine Neider, keine Widersacher, Prinzessinnenausbildung (besser: Prinzessinnenstudium, inkl. Promotion) absolviert…

oder

Denken Sie an das, was davor geschah.

Hört Sie nach dem ersten Ballbesuch und nachdem die Stiefmutter neue Hindernisse geschaffen hat, auf, zum Ball zu gehen?

oder

War ihre Frustrationstoleranz so gering, dass sie gefordert hat: „Prinz her, und zwar sofort.“

oder

Hat sie sich standhaft geweigert, sich auch nur vorzustellen wie es wäre, Prinzessin zu sein?

oder

Hat sie die Tauben, die ihr zu Hilfe kamen, weggescheucht: „Ich brauch euch nicht, ich schaff das schon allein – wenn nicht in diesem Leben, dann im nächsten.“ ;)

Sie kennen die Antwort. Aschenbrödel hat nichts von all dem getan. Stattdessen erntet sie schließlich die Belohnung für ihre Bemühungen.

Wer Aschenbrödel nur als Magd kannte und ihr auf einmal auf der Hochzeit mit dem Prinzen begegnet, ist sicher:

EIN WUNDER ist geschehen.

Welches WUNDER streben Sie an? Was sind Sie bereit, dafür zu tun? Oder ist TUN nicht so Ihr Ding, und Sie warten erst mal ab, frei nach dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Also, über diese Lebenseinstellung muss ich mich wirklich wundern ;)

Was tun, wenn sich immer wieder derselbe M _ _ t vor Ihnen auftürmt?

Raus aus der Misere der ungewollten Wiederholungen

Was für Wiederholungen?

Beispiele

  • Der Chef ein „Vollidiot“? Leider traf das auf den Chef davor Ihrer Meinung nach auch schon zu. Sie haben es satt… sinnlose Arbeiten… Forderungen seitens Ihres Chefs, die schlicht und ergreifend Ihre Möglichkeiten übersteigen. Sie sind frustriert und wollen nur noch weg, weg, weg. Doch wohin? Darüber haben Sie noch nicht nachgedacht, dafür beschleicht Sie der ungute Gedanke, dass Sie dem nächsten „Vollidioten“ begegnen könnten.
  • Ihr Mann benimmt sich neben den zwei eigenen wie das dritte Kind, will umsorgt und verwöhnt werden? Eine Erfahrung, die Sie in ähnlicher Form Ihr ganzes Leben begleitet. Schon als Kind haben Sie die Mutterrolle übernommen, haben z.B. die eigene Mutter getröstet, sich um Geschwister gekümmert, sich regelmäßig um andere gesorgt? Eigene Bedürfnisse, gut für sich selber sorgen? Hm… was ist das?
  • Freunde, die nur welche sind, wenn Ihre Hilfe gebraucht wird? Wenn Sie selber Hilfe brauchen, hat keiner Zeit? Das war schon mit dem besten Schulfreund so. Der hat von Ihnen abgeschrieben. Zurückkommen konnte nichts, Sie waren nun mal Klassenbeste/r? Ansonsten waren Sie für ihn eher uninteressant? Aber Sie wollten doch auch gern dazugehören statt als Streber zu gelten.

Kommt Ihnen das zumindest in Teilaspekten bekannt vor? Oder sind Sie eventuell bereits einen Schritt weiter? Sie haben das Problem längst erkannt. Leider sind die bisherigen Lösungsversuche ins Leere gelaufen?

Beispiele

  • Da Sie in Ihrem Leben nicht nur mit einem Chef Probleme hatten, waren Sie beim letzten Jobwechsel vermeintlich schlauer. Sie haben einen Job angenommen, bei dem es keinen Chef gibt, sondern eine Chefin - eine kleine zierliche Frau, ganz sicher fair und einfühlsam. Das böse Erwachen ließ nicht lange auf sich warten. Die zarte Person entpuppte sich als Napoleon in Frauengestalt, gibt zackig Anweisungen, erstickt jeglichen Widerspruch im Keim.
  • Mit dem ersten Mann lief es nicht so gut. Sie haben nachgedacht und sich erinnert: auch die erste große Liebe endete im Fiasko. Irgendwie kein Wunder, denken Sie, die beiden waren sich einfach zu ähnlich, auch äußerlich … diese südländischen Typen… nur Laisser-faire im Kopf. Diesmal waren Sie schlauer. Ihr Neuer: Bodenständigkeit pur, ganz das, was Sie suchen. Der will ganz sicher wie Sie Haus und Kinder. Heute hat er Ihnen verkündet: auswandern ist sein Traum. Die Karibik soll es sein. Und jetzt, wo er endlich Sie gefunden hat, kann es losgehen. Sie haben das fehlende Startkapital.
  • Aus der bitteren Erfahrung mit dem besten Freund aus der Schulzeit haben Sie gelernt. Heute haben Sie eine beste Freundin, für die Sie immer das sind, wenn sie Sie braucht. Sie haben sie kürzlich angerufen, weil Sie jemanden zum Reden brauchten. Das Gespräch war kurz, denn die beste Freundin wollte ins Kino. Sie mitzunehmen, kam ihr nicht in den Sinn.

Fälle aus dem realen Leben. Fälle, bei denen die Akteure eins gemeinsam haben:

tiefsitzende Muster, die immer wieder zum selben Ergebnis führen, und

eine untaugliche Taktik.

Die Ursachen für die sich wiederholenden Misserfolge wurden nuraußerhalb der eigenen Person gesucht.

Logische Schlussfolgerung: Strategie und Taktik ändern.

Der Haken: Viele Menschen haben die Tendenz, bei Misserfolg immer MEHR vom selben zu tun und sich damit immer tiefer reinzureiten.

Dabei wäre es sinnvoll, spätestens beim dritten Fehlversuch innezuhalten und sich zur Abwechslung auf eine Reise nach innen zu begeben, herauszufinden, wieso, warum, womitSie ungewollte Ergebnisse anziehen. Mit Sicherheit haben Sie nicht gelernt, gut für sich selber zu sorgen, geschweige denn eigene Bedürfnisse über die anderer zu stellen.

So eine Reise nach innen kann schmerzhaft sein, wenn alte Geschichten und Wunden hochkommen. Auf lange Sicht ist es garantiert erfolgversprechender als die bisherige Taktik. Steigen Sie aus dem Karussell mit den ewig gleichen Enttäuschungen aus. Möglicherweise erleben Sie im Gegenzug eine Berg- und Tal-Fahrt. Das ist allemal abwechslungsreicher und ermöglicht vor allem neue Erfahrungen.

Manchmal macht es Angst, die gewohnte Misere zu verlassen, schließlich weiß man da wenigstens was man hat ;) Dennoch: der Ausstieg lohnt sich. Sie lernen und entwickeln Ihre Persönlichkeit statt sich im Kreis zu drehen.

Ich wünsche Ihnen Mut auf dem Weg zu neuen Erfahrungen und Wachsamkeit, wenn der wohlige Gedanke „Ah, das kenn ich.“ auftaucht und Sie verführen will, das Alt-Bekannte dem Neuen gegenüber zu bevorzugen.

Manch eine/r stellt dabei fest, dass das Glück Angst macht. Auch das hat Ursachen, und auch das muss Sie nicht bis in alle Ewigkeit davon abhalten, mehr Zufriedenheit zu erlangen. Ich habe noch nie erlebt, dass jemand, der die inneren Hürden überwunden hat, zurückwollte in das alte Dilemma.

Ist das Leben für Sie Tragödie oder Komödie? Warum Sie es wissen sollten.

Ob Sie die Welt und Ihr Leben eher als Komödie oder Tragödie sehen, hat entscheidenden Einfluss auf Ihr Wohlbefinden und Ihre Lebenslust.

Ich habe in jungen Jahren in einer Phase, in der die Widrigkeiten in meinem Leben überhand nahmen und für mein Empfinden nicht enden wollten, beschlossen, das Ganze als Komödie statt Tragödie zu behandeln. Dabei kam mir zu Hilfe, dass ich schon immer am besten über mich selber lachen konnte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mit dieser Einstellung wesentlich leichter ist, die notwendigen Schritte in Richtung „raus aus der Misere“ zu planen und vor allem umzusetzen. Obendrein erschließt sich mit einer optimistischen Grundhaltung leichter „die Moral von der Geschicht“.

Menschen mit schlimmen Erlebnissen hilft die Betrachtung des Lebens als Komödie, schneller und leichter damit fertig zu werden. Statt mit ihrem Schicksal zu hadern, denken sie über eine Lösung nach und nehmen eine gefundene Lösungen auch an.

Beispiel

In einer Hypnosesitzung hatte ich mit einer Klientin ein belastendes Ereignis bearbeitet. Die Sitzung war für sie emotional anstrengend, es flossen viele Tränen. Dementsprechend war hinterher der Lidschatten verschmiert, sie sah wirklich zum Fürchten aus. Wissen Sie, was sie mir beim Blick in den Spiegel auf meine Frage, ob sie sich nicht neu schminken wolle, antwortete? „Ach, wissen Sie, ich bin einfach nur glücklich, dass ich das Problem endlich los bin. Ich habe eine Sonnenbrille dabei, die setze ich jetzt auf.“ Sprach es, verabschiedete sich und marschierte glücklich hinaus.

So reagiert nicht jede/r. Es gibt auch Menschen, die die negative Sicht auf die Dinge derart verinnerlicht haben, dass sie sich kaum freuen können, ein Problem gelöst zu haben. Sie brauchen relativ viel Zeit, die Lösung zuzulassen, der eine oder andere entscheidet sich sogar, in der zwar unangenehmen, aber dafür bekannten Misere zu bleiben. Diese Menschen haben sich so an ihre Rolle in der Tragödie ihres Lebens gewöhnt, dass es ihnen Angst bereitet, das ungewohnte Gute anzunehmen. Kennen Sie so etwas?

Wie Sie sich mit einer Therapie aus Eigeninitiative Vorteile auf dem Arbeitsmarkt verschaffen

„Therapie? Womöglich noch Psychotherapie? Ich bin doch nicht krank,“ mag der eine oder andere denken. Ganz kurz: Der Begriff Psychotherapie stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß „die Seele heilen“. Psychotherapie ist ein Oberbegriff für Methoden, die mit seelischen Mitteln, d.h. ohne Medikamente, arbeiten. Ziel sind gesündere Denk- und Verhaltensweisen.

Was hat das nun mit Ihren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu tun?

Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass psychische Probleme zu den größten Fehl-Tage-Verursachern gehören. Psychische Erkrankungen sind trauriger Spitzenreiter bezüglich der Erkrankungsdauer. Hier Zahlen aus dem BARMER GEK MAGAZIN für Unternehmer 3.11: Mit 16,5% sind psychische Erkrankungen am zweithäufigsten die Ursache von Fehltagen und sogar Spitzenreiter, wenn es um die durchschnittliche Dauer der Erkrankung geht (41,8 Tage).

Im Oktober-Newsletter des VFP (Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.) heißt es: "Seelische Störungen sind auf dem Vormarsch, jeder dritte Europäer hat ernste psychische Probleme.“

Die lokale Sächsische Zeitung räumt am 18.10.2011 einem Artikel über die steigende Anzahl von Frührentnern wegen kranker Psyche einen Platz in der Mitte der ersten Seite ein.

Psychische Erkrankungen entstehen in der Regel über einen langen Zeitraum und erfordern einen relativ langen Behandlungszeitraum. Das hat u.a. damit zu tun, dass Menschen zu lange passiv bleiben und sich oft erst helfen lassen, wenn sie Patienten geworden sind und in einem Teufelskreis stecken, aus dem sie allein nicht mehr herausfinden. Dieser Teufelskreis besteht darin, dass Leistungseinbußen am Arbeitsplatz aufgrund psychischer Überforderung die psychischen Probleme verstärken. Dann gilt es zunächst, die Notbremse zu ziehen. Und die Notbremse heißt Krankschreibung. Damit es gar nicht erst so weit kommt, handeln Sie rechtzeitig.

Wer clever ist, denkt  noch weiter. Die psychische Stabilität der Mitarbeiter wird zwangsläufig früher oder später zu einem Einstellung- bzw. Beförderungskriterium in Unternehmen werden. Und psychische Stabilität können Sie am leichtesten erreichen bzw. sichern, wenn Sie etwas dafür tun, bevor Sie im Krankenbett landen und als erstes Mittel der Wahl Medikamente schlucken, die lediglich Symptome unterdrücken.

Besser wäre es, sich mit den Ursachen für die ersten Anzeichen eines Symptome zu beschäftigen, um später eben nicht schlapp danieder zu liegen oder gar den Beruf aufgeben zu müssen.

Wie Sie sich den Wettbewerbsvorteil „psychische Stabilität“ sichern

Vor allem, indem Sie sich selber Aufmerksamkeit schenken.

Aufmerksamkeit sorgt dafür, dass Sie erste Anzeichen bemerken, die signalisieren, dass Sie aus dem Gleichgewicht geraten.

Aufmerksamkeit zeigt Ihnen, welche Situationen und Verhaltensweisen Sie aus dem Gleichgewicht bringen.

Aufmerksamkeit zeigt Ihnen ebenso, womit Sie Ihr Gleichgewicht halten bzw. zurückgewinnen.

Und vor allem bemerken Sie rechtzeitig,  dass Ihnen Ressourcen oder Strategien fehlen, um Ihr Gleichgewicht wiederherzustellen. An dieser Stelle Hilfe anzunehmen, ist die beste Prävention.

Zu spät Hilfe zu holen, gehört aus meiner Sicht zu den sinnlosesten Krankheitsverursachern, auch in Hinsicht auf chronische Erkrankungen. Es ist so viel leichter, sich bei leichter Erschöpfung zu regenerieren als mit einem Burnout fertig zu werden, bei dem dann im wahrsten Sinn nichts mehr geht. Auch ein Burnout begann irgendwann mit kleinen Zeichen, die beflissen übersehen oder absichtlich weggedrückt wurden. Lernen Sie, anders mit den Zeichen umzugehen, die Ihnen Körper und Seele immer rechtzeitig senden.

Eine Therapie kann Ihnen helfen, die Zeichen zu erkennen, zu deuten und so damit umzugehen, dass Sie gar nicht erst krank werden.

Muss es denn eine Therapie sein?

Therapie, Beratung, Coaching… Bücher… Therapeuten… Selbstlernkurse… Ich bin da praktisch veranlagt und denke, dass jeder für sich herausfinden sollte, was passt.

Ich persönlich mache viel mit mir selber aus. Dabei komme ich an Grenzen, nämlich wenn es darum geht, eigene blinde Flecken zu erkennen. In solchen Fällen achte ich auf meine Intuition. Natürlich greife ich auf Bewährtes zurück, wozu vor allem Hypnose gehört. Ergänzend suche ich mir ganz bewusst Angebote, die mein Verstand zunächst ablehnt. Damit gelingt es mir, meinen Horizont zu erweitern. Ich halte nichts davon, im eigenen Saft zu schmoren und die Dinge vorschnell immer wieder auf dieselbe Art und Weise zu interpretieren.

Anbieter von Coaching oder Beratung wenden sich vor allem an Gesunde. Allerdings gibt es keine allgemeingültige Definition dafür, wer gesund und wer krank ist. Und wer Definitionen liebt, kann sicher Romane schreiben über den Unterschied zwischen Therapie, Coaching und Beratung.

Fazit: Seelisches Leiden wird oft versteckt und heruntergespielt. Was in einer Leistungsgesellschaft für viele an erster Stelle steht, ist die Arbeitsfähigkeit. Dementsprechend gilt: wer arbeiten kann, ist gesund… drückt die ersten wertvollen Signale einer gesundheitlichen Schieflage weg und wartet zu lange, wartet bis er nicht mehr arbeiten kann. Was folgt, ist oftmals eine Krankschreibung, verbunden mit dem Stempel einer Diagnose, die als selbsterfüllende Prophezeiung das Problem verschärft.

Entscheiden Sie, was besser für Sie klingt:

Ich bin frustriert, finde allein keinen Ausweg aus der täglichen Mühle, das nagt an mir. Ich suche mir jetzt Unterstützung bevor ich eventuell krank werde.

oder

Ich stehe kurz vor dem Burnout, mein tägliches Pensum ist nur noch Last. Wenn ich morgens aufstehe, bin ich genauso müde wie am Abend zuvor. Ich habe keine Wahl mehr, ich muss zum Arzt und mich krankschreiben lassen.

Es gibt viele prominente Beispiele dafür. Stellvertretend genannt seien Tim Mälzer (bekannt als Fernsehkoch), der 2006 einen Zusammenbruch erlitt, und Miriam Meckel (jüngste Professorin Deutschlands, Regierungssprecherin und Staatssekretärin), die sich 2009 selbst in eine Klinik einweisen ließ und ein Buch über ihre psychischen Probleme geschrieben hat.

Ich hoffe, Sie sind klüger. Hier einige Gedanken, was sich nachteilig auf Ihre seelische Gesundheit auswirkt:

Mangelnde Aufmerksamkeit und Achtsamkeit verhindern, dass Sie auf erste Anzeichen eines Ungleichgewichts sinnvoll reagieren.

Ein schlechtes Selbstwertgefühl sorgt dafür, dass Sie Ihre Bedürfnisse hinten anstellen.

Perfektionismus führt zu ewiger Unzufriedenheit mit sich selber.

Nicht NEIN sagen können, führt zur Überforderung.

Autoritätsprobleme mit Vorgesetzten sorgen dafür, dass Sie sich wie pubertierende Jugendliche verhalten. Rebellion kostet Kraft, raubt wertvolle Energie.

Harmoniesucht verhindert, dass Probleme benannt werden und erzeugt inneren Groll bis hin zur Wut. Sie fühlen sich wie ein Dampfkessel vor der Explosion.

Sich für Dinge verantwortlich fühlen, die Sie nicht beeinflussen können, erzeugt ein Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht.

Ein frustrierender Job, an dem Sie aus Angst festhalten, kostet Sie Lebensfreude.

Beziehungen, in denen es an gegenseitiger Wertschätzung, Achtung und Respekt mangelt, untergraben Ihre Selbstachtung.

Schlechtes Wetter trübt die Stimmung ;)

Mit welcher Verhaltensweise sorgen Sie selber für trübes Wetter?

Hilfreiche Strategien und Fähigkeiten

Lernen, sich selber zu trösten und aufzumuntern.

Lernen, auf Menschen zuzugehen.

Lernen, an der richtigen Stelle Verantwortung zu übernehmen bzw. abzugeben.

Lernen, Ruhepausen auch ohne Anzeichen von Erschöpfung in den Alltag zu integrieren.

Lernen, Schwäche zu zeigen.

Lernen, Gefühle angemessen auszudrücken.

Lernen, Ziele schrittweise zu erreichen.

Lernen, sich und anderen zu vertrauen.

Lernen, die eigene Intuition für all das einzusetzen, indem Sie Signale, die Ihnen Ihr Unterbewusstsein schickt, erkennen und richtig deuten. Je mehr Sie sich seelisch von alten Belastungen (Glaubenssätze, Verstrickungen,  familiäre und sonstige Belastungen aus der Vergangenheit…) befreien, desto besser nehmen Sie eigene Bedürfnisse wahr und gehen achtsam damit um.

Vorwurf bindet, nämlich an das Problem

  • an das Problem eines anderen

Du mit deiner ewigen Unzufriedenheit, nichts kann man dir recht machen.

  • an eigenes problematisches Verhalten

Was bin ich doch willenlos, schaffe es nicht, zu lernen statt vor der Glotze zu hängen.

  • an die angeblichen Unzulänglichkeiten der Welt: globale Vorwürfe - die ganz grosse Kanone

Die Welt ist schlecht. Die Menschen sind und bleiben selbstsüchtig. Egal, was man tut, bestimmte Dinge werden sich nie ändern.

Warum Menschen im Vorwurf verharren

Wer an das Problem gebunden ist, braucht nicht über die Lösung nachzudenken - ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Beispiele

Wer über den Partner schimpft, braucht nicht über eigenes Fehlverhalten sinnieren.

Wer sich selber als willenlos bezeichnet, braucht keinen neuen Versuch zu starten, die Situation zu ändern, kann sich zurücklehnen und denken: Wozu der Stress, bringt doch eh nichts.

Wenn die Welt und die Menschen generell schlecht sind, relativieren sich eigene Schwächen.

Und weiter? Wer die Lösung will, sucht nach einem Weg, wer den Aufwand dafür scheut, schützt sich mit einer Ausrede und wartet bis die Situation unerträglich wird oder harrt eben aus, frei nach dem Motto: „Was mich nicht umbringt, macht mich nur härter.“ „Hart gegen sich und andere“, ist meine Meinung dazu und wird wohl selten zu einem erfüllten Leben führen.

Raus aus dem Vorwurf, geht das?

Ja, auf verschiedene Art und Weise. Wer sein Schwarz-Weiß-Denkens behalten will, kehrt den Spieß um:

  • die Welt als Spiegel sehen und alles auf sich beziehen

Wahrscheinlich spiegelt mir mein Partner meine eigene Unzufriedenheit.

  • den Vorwurf umdeuten

Da ich es nicht schaffe, von der Glotze wegzukommen, brauche ich dringend Erholung, mein Unterbewusstsein signalisiert es mir auf diese Weise.

  • auf esoterische Halbwahrheiten zurückgreifen

Menschen, die ihre Kinder vernachlässigen: Auf Seelenebene sucht sich jeder die Eltern aus, die er für seine Entwicklung braucht.

Mit dieser Variante habe ich als spirituell interessierter Mensch Probleme. Warum? Weil esoterische Halbwahrheiten genutzt werden, um sich unter diesem Deckmäntelchen vor der Verantwortung zu drücken. Menschen, die darauf zurückgreifen, verunglimpfen esoterische Erkenntnisse, indem sie einzelne Sätze wie Schlagwörter aus dem Zusammenhang reissen und den erhellenden Kontext einfach weglassen.

Vorwürfe binden nicht nur, sondern sind auch Energiefresser. Beobachten Sie einfach mal, wie Sie sich fühlen, wenn Sie sich oder andere mit Vorwürfen überschütten. Wie ist die Stimmung? Wie reagiert der Körper?

Darum halte ich eine bewusste Entscheidung dafür oder dagegen für den besseren Weg. Für den Vorwurf, wenn Ihnen dieser zum Vorteil gereicht und Sie diesen Vorteil nich missen wollen. Dagegen, wenn Sie erkannt haben, dass der Nachteil überwiegt. Egal, wie Sie sich entscheiden, machen Sie sich bewusst, dass es Ihre Entscheidung ist, selbst wenn Sie sich für ein destruktives Verhalten entscheiden. Damit kommen Sie ein Stück weit raus aus der Opferrolle. Ich bin sicher, bei Vorwürfen trifft meist die 2. Zeile des folgenden Zitats zu, fehlt der Mut, etwas zu ändern:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. (Reinhold Niebuhr)

Falls Sie meinen, nichts ändern zu können, versuchen Sie es doch mal mit:

Gott, gib mir die Gelassenheit, hinzunehmen, dass ich die Dinge NICHT ändern WILL,

weil es mir zu anstrengend ist

weil ich das Unbekannte fürchte

weil ich dann handeln müsste

weil es ungewohnt ist, die Verantwortung für mein Denken, Fühlen, Handeln zu übernehmen

weil ich mich so an die momentane Situation gewöhnt habe

Auf welchen Vorwurf können und wollen Sie ab sofort verzichten? Was gedenken Sie statt dessen zu tun? Wie wird sich das auf Ihr Befinden auswirken?

Der Gewohnheit entkommen und selbstbestimmt leben

Sie haben längst erkannt, dass Sie etwas verändern müssen, nur was?

Sie wissen, was Sie verändern wollen, nur haben Sie Angst vor dem nächsten Schritt?

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, etwas zu ändern, nur welche sollen Sie wählen?

Hypnose kann Ihnen in vieler Hinsicht helfen:

Sie können im Kontakt mit Ihrem Unterbewusstein herausfinden, was Sie wirklich wollen und obendrein prüfen, ob es tatsächlich Ihre Wünsche sind bzw. warum Sie diese nicht Realität werden lassen.

Typische Beispiele für innere Widersacher,

die dafür sorgten, dass der Verstand andere Wege gehen will als das Herz und dass Herzenswünsche auf der Strecke bleiben:

  • Die verinnerlichte Stimme von Mutter, Vater, anderen nahestehenden Personen: Das tut man nicht. Was werden die Leute dazu sagen? Ich muss mich ja schämen für dich. So kann man doch nicht leben. In unserer Familie sind alle/ leben alle so oder so…
  • Aus Solidarität zu einem geliebten Menschen in ungeliebten Situationen verharren: Wenn du nicht glücklich bist/warst, verzichte ich auch auf mein Glück.
  • Die verinnerlichte Lebenseinstellung, in erster Linie für andere da sein zu müssen, meist begleitet von einem Helfersyndrom.
  • ... Sie dürfen fortfahren.

Haben Sie gelernt, Ihre Wünsche nicht nur wahrzunehmen, sondern auch ernst zu nehmen und umzusetzen? Oder gehen Sie den Weg des geringsten Widerstands und reden sich ein, dass es Ihr Schicksal wäre, unglücklich zu sein bzw. anders zu leben als Sie sich in der Jugend erträumt haben?

Falls ja: es ist nie zu spät, etwas zu ändern. Hier einige Anregungen:

Glaubenssätze hinterfragen.

Anstelle von Vorwürfen und Schuldzuweisungen Wünsche formulieren.

Mit der Vergangenheit aussöhnen.

Statt Schuldfragen zu klären den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung erkennen.

Die eigene Rolle neu definieren, die Verantwortung für das eigene Leben und eigene Entscheidungen übernehmen und bereit sein, die Konsequenzen zu tragen.

Entscheidend: fangen Sie an, etwas zu tun, am besten sofort und denken Sie dabei an die 72-Stunden-Regel: Dinge, die Sie nicht innerhalb von 72 Stunden in Angriff nehmen, verlaufen höchstwahrscheinlich im Sand.

Falls Sie einen Motivationsschub brauchen, empfehle ich Ihnen, meinen Podcast Nr. 2 zu hören. Im entspannten Zustand gewinnen sie Klarheit, was Sie noch erreichen wollen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre Wünsche und Träume ausbuddeln und am Ende Ihres Lebens sagen können: „Ich habe nach meinen Vorstellungen gelebt. Auch wenn nicht immer alles gelungen ist, ich habe getan, was ich konnte und das Beste aus meinen Möglichkeiten gemacht. Ich hatte und habe ein erfülltes Leben.“

Wie Sie aus einer Negativ-Trance aussteigen

Hypnose ist ein hochwirksames Werkzeug. Dennoch verzichten viele Menschen darauf, z.B. aufgrund von Vorurteilen. Verzichten auch Sie auf Hypnose? Ich denke eher, dass das eine Illusion ist und dass viele Menschen unbewusst Hypnose einsetzen. Worauf sie eventuell verzichten, ist die positive Wirkung, weil sie zu wenig über Hypnose und deren Möglichkeiten wissen.

Beispiel

Ein Bekannter ruft mich an. Am Klang der Stimme erkenne ich sofort, dass er gerade stimmungsmäßig im tiefsten Keller weilt. Ich kenne ihn und weiß, was los ist. Er hat sich wie so oft ganz allein in eine Negativ-Trance befördert. Womit? Indem er seinen Fokus auf das richtet, was ihm fehlt. Und das Gedankenkarussell dreht sich in einer Endlosschleife, weil er nicht aussteigt. Im Gegenteil – verlangsamt sich die Fahrt, wiederholt er seine negativen Einsichten, verankert den Zustand tief in seinem Inneren, kann an nichts anderes mehr denken: „Mir geht es seit Tagen dreckig. Ich bin einsam, habe niemanden, keine Freunde, keine Bekannten. Niemand interessiert sich für mich.“

Äh, bin ich niemand? Aber das ist das Wesen einer Negativ-Trance. Der Fokus erfasst nur noch die negative Seite der Medaille. Indem mein Bekannter diese Seite jetzt auch noch laut schildert, verstärkt er seine selbstgeschaffene Negativ-Trance.

Ich bin sicher, fast jeder Mensch hat so einen Bekannten, Freund oder Verwandten. Ich kenne Menschen, die fürchten sich schon vor deren Anrufen, weil sie sich der negativen Wirkung auf die eigene Stimmung bewusst sind, sich jedoch nicht entziehen können. Auch dafür gibt es Abhilfe. Doch bleiben wir beim Thema.

Mein Bekannter ist in Hypnose, Selbsthypnose:

Er befindet sich in Trance, sein Fokus ist nach innen gerichtet. Zwar ruft er mich an, aber er nimmt kaum wahr, was ich sage.

Es gibt einen Hypnotiseur, dem er vertraut und hingebungsvoll lauscht: sich selber, der eigenen inneren Stimme.

Suggestionen gelangen an seinem kritischen Verstand vorbei ins Unterbewusstsein: Ich bin einsam, niemand mag mich. In meinem Alter haben alle ihren Freundeskreis, mich will und braucht niemand…

Die wenigsten Menschen kennen in dieser Situation einen Hypnose-Profi, der sie rausholt. Die gute Nachricht: den brauchen sie nicht, denn das können Sie selber, schließlich haben Sie sich auch selber in die Situation reingebracht. Sie wissen wie und machen jetzt einfach das Gegenteil: Fokus von innen nach außen richten. Suggestionen stoppen. Wenn das nicht gelingt, die innere Stimme übertönen, z.B. mit lauter Musik. Spätestens, wenn der Nachbar Sturm klingelt, ist Ihr Fokus außen ;)

Und zukünftig? Dank Selbsterkenntnis vorbeugen und dazu üben, üben, üben, am besten beim ersten Anflug negativer Gedanken.

Nachhaltig: dieinnere Haltung dauerhaft ändern,

auch durch Üben, z.B. Dankbarkeit. Ich beobachte immer wieder, dass Menschen mit negativer Grundhaltung wenig Dankbarkeit empfinden. Dankbarkeit ist eine innere Haltung, eine wertschätzende Haltung. Diese Wertschätzung darf in alle Richtungen gehen – zu sich und zu anderen. Meist schaltet sich bei Negativ-Denkern jetzt der zuvor abgestellte Verstand ein, allerdings nur, um ja nicht die Richtung wechseln zu müssen. Da kommen dann Argumente wie: „Na, das ist doch Verdrängung.“ OK, ich überrede niemanden, dann bleibt es eben wie es ist.

Wenn Sie dankbar sind, diesen Hinweis dankbar berücksichtigen ;) den Fokus auf das richten, was Sie haben, kommt es zu keiner Negativ-Trance.

Nachhaltig: denken Sie über das Gesetz von Ursache und Wirkung nach

und fragen sich: „Wo und wann habe ich die Ursache geschaffen für meine jetzige Situation?“ Mit anderen Worten: Raus aus der Opferrolle, rein in die Selbstverantwortung.

Hinter jeder Negativ-Trance verbirgt sich eine Illusion, die Sie enttarnen können. Oft ist es die Illusion, dass Sie handlungsunfähiges Opfer äußerer Umstände bleiben müssen. Dass Sie an diesem Punkt sind, mag sein. Dass Sie dort allein nicht wegkommen, auch. Wenn Sie dennoch wegkommen wollen, suchen Sie sich am besten Hilfe, die an dieser Stelle ansetzt.

In diesem Zusammenhang ein Tip zu einem der Lieblings-anwendungsgebiete für Hypnose: Abnehmen in Hypnose. Wer tatsächlich zu dick ist, isst zu viel. Protest sinnlos. Ich glaube nicht an den wundertätigen menschlichen Körper, der Luft zu Fett verbrennt ;) Wer zu viel isst, tut das oft in einer Negativ-Trance, ist fokussiert auf negative Gefühle, z.B. das Gefühl innerer Leere, von dem das Essen ablenken soll. Das ist die Illusion: das Gefühl innerer Leere lässt sich mit Essen nicht dauerhaft beseitigen.

Jetzt haben Sie die Wahl. Sie können denken: „Alles „Quatsch“ oder einfach mal testen, was bei Ihnen funktioniert. Der beste Zeitpunkt ist immer JETZT. Wofür sind Sie gerade dankbar?

Sind Sie auf der Suche nach einer spirituellen Erfahrung?

Kennen Sie das?

Angebote für spirituelles Coaching, spirituelle Kommunikation, Spiritualität im Business und natürlich spirituelle Psychotherapie, Hypnotherapie etc.

Und auch ich habe ein Faible für spirituelle Dinge. Nur, was ist das? Beim Durchforsten der genannten Angebote anderer ist mir aufgefallen, dass Spiritualität unterschiedlich verstanden wird.

Was Spiritualität für mich bedeutet

Kurz und knapp zu finden bei Pim van Lommel in seinem Buch „Endloses Bewusstsein“:

„Die Suche nach Sinngebung durch innere Erfahrung.“

Klare Aussage, der nichts hinzuzufügen ist, denn „Es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ Und Pim van Lommel benennt in seinem Buch auch die Quelle dieser Weisheit:

„Die Bibel, Kohalet 1,9-10: Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Zwar gibt es bisweilen ein Ding, von dem es heißt: Sieh dir das an, das ist etwas Neues – aber auch das gab es schon in den Zeiten, die vor uns gewesen sind.“

Das gilt sowohl für spirituelle Erfahrungen als auch für Hypnose. Die Verbindung: Hypnose bedeutet generell eine Reise nach innen.

Die Suche nach dem Sinn verbirgt sich hinter Warum-Fragen, mit denen ein Klient kommt. Begleitet habe ich z.B. Menschen auf der Suche nach dem Sinn hinter folgenden Dingen:

Schicksalsschläge

Krankheit

zerrüttete Beziehungen

sinnlose ;) Verhaltensmuster

negative Emotionen

beruflicher Mißerfolg

Gedächtnislücken

Und manchmal gilt die Suche sogar ganz direkt dem Sinn des eigenen Lebens.

Hypnose in Therapie und Coaching hat somit immer eine spirituelle Komponente.

Aus eigener Erfahrung bin ich der Überzeugung, dass die Sinnsuche in Begleitung eines anderen Menschen ergiebiger ist als beim „Vor-sich-hin-schmoren“ im eigenen Saft. Zum einen fühlen sich Menschen im Beisein eines anderen Menschen eher in der Lage, das Umfeld auszublenden, weil sie wissen, da ist jemand, der darauf achtet. Mit diesem Sicherheitsanker ist es leichter, in tiefere Regionen vorzudringen. Zum anderen besteht die Gefahr, dass sich die Suche ohne Begleiter im Kreis dreht, weil der gesunde Menschenverstand als Orientierungshilfe dient. Auch dazu gibt es bei Pim van Lommel ein passendes Zitat:

„Gesunder Menschenverstand ist die Summe der Vorurteile, die man bis zu seinem 18. Lebensjahr angesammelt hat. Albert Einstein, 1879-1955“

Wie wahr. Diese Vorurteile verstecken sich hinter Glaubenssätzen, Verhaltensmustern, absoluten Wahrheiten – kurzum hinter selbstbegrenzenden Ansichten, deren Sinn oder Unsinn ich mit Ihnen in Hypnose auf den Grund gehe. Wer dazu bereit ist, erfährt spirituelles Wachstum. In der Hypnosetherapie kann es dabei zu wunderbaren Begegnungen kommen, z.B. mit Helfern, die Ihnen Ihre Seele schickt. Ich helfe nach, wenn der Zugang verschüttet ist oder Sie verlernt haben, Kontakt aufzunehmen. Und manch einem begegnen Helfer, deren Existenz sie/er nicht für möglich gehalten hätte. Doch das ist wieder eine andere Geschichte.

Ich persönlich bin überzeugt, dass sich die Suche immer lohnt und belohnt wird. Anregungen, wie Sie den richtigen spirituellen Begleiter oder Lehrer finden, gebe ich in meinem nächsten Artikel.

Was wissen Sie über den Prozess des Sterbens?

In meinem letzten Beitrag ging es um verschiedene Ansichten zum Thema Tod. Claudia Fahlbusch hat mich auf ihren Artikel zum Thema Sterben aufmerksam gemacht. Ein berührender und aufschlußreicher Beitrag zum Thema.

Möglicherweise haben die Menschen weniger Angst vorm Tod als vor dem Prozess des Sterbens. Und sie stellt einen aufrüttelnden Vergleich zur Geburt an - lesens- und nachdenkenswert. Hier geht es zum Artikel.

Wie stehen Sie zum Tod?

Ich beobachte regelmäßig große Unterschiede, wie Menschen mit dem Tod umgehen. Hier einige interessante Varianten:

Der Tod als Auslöser für kleine oder größere Anflüge von Panik

Ein Mensch zieht bei einem Kartenspiel, das der Unterhaltung dienen soll, die Karte „Der Tod“, wird kreidebleich und fängt an zu zittern.

Den Tod austricksen wollen

Forschungen, um Menschen und Tiere zu klonen und damit unsterblich machen zu wollen.

Den Tod als Fest für die Sinne feiern

You-tube-video

Den Tod verdrängen

„Wozu über Dinge nachdenken, die weit weg sind.“

Den Tod als zum Leben gehörend betrachten

Naturvölker

Menschen, die sich dem Leben auf allen Ebenen stellen

Den Tod nutzen, um Kraft für ein erfülltes Leben zu schöpfen

Davon berichten oft Menschen, die Nahtoderfahrungen gemacht haben, die wiederum bewirkt haben, dass diese Menschen ihr Leben überdenken und  manchmal auch radikal ändern.

Stefan von Jankovich „Ich war klinisch tot.“

Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Eine Hypnosesitzung kann Ihre Einstellung zum Tod positiv beeinflussen. Manch einer begegnet während einer Hypnose-Sitzung verstorbenen Angehörigen und erfährt diese Begegnung als heilsam. Das trifft beispielsweise in folgenden Fällen zu, die ich in meiner Praxis erlebt habe:

  • Es gibt noch etwas Unerledigtes in Bezug auf eine/n Toten.
  • Jemand konnte nicht richtig Abschied nehmen.
  • Die Trauer um einen Verstorbenen will nicht enden.
  • Jemand will einem Verstorbener auf unbewusster Ebene nachfolgen.
  • Es gab Fehlgeburten.
  • Jemand schaut auf ein früheres Leben zurück und findet dabei seinen Frieden in Bezug auf ein wichtiges Thema dieses Lebens.

Durch aktive Auseinandersetzung mit solchen und anderen Themen rund um den Tod kann sich ein Mensch eine grundlegend neue Einstellung erarbeiten. Der Tod verliert seinen Schrecken, und es wird bis dahin gebundene Energie frei für das Leben in der Gegenwart.

Voraussetzung ist wie immer die innere Bereitschaft, sich aktiv mit eigenen belastenden Themen auseinanderzusetzen.

„Wie wir dem Tod entgegensehen, entscheidet darüber, wie wir im Leben stehen.“ Dag Hammarskjöld, Friedensnobelpreisträger, UN-Generalsekretär, 1905-1961 (Zitat aus „Endloses Bewusstsein. Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung“ von Pim van Lommel)

Wie sich die Time-Line-Methode mit Hypnose verbinden läßt

Die Time-Line-Therapie stammt aus dem NLP (Neurolinguistischen Programmieren). NLP ist mittlerweile so bekannt, dass ich es hier nicht erkläre. Es würde auch den Rahmen dieses Artikels sprengen. Bitte googeln, das Internet hält Unmengen Informationen bereit. Informieren Sie sich bei Experten, z.B. Yvonne van Dyck.

Mein Spezialgebiet ist Hypnose. Und in einem neuen Menüpunkt auf der Homepage geht es um die Anwendung der Time-Line-Methode in Hypnose - wie immer mit jeder Menge Hintergrundinformationen und einem praktischen Beispiel. Lesen Sie hier weiter.

Das liebe Geld

Was, Sie lieben es nicht? Geld ist schmutzig, verdirbt den Charakter? Über Geld spricht man nicht? Sie machen gern und viel gratis und fühlen sich dabei edel? Lieber nett und bescheiden als reich und erfolgreich?

Ich könnte jetzt eine lange Liste mit solchen und ähnlichen Ansichten erstellen. Das ist nicht nötig, oder? Sie kennen sich und Ihre Reaktionen, wenn es um Geld geht.

Gott sei Dank habe ich viele positive Überzeugungen, was das Geld betrifft. Anderenfalls hätte ich weder eine erstklassige Hypnose-Ausbildung absolvieren können, die natürlich Geld gekostet hat, noch würde meine Praxis existieren. Und diesen Artikel könnten Sie auch nicht lesen, wenn ich arm wäre wie eine Kirchenmaus.

Warum schreibe ich dann überhaupt über Geld? Weil Menschen zu mir kommen, die für eine Therapie sparen müssen oder letztendlich darauf verzichten, weil sie ihr Geld dann doch lieber für andere Dinge ausgeben. Das ist für mich in Ordnung. Ich schreibe für diejenigen, die ahnen, dass ein Teil ihres Geldproblems in der eigenen Person begründet ist. Und diesen Teil können Sie beeinflussen. Mit aufdeckender Hypnose gelingt das hervorragend.

Grundlage  für eine solche Arbeit sind z.B. negative Glaubenssätze in Bezug auf Geld, die Sie entweder kennen oder die wir gemeinsam aufspüren und dann bearbeiten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist Ihr Selbstwertgefühl. Oft ist ein mangelndes Selbstwertgefühl der wahre Grund dafür, dass Menschen schwer Geld annehmen können bzw. eine zu geringe Gegenleistung für ihre Arbeit verlangen.

Falls Sie sich fragen, ob es sich für Sie lohnt, am Thema Geld zu arbeiten, schauen Sie einfach in Ihre Geldbörse oder auf den letzten Kontoauszug. Reicht es, um in sich selber zu investieren? Oder ist Ihnen auch dieser Gedanke fremd? Sie würden gern mit mir arbeiten, müssen sich das Geld dazu aber borgen? Das empfehle ich nur, wenn Sie ein rundum gutes Gefühl dabei haben sowie die ernste Absicht und auch die realistische Möglichkeit, den Betrag zurückzuzahlen. Ansonsten laden Sie sich eventuell weitere Probleme auf, wenn Sie gegen das Prinzip verstoßen, dass in menschlichen Beziehungen Geben und Nehmen ausgewogen sein sollten.

Fazit: Ich helfe Ihnen gern, wenn Sie Ihre inneren Überzeugungen zum Thema Geld bearbeiten wollen. Und wer das Geld dazu nicht hat? Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder zu seinem Geldbeutel passende Möglichkeiten findet. Das Internet ist voller Geschenke. Falls Sie das Thema zu sehr aufgeregt hat, können Sie sich jetzt eine meiner Entspannungs-Hypnosen anhören – GRATIS :)

Hypnose, wenn deutsch nicht Ihre Muttersprache ist? Funktioniert das?

Meiner Erfahrung nach ja.  Es funktioniert, wenn folgendes für Sie zutrifft:

Sie beherrschen die deutsche Sprache so, dass Sie sich im Alltag verständigen können.

Sie haben keine Angst nachzufragen, wenn Sie etwas nicht verstehen. Bedenken Sie: auch ohne Sprachprobleme verstehen sich Menschen nicht immer auf Anhieb.

Sie profitieren bei mir wie jede/r andere auch von Hypnose, weil

ich auf aufdeckende Hypnose spezialisiert bin. Ich erforsche mit Ihnen in Hypnose die Ursachen für Ihre Probleme. Dazu befinden Sie sich in einer leichten Trance. Wir sprechen während der Hypnose miteinander, und ich merke, wie Sie mich verstehen. Auch in Hypnose können Sie nachfragen, wenn Sie etwas nicht verstehen.  Ich passe das Tempo sowieso bei jedem Klienten an seine Bedürfnisse an.

In einem Kennenlern-Gespräch finden wir auf alle Fälle heraus, ob die Sprache für Sie ein Hindernis oder Nebensache ist, wenn Sie Hypnose nutzen möchten. Rufen Sie einfach an oder schicken mir eine E-Mail, wenn Sie interessiert sind.

Veränderung und Heilung leicht gemacht

„Waaaas?“ höre ich die eine oder andere, die sich seit Jahren quält. „Wie soll das denn gehen?“ fragt der Nächste. „Die hat gut reden,“ kommentiert der Dritte und denkt sich seinen Teil, und das Thema ist für ihn gegessen, denn wir beide sind ganz und gar nicht auf einer Wellenlänge. Und genau darin liegt die Chance. Worin? Mal eine andere Wellenlänge wählen, statt immer nur Volksmusik auch mal Klassik hören, kurzum: eine andere Perspektive einnehmen, eine abweichende  Meinung tolerieren, nachdenken, was da eventuell dran sein könnte.

Wir alle bevorzugen es, uns mit Menschen zu treffen, die Ansichten mit uns teilen, die uns Bestätigung und Anerkennung bieten, uns recht geben. Das entspricht einem menschlichen Grundbedürfnis. Dieses Bedürfnis zu befriedigen, ist Psychohygiene und somit wichtig für seelische Ausgeglichenheit und Zufriedenheit.

Wer auf Dauer im eigenen Saft schmort, lernt wenig bis nichts dazu. Wer sich ausschließlich mit Gleichgesinnten umgibt, bleibt Schaf unter Schafen, eben ein typischer Grasfresser;) Entwicklung geschieht dort, wo wir uns Neuem und Unbekanntem zuwenden, bewusst zum schwarzen Schaf mutieren, Abwechslung in die eintönige Herde bringen.

Besonders depressive Menschen verweigern oft den fälligen Entwicklungsschritt, verharren in festgefahrenen Situationen, Ansichten, Handlungsmustern. Sie haben zwar erkannt, dass es wie bisher nicht weitergeht, bringen jedoch noch nicht den Mut auf, etwas zu ändern bzw. ein Teil in ihnen hält hartnäckig an alten Ansichten fest.

Beispiel

Ich würde mich ja gern ändern, aber es geht nicht. Ich hab keine Zeit, der Job, der…

Auf jeden Vorschlag, etwas zu ändern, folgt ein „aber“, geschickt verpackt in einen handfesten Grund, warum etwas nicht geht, frei nach dem Motto: „Wer etwas will, findet einen Weg, wer etwas nicht will, einen Grund.“ Das schützt zumindest vorübergehend das Selbstwertgefühl und viel wichtiger: man kann in der gewohnten Situation verharren.

Dabei kann Veränderung einfach sein, wenn Sie sich an erfolgreichen Menschen orientieren. Auch erfolgreiche Menschen durchleben Höhen und Tiefen. Sie sind Menschen wie Sie und ich. Und jetzt kommt mein ABER:

Ein erfolgreicher Mensch hat ein positiv formuliertes Ziel.

Es ist unglaublich, wie viele Menschen schon an dieser kleinen Hürde scheitern. Wenn Sie zu mir in die Praxis kommen, arbeiten wir daran. Was nützt es zu wissen, was man NICHT will?

Beispiel

Ich will nicht mehr so depressiv sein.

Sondern? Was soll Ihr Unterbewusstsein tun, wenn es NICHT mehr für Trübsal sorgen soll? Wofür soll es dann sorgen? Worauf soll es sich freuen?

FAZIT: Wer nicht weiß, was er will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er immer wieder ähnliche Reinfälle erlebt oder in der Lebensmitte feststellt, dass irgendwie alles nicht so läuft wie er es sich in der Jugend vorgestellt hat. Ab in die Midlife-Crisis!

Ein erfolgreicher Mensch verfolgt sein Ziel aktiv.

Beispiel

Er informiert sich über Therapiemöglichkeiten, falls er ein seelisches Problem hat. Er sucht sich Hilfe, wenn er allein nicht weiterkommt.

Ein erfolgreicher Mensch fängt sofort an, etwas für sein Ziel zu tun. SOFORT, nicht heute abend, nicht morgen früh, SOFORT, und zwar ganz einfach mit dem 1. kleinen Schritt.

Beispiel

Er sucht im Netz nach Therapiemethoden statt mit „Auch-Depressiven“ zu chatten obwohl er genau weiß, dass ihn das jedes Mal weiter runterzieht.

Ein erfolgreicher Mensch gibt nicht auf.

Wenn eine Strategie nichts bringt, sucht er nach neuen Möglichkeiten und holt sich bei Bedarf wieder Hilfe.

Nutzen Sie die für Sie momentan vielleicht noch unglaubwürdige Erkenntnis, dass Veränderung einfach ist, zur Selbsterkenntnis. Stellen Sie sich Fragen, z.B.

  • Warum glaube ich, dass es für mich schwer ist? Woher habe ich dieses Wissen? Ist das überhaupt meine Meinung oder habe ich eine fremde Meinung unkritisch übernommen?

Ein erfolgreicher Mensch weiß, warum er nach etwas strebt.

Erforschen Sie Ihre Motive. Warum wollen Sie sich verändern, ein Problem lösen etc.? Was erwartet Sie, wenn Sie sich entwickeln, Ihr Ziel erreichen? Und hier wird es richtig spannend, denn genau an dieser Stelle liegt oft der Hund begraben. Für irgendeinen Teil in Ihnen ist Ihr Ziel eventuell alles andere als attraktiv. Und solange Sie diesen Teil nicht kennen und würdigen, wird er trickreich dafür sorgen, Ihnen das Leben schwer zu machen.

Hypnose kann Ihnen Veränderungen erleichtern. Einerseits können Sie mit Hilfe aufdeckender Verfahren den Ursachen für das bisherige Steckenbleiben auf den Grund gehen. Andererseits können Sie in Hypnose testen wie es denn wäre, wenn die Veränderung bereits vollzogen wäre. Dabei testen Sie, ob Ihr Ziel attraktiv ist für Ihr Unterbewusstsein. Ist das der Fall, wird es in der von Ihnen gewünschten Richtung wirken.

Und wenn Ihr Unterbewusstsein für Sie arbeitet, haben Sie meiner Meinung nach schon gewonnen, selbst wenn es einige Zeit dauert bis Sie Ihr Ziel erreichen. Sie haben ab dem Moment einen inneren Helfer, der Sie in „schwachen Stunden“  wieder auf Kurs bringt und dafür sorgt, dass Sie nicht aufgeben, dass Sie automatisch an der Ralisierung Ihres Ziels arbeiten. Und das macht dann richtig Spaß.

Beispiel

Auf diese Art und Weise sind meine Homepage und das Blog entstanden, und beide Websites wachsen.

Fazit

Jede noch so große Veränderung beginnt mit dem ersten kleinen Schritt. Fangen Sie sofort mit irgendeinem Mini-Schritt an. Das stärkt Ihre Selbstachtung und ist ein Signal für Ihr Unterbewusstein, dass es Ihnen ernst ist. Für Ungeduldige: die Sieben-Meilen-Stiefel sind erlaubt. Jeder wählt das zu ihm/ihr passende Tempo.

Bleiben Sie dran. Die meisten Menschen wissen es, die wenigstens TUN es: jeden Tag einen kleinen Schritt gehen, sorgt mit der Zeit für eine enorme Entwicklung. Freuen Sie sich schon heute darauf, wo Sie in einem Monat, einem Jahr, in 5 Jahren… stehen werden :)

Hilfe, ein Helfer

„Frau Neehoff, können Sie meinem Sohn/Gatten/Freund… helfen?“

höre oder lese ich regelmäßig. Meine Antwort: „Um das herauszufinden, müsste Ihr Sohn/Gatte/Freund mit mir arbeiten wollen.“ Das ist selten der Fall.

Was steckt hinter solchen Anfragen? Häufig ein Helfersyndrom beim Fragenden. Hier einige Merkmale:

  • Jemand kümmert sich lieber um andere als um seine eigenen Probleme (die bleiben ungelöst).
  • Jemand kümmert sich ungefragt um andere, teils sogar gegen deren ausdrücklichen Wunsch oder ungeachtet der Aufforderung, die vermeintliche Hilfe zu unterlassen.
  • Jemand verlangt nie einen Gegenwert für seine Hilfe. Dankesbekundungen lehnt er ab mit den Worten: „Das ist doch nicht nötig. Das mache ich doch gern.“

Dieses Verhalten für den Helfer kein Problem. Im Gegenteil, es ist die  Lösung für sein größtes Problem: Angst, sich intensiv mit sich selber zu beschäftigen.

Warum helfen Menschen über das gesunde Maß hinaus?

Hier eine Auswahl möglicher Hintergründe:

  • Weil sie Angst haben, ansonsten allein zu sein.
  • Weil sie es als Ideal ansehen, sich selber zu vernachlässigen und ihr Leben am Leben anderer auszurichten.
  • Weil sie selber keine Hilfe annehmen können.
  • Weil sie schon als Kind darauf getrimmt wurden, für andere da zu sein.
  • Weil sie von ihren Eltern emotional mißbraucht wurden.
  • Weil sie ein geringes Selbstwertgefühl haben und Sichopfern mit gesundem Helfen verwechseln.
  • Weil sie eigene Bedürfnisse ignorieren oder gar nicht mehr wahrnehmen.
  • Weil sie ihre Daseinsberechtigung darin sehen, für andere da zu sein.
  • Weil sie entsprechende Überzeugungen und Glaubenssätze ihr eigen nennen: „Man muss helfen. Sei selbstlos.“ Dahinter verborgen: "Ich bin nicht wichtig."
  • Weil sie nicht gelernt haben, sich selber Aufmerksamkeit und Anerkennung zu geben und darauf angewiesen sind, diese von außen zu bekommen. Die Chance, dies durch aufopferndes Helfen zu bekommen, ist gut.

Fazit: Solange der Nutzen für den Helfer überwiegt, wird der Helfer nichts an seiner Situation ändern, selbst wenn er vor Überforderung „auf dem Zahnfleisch geht“.

Was bewirken Menschen mit Helfersyndrom?

Hinter der Fassade des schönen Scheins oftmals auch Schaden. Der größte Schaden, den Sie als sich aufdrängender Helfer anrichten können:

  • Sie treiben andere in die Abhängigkeit bzw. tragen dazu bei, dass diese in der Problemsituation verharren.

Beispiel

Ihr Sohn ist 30 und wohnt immer noch bei Ihnen? Sie können ihm nicht zumuten, dass er auszieht? Sie haben seine Bestrebungen zur Selbständigkeit schon früh im Keim erstickt? Und heute kann er weder seine Wäsche waschen noch kochen. Der würde verlottern und verhungern – ohne Sie. Wenn Sie Glück haben, teilt er Ihre Meinung und genießt das bequeme Leben. Wenn Sie Pech haben, wird er Sie irgendwann hassen, weil er nicht sein eigenes, sondern Ihr Leben bereichert hat – mit seiner Anwesenheit. Und Sie werden wohl kaum in Frieden aus dieser Welt gehen können mit dem Wissen, dass Ihr Sohn nicht für sich sorgen kann. Oder besorgen Sie ihm vorher noch eine Frau nach Ihren Vorstellungen als „Mama-Ersatz“?

Wann ist Helfen eine Tugend und geben seliger denn nehmen?

Wieder einige Anregungen:

  • Wenn Sie helfen ohne sich aufzudrängen.

Beispiel

Einem Menschen den Tipp zu geben, mal auf meine Homepage zu schauen, ist OK. Für einen anderen Menschen bei mir anrufen und am liebsten noch Details aus dessen Leben mit mir besprechen, nicht.

  • Wenn Sie sich gelegentlich als Zuhörer anbieten. Vielen Menschen hilft es enorm, wenn ihnen in schwierigen Situationen jemand zuhört. Die Betonung liegt auf ZUHÖREN statt ungebeten Lösungen anbieten, die Ihnen selber gefallen.
  • Wenn Sie darauf achten, dass Sie beim Helfen selber gesund bleiben. Wer beim Helfen ständig über seine eigenen physischen und psychischen Grenzen geht, entwickelt irgendwann Frust. Gelegentlich zeigt sich dann die wahre Motivation eines Helfers.

Beispiel

Eine Mutter, die sich ständig ungebeten in das Familienleben ihrer erwachsenen Kinder einmischt, überschüttet diese mit Vorwürfen: „Was habe ich nicht alles für euch getan, war immer da, habe auf… verzichtet… Und wo ist der Dank?“

Und wenn die Kinder ständig um Hilfe gebeten haben oder sogar die Enkel ungefragt bei Oma abgeladen haben? Dann wird es höchste Zeit, dass die Oma lernt, NEIN zu sagen. Die Versäumnisse bei der Erziehung der eigenen Kinder lassen sich nicht mehr nachholen.

  • Wenn Sie darauf achten, dass kein zu großes Gefälle im Geben und Nehmen entsteht. Geben ist nicht seliger, sondern vor allem leichter als nehmen. Wenn Sie ständig einem Menschen über Gebühr helfen ohne ihm die Chance zu geben, in irgendeiner Form einen Ausgleich zu schaffen, hält das die Seele der meisten Beschenkten auf Dauer nicht aus. Nach außen kommt es dann zu scheinbar unverständlichen Reaktionen.

Beispiel

Sie betüteln Ihre/n Liebste/n wie ein kleines Kind? Selber lehnen Sie Hilfe ab? Und was tut der/die Undankbare? Hat Zeit und Kraft und – orientiert sich anderweitig.

  • Wenn Sie darauf verzichten, die Verantwortung für andere zu übernehmen. Jeder erwachsene Mensch ist selber für sich und sein Leben verantwortlich. Das gilt auch während der Arbeitszeit. Wer das nicht akzeptieren kann, ist burn-out-gefährdet.

Beispiel

Eine Abteilungsleiterin traut Ihren Mitarbeitern nicht. Sie kontrolliert deren Arbeit über das gesunde Maß hinaus. Die Begründung: die Firma vor dem Ruin bewahren. Die Folge: ein 10-Stunden-Tag am Rand des Zusammenbruchs, den niemand von ihr erwartet. Die Kollegen fühlen sich gegängelt und sind genervt. Der Firmen-Chef ist wegen der Einmischung in seinen Verantwortungsbereich gereizt.

Zurück zum Anfang des Artikels:

Bevor Sie jemanden zur Therapie schicken, horchen Sie doch mal in sich rein und erforschen Ihre Motive. Schaffen Sie es, ehrlich zu sein? Los geht`s:

Wie fühlen SIE sich, wenn Sie aufhören, einer Person zu helfen, um die Sie sich gewohnheitsmäßig kümmern?

Wie oft sagen Sie „NEIN“ und wie fühlen Sie sich dabei?

Wie ist es um Ihre Identität bestellt, wenn Sie aufhören, selbstlos zu helfen oder wenn Sie sich von einer Person lösen, der Sie ständig helfen?

Wie gut nehmen Sie Ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahr? Wie gut kennen Sie sich?

Wieviel Zeit wenden Sie für die Lösung eigener Probleme auf und wieviel für die Lösung der Probleme anderer?

Was bedeutet Ihnen Kontrolle?

Wollen Sie wissen, was richtig ist und daran festhalten, um Unsicherheit und Angst zu entgehen?

Fürchten Sie, Zuneigung und Liebe zu verlieren, allein zu sein, wenn Sie weniger helfen? Kommt eventuell Panik auf bei diesem Gedanken?

Fazit

Liebe Helfer/innen, ich verstehe Sie. Und ich bin mir sicher, dass Ihr Verhalten eine Vorgeschichte hat, die mehr mit Ihnen zu tun hat als mit der Person, der Sie unbedingt helfen wollen. Deshalb bleibe bei meiner Überzeugung: Ihr Sohn/Gatte/Freund wird sich selber bei mir melden – wenn er das will. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch gering.

Kennen Sie Ihren Wert?

Ich meine Ihren Selbst-Wert?

In diesem Artikel erfahren Sie mehr dazu.

Glaubenssätze kennen, nutzen und bei Bedarf entsorgen

Wenn ich die Fragebögen meiner Klienten analysiere, um herauszufinden, was sie bis jetzt abgehalten hat, ihr Ziel zu erreichen, finde ich entsprechende Glaubenssätze.

„Unsere Glaubenssätze umgeben unsere Welt wie ein Zaun. Alles, was außerhalb dieses Zaunes liegt, ist nicht möglich oder nicht real.“ Leo Angart

Glaubenssätze sind faszinierend, faszinierend bezüglich ihrer Wirkung. Ein Glaubenssatz kann Sie auf der Stelle treten lassen. Er kann ebenso dafür sorgen, dass ein Mensch schier Unmögliches schafft und über sich hinauswächst.

Beispiel

„Wo ein Wille, da ein Weg.“ Es gibt unzählige „Vom-Tellerwäscher-zum-Millioniär-Geschichten“.

Positive Glaubenssätze sorgen dafür, dass Sie verstärkt Dinge wahrnehmen, die Sie unterstützen, Ihr Ziel zu erreichen und das eigene Potential zu nutzen.

Beispiel aus meinem Leben

„Was ich wirklich will, schaffe ich immer.“

Dieser Glaubenssatz begleitet mich seit meiner Kindheit und hat noch nie seine Wirkung verfehlt.

Beispiel: Ich wollte mich mit meiner Hypnosepraxis nicht auf die Arbeit mit Gesunden beschränken. Ich hatte einfach keine Lust, mich in einer rechtlichen Grauzone zu bewegen bzw. ständig über die unklaren Definitionen der Begriffe gesund und krank nachzudenken. Die für mich beste Alternative: die Zulassung als Heilpraktikerin für Psychotherapie erwerben.

Bei meiner Recherche wie ich das schaffen könnte, stieß ich gleich zu Anfang auf die hohe Durchfallquote für die staatliche Heilpraktiker-Prüfung. Diese wird im Durchschnitt mit 80% angegeben. Über die „Sachsen-Prüfung“ hörte ich als Zugabe noch die eine oder andere Horror-Story.

Wie bin ich vorgegangen? Zunächst habe ich gründlich geprüft, ob ich mir diese Prüfung wirklich antun wollte. Ja, ich wollte. Warum? Weil das Ergebnis für mich attraktiv war. Also lernte ich derart gründlich, dass ich quasi gar nicht durchfallen konnte. Genauso war es dann. Ich habe die Prüfung beim ersten Anlauf bestanden.

Das Beispiel soll Ihnen deutlich machen, dass es sich lohnt, die eigenen Glaubenssätze zu kennen, zu nutzen bzw. zu bearbeiten, falls sie für Sie nachteilig wirken.

Wie wirft man ungünstige Glaubenssätze über Bord?

Methoden gibt es unzählige. Ich beginne meist damit, dass ich teste, ob es nicht reicht, eine Sache einfach zu TUN.

Beispiel

Ein Bekannter hatte überzeugende Argumente, dass ich „social Marketing“ betreiben sollte. Mir war das suspekt. Also dachte ich hin… und dachte her… getreu meinem Glaubenssatz „Bei mir dauert alles etwas länger.“… bis ich erkannte, dass dieser Glaubenssatz die Ursache war. Also wollte ich zur Tat schreiten und beginnen. Prompt tauchte der nächste Glaubenssatz auf: „Mir folgt sowieso niemand bei Twitter & Co.“

In solchen Fällen habe ich zwei Taktiken. Die zeitsparendste bedeutet: „Augen zu und durch.“ Das habe ich getan. Und was geschah? Ich hatte nach ca. einer Woche 25 Follower bei Twitter :) Damit hat sich der Glaubenssatz ins Nirwana verabschiedet. Möge er dort in Frieden ruhen.

Mein neuer Glaubenssatz: „Ende des Jahres habe ich 1000 Follower.“ ;) Oder ist das jetzt Größenwahn? OK, Ziele sollten der SMART-Formel genügen. Das R in SMART steht für: Ziele sollen „R-ealistisch“ sein - ein Thema für einen separaten Artikel.

Und was tue ich, wenn sich ein hinderlicher Glaubenssatz als penetrant anhaftend erweist? Ich nutze meine absolute Lieblingsmethode: HYPNOSE :)

Wie Sie die Denkebene der Zerstörung verlassen

Im vorigen Artikel habe ich von drei Denkebenen berichtet. Wenn Ihr Gehirn oft auf der Denkebene der Zerstörung einrastet, bedenken Sie:

Wir Menschen sind „Herdenwesen“. Das heißt, wir können uns den Emotionen unserer Herdenmitglieder schwer entziehen. Wenn wir meckern, nörgeln, kritisieren, geht das auch an unseren Mitmenschen nicht spurlos vorbei.

Herdenmitglieder sind nicht nur Mitmenschen, sondern auch eigene Persönlichkeitsanteile. Vielleicht kennen Sie z.B. den inneren Kritiker. Das ist der, der an allem rumnörgelt, was Sie tun. Die Folge: negative Emotionen.

Beispiel

Sie sind Perfektionist und wie so oft nicht zufrieden mit sich und Ihrer Arbeit. Der innere Kritiker raunt: „Versager. Andere sind einfach besser…“ Ihre Stimmung sackt in den Keller, Ihre Gesichtszüge entgleisen, sie hassen sich und die Welt.

Jemand kommt frohen Mutes rein, sieht Sie. Sie ranzen diese/n Jemand gleich auch noch an. Die Stimmung ist jetzt bei zwei Menschen im besten Fall auf Null, im schlechtesten unterhalb des Gefrierpunkts. Ich überlasse es Ihrer Phantasie, diesen Gedanken aufzugreifen und auszubauen.

Das Gegenprogramm

Sie arbeiten regelmäßig an sich und Ihrem Charakter und

verfügen über genügend Selbsterkenntnis und Strategien, um sich mehr und mehr negativen Einflüssen zu entziehen.

Sie betreiben regelmäßig Psychohygiene.

Und wenn nicht? Verseucht der seelische Müll nicht nur das Hirn, sondern auch den Körper. Sie müssen ständig duschen, sich kräftig eindieseln… weil? Weil  der Körper den seelischen Müll auch über die Poren ausscheidet. Man erkennt es am Geruch. Und nicht nur das. Die Selbstverseuchung mit Gedanken-Müll schwächt obendrein das Immunsystem, macht krank. So, das war jetzt hart. Beweisen Sie mir das Gegenteil und ich nehme alles zurück ;)

Wie Sie die psychische Selbstverseuchung beenden

Die einfachste Variante

Positives Denken

Probieren Sie es aus.

Es wird leider nicht funktionieren, wenn Sie starke innere Widerstände spüren.

Beispiel

Ihr positives Gedanken-Gegenprogramm für den inneren Kritiker: Ich bin ein wertvoller Mensch. Ich empfinde Dankbarkeit und Anerkennung für mich.

Manch eine/r kann solche Sätze weder aussprechen noch denken. Das Unterbewusstsein läßt es nicht zu.

Sie haben die Wahl:

alles lassen wie es ist oder

die Ursachen für destruktive innere Programme erforschen.

Wer stand Ihnen Modell, wen ahmen Sie nach? Wer war nie zufrieden mit sich? Wandern Sie gedanklich in Ihre Vergangenheit? Seit wann begleiten Sie Ihre negativen Gedanken samt der dazugehörenden Emotionen?

Wenn Sie allein nicht weiterkommen, suchen Sie sich Unterstützung. Aufdeckende Hypnose ist eine Möglichkeit. Diese Methode eignet sich, wenn sie an sich arbeiten wollen. Nur wer an sich arbeitet und sich verändert, kann die Denkebene der Zerstörung von Körper und Seele verlassen. Alles, was sich nicht entwickelt und wächst, geht ein oder vegetiert vor sich hin, oder?

Der Lohn für die Arbeit an sich selber: Selbsterkenntnis, inkl. wirksamer Strategien zur Abgrenzung von negativen äußeren Einflüssen. Sie bauen um sich herum eine energetische Hülle auf, die Sie zuverlässig schützt und dafür sorgt, dass Sie im Leben erfolgreich sind, weil Sie Ihr Potential kennen und nutzen. Und das ist kein Zustand, sondern ein Weg. „Den“ muss ich jetzt noch draufsetzen: Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Auf welcher Denkebene sind Sie zu Hause?

Variante A - typische Aussagen

Bin ich denn nur von Idioten umgeben?

Mann, der hat doch keine Ahnung.

Die kann ich sowieso nicht leiden, wie die heute wieder aussieht.

Dem zeig ich mal, wo der Hase langläuft.

Mecker, mecker, mecker... kritisieren, beschimpfen, beschuldigen, beneiden, intrigieren, streiten...

Wie geht es Ihnen, wenn Sie sich in diesen Sog begeben?

Variante B

Ich weiß nicht, der hat ständig irgendwelche neuen Projekte in der Mache.

Nee du, das kenn ich nicht. Laß mal, ich brauch nichts Neues.

Mach du mal deinen Kram, ich mach meinen; da weiß ich, was ich habe.

Schuster bleib bei deinen Leisten.

Nur nichts Neues lernen, auf keinen Fall die Perspektive wechseln, denn wer weiß? Das Unbekannte ist mir nicht geheuer? Immer schön mit dem Strom schwimmen.

Ist das so bei Ihnen?

Variante C

Du hast was Neues zu diesem Thema gefunden? Ich bin offen für neue Ideen. Erzähl mal.

Ich bin beeindruckt, was du kannst. Wo kann ich das lernen?

Probleme sind da, um sie zu lösen.

Was ich vor 20 Jahren gedacht habe? Keine Ahnung, ich entwickel mich ständig weiter.

Der Trainer Andreas Ackermann beschreibt die drei Varianten als drei unterschiedliche Denkebenen:

Die Auflösung

A: die Ebene der Zerstörung

B:  die Ebene der Erhaltung

C: die Ebene der Schöpfung

Auf welcher Denk-Ebene schwingen Sie mit? Welche Auswirkungen hat das auf Ihre Beziehungen zu sich und Ihren Mitmenschen, Ihre Stimmung, Ihr Lebensgefühl, Ihre Zukunft?

Mein Tipp: Beginnen Sie bei sich, wenn Sie die Denkebenen A und B verlassen wollen. Ich bin regelmäßig betrübt, welch unsägliche Negativ-Gedanken Menschen über sich hegen. Meist stimmen diese nicht annähernd überein mit dem, was ist. Hier zwei

Beispiele aus meiner Praxis für schmerzhafte Folgen solcher Gedanken

Vor mir sitzt eine intelligente sowie attraktive junge Frau, die mir offenbart, dass sie sich selber nicht leiden kann. Das Problem, wegen dem sie kommt: sie wird gemobbt. Der 1. Schritt zur Lösung: die Gedanken über sich selber ändern. Ich garantiere, dass das Umfeld nachzieht. Davor steht die Arbeit an sich selbst.

Mir stellt sich ein Mann vor, der nicht nur Experte auf seinem Fachgebiet ist, sondern auch mehrere Sprachen spricht und Gott und die Welt kennt. Leider nützt ihm das beruflich verdammt wenig. Er zweifelt an seiner Existenzberechtigung und liefert deshalb seinen Geschäftspartnern viel zu viel gratis. Das Ergebnis: er kommt jeden Monat mit Ach und Krach über die Runden.

Denken Sie um. Haben sich Ihre destruktiven Dankmuster verfestigt? Noch mehr zu diesem Thema erfahren Sie auf meiner Website. Im Artikel "Angst vor aufdeckender Hypnose?" geht es im 2. Teil um Blockaden, Glaubenssätze und limitierende Entscheide.

Familienstellen und Hypnose: eine effektive Kombination

Darüber berichte ich in einem neuen Artikel auf meiner Praixs-Website. Erfahren Sie mehr über die Vorteile dieser Kombination.

Wie Sie bessere Entscheidungen treffen

Ganz einfach: indem Sie sich auf Ihre Intuition verlassen. Und falls es Sie nach einer wissenschaftlichen Erklärung dafür gelüstet, warum Sie damit auf der sicheren Seite sind, lesen Sie das Buch „Bauchentscheidungen. Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition“ von Gerd Gigerenzer. Hier einige nützliche Gedanken zur Entscheidungsfindung aus dem Kapitel 1 dieses Buches.

Wie rational sind Sie?

Statt sich auf Ihre Intuition (Bauchgefühl) zu verlassen, können Sie auch umfangreiche Recherchen anstellen, Plus/Minus-Listen (pro und kontra) erstellen. Das ist aufwendig. Hätten Sie gedacht, dass das zu schlechteren Ergebnissenals intuitive Entscheidungen führt bzw. dafür sorgt, dass Sieletztendlich doch intuitiv entscheiden?

Im Buch beschrieben ist ein

amüsantes Beispiel

Ein junger Mann muss sich zwischen zwei Frauen entscheiden. Er weiß nicht, welcher er den Vorzug geben soll. Er geht die Angelegenheit sachlich an und notiert für jede der beiden Frauen auf einem Blatt in 2 Spalten Gründe, die für bzw. gegen sie sprechen. Anschließend streicht er positive bzw. negative Punkte, die einander aufwiegen. Was übrig bleibt, soll helfen, eine rationale Entscheidung herbeizuführen.

Wollen Sie wissen, ob sich die Mühe gelohnt hat?

Tatsächlich war es dann so, dass der Heiratswillige beim Erstellen der Liste bemerkte, dass er innerlich längst eine Entscheidung getroffen hatte ohne die Gründe dafür zu kennen.

Andere Menschen stellen beim Anwenden dieser Methode fest, dass ihre Entscheidung nicht zu dem passt, was auf der Liste übrig bleibt. Manche wiederum bemerken, dass Sie beim Auflisten der Argumente schummeln, weil sie unbewusst eine Variante bevorzugen und die Liste entsprechend gestalten – nämlich irrational statt rational wie die Methode vorgibt.

Kennen Sie so etwas? Haben Sie schon Entscheidungen getroffen, die Ihnen erst später bewusst geworden sind? Erinnern Sie sich an Entscheidungen, für die Sie keine logische Erklärung finden können und die dennoch richtig waren? In diesen Fällen haben Sie "auf Ihren Bauch gehört".

Spannend: Menschen, die ohne großen Aufwand intuitiv entscheiden, sind auf lange Sicht zufriedener. Sie stellen ihre Suche bei der ersten Alternative, die „gut genug“ ist, ein; sind Satisficer (satisfice: befriedigen, zufriedenstellen). Ihnen genügt ein einziger guter Grund, um eine fällige Entscheidung zu treffen. Laut einer Studie zeichnen sich Satisficer durch mehr Optimismus, höhere Selbstachtung und Lebenszufriedenheit aus.

Menschen, die dagegen keine Mühe scheuen, um die beste Wahl zu treffen, sind Maximierer. Sind Sie so ein Maximierer und lesen erst einmal das Buch, um dann weitere Recherchen folgen zu lassen? Oder gehören Sie gar zu denen, die keine Entscheidung treffen. Keine Entscheidung, ist auch eine Entscheidung, nämlich für den Stillstand.

Für mich gilt: Intuition + „Wissen ist Macht.“ Und auch Gerd Gigerenzer empfiehlt keineswegs, dumm zu sterben, sondern sich mit Hilfe der Intuition zielsicher durch den heutigen Dschungel der Informationsüberflutung zu navigieren. Das heißt, mit Hilfe der Intuition zu erspüren, welche Informationen überflüssig sind und welche nicht.

Wer auf jedem Gebiet erst selber Experte werden will, um sich für oder gegen etwas zu entscheiden, könnte als unzufriedener pessimistischer Maximierer enden oder einfach nie "zu Potte kommen". Haben Sie Zugang zu Ihrer intuitiven Seite, schätzen und nutzen diese? Hypnose ermöglicht es.

"Ich schaffe es nicht, mich zu ändern." Mögliche Hintergründe

Beispiel

„Mein Arzt sagt, ich muß… Ich weiß, dass ich muss und ich will auch, aber ich schaffe es einfach nicht. Im Alltag falle ich immer wieder in meine alten Gewohnheiten zurück.“ erzählte mir kürzlich jemand, der aufgrund seiner Krankheit etliche Gewohnheiten ändern soll. Was tun in solchen Fällen?

Was tun viele Menschen?

Auf sich eindreschen: „Weichei. Nichts hältst du durch. Hab ich Dir nicht gesagt…“ Es steht Ihnen frei, hier weiterzumachen. Besser: Sie lassen es. Das ist selbstverordneter Psychoterror. Machen Sie das schon lange? Irgendwann läuft das Fass über. Burnout, Depression, Selbstwertkrise…

Eine weitere oft angewendete sinnlose Strategie: noch mehr von dem tun, was bisher nicht ans Ziel geführt hat, frei nach dem Motto „Viel hilft viel.“ Eben nicht.

Beispiel

Sie haben in einer bestimmten Situation Angst. Sie haben gelesen, dass Sie sich der Angst stellen müssen. Sie wählen die Konfrontation. Sie begeben sich immer wieder bewusst in die angstbesetzte Situation. Ihre Angst nimmt im Lauf der Zeit eher zu als ab.

Wie lange wollen Sie dieses Spiel spielen? Die Methode wirkt bei Ihnen nicht. Akzeptieren Sie das statt sinnlos weiterzumachen.

Wenn Sie etwas nicht schaffen, hat das Gründe

Und es ist wesentlich effektiver danach zu forschen als mit erfolglosen Strategien zu resignieren. Meist gibt es einen unbewussten Nutzen, wenn Sie etwas nicht schaffen. Welchen, können Sie nur für sich persönlich herausfinden.

Beispiel

Sie wollen endlich Sport treiben. Statt dessen bleiben Sie regelmäßig am PC kleben. Aktuelles Schlagwort: „soziale Netzwerke“. Diese erfüllen ein menschliches Grundbedürfnis – nach sozialen Kontakten. Würde Ihnen der Alltag in dieser Hinsicht genug bieten, würden Sie nicht im Internet nach einer Ersatzbefriedigung suchen.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor: Gewohnheiten schaffen Muster, die Spuren im Gehirn hinterlassen. Es ist bequem dort zu laufen, wo bereits gespurt ist. Eine neue Spur zu legen, strengt anfangs an. In kleinen Schritten neue Wege gehen statt gleich im Tiefschnee die Piste runterzubrettern, erleichtert die Umstellung.

Beispiel

Von vorher „no sports“ zu „täglich Sport“ übergehen, ist einfach zu viel. Sie bekommen Muskelkater. Das Gehirn registriert Schmerz auf der ganzen Linie, körperlich wie seelisch. Besser: zunächst nur einmal die Woche, dafür regelmäßig maßvoll Sport treiben. Das Gehirn registriert: Freude, Stolz, Wohlbefinden und leistet keinen Widerstand.

Es gibt Dinge, die Sie auch mit dieser Taktik nicht in den Griff bekommen?

Aufdeckende Hypnose ist eine wunderbare Möglichkeit, die Ursachen dafür zu finden, sich selber besser kennenzulernen. Einzige Gegenanzeige: eine Konsumhaltung nach dem Motto „Sorgen Sie dafür…“ Es ist Ihr Leben, und Sie allein entscheiden wie es verläuft.

Wie Sie sich selber auf die Schliche kommen

Indem Sie beobachten, was Sie sagen, wenn der Tag lang ist :)

Beispiel

„Daran kann MAN nichts ändern.“

Modifizieren Sie den Satz: „Daran kannICH nichts ändern.“

Der nächste Schritt lautet: „Daran will ICH nichts ändern.“

Hat es bei Ihnen das erste Mal Klick gemacht? Gut, gehen Sie einen Schritt weiter, werden Sie konkreter.

Beispiel

MAN kann (doch) nicht Nein sagen, wenn…

Wählen Sie eine typische Situation, in der Sie nicht NEIN sagen können bzw. eine andere für Sie typische Reaktion.

Schreiben Sie den Satz um: „ICH willnicht Nein sagen, wenn…“

Ihnen geht gerade ein Licht auf? Stellen Sie sich jetzt vor wie Sie doch Nein sagen – so intensiv wie möglich, konzentrieren Sie sich. Was geschieht?

Sie können sich das zwar vorstellen, allerdings ist die Vorstellung unangenehm? Ihr Körper rebelliert, Sie spüren einen inneren Widerstand? Es ist unwahrscheinlich, dass Sie unter diesen Voraussetzungen in der Realität Nein sagen? Sie werden wider besseren Wissens Ja sagen?

Meine Antwort in diesem und ähnlichen Fällen: Das kann MAN… äh… Das können Sie ändern, wenn Sie wollen. Dabei kann MAN… äh… kann ICH Ihnen helfen, wenn Sie wollen.

Sie wollen nicht? Das ist in Ordnung, denn Sie wissen: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Nur für den Fall, dass Ihr Himmel gelegentlich eine kleine Hölle ist, die Sie verlassen wollen: „Wo ein Wille, da ein Weg. Es lohnt sich, ausgetretene Pfade zu verlassen und bei Bedarf einen Wegführer zu engagieren, denn ein Auge kann sich selber nicht sehen.“

Welche Bilder, Vergleiche, Zitate bestimmen IHR Weltbild?

Beispiele

Thema Partnerschaft

„Zwei Partner sind wie zwei Mühlsteine, die sich reiben.“ Na, da möchte ich nicht dazwischen kommen. Wie wäre es, wenn Sie den Abrieb nutzen als Dünger für eine Pflanze, die sich entwickeln darf und wachsen kann in dem Maß wie der Gärtner das Pflänzchen hegt und pflegt?

Thema Arbeit

„Auf Arbeit acker ich wie ein Esel. Unter 10 Stunden täglich geht gar nichts.“ Wie wäre es, wenn Sie Ihre Arbeitszeit als Lebenszeit betrachten? Sie ackern wie ein Esel? Wer verlangt das? Sie sind ein Esel? Ich kann Sie zwar nicht sehen, aber ich habe zu viel Achtung vor Ihnen, um mir jetzt vorzustellen, dass zwei lange graue Ohren Ihr Haupt zieren ;)

Thema eigene Fähigkeiten

„Mein Gedächtnis ist wie ein Sieb. Ich kann mir einfach keine Namen merken.“ Kein Wunder mit dieser Einstellung. Wie wäre es mit: Mein Gedächtnis ist wie ein Schwamm. Neugierig sauge ich auf, was mich interessiert?

Viele dysfunktionale Bilder und Vergleiche haben Sie sich in Ihrer Kindheit zu Eigen gemacht. Wieviel Müll transportieren Sie damit seit Jahrzehnten in Ihr Unterbewusstsein? Die Wirkung negativer Bilder bzw. der Energie, die Sie damit schaffen, wird oft unterschätzt. Fangen Sie an, Ihren Wortschatz zu entrümpeln. Es lohnt sich :)

Sie sind Perfektionist?

Was andere über Sie denken, hat einen hohen Stellenwert?

Sie arbeiten viel und gewissenhaft?

Dennoch machen Sie Fehler und sind unzufrieden mit sich?

Vielleicht  helfen Ihnen die Worte des japanischen Dichters Mitsuo Aida (1924-1991):

Wollten die Tomaten Melonen sein,

wären sie lächerlich.

Mich wundert sehr,

dass so viele Menschen sich bemühen, der zu sein, der sie nicht sind;

was ist verlockend daran lächerlich zu sein?

Du brauchst nicht immer vorzugeben, dass du stark bist,

solltest nicht immer beweisen, dass alles gutgeht,

solltest dich nicht um das kümmern, was andere denken,

weine, wenn dir danach ist,

es tut gut, zu weinen, bis keine Träne mehr übrig ist

(denn nur dann kannst du wieder lächeln).

Loslassen - wie es gelingen kann

„Ich will loslassen. Loslassen ist wichtig.“ Solche und ähnliche Sätze höre ich regelmäßig. Mein erster Gedanke: „Ja, was denn?“ Der eine oder andere staunt nicht schlecht über diese Frage und manch einer hat mir durch die Blume zu verstehen gegeben, dass ich wohl etwas begriffsstutzig wäre. Steht diese Frage im Rahmen einer Therapie im Raum, hält mich das keineswegs davon ab, auf einer Antwort zu beharren. Wer dann ungehalten oder gar wütend wird, hat tatsächlich ein „Thema“ mit dem Loslassen.

Was können wir loslassen?

Ausschließlich das, was wir haben. Logisch, oder? Keineswegs.

Beispiel

Ein Mensch mit knapper Kasse erzählt mir im Brustton der Überzeugung: „Geld ist mir nicht wichtig. Das habe ich losgelassen.“ Leider ist das schlicht und ergreifend unmöglich.

Das Wort loslassen enthält bereits die Erklärung. Um etwas loszulassen, müssen wir es erst einmal haben. Zurück zum Beispiel Geld. Wer angeblich das Thema Geld losgelassen hat ohne je welches in ausreichendem Mass gehabt zu haben, kann es unmöglich losgelassen haben. Klassischer Fall von Selbstbetrug, leicht zu erkennen, wenn so ein Mensch munter auf diejenigen projiziert, die „nur dem Geld hinterherjagen statt sich auf die wichtigen Dinge des Lebens zu konzentrieren.“

Können Sie eine Krankheit, ein Symptom loslassen?

Ja. Das ist der erste Schritt, um Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Zuvor haben Sie wahrscheinlich Ihre Krankheit bekämpft. Das bringt im besten Fall vorübergehende Heilung, oft Rückfälle, Symptomverschiebungen in Form von neuen/anderen gesundheitlichen Problemen. Das Loslassen beginnt damit, dass Sie herausfinden, dass das Symptom eine Berechtigung hatte bzw. welche. Wenn Sie diese Botschaft annehmen, wird das Symptom überflüssig.

Möglicherweise kommen Sie an diesem Punkt nicht weiter. Auch das gilt es anzuerkennen. Zustimmen und anerkennen statt verbissen zu kämpfen ist der erste Schritt zur Genesung. Gibt es in Ihrem Leben etwas, was Sie bekämpfen oder wogegen Sie sich verbissen wehren? Ist es Ihr eigenes Verhalten, Ihre Krankheit, dann bekämpfen Sie sich selber. Schauen Sie freundlicher darauf – es lohnt sich.

„Ich will nicht werden wie…“

bedeutet ebenfalls, dass jemand nicht loslassen kann.

Beispiel

„Ich will nie werden wie mein Vater,“ tönt der pubertierende Sohn, rutscht in der Mitte seines Lebens in die Krise und stellt entsetzt fest, dass sich sein Leben gar nicht so sehr von dem seines Vaters unterscheidet.

Ihr Leben spiegelt Ihre Beziehung zu den eigenen Eltern wieder. Selbst wenn da auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten sind, werden diese spätestens beim Blick auf die eigene Lebensgeschichte und die der Eltern deutlich.

Wer anders werden und leben möchte als seine Eltern, respektiert und achtet seine Eltern wie sie sind. Gab es in der Kindheit viele Verletzungen, braucht ein Mensch dabei Unterstützung. An der Achtung der Eltern führt bis auf wenige Ausnahmen nichts vorbei.

Der Fehlerteufel war bei mir zu Gast

Bewerten und interpretieren Sie gern?

Mein Kontaktformular hat einige Zeit nicht funktioniert. Die Einträge wurden gelöscht statt an mich weitergeleitet. Zu verdanken habe ich diese Erkenntnis einem Interessenten. Er griff zum Telefonhörer, nachdem ich seine Anfrage scheinbar ignorierte – eine kluge Entscheidung. Oft reagieren Menschen in solchen Situationen zum eigenen Nachteil, besonders wenn ihr Selbstwertgefühl gering ist.

Beispiel

Ein Mensch mit wenig Selbstbewusstsein denkt vielleicht: „Was hat es mich für Überwindung gekostet, mein Problem zu schildern. Jetzt meldet sie sich nicht auf meine Anfrage. Wahrscheinlich bin ich nicht wichtig…“ Und das Interpretieren nimmt seinen Lauf, leider ohne Realitäts-Check.

Wir Menschen bewerten und interpretieren gern. Wir ziehen Schubladen mit bekannten Inhalten heraus und schauen, wo sich das Erlebte am besten einordnen und ablegen läßt. Das ist berechtigt in einer komplexen Welt, in der zeitgleich mehr Eindrücke auf uns zukommen als wir verarbeiten können. Es bringt Struktur in den Alltag. Der Nachteil: wir werden betriebsblind, verharren auf eingefahrenen Gleisen, werden unflexibel und lernen nichts dazu.

Mein Vorschlag: hinterfragen Sie regelmäßig gewohnheitsmäßiges Denken und Handeln und freuen Sie sich auf positive Überraschungen. Vergessen Sie nicht: was Sie denken und fühlen, ist lediglich Ihre Wahrheit, ein anderer Mensch sieht ein und dieselbe Angelegenheit wahrscheinlich anders.

Ich jedenfalls war positiv überrascht über die Initiative eines Lesers.

Sie haben Angst vor Kontrollverlust in Hypnose?

Und Sie denken, noch nie in Hypnose gewesen zu sein? Ein verbreiteter Irrtum. Erfahren Sie mehr, wenn Sie mögen.

Hat alles im Leben einen Sinn?

Schicksalsschlägen, Krankheiten, Unfälle, Gewalt, Naturkatastrophen. Hinter allem einen Sinn finden zu wollen, ist ein menschliches Grundbedürfnis. Sinnlosigkeit ist unerträglich.

Beispiel

Wahrscheinlich erinnern Sie sich noch an den Unfall eines jungen Mannes bei der Fernsehsendung „Wetten dass“ Ende vorigen Jahres. Einige Zeit später las ich etwas über den Vater des Jungen, der die Teilnahme an dem waghalsigen Experiment befürwortet hatte. Der Vater ist sehr religiös und als spiritueller Mensch gewohnt, hinter allem einen Sinn zu suchen und zu finden. Ein Journalist wollte wissen wie er aus dieser Sicht mit dem Unfall umgeht. Er meinte, dass genau das sein größtes Problem sei. Er kann den Sinn hinter dem Unfall und der schweren Behinderung seines Sohnes nicht erkennen. Das macht ihm besonders zu schaffen.

In der aufdeckenden Hypnose-Therapie begebe ich mich mit meinen Klienten ebenfalls auf  Sinnsuche. Wir decken die Ursache für Probleme auf, bearbeiten und neutralisieren diese. Erkennt ein Mensch, dass ein Problem eine Ursache hat, macht es Sinn. Diese Erkenntnis schafft enorme Erleichterung und reicht manchmal schon aus, um eine Heilung anzustoßen.

Wenn sich der Sinn nicht erschließt

Die Ursachen liegen im momentanen Entwicklungsstand eines Menschen. Sein Weltbild, sein Glauben und Wissen lassen keine für ihn logischen oder akzeptablen Schlussfolgerungen zu. Die Folge: der Mensch fühlt sich macht- und hilflos. In dieser Situation gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Ein Mensch kapituliert und verbittert. Dieser Mensch hat dauerhaft das Gefühl, Dingen ausgeliefert zu sein, die er nicht beeinflussen kann. Ausdruck dieses Zustands sind u.a. eine anhaltend negative Einstellung (auch zu sich selber), Selbstmitleid, Resignation, Aggressionen, Reizbarkeit, Ängste (Bereitschaft zur Panik), Depressionen.
  • Ein Mensch begibt sich auf die Suche, z.B. indem er Kurse besucht, ins Kloster geht, meditiert oder eine Therapie anfängt.  Es ist eine Suche nach sich selbst und meist auch die Suche nach einer spirituellen Entwicklung.  Wer wissen möchte wie so ein Prozeß ablaufen kann, welche Höhen und Tiefen einem Menschen dabei begegnen, was am Ende dabei herauskommen kann, ist mit diesem Buch gut beraten:

„Die Hütte“ von William Paul Young

Darin beschreibt ein Christ seine seelische Entwicklung nach einem sinnlosen Ereignis – dem Mord an seinem Kind. Ich denke, dass der Autor eindrucksvoll und nachvollziehbar sämtliche Phasen beschreibt, die die meisten Menschen nach einem schweren Schicksalsschlag durchleben. Der Zweifel an Gott steht für mich für den Zweifel am Sinn des Lebens, an der Existenz einer höheren Gerechtigkeit, eines wohlwollenden Universums – je nach Weltbild. Ein Menschen hat sein seelisches Gleichgewicht verloren und sucht einen Ausweg. Wer dieses Buch gelesen hat, weiß wie eine Psychotherapie abläuft.

Letztendlich gibt es nur einen Ausweg für die geschunden Seele: Vergebung und Versöhnung und infolgedessen inneren Frieden. Der Weg dahin läßt sich nicht erzwingen. Innerer Frieden läßt sich weder mit dem Verstand noch mit dem Willen herbeiführen. Er ist das Ergebnis eines tiefen emotionalen Prozesses, der sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Es ist ein Ringen mit sich selbst. Er fordert dem Suchenden viel ab und gibt ihm noch mehr. Im Buch übernimmt Gott die Rolle des Therapeuten. Und Gott hat viele Gesichter, lassen Sie sich überraschen und berühren. Und staunen Sie über die Antwort auf die Frage nach dem Sinn.

Neuer Gratis-Download ist online

Seit einiger Zeit habe ich einen weiteren Gratis-Download in der Schublade, den ich dank ;) meiner perfektionistischen Ader löschen wollte. Die Aufnahme ist nicht so geschnitten und bearbeitet wie ich mir das vorstelle. Selber beherrsche ich dieses Metier noch nicht.

In meinem letzen Artikel habe ich Beiträge verlinkt, die zeigen, dass Frauen sich oft mit überzogenen Ansprüchen Hindernisse in den Weg legen. Ich wage jetzt einfach mal einen Test. Ich stelle Ihnen den Gratis-Download wie er ist zur Verfügung – mit Mängeln. Eventuell ist ja gerade die zu lange Pause am Beginn der Clou statt Hindernis: In dem Moment, wo Sie abschalten wollen, geht es weiter… Sie sind entzückt und aufmerksamer als zuvor, oder?

Über Feedback jeder Art würde ich mich freuen.

Hier geht es zum Flug des Adlers.

Karriere und beruflicher Erfolg = Frauensache?

Größeres Selbstbewusstsein hilft der Karriere, lautet ein Artikel auf Welt.de. Frauen vergessen das gern.

Männer absolvieren eine Ausbildung und bieten im Anschluß daran selbstbewußt ihre Leistung an. Frauen absolvieren dieselbe Ausbildung und besuchen anschließend erst mal Kurse…  und weitere Kurse… noch mehr Kurse… bilden sich weiter und weiter und weiter… um ja nicht der Scharlatanerie verdächtigt zu werden.

Ich bin sicher, viele Frauen erkennen sich wieder, wenn sie den interessanten und lehrreichen Artikel von Roland Kopp-Wichmann lesen: Hinweis für kompetente Frauen: “Nein, Sie sind keine Hochstaplerin!”

Welchen Umgang mit mangelndem Selbstbewußtsein und „Hochstaplersyndrom“ ich als Frau für sinnvoll erachte

Es ist Kraftverschwendung, aus Frust einen Keil zwischen Frauen und Männer zu treiben, z.B. durch Schuldzuweisungen, Vorwürfe etc. Jammern hilft nicht. Nutzen wir Frauen den klaren Blick von Männern wie Roland Kopp-Wichmann, die uns den Spiegel vorhalten, und lernen daraus.

Veränderungen im großen Rahmen wird es erst geben, wenn Frauen aktiv mitwirken statt sich selber zu boykottieren, z.B. indem sie Frauenquoten generös ablehnen. Ich habe im Gegenzug noch nie erlebt, dass ein Mann ablehnt, wenn ihm aufgrund seiner Beziehungen ein Posten angeboten wird.


Der erste Schritt
wird Frauen am leichtesten fallen, wenn sie ihre Prägung berücksichtigen und die entsprechenden Themen aufarbeiten. Der größte Saboteur lauert im weiblichen Unterbewußtsein. Das bedeutet: in sich selber investieren. Auch auf diesem Gebiet sind viele Männer den Frauen überlegen. Ich beobachte regelmäßig, dass zwar mehr Frauen als Männer Therapie und Coaching in Anspruch nehmen, allerdings auf unterschiedliche Art und Weise:

Frauen geben sich oft einen unrealistischen Rahmen vor: wenig Zeit, bloß nicht zu viel Geld ausgeben und wenn es schmerzlich wird, denken: „Ich schaff das schon. Den Rest mach ich selber. Ich bin ein Kämpfer.“
Therapieziele wie das Entwickeln eines gesunden Egoismus stoßen bei Frauen nicht nur auf Unbehagen, sondern werden oft vehement abgelehnt. Männer stimmen begeistert zu. Vielleicht hilft ihnen dabei das logische Denken, denn nur wer gut für sich selber sorgt, hat Energie und Kraft übrig, die er an andere weiterreichen kann.


Ich bin sicher, dass viele Frauen in dieser Hinsicht im Alltag von ihren Partnern lernen können. Probieren Sie es einfach mal aus. Ich bin nämlich ebenso sicher, dass viele Frauen von den Reaktionen ihrer Männer positiv überrascht sein werden. Nicht in erster Linie Männer torpedieren weiblichen Erfolg, vor allem sind es die Frauen selber, weil sie

die Dinge hinnehmen, die sie ändern können und stattdessen Sisyphusarbeit leisten bei Dingen, die sie nicht ändern können.


Zum Abschluß einige Beispiele wie Prägung, die sich neutralisieren läßt, weiblichen Erfolg torpediert

Hören Sie als erwachsene Frau immer noch die mahnenden Worte von Mutter oder Vater, wenn Sie eigene Leistungen hervorheben und dadurch im Mittelpunkt stehen?

Bekommen Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie etwas für sich tun, weil Sie als Kind darauf getrimmt wurden, erst an die anderen und dann an sich zu denken? Das schlechte Gewissen sorgt dafür, dass die Verstrickung hält. Die Folge: Sie arbeiten ohne adäquate Gegenleistung, sowohl zu Hause als auch im Beruf. Anstelle eines erfüllten Lebens erwarten Sie Depression und Burnout.

Es ist Ihnen unangenehm, Hilfe anzunehmen, geschweige denn einzufordern? Sie agieren in der 2. Reihe? Vielleicht kennen Sie den Satz: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht  eine Frau, die ihn unterstützt. Wer fördert Sie? Nicht mal Sie selber?

Angst vor männlicher Konkurrenz? Hat Ihre Mutter nach Ihrem Vater gerufen, wenn sie sich nicht durchsetzen konnte oder gar mit dem Vater gedroht, wenn Sie etwas angestellt haben?

Sie streben nach Harmonie aus Angst vor dem Verlassen- und Alleinsein?

Zu Ihrem Wertesystem gehört Bescheidenheit um JEDEN Preis? Dann berücksichtigen Sie: Sie sind nicht Gandhi. Ein indischer Milliardär, der Gandhi unterstützte, sagte mal: „Gandhis Bescheidenheit hat mich Millionen gekostet.“ Sie zahlen Ihre Rechnung selber.

Nur nicht auffallen? Selbst Hilfsorganisationen können nur helfen, wenn Sie die Werbetrommeln für Spenden rühren.

Die Lösung aus Verstrickungen mit dem eigenen Herkunftssystem (Familie, Vorfahren) gibt es allerdings nur mit schlechtem Gewissen. Das auszuhalten ist der Preis für ein glückliches und erfolgreiches Leben nach eigenen Maßstäben. Lernen das auszuhalten - ist für viele Menschen schwer, oft zu schwer. Ich meine, wer Kinder, Ausbildung, Haushalt, Beruf und mehr unter einen Hut bekommt, schafft auch das :)

Vielleicht helfen Ihnen die Worte von Ursula Klee, damit Sie sich die Erlaubnis geben, mehr für sich zu tun:

Frauenschicksal?

Erst nahm sie Rücksicht auf ihre Eltern, weil sie jung war und abhängig.

Dann nahm sie Rücksicht auf ihren Mann, weil sie Frau war und liebte.

Später nahm sie Rücksicht auf ihre Kinder, weil sie klein waren und hilflos.

Dann nahm sie Rücksicht auf ihre Eltern, weil sie alt waren und kränklich.

Niemand nahm Rücksicht auf ihre Wünsche, weil sie sich nie erlaubte, welche zu haben.

Was hab ich?

Wer stellt sich nicht gelegentlich diese Frage. Kommt die Antwort von einem Arzt, kann sie befremdlich klingen, z.B.: „Ösophagitis. Es besteht die Gefahr der Ausbildung eines Barrett-Ösophagus. Hier ihr Befund für den Kollegen, an den ich Sie überweise.“ Aufklärung beendet.

Diese Arbeitsweise scheint gängige Praxis zu sein. Obendrein birgt sie so manche Gefahr, z.B. dass Patienten abwandern zu Menschen, die bereitwillig erläutern, was der Patient denn nun hat. Rührige Medizin-Studenten haben diese Gefahr erkannt und prompt gebannt. Ihr Portal „Washabich“ hilft verunsicherten Patienten und sorgt dafür, daß Ärzte weiterhin auf ein verständliches Arzt-Patienten-Gespräch verzichten können. Wie das?

Der Patient, zumindest der Internet-Kundige, wirft seinen PC an und geht auf „Washabich.de“. Dort übermittelt er seinen Befund oder seine Diagnose in Fachchinesisch an kompetente Studenten. Die übersetzen den Text ins Deutsche – gratis, versteht sich, denn abgerechnet wurde der Arztbesuch bereits. Seltsame Arbeitsteilung zwischen Jung und Alt.

Wie wäre es mit Nachahmern aus anderen Berufsgruppen?

„Wofür zahl ich?“- Portal für den entgeisterten Bürger, dem beim Blick auf seinen Einkommenssteuerbescheid die Kinnlade runterfällt. Finanzamt und Steuerberater müssen Akten wälzen. Auskunft gibt deshalb der Nachwuchs oder vielleicht auch der Gratis-Praktikant – natürlich auch gratis.

Mir fällt da noch so manches ein. Ich habe nichts gegen die Tugend des Helfens. In diesem Fall denke ich: Was für eine unselige Entwicklung, die bereits in vielen Bereichen Einzug gehalten hat. Wenn jemand nicht bereit ist, seine Arbeit so zu machen wie es der Kunde braucht, springen Menschen mit Helfersyndrom ein und erledigen den fehlenden Teil gratis.

Das Ergebnis: eine neue Volkskrankheit. Laut WHO sind Depression und der damit verwandte Burnout europaweit auf Platz 1 und weiter im Vormarsch. Ein möglicher Grund: Druck, steigende Anforderungen und schlechtere Bedingungen für schlechter werdende Entlohnung  und menschenfeindliches Miteinander im Alltag. Die Folge: die Seele streikt, kann den Mißbrauch auf Dauer nicht ertragen.

Das Gegenteil sieht so aus: ausgeglichenes Geben und Nehmen auf beiden Seiten, gegenseitiger Respekt und Anerkennung. Dieses Rezept hat sich sowohl im Geschäftsleben wie auch im Privatbereich bewährt.

Wie steht es um Ihre Bilanz im Geben und Nehmen – beruflich wie privat? Wie wirkt sich das auf Ihren Energiehaushalt aus?

Mit Hypnose zum Nichtraucher?

Regelmäßig höre ich, dass diese Kombination ein Renner ist. Dennoch rauchen viele, die es auf diesem Weg versucht haben, wieder. Wie das?

Es wird klassische Hypnose angewendet – also zudeckende Hypnose, bei der die Ursachen für das Rauchen keine oder eine nebensächliche Rolle spielen. Beim Einsatz von CD`s, die nicht speziell für eine Person angefertigt werden, ist ohnehin klar, dass die Frage, warum jemand raucht, keine Rolle spielt. Eine klassische Nichtraucher-Hypnose enthält Suggestionen, die den Weg zum Nichtraucher fördern:

Suggestionen, die die Willenskraft beleben (sollen)

Suggestionen, mit deren Hilfe Sie sich vorstellen wie herrlich es ist, Nichtraucher zu sein

Suggestionen, die eine Abneigung oder gar Ekel beim Raucher erzeugen (sollen)

Klassische Hypnose funktioniert durchaus, allerdings am ehesten, wenn das Rauchen lediglich eine Angewohnheit ist. In diesem Fall reicht oft der feste Entschluss, das Rauchen aufzugeben. Hypnose macht Sinn, um den Prozess zu erleichtern, zu fördern, zu beschleunigen, besser mit Rückfällen umzugehen.

Was tun, wenn das Rauchen einen „tieferen Sinn“ hat?

Auch in diesem Fall kann es gelingen, das Rauchen mit klassischer Hypnose aufzugeben ohne diesen tieferen Sinn zu kennen und zu bearbeiten. In solchen Fällen kommt es leider oft zu Symptomverschiebungen. Das heißt, das Rauchen wird durch etwas anderes ersetzt, was den gleichen Zweck erfüllt, z.B. mehr essen.

Wie ich mit Rauchern arbeite

Ich finde als erstes heraus, ob es sich lediglich um eine Angewohnheit oder eine Abhängigkeit handelt. Einem abhängigen Raucher sage ich, dass er bei mir die Chance hat herauszufinden, warum er raucht, um diese Ursache dann zu bearbeiten und zu neutralisieren. Das ist ein Prozess. Der Vorteil: der Raucher lernt viel über sich und die Kräfte, die in seinem Unterbewusstsein wirken. Es verschafft Erleichterung, diesen Kräften nicht mehr ausgeliefert zu sein und zu denken, man wäre willensschwach.

Ist es sinnvoll, mit Standard-CD´s zu beginnen?

Aus meiner Sicht immer, denn oft sind sie der Türöffner für eine aufdeckende Therapie, wenn der gewünschte Erfolg ausbleibt. Viele Menschen sind nicht bereit tiefer zu graben solange die Hoffnung besteht, dass es auch mit einer CD oder 2 Sitzungen funktioniert, bei denen man mehr oder weniger vor sich hindämmert.

Selbst wenn der gewünschte Effekt ausbleibt, einen entspannenden Effekt haben Hypnose-CD`s allemal. Und beim Hören sind Sie auf jeden Fall Nichtraucher ;)

Übrigens, wäre es nicht sinnvoll, jetzt sofort diese unselige Bezeichnung "Nichtraucher" abzulegen? Sie sind doch auch kein "Nicht-Ski-Fahrer", kein "Nicht-Jogger", kein "Nicht- weiß-der Himmel-was". Was wären Sie gern? Vielleicht ein Mensch, der seine Lungen regelmäßig mir frischer, reiner Luft füllt?

Therapieresistenz: Was tun?

Bezogen auf die Hypnose bedeutet Therapieresistenz: der/die Klient/in bekommt keine inneren Bilder. Daß ich das noch nicht erlebt habe, führe ich auf das Kennenlern-Gespräch zurück, das ich mit allen Klienten vor der ersten Sitzung führe. Dabei schaffen wir die Basis für Rapport – für Vertrauen, daß ein Mensch braucht, um innere Bilder zuzulassen und zu beschreiben, und wir testen seine Motivation für die Sitzungen.

Wenn die  Arbeit mittendrin stockt, unternehme ich folgendes:

Zuerst prüfe ich, ob der Klient wirklich keine inneren Bilder hat oder ob er sie lediglich nicht beschreiben will, weil das Thema z.B. mit Schuld oder Scham verbunden ist.

Wir arbeiten mit Themen aus dem Fragebogen. In der ersten Sitzung bespreche ich mit meinen Klienten den Fragebogen und notiere mir mögliche Einstiegsbilder für die Hypnose, die der Klient von sich aus liefert.

Ich nutze in der Hypnose Übungen aus dem Familienstellen.

Ich arbeite mit Geschichten, die den Klienten emotional ansprechen. Schließlich stehen Emotionen im Mittelpunkt meiner Arbeit. Kürzlich ist mir dabei ein Klient fast eingeschlafen. Es hat dennoch funktioniert. Sein Unterbewußtsein hat registriert, daß das Thema paßt, und es wurde eine erfolgreiche Sitzung.

Ich arbeite mit Farbbrillen, um die beiden Gehirnhälften zu synchronisieren, den Verstand einzuschläfern und das therapeutische Fenster wieder zu öffnen. Diesen Weg wähle ich nur in Ausnahmefällen.

Ich teste, ob der Klient einen Persönlichkeitsanteil hat, der nicht will, daß es ihm gut geht, und arbeite mit diesem Anteil.

Krise: Supergau oder Chance?

Mein Kollege Carsten Kammerer kennt beide Seiten der Medaille und hat basierend auf eigenen Erfahrungen einen umfangreichen Ratgeber mit vielen Selbsthilfe-Übungen geschrieben: leicht lesbar und gewürzt mit einer Prise Humor. Empfehlenswert.

Mir geht es gut – ich leide: Das unterschätzte Paradoxon und seine Hintergründe

„Meine Probleme schildern? Klar doch. Sie kennen die Lösung? Jetzt nicht“, blökte das Schaf, und trottete flugs zurück in die vertraute Herde.

Wovon hier die Rede ist? Von einem unterschätzten Paradoxon: leiden als Genuß. Vor einiger Zeit schrieb ich von den Tücken der Opferrolle. Kürzlich fand ich im Buch von Ilse Kutschera „Was ist nur los mit mir?“ eine ganz andere Überschrift: „Die Faszination der Opferrolle.“ Mediziner nennen das Phänomen sekundären Krankheitsgewinn. Dieses Fachchinesisch klingt einfach angenehmer als die darunter verborgene Realität: leiden bringt Vorteile, ja Genuß. Warum sollte ein Mensch das ändern wollen?

Welche Vorteile kann das Leid bedeuten?

  • Leiden sorgt für Aufmerksamkeit und Zuwendung. Das befriedigt menschliche Grundbedürfnisse. Verwandte, Freunde und Bekannte kümmern sich liebevoll, teils aufopfernd um den Leidenden. In krassen Fällen ist das gesamte Familienleben darauf abgestimmt. Der Leidende darf zurücksinken ins Kleinkindstadium, in dem er wahrscheinlich nicht bekommen hat, was er brauchte. Jetzt kann er das endlich nachholen und spart sich auch noch das schlechte Gewissen, mit dem ein solches Verhalten im Normalfall einhergehen würde. Dabei spielt es keine Rolle, daß er/sie inzwischen 40, 50, 60… Jahre alt ist.
  • Der Leidende, der eventuell im Alltag vereinsamt war, findet Gleichgesinnte, z.B. in einer Selbsthilfegruppe. Dort darf jeder frei von der Leber weg immer wieder erzählen wie schwer er es hat. Man fühlt sich verstanden und eingebettet in eine wohlwollende Gemeinschaft. Das menschliche Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit wird befriedigt. Taucht jemand auf, der einen Ausweg kennt oder gar erfolgreich absolviert hat, wittert man Gefahr für den Fortbestand der Gruppe und sorgt dafür, daß diese Person verschwindet.
  • Gewohnheiten sind des Menschen liebstes Kind. Wer sein Leiden beenden will, muß seine Gewohnheiten ändern – anders denken, fühlen, handeln. Das schmerzt erst mal. Diese Durststrecke muß jeder überwinden, besser aktiv als passiv. Wer z.B. mit seinem Partner unglücklich ist und alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, etwas zu ändern, wird sich trennen müssen. Jede Trennung ist schmerzhaft. Obendrein gehören Trennungen zu den häufigsten Auslösern für eine Depression. Deshalb ist es oft leichter, im Leid auszuharren – man sich daran gewöhnt, weiß, was man hat, was jedoch kommt... Risiko...
  • Das Leiden verschafft einem eine Rente. Dazu fallen mir gleich mehrere Fälle ein. Eine Person müßte sogar wieder arbeiten würde sie geheilt, was diese Person um jeden Preis vermeiden will.

Ich bin sicher, Sie können die Liste fortsetzen und wissen, warum Sie getrost auf folgende beliebte "Hilfsprogramme" verzichten können:

den Leidenden mit Ihrem Hintergrundwissen konfrontieren

ihm/ihr Vorhaltungen machen

den Leidenden in eine Therapie zerren, Bücher, Seminare etc. empfehlen

Wie können Sie die Kehrtwende einleiten, wenn Sie unter dem Leidenden leiden?

Einzig und allein, indem Sie etwas für sich selber tun. Was? Ihren Fokus verändern, das Leben differenzierter betrachten, lachen und staunen, z.B. über die eingangs schlecht weggekommenen Schafe. Lesen oder hören Sie die Schafskrimis von Leonie Swann. Da ist nichts mit Opferlamm, da gibt es tatkräftige Schafe, die im Zweifelsfall über sich selbst hinauswachsen :) Falls das nicht genügt, forschen Sie in den Tiefen der eigenen Seele. Sind wir nicht alle sowohl Opfer als auch Täter?

Turbo-Therapie für zwischendurch

Sie haben bei sich destruktive Glaubenssätze und selbstbegrenzende Entscheide ausgemacht. Sie haben keine Lust, kein Geld, keine Zeit… diesen Dingen auf den Grund zu gehen. Sie wollen sich dennoch davon verabschieden – möglichst sofort und mit minimalem Aufwand.

Es gibt die ultimative Lösung für Sie. Die erfrischend unkonventionellen Idee dazu stammt von Gitte Härter. Unbedingt lesen :)

Hilfe, ich bekomme keine inneren Bilder

Das nehme ich Ihnen nicht ab, und dafür gibt es gute Gründe. Alle meine Klienten bekommen innere Bilder :) OK, das zählt nicht. Mein Sinn für Humor geht mit mir durch.

Jeder Mensch bekommt innere Bilder, nur nicht zwangsläufig in Form von Bildern wie man denken könnte. Wie sich die inneren Bilder eines Menschen anhören, anfühlen oder wie sie klingen und was sie bedeuten, hängt davon ab, auf welchem Sinneskanal ein Mensch seine Umwelt wahrnimmt. In dem Satz stecken vier Varianten. Manche Menschen nehmen die Welt vorwiegend über einen einzigen Sinneskanal wahr, andere über zwei oder mehr. Der Reihe nach.

Visuelle Menschen

bevorzugen es, die Welt mit ihren Augen wahrzunehmen. Sie bekommen im wörtlichen Sinn innere Bilder. Sie sehen vor ihrem geistigen Auge schöne bunte Bilder mit sämtlichen Nuancen. Wenn sie einen Raum betreten, lassen sie ihren Blick schweifen und registrieren unbewußt Farben und Formen. Logischerweise achten sie auf die Kleidung anderer und sehen selber gut aus. Es ist unwahrscheinlich, daß sie wie eine graue Maus oder ein buntes Huhn rumlaufen. Sie erinnern lange die Gesichter von Menschen, die ihnen begegnet sind.

Auditive Menschen

nehmen die Welt vor allem über ihr Gehör wahr. Sie haben ein feines Gespür für Zwischentöne und kennen den richtigen Umgangston. Sie sind schnell genervt, wenn es zu laut ist oder das Radio läuft während sie sich unterhalten. Sie sind eben geräuschempfindlich. Passend dazu eine kleine Anekdote aus meinem Leben.

Als ich noch ziemlich klein war, wollte mein Vater eines morgens wissen wie ich denn geschlafen hätte. Ich: „Schlecht.“ Meine Begründung: Es wäre zu laut gewesen, weil die Katze des Nachbarn über uns die ganze Nacht durch die Wohnung getrampelt wäre. – Darüber können wir bis heute herzhaft lachen.

Kinästheten

fühlen wie die Welt um sie herum ist. Sie lieben die Bewegung, und es hilft ihnen, beim Lernen hin und her zu marschieren. Gern fassen sie Dinge an. In der Technik-Abteilung lassen sie keine Gelegenheit aus, Knöpfe zu drücken. Für sie macht das Sinn, und sie können nicht verstehen, warum die Partnerin peinlich berührt fragt: „Mußt du denn alles angrapschen?“ Wenn sie einen Raum betreten, spüren sie, welche Atmosphäre herrscht. Sie mögen es, wenn man sie berührt, z.B. nach kurzer Bekanntschaft zur Begrüßung umarmt.

Auditiv-digitale Menschen

lieben Zahlen, Daten, Fakten. Logisches Denken? Na klar, nichts leichter als das. Gefühle sind ihnen eher suspekt. Sie sind anderweitig beschäftigt: Bei ihnen läuft nahezu permanent ein innerer Dialog ab. Manche von ihnen bekommen keine inneren Bilder. Hypnose ist dennoch kein Problem. Das Material, welches das Unterbewußtsein diesen Menschen im Überfluß zur Verfügung stellt, sind ihre Gedanken. Dennoch werden Auditiv-digitale Selbstlernkurse und klassisches Coaching bevorzugen, denn dabei gibt es jede Menge Check-Listen. Check-Listen, mit denen sich andere schwertun, sind für sie das Natürlichste der Welt.

Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, ist es möglich, Sinneskanäle zu trainieren. Wer z.B. regelmäßig Hypnose-CD’s hört, bekommt mit der Zeit immer mehr innere Bilder statt überwiegend Klänge, Gefühle und Gedanken.

Übrigens, haben sie bemerkt, daß die Beschreibungen der einzelnen Kanäle auch Menschen ansprechen, die die anderen Kanäle bevorzugen? Das können Sie jetzt auch und ich garantiere Ihnen, daß Sie mit diesem Wissen besser und leichter mit Ihren Mitmenschen kommunizieren – es sei denn, Sie haben die Methode noch nicht durchschaut ;) Im Zweifelsfall fragen Sie mich.

Hoffentlich nutzen Sie die gewonnenen Erkenntnisse nicht, um Menschen vorschnell in eine Schublade zu stecken. Die Welt ist bunt und voller Überraschungen.

Beispiel

Ich habe gelegentlich mit Informatikern zu tun. Der oberflächliche Betrachter könnte meinen, daß Vertreter dieser Berufsgruppe generell zu den Auditiv-digitalen gehören. Das mag bei der Mehrzahl der Fall sein, muß jedoch nicht wie solche und ähnliche Dialoge beweisen:

Ich: Können Sie mir die Software empfehlen?

Informatiker: Unbedingt.

Ich: Was spricht dafür?

Informatiker: Ich habe da ein gutes Gefühl.

Früher haben mich solche Dialoge aus den Socken gehauen. Dadurch aufmerksam geworden, habe ich festgestellt, wie viele Frauen im Gegenzug fleißig am Analysieren sind und auf rationale Argumente pochen. Es ist eben im wahrsten Sinn ein Vor-urteil, wenn wir Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihres Berufs in die eine oder andere Gruppe stecken.

Manche Hypnose-Interessenten bezweifeln, daß sie während einer Sitzung innere Bilder bekommen. In dieser Hinsicht kann ich aus folgenden Gründen Entwarnung geben:

Ich lasse Sie, falls Sie das interessiert, einen kleinen Sinneskanal-Test ausfüllen. Während der Hypnose spreche ich Sie dann möglichst oft auf Ihrem bevorzugten Sinneskanal an.

Vor der ersten Sitzung führe ich generell ein kostenloses und unverbindliches  Kennenlern-Gespräch, inkl. kurzer Hypnose, durch.

Hören Sie sich meine Entspannungs-Hypnose auf der Homepage an und achten darauf, was sich in Ihrem Inneren tut. Eventuell brauchen Sie keinen Test, um Ihren bevorzugten Sinneskanal zu erkennen.

Kennen Sie Ihre Chancen auf Therapie-Erfolg?

Haben Sie schon darüber nachgedacht, welchen Einfluß Ihr Charakter und Ihre Lebenseinstellung auf Therapieerfolge haben? Wie wäre es mit einem kleinen Test? Prüfen Sie zunächst, zu welcher der 3 folgenden Gruppen Sie sich zugehörig fühlen. Zum besseren Verständnis habe ich absichtlich übertrieben.

Gruppe 1

Sie finden Ihr Leben deprimierend. Dafür machen Sie die Umstände verantwortlich.

Sie können es schwer ertragen, andere glücklich zu sehen, weil dadurch Ihr Gefühl verstärkt wird, daß Ihr Leben nicht wie gewünscht verläuft.

Sie haben Mühe, Begeisterung zu empfinden.

Sie können sich selber nicht leiden. Sie machen sich vor anderen nieder und denken oft: „Bei mir klappt sowieso nichts. Für mich interessiert sich eh keiner.“

Sie schauen ungern auf Ihr Leben zurück, weil Sie dabei enttäuscht sind. Für Ihre Mißerfolge haben Sie alle möglichen rationalen Erklärungen parat. Sie geben schnell auf.

Sie betrachten sich als Opfer und benehmen sich so. Sie bevorzugen die Gesellschaft von Menschen, die Ihnen ähnlich sind.

Gruppe 2

Sie sind ein Kämpfer. Aufgeben ist nicht Ihr Ding. Sie versuchen verzweifelt, Ihr Ziel zu erreichen und überstehen damit Durststrecken: „Geht nicht - gibt’s nicht.“

Sie wissen oder ahnen, daß tief in Ihnen große Angst schlummert – vor Mißerfolgen.

Sie fühlen sich oft einsam und zweifeln.

Sie geben die Hoffnung nicht auf, denn sie gehört zu Ihrem Motto: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Gruppe 3

Sie tun nicht nur cool – Sie sind es.

Sie betrachten Krankheiten nicht als Zufall, sondern als Zeichen des Körpers, aus denen Sie lernen. Sie nehmen daraufhin die Änderungen vor, zu denen Sie vorher nicht bereit waren.

Sie übernehmen Verantwortung für Ihr Leben. Sie wissen, daß Sie Ihr Leben selber gestalten, auch wenn es unbewußt geschieht. Sie betrachten Erfolge und Mißerfolge als Konsequenzen aus dem eigenen Fühlen, Denken und Handeln.

Sie verzichten auf Schuldzuweisungen – auch in Bezug auf sich selber. Sie empfinden Dankbarkeit und Wertschätzung für sich und andere.

Sie betrachten das Leben als eine Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Das Leben hat für Sie einen Sinn.

Sie haben keine Angst vor dem Tod. Sie haben sich mit diesem Thema aktiv auseinandergesetzt.

Sie sorgen auf allen Ebenen für sich – betreiben Psychohygiene, gesunde Ernährung und angemessene Bewegung.

Wie schätzen Sie die 3 Gruppen ein?

Logisch, daß die letzte Gruppe die besten Aussichten auf Therapie- und sonstige Erfolge hat, oder?

Auch die zweite Gruppe bringt es oft sehr weit. Da sie das Leben als Kampf betrachtet, ist diese Gruppe Burn-out-gefährdet; das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen ist ungünstig. Wer kämpft, geht bewußt oder unbewußt davon aus, Angreifer oder Gegner zu haben. Das können eigene Persönlichkeitsanteile sein, z.B. der innere Perfektionist oder ewige Zweifler.

Und die erste Gruppe? Die glaubt ohnehin nicht an den Erfolg. Schade, denn die Aussicht darauf hat auch diese Gruppe. Jeder, der sich bewußt dafür entscheidet, hat die Chance aus seiner Rolle auszusteigen. Das beginnt meist damit, sich helfen zu lassen, weil es dabei leichter wird, die festgefahrene Perspektive zu wechseln. Die Konsequenz: grundlegende Änderungen in etlichen Lebensbereichen – Schritt für Schritt. Mehr dazu finden Sie auf meiner Homepage.

Was halten Sie von der Schulmedizin?

Vor einiger Zeit habe ich hier verkündet, daß ich Verständnis dafür habe, daß Menschen aus Bequemlichkeit die Schulmedizin in Anspruch nehmen. Ungeachtet eigener höchst negativer Erfahrungen in meiner Kindheit und Jugend sah ich bis heute keinen Anlaß, gegen diese Art Medizin zu Felde zu ziehen. Doch kürzlich wurde meine Toleranz hart auf die Probe gestellt. Was ist geschehen?

Ich befand mich im Gespräch mit einer Ärztin, die mich plötzlich aufforderte, mich impfen zu lassen. Ihre Argumente waren schlicht und ergreifend haarsträubend. Ich spare mir entsprechende Ausführungen, weil ich auch keinen Feldzug gegen die Impfbefürworter plane.

Ich blieb während des Gesprächs gelassen, jedoch unbeirrt in meiner Auffassung, mich nicht impfen zu lassen. Das brachte die Dame derart auf die Palme, daß sie sich völlig unmotiviert zu folgender interessanter Äußerung hinreißen ließ: „Sie sind also nicht bereit, das Impfrisiko auf sich zu nehmen?“ – Kommentar überflüssig.

Den Anlaß nutze ich, um meine Ansicht zu solchen und ähnlichen Fragen bezüglich Gesundheit zu äußern.

Jeder Mensch hat ab dem Erwachsenenalter die alleinige Verantwortung für sich und sein Leben, inklusive Gesundheit. Demzufolge hat ein erwachsener Mensch das Recht auf Informationen zum Thema Gesundheit – umfassende Informationen. Wer gefragt wird und diese nicht liefern kann bzw. seine Meinung ungefragt verkünden will, weist fairerweise darauf hin, daß es sich um eine Seite der Medaille handelt, statt seine Meinung als die allein seligmachende zu propagieren. Das gilt auch für Anbieter alternativer Methoden.

Ein erwachsener Mensch darf selber entscheiden, welchen Weg er gehen will:

den der Selbstverantwortung mit Methoden, die aktive Mitarbeit erfordern, oder

den der Bequemlichkeit und Abgabe von Verantwortung mit Pillen gegen Symptome etc. - mit allen Konsequenzen. Und bei Impfschäden und anderen Nebenwirkungen bitte dort jammern, wo es hingehört, z.B. bei Ärztinnen wie der oben zitierten.

Prägung im Mutterleib - Tatsache oder Wunschdenken?

So finden Sie es heraus

Fakt ist: im Rahmen einer intensiven Arbeit mit aufdeckender Hypnose erlebt sich fast jeder Klient bei mir irgendwann als Embryo im Mutterleib. Dabei hat er/sie ein inneres Bild sowohl vom Geschehen im Körper als auch außerhalb des Körpers der Mutter. Diese Bilder gehen üblicherweise einher mit intensiven Emotionen. Ebenso Tatsache ist, dass kaum ein Klient anschließend anzweifelt, dass sein Erlebnis einen realen Hintergrund hat und sein späteres Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst hat. Besonders eindrucksvoll in diesem Zusammenhang ist die Entdeckung, dass man zu Beginn der Schwangerschaft nicht allein war, falls das der Fall war.

Die meisten Schwangerschaften beginnen mit zwei oder gar mehr befruchteten Eizellen, von denen nur eine übrig bleibt. Die Angaben in der Literatur schwanken zwischen 30 und 80%. Selbst wenn man von 30% ausgeht, bedeutet das, dass viele Menschen den ersten traumatischen Verlust vor der Geburt erlebt haben. Es gibt mittlerweile umfangreiche Forschungen zu diesem Thema. In der Medizin gibt es sogar ein Begriff für das Phänomen. In Unterlagen zum Verlauf von Schwangerschaften finden sich die Begriffe „vanishing twin“ (verschwundener Zwilling) oder „vanishing foetus“ (bei verschwundenen Drillingen oder Mehrlingen), wenn im Ultraschall anfangs Zwillinge entdeckt werden und später nur noch ein Fötus auszumachen ist.

Die Mutter bemerkt den Verlust selten. Er findet meist in den ersten Tagen oder innerhalb der ersten 3 Monate statt. Der Fötus ist noch zu klein, und die Schwangerschaft an sich geht weiter. Ganz anders sieht die Situation eventuell für den überlebenden Fötus aus. Übrigens, der rational ausgerichtete Mensch oder notorische Zweifler findet bei Bedarf reichlich wissenschaftliche Literatur zum Thema Prägung im Mutterleib.

Ich selber betrachte die Angelegenheit als Therapeutin vor allem pragmatisch. Einem Klienten, der in Hypnose heftig reagiert, nachdem er seinen verlorenen Zwilling entdeckt hat, dürfte es ziemlich egal sein, was die Wissenschaft dazu zu sagen hat. Üblicherweise erlebt so ein Mensch nach und nach die ganze Bandbreite der Gefühle, die mit dem Verlust eines nahestehenden Menschen einhergehen. Die Folge können z.B. unbewusste Schuldgefühle sein, weil man glaubt, die/den Andere/n verdrängt zu haben oder eine intensive Sehnsucht nach einem Seelenpartner.

Heilung ist ein Prozess, der damit beginnt, dass die Gefühle zugelassen werden - zunächst die Trauer über den Verlust. Im Idealfall endet dieser Prozess damit, dass der Zwilling als Kraftquelle ins eigene Leben integriert wird. Sowohl das Tempo, in dem dieser Prozess durchlaufen wird, als auch die Lösung sind individuell.

Wie Sie allein herausfinden, ob Sie eventuell einen verlorenen Zwilling hatten

Lesen Sie das Buch „Der verlorene Zwilling“ von Evelyne Steinemann. Sie finden in kurzer Form alle wesentlichen Aspekte zum Thema und vor allem jede Menge Aussagen von Betroffenen. Wer beim Lesen emotional reagiert, hat einen ersten Hinweis darauf, dass er einen verlorenen Zwilling haben könnte.

Ein Tip am Ende. Ich höre regelmäßig Sätze wie: "Ich habe mich schon viel mit diesem oder jenem Thema beschäftigt. Ich will damit aufhören und mal was anderes machen, um das Problem zu lösen." Meine Erfahrung: sich für etwas interessieren, mit etwas beschäftigen, Bücher lesen allein etc. genügt meist nicht, weil man sich dabei an der Oberfläche bewegt und die Dimension in der Tiefe außen vor lässt. Nicht umsonst spricht man von Trauer-ARBEIT. Arbeit in diesem Sinn ist ein Prozess, der alle Ebenen erfasst, seine Zeit braucht und schrittweise zum Erfolg führt. Wer ewig trauert und weint, hat einen Verlust definitiv nicht bewältigt.

Mit dem Teufel im Bund

Mir ist der Teufel sympathisch. Sympathisch ist mir, daß man sofort weiß, woran man ist, wenn jemand vom Teufel spricht. Es herrscht im Großen und Ganzen Einigkeit darüber, daß man es mit dem Bösen zu tun hat. Damit wird die kindliche Sehnsucht nach einer eindeutigen klaren Welt befriedigt. Doch gibt es die? Ist Luzifer nicht auch der „Lichtträger“ und frei nach Goethe „Teil jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“

Sind wir nicht alle hin und wieder mit dem Teufel im Bund? Und ist nicht er es, der in diesem Fall dafür sorgt, daß sich unser Gewissen rührt und uns zur Umkehr bewegt? Oder gehören Sie immer zu den „Guten“? In diesem Fall dürften es Ihre Mitmenschen schwer mit Ihnen haben, denn

„Der Unschuldige ist der Gefährlichste. Der Unschuldige hat die größere Wut, und er handelt am destruktivsten in einer Beziehung. Weil er sich im Recht fühlt. Er verliert das Maß. Der Schuldige ist viel eher bereit, nachzugeben und wiedergutzumachen. Die Versöhnung scheitert in der Regel nicht am Schuldigen, sondern am Unschuldigen...“ „Milde kennen nur Sünder.“ „Die Unschuldigen sind hart.“ „Wenn die Unschuld weicht, kommt die Klarheit.“ (Bert Hellinger in „Ordnungen der Liebe“)

In diesem Sinne hat alles seine Berechtigung – zumindest auf philosophischer und therapeutischer Ebene. Doch wie gehen wir damit im Alltag um? Wer nicht bereit ist, hin und wieder die Perspektive zu wechseln, steckt oft in der Opferrolle fest und wird in eben dieser zum Täter, weil er mit seiner tatsächlichen oder vermeintlichen Unschuld dem tatsächlichen oder vermeintlichen Täter mit unangemessener Härte begegnet, z.B. mit überzogenen Forderungen nach Strafe oder gar Lynchjustiz.

Ziele: Scheitern, weil der Zeitpunkt der falsche war?

In einem lokalen Radiosender höre ich zur Zeit jeden Morgen Tips, die ein Coach zum Thema „Gute Vorsätze umsetzen“ gibt. In einem Beitrag wurden Gründe fürs Scheitern besprochen.

Übrigens, kennen Sie die häufigsten guten Vorsätze, die angeblich Millionen Menschen haben? Hier sind sie: mehr Sport treiben und abnehmen. Na, das kann doch nicht so schwer sein – zumindest oberflächlich betrachtet. Ist es aber wohl doch.  Als eine häufige Ursache fürs Scheitern machte der Radio-Coach den falschen Zeitpunkt für den Beginn des Vorhabens aus.

Beispiel

Sie wollen abnehmen und wissen, daß Sie dafür mehr Bewegung brauchen und Ihre Ernährung auf leichtere Kost umstellen sollten. Allerdings haben Sie gerade jede Menge Streß, weil es gravierende Änderungen auf Arbeit gibt, Ihre Mutter krank und auf Ihre Hilfe angewiesen ist und und und…

Das wären dann laut Radio-Coach lauter gute Gründe, das Vorhaben aufzuschieben, weil es ohnehin nicht zum Erfolg führen kann. Ach ja? Bei solchen Aussagen komme ich stark ins Grübeln. Klar bringt es nichts, permanent die von mir im letzten Beitrag erwähnte „Holzhammer-Mehode“ durchzuziehen. Allerdings würde ich bevor ich meine guten Gründe gelten lasse, ernsthaft über meine Beziehung zum Thema „Aufschieberitis“ nachdenken. Mal ehrlich, gibt es nicht immer irgendwelche Gründe, etwas nicht zu tun. Und haben gute Vorsätze nicht meist eine schmerzhafte Komponente intus, die uns verleitet aufzuatmen, wenn sich „gute Gründe“ zum Aufschieben finden?

Wie die meisten Menschen wissen, bringen Appelle an den Verstand  und Hinweise auf die Folgen des Scheiterns nicht viel, deshalb lautet mein Vorschlag:

Augen schließen und intensiv vorstellen wie schmerzhaft es wird, wenn Sie Ihre Vorhaben auch die nächsten 10 Jahre aufschieben. Der sich dabei auftürmende Frust ist garantiert schmerzhafter alles alles andere. Intensiv vorstellen bedeutet z.B.: sich selber beobachten wie Sie sich immer dicker werdend ächzend die Treppen hochquälen und kaum noch wagen, in den Spiegel zu schauen… Ich hoffe, Sie haben Phantasie – sonst wird das nichts;)

weiter

Auf alle Fälle mit dem beginnen, was Sie sich vorgenommen haben und damit Ihrem Unterbewußtsein das Signal senden, daß Sie es ernst meinen. Ich denke in solchen Fällen immer an die Weisheit, daß der winzigste Schritt besser ist als 1.000 tolle Ideen oder Vorhaben, die nie in Angriff genommen werden. Kleine Schritte in Richtung Ziel trotz ungünstiger Rahmenbedingungen gehen immer - behaupte ich:) Obendrein stärkt das die Selbstachtung. Oder was meinen Sie?

letztendlich

Erkunden, ob Aufschieben und Scheitern bei Ihnen zu einem eingefahrenen Muster gehören. Falls ja, lohnt es sich garantiert, sich auf Forschungsreise nach innen zu begeben, die Hintergründe zu beleuchten und aufzuarbeiten.

Welchen kleinen Schritt in Richtung Ihres Ziels planen und realisieren Sie heute?

Wie Sie Ziele bei inneren Blockaden erreichen

In meinem letzten Artikel habe ich die „Schritt-für-Schritt-Methode“ geschildert, um Ziele zu erreichen. Wer es damit nicht schafft, scheitert höchstwahrscheinlich am ersten kleinen Schritt, weil Blockaden ihn verhindern. Eventuell wurden, um bei dem Beispiel des vorherigen Artikels (regelmäßig joggen) zu bleiben, noch Jogging-Schuhe gekauft. Doch statt an den Füßen und mit diesen auf der Piste landeten sie in der hintersten Schrankecke. Was nun?

Zwei Vorschläge

1. Die Holzhammermethode

Bedeutet: einfach loslegen, egal wie unangenehm oder gar schmerzhaft es wird. Eine masochistische Ader ist dabei höchst vorteilhaft;) Erleichterung verschaffen Sie sich am besten, indem Sie das Ziel visualisieren: Sie stellen sich intensiv vor wie Sie locker flockig leichten Fußes lächelnd durch die Prärie joggen oder – anderes Beispiel - wie Sie vor einem vollen Saal einen Vortrag halten oder einen Artikel veröffentlichen... Das dabei aufkommende Wohlgefühl hilft, den inneren Schweinehund in Schach zu halten. Während Sie kaltblütig loslegen, ignorieren Sie einfach;) alles, was Sie abhalten könnte:)

2. Die Forscher-Methode

Bedeutet: hinschauen, die Ursachen für Widerstände erforschen und aufarbeiten, sich dazu eventuell Hilfe holen. Ich nutze selbstverständlich aufdeckende Hypnose und nehme die Hilfe von Kollegen in Anspruch. Der Vorteil: Der Spruch „Der Weg ist das Ziel“ wird dabei zum Leben erweckt. Bereits der Weg zum Ziel macht Spaß, die Burnout-Gefahr sinkt, Umkehr auf halbem Weg ist nahezu ausgeschlossen.

Übrigens, die Holzhammermethode funktioniert hervorragend. Die Rückfallquote in altes unerwünschtes Verhalten ist zumindest bei mir genauso gering wie bei anderen Methoden. Der Holzhammer kommt bei mir aus Zeitgründen zur Anwendung, z.B. weil keine Kollegin, mit der ich aufdeckend arbeiten möchte, in der Nähe wohnt. Der Wermutstropfen bei der Holzhammermethode: es werden jede Menge Streßhormone freigesetzt. Zur Daueranwendung ist das wirklich nur was für hartgesottene Masochisten;) Angewendet habe ich die Methode unter anderem beim Einrichten dieses Blogs. Ich hatte alle möglichen Bedenken. Nachdem der erste Beitrag veröffentlicht war, ging es leichter. Wie immer bewahrheitete sich: das Schlimmstfall-Scenario, das ich mir dank meiner blühenden Phantasie in schillernden Farben ausgemalt hatte, traf nicht ein.

Noch mehr über Blockaden, Widerstände und andere destruktive innere Anteile und wie Sie damit umgehen können, erfahren Sie in einem Artikel auf meiner Homepage.

Neues Jahr neue Ziele?

Oder haben Sie noch nicht geschafft, was Sie sich für 2010 vorgenommen hatten? Meiner Erfahrung nach begehen Menschen, die Ihr Ziel nicht erreichen, die ersten Fehler bei der Planung, indem sie

  • überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können und
  • unterschätzen, was sie in fünf oder zehn Jahren erreichen können.

Wer voreilig kapituliert, hat sich zu viel vorgenommen, so einfach ;)

Beispiel

Ziel: mehr Sport treiben. Ausgangslage: sportfreies Leben. Was glauben Sie: werden Ihr Körper und vor allem Ihr Unterbewußtsein mitziehen, wenn Sie jetzt drei Mal wöchentlich durchs Wohngebiet hecheln, hinterher fix und fertig sind und das Grauen vor dieser Betätigung mit jedem neuen Jogging-Tag wächst? Ergebnis am Jahresende: sportfreies Leben.

Ich behaupte ganz keck: so wird es Ihnen mit jedem Ziel ergehen, das Sie auf diese Weise erreichen wollen. Und ich behaupte aus eigener Erfahrung weiterhin: Sie können fast jedes Ziel erreichen, wenn Sie es richtig angehen. Jedenfalls funktioniert das bei mir. Wie?

Beispiel

Mein Weg zurück zu regelmäßigem Joggen, nachdem ich ca. 10 Jahre pausiert hatte und nach 30 s Dauerlauf trotz schlanker Gestalt mit hochrotem Kopf kurz vorm Kollaps stand.

Mein damaliges Ziel: 2 bis 3 Mal pro Woche 30 min mühelos in flottem Tempo joggen.

Meine Zeitvorgabe, um das zu erreichen: 1 Jahr.

Ich begann mit kurzen Übungen: 30 s Dauerlauf – Fußmarsch - Wiederholung. So habe ich mich allmählich gesteigert. Der Trick: vermeiden, daß das Joggen im Unterbewußtsein mit Qual verbunden wird. Um das zu erreichen, habe ich anfangs öfter Ausnahmen gemacht, z.B. an Schlechtwettertagen pausiert. Nach jeder Steigerung des Pensums habe ich mir als Belohnung irgendeine Annehmlichkeit gegönnt. Immer wieder habe ich mir intensiv vorgestellt wie toll es ist, älter zu werden und weiterhin fit und mit guter Kondition ausgestattet zu sein. Mit dieser Methode landete ich langsam und zielsicher bei der gewünschten halben Stunde. Das Tempo habe ich allmählich gesteigert. Der Vorteil dieser Methode: mein Unterbewußtsein hat nach und nach das Joggen in die Kategorie Annehmlichkeit eingeordnet. Heute laufe ich meist ohne großes Nachdenken einfach los. Selbst wenn ich mal einen schlechten Tag habe, halte ich mein Pensum ohne große Anstrengung und Aussicht auf nachfolgende Belohnung durch.

Diese Methode funktioniert auch bei komplizierteren Vorhaben, jedenfalls bei mir, selbst wenn es etwas ist, wofür ich voraussichtlich mehrere Jahre brauche.

Und bei Ihnen? Vielleicht haben Sie Lust, in sich reinzuhören, um herauszufinden, was Sie im kommenden oder den kommenden Jahren unbedingt erreichen wollen. Ich biete Ihnen dazu in meinem Podcast 2 eine geführte Meditation an.

Abgrenzungsritual

Lassen Sie sich leicht durch flotte Sprüche anderer irritieren?

Zu meinem letzten Artikel vom 22.12. hatte mich die Begegnung mit einem Bekannten bewogen. Er hatte sich durch die negative Bemerkung eines Kollegen entmutigen lassen. Ganz sicher kennen Sie das auch. Jemand erwischt Sie an einer empfindlichen Stelle, und Sie können Emotionen wie Frustration, Traurigkeit, Wut, die Sie in diesem Moment nicht brauchen können, nicht mehr stoppen. Im ungünstigsten Fall reagieren Sie unangemessen und haben dadurch zusätzliche Unannehmlichkeiten.

Heute will ich Ihnen zeigen, was Sie in vergleichbaren Situationen tun können, um sich von belastenden Aussagen abzugrenzen. Wie immer gilt: um es bei Bedarf schnell anwenden zu können, üben Sie das Ritual bevor Sie jemand in einer schwachen Minute „erwischt“:

Abgrenzungsritual

Stellen Sie sich zwischen sich und Ihrem verbalen Angreifer eine dicke rote Grenzlinie vor. Konzentrieren Sie sich auf diese gedachte Linie. Da Multitasking ein Mythos ist, stellen Sie Ihre Ohren dabei automatisch auf Durchzug und bekommen vom weiteren Wortlaut nicht mehr viel mit. Während die Worte Ihres Gesprächspartners an Ihnen vorbeirauschen, denken Sie innerlich: „Bis zu dieser Grenze und keinen Schritt weiter.“ Damit lassen Sie das Geschehen an sich abprallen. Sagen Sie im Inneren zu sich oder eventuell auch laut: „Stop.“ Probieren Sie aus, was für Sie stimmig ist. Drehen Sie sich um und gehen - notfalls mit Worten wie: „Ich gehe jetzt.“ Es ist überflüssig, krampfhaft nach Höflichkeitsfloskeln zu suchen, denn SIE SIND DER WICHTIGSTE MENSCH IN IHREM LEBEN. Sorgen Sie dafür, daß Ihr Erwachsenen-Ich auf den Plan tritt und die Führung übernimmt. Was mit Erwachsenen-Ich gemeint ist, erfahren Sie in diesem Artikel auf meiner Homepage.

Und wenn es kein verbaler Angriff war, sondern eine eher neutrale Bemerkung, die Sie aus den Socken gehauen hat? Ist Ihr Leidensdruck hoch genug, weil Sie immer wieder in ähnliche Situationen geraten, wird eine Spurensuche in der Vergangenheit schnell zur Ursache führen. Aufdeckende Hypnose eignet sich hervorragend dazu. Falls Sie darüber nachdenken, dieses oder ähnliche Probleme zu lösen, rufen Sie mich doch an oder schreiben mir eine E-Mail.

Wahrheit befreit

Wie Sie negative Gedanken stoppen

Vor einiger Zeit saß ich gemütlich in der Straßenbahn als sich vor mir eine kleine Spinne abseilte. Mein erster Impuls: abmurksen. Mein zweiter: pusten. Und siehe da, sie rollte sich zusammen, war in Windeseile am Boden, verschwand aus meinem Blickfeld und war gerettet.

Das funktioniert bis zu einem gewissen Grad auch mit negativen Gedanken, besonders mit solchen ohne Realitätsbezug.

Beispiel

Vor einiger Zeit traf ich einen Bekannten. Er hatte sich den Arm gebrochen und wirkte völlig niedergeschmettert. Er war nämlich bis vor ein paar Wochen monatelang wegen Depressionen krank. Seit kurzem arbeitete er wieder, war froh, den Wiedereinstieg geschafft zu haben - bis ihn dieser Schicksalsschlag traf. Nun malte er sich in den wildesten Farben aus, was alles passieren könnte:

Kündigung, Rückfall in die Depression... Er hatte Phantasie. Ich ließ ihn aussprechen und frage dann nach konkreten Anhaltspunkten, die seine Vermutungen bestätigen würden. Es war die dumme Bemerkung eines Kollegen, die ihn fertigmachte: „Wegen dir müssen wir jetzt alle länger arbeiten.“ Ich: „Und weiter?“ Er stutzte: „Nichts,“ und schaute mich fragend an.

Deshalb empfahl ich ihm, sich in solchen Situationen ganz bewußt auf all das zu konzentrieren, was ist. Er hat seinen Arbeitsplatz trotz langer Krankheit behalten. Sein Chef hatte erneut verständnisvoll reagiert.

Meine Schlußfolgerung: „Der Kollege hat seinen Frust an dir abreagiert. Wenn dir wieder mal jemand ungefragt seine negative Sicht aufdrängt, laß ihn stehen und erinnere dich an das, was du erreicht hast. Sag dir, daß das nur ein Test ist für dein Durchhaltevermögen, das du bereits bewiesen hast. Eine kleine Hürde im Vergleich zu denen, die du erfolgreich bewältigt hast.“ Und schließlich war er selber oft für Kollegen eingesprungen.

Ich verabschiedete mich von einem freundlich lächelnden Mann, der sich für die rechtzeitige Unterbrechung seiner Schwarzmalerei bedankte.

Denken Sie immer an den Realitäts-Check, wenn negative Gedanken aufkeimen? Gelingt es Ihnen, sich selber rauszuholen? Oder haben Sie festgefahrene Muster? Falls Depressionen ein Thema für Sie sind, hier ein Link zu einer Seite mit Informationen über die Hintergründe. An den Hintergründen für destruktive Muster arbeite ich mit meinen Klienten in der systemischen und aufdeckenden Hypnose.

www.denkepositiv.com/index.asp

Was Sie außer dem Realitäts-Check in vergleichbaren Situationen tun können, verrate ich im nächsten Artikel.

Wie Sie den Perspektivwechsel mit Zusatznutzen spielerisch im Alltag üben

Im letzten Beitrag „Die Tücken der Opferrolle“ erläutere ich, daß der Ausweg aus dieser Rolle erst durch einen Perspektivwechsel möglich wird. Als pragmatischer Mensch liebe ich es, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. In diese Kategorie gehört der folgende Tipp.

Sprechen Sie eine Fremdsprache, die Sie selten brauchen, jedoch nicht verlernen wollen? Fremdsprachen sind ein hervorragendes Mittel, um einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Zumindest trifft das für die Fremdsprache zu, die ich gut spreche: Russisch. Russisch ist für mich die Sprache der Wahl, um die Perspektive zu wechseln.

Beispiel

Klopft mein destruktiver innerer Kritiker an meine Schädeldecke, spricht er deutsch, und zwar unmißverständlich, vorwurfsvoll und grimmig in Bild und Ton: „Also, Ute, was hast Du Dir denn dabei gedacht, hä? Der Artikel taugt nichts. Wen interessiert das? Kein Schwein wird das lesen. Ein bißchen mehr Niveau könntest Du Deinen Lesern schon bieten.“  Tä, tä, tä…

Darauf antwortet mein innerer Schlichter siegessicher und in gaaaaanz anderem Tonfall auf Russisch. Die Stimme schwingt sanft und angenehm melodisch. Die Laute werden liebevoll gedehnt. Selbst die harten Konsonanten klingen weicher als die lieblichsten deutschen in meinen Ohren. Die Ansprache ändert sich ganz automatisch: „Also, Utetschka, meine Liiiiiiiebe, ich bitte Dich, hör nicht auf den. Was für ein ungehobelter Klotz, nichts versteht er vom Leben, nichts. Was für Ansprüche. Immer mit der Ruuuuuhe. Natürlich mußt Du etwas tuuuuuuun, damit die Artikel gelesen werden. Aber wozu dieser Streß? Komm, laß uns erst mal ein Teechen trinken. Und dann sehen wir weiter. Ach, sind vielleicht noch Kekse da?“ :)

Das fallen dem Meckerheini glatt die Ohren ab während die russische Seele in mir ihren Tee genießt, weil sie weiß: In der Ruhe liegt die Kraft.

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Welchen kontraproduktiven Persönlichkeitsanteil könnten Sie mit einer Fremdsprache zu sinnvollerem Denken anstiften?

Die Tücken der Opferrolle

Auf meiner Homepage gibt es einen neuen Artikel. Im Lauf seines Lebens ist jeder mal Täter und mal Opfer und kann so verschiedene Erfahrungen sammeln. Entscheidend für die Qualität und das Ergebnis dieser Erfahrungen ist der Umgang mit den jeweiligen Rollen.

Wer das Gefühl hat, nicht das Leben zu leben, das er gern leben würde, hat sich auf dem einen oder anderen Gebiet mit der Opferrolle arrangiert. Warum der Ausstieg manchmal so schwer ist, warum er sich dennoch lohnt  und wie er möglich wird, erfahren Sie im Artikel „Die Tücken der Opferrolle.“

Geschenke mit Langzeitwirkung: Wellness für die Seele

Die Vorweihnachtszeit naht, und für viele wird das Thema Geschenke aktuell. Ich liebe Geschenke: bekommen und anderen zukommen lassen. Ich habe mir mein „Geschenk des Jahres“ schon im Oktober gekauft. Ich konnte nicht länger warten, weil ich die Befürchtung hatte, daß es sonst weg wäre. So was passiert mir selten. Meist denke ich in solchen Fällen: „Nehme ich eben etwas anderes.“ Diese Masche zog ausnahmsweise nicht, das Geschenk hatte eine Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte – und wollte ;)

Anfang des Jahres war ich in der Rubrik Seelenbilder auf www.reconnection-leipzig.de gelandet. Da war ein Bild zu sehen, das mir die „Ruhe raubte“. Es traf derart meinen Geschmack, daß man glauben könnte, ich hätte es in Auftrag gegeben. Leider schien es nicht zum Verkauf gedacht. Irgendwann faßte ich Mut und fragte bei Anett Metz nach. Es ist zwar auf ihrer Homepage immer noch nicht ersichtlich, aber sie verkauft ihre Bilder:), die obendrein im Original noch toller aussehen als auf der Homepage. Ich habe die übrigen Bilder gesehen als ich meins abgeholt habe. Was ist das Besondere daran? Die Wirkung nutzt sich nicht ab, sondern verstärkt sich je länger ich das Bild habe und je öfter ich es betrachte – ein tolles Geschenk, an dem ich mich noch lange freuen werde.

Worüber können Sie sich besonders freuen?

Leichter kommunizieren – von Mensch zu Mensch und mit sich selbst

 „Ich bin OK, du bist OK“, lautet der Titel des Buchs von Thomas A. Harris, in dem er sein Modell der Transaktionsanalyse vorstellt. Der Schein trügt. Weder fordert der Titel insgeheim dazu auf, an sich und anderen alles kritiklos hinzunehmen, noch handelt es sich um eine komplizierte Theorie.

Das Buch liefert ein alltagstaugliches leichtverständliches Modell für den Umgang mit Persönlichkeitsanteilen – bei uns und unseren Mitmenschen -  die uns gelegentlich dazu verleiten uns so zu verhalten, daß wir uns über uns selber wundern, ärgern oder staunen.

Auf meiner Homepage finden Sie den vollständigen Artikel. Freuen Sie sich auf das eine oder andere Aha-Erlebnis.

Warum ich nicht mit energetischen Heilmethoden arbeite und auch nicht gegen die Schulmedizin bin

Kürzlich rief mich ein netter Herr an. Er hatte ein Angebot für mich. Ich sollte mein „Portfolio erweitern“. Im ersten Moment dachte ich, er sei Banker. Als neugieriger Mensch hakte ich nach und erfuhr – er wollte mir ein Radionik-Gerät verkaufen.

Radionik funktioniert wie Reiki, Bachblüten, Homöopathie auf energetischer Ebene. Die Erfahrung zeigt, es funktioniert, nur wissen wir noch nicht, warum – für mich kein Totschlagargument. Ich habe die genannten Methoden an mir ausprobiert oder ausprobieren lassen und auch positive Ergebnisse erzielt. Auffällig für mich ist, daß die Chance, dabei etwas zu lernen, gering ist.

Was mich zusätzlich davon abhält, diese Methoden in meiner Praxis anzubieten, sind einige berufsmäßige Anwender energetischer Methoden, die euphorisch verkünden, wofür man das alles anwenden kann (Geld, Glück, Gesundheit…), und selber wenig davon haben. Außerdem habe ich festgestellt, daß Menschen, die sich ausschließlich energetischen Methoden zuwenden, oft „Drückeberger“ sind, Drückeberger, wenn es darum geht etwas für den gewünschten Erfolg zu tun. Wer ausschließlich energetisch arbeitet, muß nichts wissentlich aufarbeiten oder tun, kommt ohne aktive Mitarbeit und ohne bewußte Auseinandersetzung mit den Weg blockierenden Hindernissen ans Ziel bzw. hofft, auf diese Weise dort anzukommen. Ich gönne es jedem, habe jedoch noch niemanden getroffen, bei dem das funktioniert.

Meines Erachtens lebt der Mensch, um Erfahrungen zu machen und Lernaufgaben zu bewältigen. Wie soll das ohne bewußte Auseinandersetzung und daraus resultierender Entwicklung möglich sein? Und so ordne ich auch meine Resultate mit energetischen Methoden ein:

Ergebnis 1: Sie funktionieren umgehend, wenn ich ein Thema weitgehend be- und verarbeitet habe, und zwar auf allen Ebenen – emotional, seelisch, rational.

Ergebnis 2: Sie funktionieren dahingehend, daß sie ein Thema an die Oberfläche holen. Mein Befinden verschlechtert sich bzw. mein Problem eskaliert, damit ich endlich die Motivation aufbringe, daran zu arbeiten. Erkenne ich, worum es geht und handele ich entsprechend, ist das Problem gelöst, sind eventuelle Rückfälle selten und von kurzer Dauer, denn ich weiß ja, worum es geht und was zu tun ist.

Ergebnis 3: Sie bleiben ergebnislos, zumindest geschieht nichts, was ich darauf zurückführen kann.

Menschen, die sich an Helfer wenden, die ausschließlich energetisch arbeiten, reihen sich meiner Meinung nach in die Schlange derer ein, die mit der Einstellung „Erlöse DU mich von meinem Symptom/meiner Krankheit/dem Mangel“ zum Arzt gehen. Das ist für mich vollkommen in Ordnung, denn es entspricht ihrem Weltbild und wenn ich mal so richtig die Nase voll habe und so gar keine Lust, etwas zu tun, auch meinem. Für mich hat jeder ein Recht auf seine Sicht auf die Welt und das Leben. Deshalb werden Sie bei mir auch keine Aussagen gegen die Schulmedizin hören, obwohl ich mich zu den Anbietern sogenannter alternativer Methoden zähle.

Ich selber denke überwiegend ganzheitlich. Menschen erfahren Heilung, Wunscherfüllung etc., wenn die Gesamtkonstellation stimmt. Dazu gehören: die Methode, der Anbieter, der Nutzer/Klient/Patient  - zum richtigen Zeitpunkt. So einfach oder, je nach Weltbild, kompliziert ist das. Ich bin froh und dankbar, daß jeder Mensch in Abhängigkeit von seinem Bewußtseins- und Entwicklungsstand Angebote findet und durch das Ergebnis erfährt, ob die Konstellation gestimmt hat. Wenn nicht – suchen und lernen Sie weiter statt auf die Methode oder den Anbieter zu projizieren: „Der/die/das taugt nichts.“ Damit bleiben Sie in der Opferhaltung. Übernehmen Sie stattdessen die Verantwortung für Ihr Leben und begeben sich auf die Suche nach den Dingen, mit denen Sie momentan in Resonanz stehen. Nutzen Sie diese Dinge so lange bis etwas Neues fällig ist.

Wir können keinen in unserem Lebensplan vorgesehenen Entwicklungsschritt auslassen. Die meisten ehemaligen DDR-Bürger wissen das, denn was wollte man uns weismachen? Die DDR-Führung wollte den Westen „überholen ohne einzuholen“. Wie? Das konnte mir in meiner Kindheit niemand erklären, und so gehe ich bis heute auf dem Weg zum Ziel immer schön die „Tippel-Tappel-Tour“ – einen Schritt nach dem anderen – momentan ohne energetische Heilmethoden ;)

Warum es sich lohnt, die eigenen Abgründe zu kennen

Nach einer tiefenpsychologischen Hypnose, mit der ich arbeite, kann es vorkommen, daß der Klient verwirrt ist, weil er etwas an sich entdeckt hat, was ihm zunächst Unlust bereitet – Abgründe seiner Seele, auch psychologischer Schatten genannt.

Schatten, Abgründe – was ist das?

Der psychologische Schatten ist das, was wir an uns selbst nicht mögen, das uns noch Fremde in unserer Seele. Der Schatten widerspricht unserem Ich-Ideal, untergräbt unser Selbstbewußtsein und sorgt für schlechte Gefühle. Deshalb fristet er bei den meisten Menschen sein Dasein in den Tiefen ihres Unterbewußtseins, was keineswegs bedeutet, daß er unwirksam ist.

Warum es leicht ist, den eigenen Schatten zu erkennen

Solange keine bewußte Auseinandersetzung mit dem eigenen Schatten stattgefunden hat, ist der Verdrängungsmechanismus Projektion die häufigste Antwort darauf. Das klingt dann so: Die anderen sind schuld, böse, geizig, stur, dämlich, intolerant, faul, dumm... Achten Sie einfach darauf, was Sie an anderen besonders stört, nervt, „krank macht“.

Und nun? Den Schatten bekämpfen, ablehnen, ignorieren? Wir leben in einer dualen Welt, in der alles 2 Pole hat, zwischen denen es unendlich viele Abstufungen gibt. Die jeweiligen Pole, z.B. ausschließlich gut oder ausschließlich böse, sind eher selten zu finden. Oder sind Sie schon einem/r Erleuchteten begegnet? Bevor Sie eine Entscheidung treffen wie Sie mit Ihrem Schatten umgehen, möchten Sie vielleicht wissen:

Wie entsteht der Schatten?

Der Mensch lebt nach der Geburt auffällig lange in Unreife und Abhängigkeit und bekommt in dieser Zeit „eingetrichtert“ wie er zu sein hat. Unsere Eltern und Bezugspersonen zeigen uns meist recht deutlich wie wir sein sollen. Ein Kind ist ohne Eltern oder Ersatzpersonen nicht überlebensfähig. Obendrein hat jedes Kind einen unbändigen Drang, von seinen Eltern geliebt zu werden und tut sein Bestes, um sich so weit anzupassen, daß ihm diese Liebe gewährt wird. Ein kleiner Mensch merkt sehr schnell, was er tun und wie er sein muß, damit seine Bedürfnisse befriedigt werden. Was das verhindert, wird verborgen und negativ bewertet.

Das müssen nicht zwangsläufig schlechte Eigenschaften sein. Die Reaktion unserer Bezugspersonen auf unser Verhalten in der Kindheit hat uns gelehrt, ein schlechtes Gefühl zu haben, wenn wir gewisse Seiten unserer Persönlichkeit zeigen. Diese Seiten an uns halten wir dann für schlecht, verleugnen sie und damit einen Teil von uns selbst. Die Seele läßt sich nicht dauerhaft austricksen und reagiert irgendwann mit Schmerz, wenn wir permanent Teile unserer Persönlichkeit ablehnen. Unsere Seele versucht, uns mit verschiedenen Signalen oder Symptomen darauf aufmerksam zu machen, daß etwas nicht stimmt.

Die einzig sinnvolle Alternative aus meiner Sicht

Seelisch reifen, den Schatten integrieren und endlich erwachsen werden. Das Gegenteil davon ist das Verharren in einer kindlichen Anspruchs- und Opferhaltung, hinter der sich unbewußte Forderungen und Hoffnungen verbergen, daß die Eltern doch noch das liefern, was man als Kind so schmerzlich vermißt hat. Schließlich war das die ursprüngliche Motivation fürs Verdrängen und Ablehnen eigener Persönlichkeitsanteile.

Diese Haltung aufzugeben und auf tiefer Ebene anzuerkennen, daß sie keine hilflosen Kinder mehr sind, ist für die meisten Menschen sehr schwer und stützt im Erwachsenenalter die Motivation, sich vor der Schattenarbeit zu drücken. Das sich das geschilderte Szenario im Unterbewußtsein abspielt, sind Menschen kaum zugänglich für Erklärungen und an den Verstand gerichtete Appelle.

Die Folge: das Unterbewußtsein verstärkt oder verlagert die Signale/Symptome bis der Leidensdruck so stark ist, daß wir reagieren.

Lohnt es sich, zu reagieren und das eigene Unterbewußtsein zu erforschen?

Wer seinen Schatten kennt, ist seinen dunklen Seiten nicht länger ausgeliefert, ist seiner selbst bewußt. Bewußtes Sein verhindert unbewußte Reaktionen - unbegreifliche Gefühle, Gedanken, Handlungen. Und denken Sie immer daran: Wo kein Schatten ist, ist auch kein Licht. Sie werden staunen, was neben den vermeintlich dunklen Seiten noch an die Oberfläche drängt, um endlich gesehen zu werden.

Und wenn Ihr Schatten „echte Sünden“ beinhaltet?

Was ist das? Wer maßt sich an, darüber zu urteilen? So manche „Sünde“ oder „Schlechtigkeit“ gehört für Sie nur deshalb in diese Kategorie, weil Sie das Urteil anderer nie hinterfragt haben.

Sheldon Kopp, ein amerikanischer Psychotherapeut, schrieb in seinem Buch „Kopfunter hängend sehe ich alles anders“ über so eine Gemeinschaft von „Sündern“, die sich im Rahmen einer Gruppentherapie begegnet ist: „Diese Gemeinschaft von Sündern brannte mit schwarzer Flamme. Hatten wir auch kein Licht verbreitet, so war es doch immerhin warm genug gewesen, um überleben zu können.“, was bedeutet, daß alles einen Sinn und eine Ursache hat. Aufdeckende Hypnose bietet die Chance, die Ursachen für Ihre vermeintlichen Sünden zu finden. Die Kenntnis der verborgenen Ursachen für abgelehnte Gefühle, Gedanken, Verhaltensweisen schafft enorme Erleichterung.

Wer seinen Schatten zusätzlich aufarbeitet, durchläuft eine Art zweite Geburt, spürt dabei eventuell zeitweise Unbehagen, weil er nicht weiß, was ihn erwartet und weil die Angst vor dem Unbekannten zur menschlichen Natur gehört. Was ist in diesem Fall das Unbekannte? Das Überschreiten der Schwelle zur Eigenverantwortlichkeit und tiefer Selbsterkenntnis.

Der Lohn

Sie fühlen sich heiler und vollständiger. Dieses Gefühl beginnt mit Selbstakzeptanz, gefolgt von Selbstliebe – ein echter Turbo, wenn es um Heil und Heilung geht. Sie erkennen und geben sich selber, was Ihre Seele braucht, werden immer unabhängiger von den Reaktionen Ihres Umfelds. Die Energie, die vormals gebraucht wurde, um den Schatten unter der Oberfläche zu halten, steht Ihnen für lohnenswertere Projekte zur Verfügung :)

Bundestrainer Joachim Löw und „sein“ Psychologe

Joachim Löw weiß, daß die Gedanken der Spieler maßgeblich über Erfolg und Mißerfolg entscheiden und hat Hans-Dieter Hermann, einen Psychologen, der über 20 Jahre mit Leistungssportlern zusammenarbeitet, engagiert. Er gilt als der „Optimierer im Hintergrund“. Auch für die Weltmeisterschaft in Südafrika hatte Joachim Löw auf seinen Mental-Coach gesetzt. Warum?

Weil der Kopf bei jedem Training, bei jedem Spiel dabei ist. Und gern lockt er den Menschen in die Falle. Wer kennt nicht die typischen Trainings-Sieger, die regelmäßig Bestleistungen erzielen – außer im Wettkampf. Das kann unmöglich an fehlender körperlicher Fitneß oder mangelnder Muskelkraft liegen. Sondern?

Frühere Erfahrungen prägen und beeinflussen unbewußt unsere Wahrnehmung, die daraus resultierenden Gedanken, Entscheidungen und Handlungen. Im Klartext bedeutet das, daß ein und dieselbe Situation von verschiedenen Menschen unterschiedlich gedeutet wird. Daraus resultieren unterschiedliche Reaktionen. Was für den einen eine Herausforderung ist, kann für den anderen zur unüberwindbaren Hürde werden.

Nehmen wir an, eine Gruppe Kinder trifft sich zum Spielen im Park. Einige werden regelmäßig ermutigt, ihre Grenzen auszutesten, dürfen sich unbeaufsichtigt austoben, z.B. auf Bäume klettern. Dabei lernen sie viel über sich, können ihre Fähigkeiten und Grenzen testen. Eine gelegentliche angemessene Warnung der Eltern hilft Ihnen, nicht zu übertreiben; generell ist es ihnen erlaubt, sich auszuprobieren. Ich selber bin in meiner Kindheit auf Häuserdächer geklettert - heimlich. Was haben Sie angestellt?

Und dann gibt es in der Kindergruppe welche, die nicht mitmachen, ängstlich abwarten, sich nichts zutrauen. Sie bleiben auf dem Beobachterposten. Diese Kinder haben evtl. schon bevor sie laufen konnten bei jeder kleinen Gefahr das ängstliche Geschrei ihrer Mutter gehört. Sie wurden „ermutigt“, keine Risiken einzugehen. Dementsprechend verhalten sie sich als Erwachsene, beobachten lieber das Leben der anderen als selber zu leben. Sie haben es schwerer, weil sie oft gar nicht wissen, was für tolle Fähigkeiten in ihnen stecken.

Welche Chancen hat ein Beobachter, der entschlossen ist, selber zu handeln?

Ein Coach kann diesem Menschen - auch Fußballern ;) - beibringen, den Fokus zu verändern: sich abzulenken und sich statt auf die Angst oder Bedenken auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er kennt Übungen, die helfen, mentale Stärke zu entwickeln.

Tiefenpsychologische Methoden wie aufdeckende Hypnose dagegen untersuchen und bearbeiten die Ursachen für unerwünschtes und kontraproduktives Verhalten mit dem Ziel, die ungünstigen Einflüsse der Vergangenheit zu neutralisieren.

Ich kenne beide Methoden, beide haben Ihre Berechtigung. Beide Methoden erfordern aktive Mitarbeit. Ich selber habe mit Ursachenforschung nachhaltigere und schnellere Ergebnisse erzielt.

Wie gelingt es Ihnen, sich zu verändern?

Quelle: Der Bundesstrainer und sein Mental-Coach in TK aktuell, Nr. 2-2010

Podcast 2 ist online

Podcast 2 ist eine Übung, die Ihnen helfen kann sich darüber klar zu werden, was Sie im Leben noch erreichen wollen. Lassen Sie sich überraschen von den Antworten, die Ihnen Ihr Unterbewußtsein liefert.

Wie Sie die Bildung neuer Gehirnzellen ankurbeln

Was Ihnen dieses Wissen nützt? Neurogenese macht schlau und hilft bei Depressionen. Neurogenese findet in Hypnose statt. Der Reihe nach:

Haben Sie schon einmal von Vera Birkenbihl gehört? Sie befaßt sich mit gehirngerechtem Lernen. In ihrem Buch „Das innere Archiv“ beschreibt sie, daß die Neurogenese - die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, neue Gehirnzellen zu bilden – bis ins hohe Alter anhält. Allerdings müssen wir etwas dafür tun. Die Bildung neuer Gehirnzellen kurbeln wir an, wenn wir Neues lernen. Wichtig: lernen im Sinne von anwenden können, nicht pauken. Und damit wir gern und effektiv Neues lernen, sollten wir uns in einem gewissen Erregungszustandbefinden. Bestimmt wissen Sie aus eigener Erfahrung, daß Langeweile jegliche Motivation erfolgreich abtötet.

Ich nutze diese Erkenntnis, wenn ich Gelerntes wiederholen möchte, um auf dem entsprechenden Gebiet richtig gut zu werden. Der Reiz des Neuen fehlt - damit zunächst die Motivation. Deshalb trickse ich mich aus. Ich verschaffe mir den für effektives Lernen nützlichen Erregungszustand, indem ich mir intensiv ausmale, welche Vorteile mir das Üben und Wiederholen bringt. Was tun Sie, um die Flinte nicht voreilig ins Korn zu werfen, wenn Sie „Null Bock“ auf Lernen haben, jedoch wissen, daß Sie nur so Ihre Ziele erreichen? Was fördert Ihre Lust am Lernen?

Und wenn Kapitulation zu Ihrer Strategie geworden ist und Sie zunehmend depressiv werden? Der „Null-Bock-Zustand“, der sich an die Fersen vieler Depressiver heftet, beweist laut Vera Birkenbihl, daß die Neurogenese, die Bildung neuer Gehirnzellen, seit einiger Zeit gegen Null tendiert.

Welche Möglichkeiten haben Sie, um die Neurogenese wieder anzufachen?

Bewegung -  ein tolles Mittel mit vielen weiteren Vorteilen. Steckt ein Mensch bereits zu tief in der Depression, wird er sich nicht mehr dazu aufraffen können. Finden Sie das für Sie notwendige Maß an Bewegung heraus, bevor Ihr Gehirn eingerostet ist und nichts mehr geht.

Was bleibt Ihnen noch, wenn Ihr Gehirn auf Sparflamme brennt? Lernen Sie eine neue Sprache oder ein Musikinstrument. Oder kombinieren sie Lernen und Bewegung: besuchen Sie eine Tanzschule und üben neue Tänze ein.

Fazit: Um bis ins hohe Alter geistig klar und bei guter Stimmung zu bleiben, hören Sie nicht auf zu lernen. Sorgen Sie dafür, daß das Lernen Spaß macht und bauen Sie ein gewisses Maß an Bewegung in Ihren Alltag ein.

Und Hypnose? Hypnose regt ebenfalls die Neurogenese an, berichtet Werner Meinhold im „Großen Handbuch der Hypnose“. Hypnose wirkt ganz nebenbei in dieser Richtung während Sie hauptsächlich etwas für Ihre Seele tun und bietet Ihnen somit einen Zusatz-Nutzen.

Wenn Erwachsene vor ihren Eltern grundlos weinen

… befinden sie sich wieder in der Kinderrolle. Da sie vermeintlich grundlos weinen, wurde der Auslöser unterbewußt registriert. Es können ein Wort, der Tonfall, eine Geste sein, die die Person in die ursprüngliche Situation aus der Kinderzeit katapultieren, unbewußt.

Das Dilemma: die dabei ausgelösten Gefühle sind genauso intensiv wie zum Zeitpunkt ihrer Entstehung. Die Person wird eventuell regelrecht davon überflutet und fängt wie damals an, zu weinen. Das ist für beide Seiten unangenehm und für den weinenden Erwachsenen eventuell auch demütigend. Wiederholen sich ähnliche Situationen und ist der Leidensdruck groß genug, ist das ein guter Ausgangspunkt, mit Hilfe der aufdeckenden Hypnose nach der Ursache für die scheinbar unpassende Reaktion zu suchen.

In der Regel wird es sich um eine Situation aus der Kindheit handeln, in der das Kind aufgrund seiner damaligen Abhängigkeit von den Eltern nicht anders reagieren konnte. Meist stellt sich heraus, daß das Kind von damals eine Situation aufgrund seiner kindlichen Abhängigkeit einfach falsch bewertet hat und daß niemand schuld war am damaligen ungünstigen Verlauf der Dinge.

Der Mensch kann Sinnlosigkeit schwer ertragen. Deshalb ist bereits die Erkenntnis, daß eine vordergründig sinnlose Reaktion einen realen Hintergrund hat, heilsam.

Wird diese Erkenntnis in Hypnose erlangt, gelangt sie leichter ins Unterbewußtsein und kann dort verankert werden. Wird das kindliche Erlebnis zusätzlich so bearbeitet, daß es keinen negativen Einfluß mehr auf das Leben des Erwachsenen hat, bringt das viele Vorteile mit sich:

Im Unterbewußtsein gärende an die Vergangenheit gebundene Gefühle kosten Kraft und Energie. Die können zukünftig sinnvoller genutzt werden.

Die Beziehung zu den Eltern wird sich verbessern, denn die „alte“ Reaktion hat beide Seiten belastet.

Das Selbstwertgefühl wird sich verbessern, weil der Mensch gelernt hat, daß er seiner Wahrnehmung  und somit sich selber trauen kann.

Glück und Leid

Es ist ein Irrtum zu denken, daß der Klient die Lösung seiner Probleme wünscht. Oft will er sie lediglich bestätigt haben, denn

das Glück macht Angst.

Das Glück geht in der Regel einher mit dem Gefühl von Schuld und Verrat. Das ist zwar unvernünftig, jedoch eine Realität. Und nur wer diese Realität anerkennt, hat eine Chance auf das Glück.

Das Glück macht auch einsam, denn beim gemeinsamen Bereden des Problems und beim Jammern fühlen wir uns mit anderen verbunden. Obendrein befreit uns das Verharren beim Problem vom Handeln. Das Glück dagegen erfordert, daß wir etwas tun. Der Übergang vom Problem zur Lösung erfordert, daß wir uns vollständig umstellen. Das wird als schwierig erlebt. Deshalb ist leiden leichter als lösen.

Quelle: Bert Hellinger

Meine Vorschlag:

Mit aufdeckender Hypnose herausfinden, woher das Gefühl von Schuld und Verrat kommt.

Das Thema bearbeiten und entkoppeln.

Ohne entsprechende Körperreaktion gibt es kein Gefühl von Schuld oder Verrat.

Das erforderliche TUN mental auf der Zukunftsachse installieren.

Sollte ein Ex-Ossi trauern um die DDR?

Die Frage enthält aus therapeutischer Sicht mindestens 3 Aspekte:

Trauern um die verlorene Heimat, weil diese nicht mehr existiert?

Dazu besteht kein Anlass. Als systemisch arbeitende Hypnotherapeutin weiss ich, dass Heimat nichts mit dem politischen System zu tun hat und somit nie aufhört, zu existieren. Seine Heimat kennen und spüren heisst, seine Wurzeln spüren. Das wiederum ist unabdingbar für jeden, der in seinem Leben Erfolg haben will. Die Erkenntnis, dass die Heimat immer Heimat und Kraftquelle bleibt, selbst wenn es sich um Schlesien, Vorpommern oder eben die ehemalige DDR handelt, ist heilsam. Aufdeckende Hypnose mit Elementen des Familienstellens wie ich sie anbiete, ist eine Möglichkeit, Zugang dazu zu finden.

Dass Heimat und politisches System zwei verschiedene Dinge sind, habe ich u.a. Anfang der 80er Jahre in Russland gelernt. Ich habe 5 Jahre an der renomierten St. Petersburger Universität studiert. Für die Russen hat das Wort Heimat eine Bedeutung, die ich in der damaligen DDR nie kennengelernt hatte. Heimat ist dort etwas geradezu Heilieges. Und für mich ist Russland seit damals so etwas wie eine "zweite Heimat", ganz unverklärt, ohne die Widersprüche des damaligen und heutigen politischen Systems oder eigene negative Erlebnisse beschönigen zu wollen - "zweite Heimat" im Sinne von zusätzlicher Kraftquelle, weil ich einen gewissen Zugang habe zu dem, was sich hinter dem Wort RODINA verbirgt und schwer in Worte zu fassen ist.

Trauer, weil etwas zu Ende gegangen ist?

Hans-Peter Zimmermann geht in seinem letzten Newsletter im Pkt. 3 auf dieses Thema ein. Zum einen weist er auf meinen Kommentar in seinem Blog hin. Das betrifft die Antwort auf die vorherige Frage.

Weiterhin schlägt er vor, im erweiterten Sinn generell um alle Dinge zu trauern, die der Vergangenheit angehören. Das bedeutet, dass Sie sich von vergangenen Ereignissen, Menschen, Dingen verabschieden und damit akzeptieren, dass sie vorbei sind. Damit werden Sie frei für Neues und  können sich dem Neuen voller Freude zuwenden. Ich kann bestätigen, dass das funktioniert.

Trauer im Sinn von Nachtrauern, sich etwas zurückwünschen?

Meine Erfahrung mit Menschen, die diese Art Trauer spüren: darunter verbirgt sich ein anderes Thema. Und dieses Thema lässt sich mit Hilfe der aufdeckenden Hypnose sowohl finden als auch bearbeiten. Was könnte dazu führen, dass Menschen der DDR nachtrauern, weil sie sich dort sicher und geborgen gefühlt haben (lebenslanger Arbeitsplatz), weil ihnen in vielen Bereichen Entscheidungen abgenommen wurden, weil sie kein Verlangen hatten, ein unabhängiges Leben als selbständiger Unternehmer zu führen? Dahinter könnte z.B. eine Abhängigkeit stecken. Warum und wie sich diese entwickelt hat, muss individuell geprüft werden, falls das der Grund ist.

Eins ist sicher: Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, sind dadurch geprägt worden. Ob das für den Einzelnen traumatisch, unwesentlich oder gar nützlich war, hängt sowohl von den persönlichen Erlebnissen als auch den individuellen Anlagen und Bewältigungsmechanismen ab.

Steckt in jedem von uns ein potentieller Mörder?

Am Ende meines Artikels vom 29.9.2010 frage ich: „Gibt es dennoch einen Hoffnungsschimmer?“

Als Verfechterin eines ganzheitlichen Weltbildes erkenne ich diesen Hoffnungsschimmer hinter einem Faktor, der die Entscheidung zur Tat in dem historisch belegten Fall begünstigt hat. Die Männer wurden quasi überrumpelt. Man ließ ihnen so gut wie keine Zeit, sich zu entscheiden. Das bedeutet für mich, daß es sinnvoll ist, sich auch mit Dingen zu beschäftigen, die nicht zur Tagesordnung gehören. Wer über ein Thema nachdenkt bevor es aktuell ist, ist schwerer zu überrumpeln. Oder was meinen Sie? Wie weit würden Sie gehen, um Ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu sichern?

Daß die Problematik aktuell ist, zeigen meiner Meinung nach Mobbingfälle. Mobbingopfer werden zwar nicht physisch vernichtet, aber seelisch verletzt. Auch beim Mobbing ist das Phänomen zu beobachten, daß sich Menschen beteiligen, die kaum einen Bezug zum Opfer haben und bedenkenlos mitmachen. Als ganzheitlich orientierter Mensch weiß ich, daß auch das Opfer einen Anteil am Geschehen hat, doch darum geht es in diesem Artikel nicht.

Hier geht es um die unreflektierte Befriedigung eines menschlichen Grundbedürfnisses – des Bedürfnisses nach Zugehörigkeit. Dieses Bedürfnis spielt in der Therapie eine große Rolle. Immer wieder zeigt sich, daß Menschen lieber absurde Dinge tun statt die Zugehörigkeit zu einem System oder einer Gruppe aufs Spiel zu setzen. Die Alternative wird oft erst nach intensiver Selbsterfahrung verlockend. Es ist die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen. Der Preis dafür ist: sich raus aus der Opfer-Rolle und rein in die Eigenverantwortung begeben.

Selbsthypnose "Leicht einschlafen" zum Hören

Für alle auditiven Menschen stelle ich den Text für die Selbsthypnose zum Einschlafen jetzt auch als Audio-Datei zur Verfügung.

Podcast 1 ist online

In meinem ersten Podcast geht es um den inneren Schweinehund.

Steckt in jedem Menschen ein potentieller Mörder?

Eine abwegige Frage? Keineswegs. Es gibt einen gut untersuchten historisch belegten Fall, der sich der Frage widmet:

Was macht einen ganz normalen Menschen zum Mörder?

1942 wurde ein Reserve-Polizeibataillon beauftragt, in einem polnischen Dorf Juden zu erschießen, und zwar Frauen, Kinder, Alte. Die jüdischen Männer kamen in Arbeitslager. Zu dem Polizeibataillon gehörten durchschnittliche Männer, die für den Wehrdienst zu alt waren. Es waren Männer, die in der Zeit vor dem Nationalsozialismus aufgewachsen waren, also andere Werte als die der Nazis kannten. Es waren Männer, deren Herkunft  eher ausschließen ließ, daß es sich um zukünftige Massenmörder handeln könnte - ganz normale Familienväter, keine Fanatiker, keine Judenhasser.

Das Besondere an diesem Fall war, daß den Männern ausdrücklich erlaubt wurde, nicht an der Erschießung teilzunehmen, und zwar ohne Folgen für sie. Wer nicht morden wollte, brauchte lediglich vorzutreten. Sie glauben, das waren alle? Weit gefehlt. Lediglich eine kleine Gruppe trat vor. Und selbst diese Menschen lehnten sich mit einer Ausnahme nicht gegen das Regime oder ihre Mörder-Kameraden auf.

Wie konnte es dazu kommen?

Der Historiker Christopher Browning untersucht in seinem Buch „Ganz normale Männer“ die Ursachen. Es gab mehrere. Eine besondere Rolle spielte der Gruppendruck. In jeder sozialen Gruppe spielt Gruppendruck eine große Rolle. Und besonders Männer in Uniformen neigen dazu, sich mit ihren Kameraden zu identifizieren, wollen sich nicht von der Gruppe trennen. Vorzutreten und die Aufgabe ablehnen bedeutet, Schwäche zu zeigen, den Kameraden den eigenen Anteil an der unerwünschten Aufgabe zu überlassen. Für die Mehrzahl war es leichter, zu schießen als vorzutreten obwohl sie als Mörder gegen ein allgemein anerkanntes moralisches Gesetz verstoßen: „Du sollst keine Unschuldigen töten.“

Ebenso bedeutsam war, daß viele erst gar nicht versuchten, zu denken. Der Vorgesetzte hatte den Auftrag und damit die Erlaubnis erteilt, das genügte ihnen. Mitdenken? Fehlanzeige.

Gibt es dennoch einen Hoffnungsschimmer?

Meine Antwort demnächst in diesem Blog.

Perfektionismus kontra Selbstwertgefühl

Spüren Sie manchmal noch wie es war als Sie als Kind einen starken Drang hatten, voranzukommen, die Welt zu erkunden, etwas Großartiges aus sich zu machen? Den inneren Kritiker, der später die Aufgabe des Bremsers übernommen hat, gab es noch nicht.

Was, Sie kennen ihn nicht? Sie kennen nicht den Kerl, der schon morgens, wenn Sie schlaftrunken in den Spiegel blinzeln, wispert: „Oh Gott, wie furchtbar.“ Sie kennen nicht den Knaben, der Sie mit nicht enden wollender Zuverlässigkeit auf jede noch so kleine Unzulänglichkeit hinweist. Und wenn er so richtig in Fahrt ist, erinnert er Sie genüßlich in einem Zug an alles, was Ihnen in Ihrem Leben nicht gelungen ist, wo Sie in seinen Augen versagt haben. Und wenn es Ihnen besonders schlecht geht, raunt er Ihnen als Gratiszugabe ins Ohr: „Versager/in.“ Falls Sie zu den Leistungsorientierten gehören, sind Sie spätestens beim „Versager“ für eine Weile Schach matt gesetzt.

Das ist schade, denn so überprüfen Sie erst gar nicht, ob der Meckerheini recht hat und räumen ihm damit eine privilegierte Stellung ein – als Wahrheitsverkünder.

Bevor Sie dem inneren Kritiker den Kampf ansagen, bedenken Sie, daß Kämpfe in der Regel kräftezehrend sind und oftmals neue Feinde aus dem Untergrund hervorlocken. Immerhin würden Sie irgendwie auch sich selber den Kampf ansagen, denn ist dieser innere Kritiker nicht ein Teil von Ihnen, Ihrer Psyche? Und könnte es nicht sein, daß er eine positive Absicht hat, z.B. Sie vor öffentlicher Kritik und Verletzung zu schützen?

Es ist leichter, sich von etwas Ungeliebtem zu verabschieden, wenn man akzeptiert, daß es seine Daseinsberechtigung gehabt haben könnte. Bevor Sie jetzt denken, daß Sie auf diese Ausführungen gern verzichten können (Fühlen Sie, wie er sich anpirscht, wenn es ihm an den Kragen gehen soll?), fragen Sie sich:

Habe ich ein gesundes Selbstwertgefühl? Denn das ist es, worum es hier wirklich geht. Was ist Selbstwertgefühl? Vor allem die Meinung, die Sie selber von sich haben, wie Sie sich selber bewerten. Dafür gibt es kein objektives Meßinstrument. Das Selbstwertgefühl gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen unabhängig von der Umwelt, in der ein Mensch aufwächst und lebt. Wie es dazu kommt, daß manche Menschen eine positive und andere wiederum eine schlechte Meinung von sich haben, läßt sich nicht pauschal beurteilen.

Woraus beziehen Sie Ihren Selbstwert? Vielleicht aus Ihrem Äußeren, aus Ihrem Beruf, aus Ihrem Hobby, Ihrem sozialen Netzwerk? Eventuell haben Sie im Laufe Ihres Lebens verschiedene Akzente gesetzt. Vorteilhaft ist es, wenn Ihr Selbstwert auf einem soliden Fundament ruht wie z.B. Charakterzügen statt auf Pfeilern, die leicht wegbrechen können, wie das jugendliche Aussehen.

Studien haben gezeigt, daß es nicht darauf ankommt, ein möglichst hohes Selbstwertgefühl zu haben, sondern ein relativ stabiles. Mit diesem Thema hat sich die Psychologin Astrid Schütz von der TU Chemnitz eingehend beschäftigt. Zu sehr von sich selbst eingenommen zu sein, kann genauso nachteilig sein wie zu schlecht über sich selber zu denken. Ein überhöhtes Selbstwertgefühl kann dazu führen, daß sich ein Mensch für perfekt hält, nichts mehr für seinen Erfolg tut. Übertriebenen Fans der eigenen Person mangelt es häufig an sozialer Kompetenz.

Schwieriger ist der Umgang mit einem zu niedrigen Selbstwertgefühl. Betroffene kommen gar nicht mehr auf die Idee, sich im positiven Licht zu sehen, stellen überzogene Anforderungen an sich selbst, kritisieren sich gnadenlos, wenn etwas nicht gelingt und suchen die Ursachen für Mißerfolge ausschließlich bei sich selber. Die Gedanken kreisen nur noch um den Mißerfolg und dabei vergessen sie völlig, daß kein Mensch ständig und auf jedem Gebiet erfolgreich sein kann und daß auch sie gleichzeitig etwas anderes gut machen. Gefährliche Quellen für den Selbstwert sind Fleiß und Leistung, denn dann ist der Selbstwert häufig schon durch ein faules Wochenende gefährdet.

Das Ideal ist für Astrid Schütz eine stabile Selbstakzeptanz, unabhängig von äußeren Einflüssen – ein schwer zu erreichendes Optimum. Um sich wohl zu fühlen und erfolgreich zu sein, reicht es, sich selber OK zu findenmit den vorhandenen Schwächen und nicht „weil ich immer alles schaffe“. Sich selber trotz Schwächen OK zu finden bedeutet keineswegs, sich nicht weiter entwickeln zu dürfen. Nur ist die Basis dafür aus dieser Sicht eine ganz andere.

Mein Vorschlag, wenn der Meckerfritze das nächste Mal zur Stelle ist: Erinnern Sie sich erst einmal daran, daß die menschliche Psyche so angelegt ist, daß sie das Unbekannte und das Unerklärliche fürchtet. Dieses Wissen ist der erste Schritt, die eigene Wahrnehmung zu verändern. Und dann: fragen Sie Ihren inneren Kritiker nach seiner positiven Absicht. Würdigen Sie, daß Sie in Ihrem Inneren einen Teil haben, der Sie vor dem Unbekannten schützen will. Abschließend machen Sie diesem Teil klar, daß Sie der Chef sind: „Vielen Dank für Deine Hilfe. Ich weiß, dahinter steckt die Angst vor dem Unbekannten, aber ich habe auch eine Meinung dazu.“

Quelle: Emotion audio, Mai 2008